Vorher-Nachher. Zeigt Eure "wiederbelebten" Schätze

Diskutiere Vorher-Nachher. Zeigt Eure "wiederbelebten" Schätze im Vintage-Uhren Forum im Bereich Uhren-Forum; Von einem netten Forumkollegen habe ich diese Orion erworben. Siewar defekt, die Aufzugswelle abgerissen. Ich hab' mich um das äußere...
tiktak66

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... da, wo's schön ist
Von einem netten Forumkollegen habe ich diese Orion erworben. Siewar defekt, die Aufzugswelle abgerissen. Ich hab' mich um das äußere Erscheinungsbild der Uhr gekümmert, mein Uhrmacher das Werk (EB 8810 mit grüner DaAtumsscheibe) zerlegt, den Wellenres geborgen und dem eine Revision gegönnt.

IMGP8675.JPGIMGP8679.JPGIMGP8682.JPGIMGP8684.JPGIMGP8685.JPG

Und so sieht der Patient nach dem Aufwachen aus:

IMGP9034.JPG
IMGP9035_a.JPGIMGP9038.JPG
 
DreizeigerFan

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@tiktak66 : Sehr schön geworden. Viel Spaß beim Tragen.

Mich hat vor kurzem dieses Bild in der Bucht angelacht.
2859492
Ich weiß, sie ist noch nicht wirklich Vintage aber, da sie noch das alte Logo hat muss sie nach dem was ich in Erfahrung bringen konnte aus 1997 sein. Der optische Zustand sollte eigentlich schon abschrecken, denn wenn der Sekundenzeiger fehlt, hat auch am Rest möglicherweise jemand herum gebastelt. Aber letztlich hat das "haben wollen" doch gewonnen. Außerdem hat der Verkäufer versprochen, dass das Werk einwandfrei funktioniert. Einen passenden Sekundenzeiger hatte ich zufällig auch gerade noch zur Hand.
Das Werk lief wirklich mit einer Amplitude von etwa 150°. Da ist es schon ein Wunder, dass sie nur eine Minute Abweichung pro Tag hatte. Aber alle Funktionen waren OK, so dass sie nur eine Wartung brauchte. Hier ein Bild der Teile:
2859504
Die Platine war noch im Werkhalter und ist deshalb nicht auf dem Bild. Das Gehäuse war noch ein kleines Problem, weil es gebürstet ist. Das ist mit Hausmitteln nicht ganz so einfach zu erneuern, wie polierte Flächen. Ich habe mit verschiedenen Mitteln versucht eine dem Original ähnliche Oberfläche herzustellen.
Das Glas war mit 1mm deutlich zu dünn, so dass sich ein Absatz zur Lünette ergab. Also wurde es gegen ein 1,5mm Glas mit neuer Dichtung getauscht. Die durch einen Wassereinbruch verfärbte Leuchtmasse der Zeiger wurde entfernt und durch neue ersetzt. Gut, dass die Uhr ein weißes Zifferblatt ohne Leuchtmasse hat, denn verfärbte Leuchtmasse auf dem Zifferblatt ist nur sehr schwer zu ersetzen.
Hier die fertige Uhr am Arm
2859516
 
nanukb

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@tiktak66 : Sehr schön geworden. Viel Spaß beim Tragen.

Mich hat vor kurzem dieses Bild in der Bucht angelacht.
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Ich weiß, sie ist noch nicht wirklich Vintage aber, da sie noch das alte Logo hat muss sie nach dem was ich in Erfahrung bringen konnte aus 1997 sein. Der optische Zustand sollte eigentlich schon abschrecken, denn wenn der Sekundenzeiger fehlt, hat auch am Rest möglicherweise jemand herum gebastelt. Aber letztlich hat das "haben wollen" doch gewonnen. Außerdem hat der Verkäufer versprochen, dass das Werk einwandfrei funktioniert. Einen passenden Sekundenzeiger hatte ich zufällig auch gerade noch zur Hand.
Das Werk lief wirklich mit einer Amplitude von etwa 150°. Da ist es schon ein Wunder, dass sie nur eine Minute Abweichung pro Tag hatte. Aber alle Funktionen waren OK, so dass sie nur eine Wartung brauchte. Hier ein Bild der Teile:
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Die Platine war noch im Werkhalter und ist deshalb nicht auf dem Bild. Das Gehäuse war noch ein kleines Problem, weil es gebürstet ist. Das ist mit Hausmitteln nicht ganz so einfach zu erneuern, wie polierte Flächen. Ich habe mit verschiedenen Mitteln versucht eine dem Original ähnliche Oberfläche herzustellen.
Das Glas war mit 1mm deutlich zu dünn, so dass sich ein Absatz zur Lünette ergab. Also wurde es gegen ein 1,5mm Glas mit neuer Dichtung getauscht. Die durch einen Wassereinbruch verfärbte Leuchtmasse der Zeiger wurde entfernt und durch neue ersetzt. Gut, dass die Uhr ein weißes Zifferblatt ohne Leuchtmasse hat, denn verfärbte Leuchtmasse auf dem Zifferblatt ist nur sehr schwer zu ersetzen.
Hier die fertige Uhr am Arm
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Ich nehme für die Bürstung immer Scotch-Brite, sollte es in jedem Baumarkt geben in unterschiedlichen Stärken.
 
DreizeigerFan

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@nanukb : Danke für den Tipp. Ich werde das mal probieren.

Vor kurzem ist diese zwar optisch recht gut erhaltene aber defekte Uhr zu mir gekommen.
2863532
Das Zifferblatt ist, wie schon von außen gut zu sehen, sehr gut erhalten.
2863533
Aber, da das Werk überhaupt nicht funktionierte habe ich die Uhr zerlegt. Für etwas kritisch halte ich dabei das entfernen des Klobens über der Datumsklinke. Deshalb lege ich nach dem herausdrehen der Schraube eine Frischhaltefolie über das Uhrwerk und hebe dann den Kloben ab. Das soll verhindern, dass die Klinkenfeder weg fliegt.
2863540
In diesem Fall hat sich das gelohnt. Denn so sah das nach dem abheben aus.
2863542
Die Feder hat den Kloben ein gutes Stück weggeworfen. Ohne die Folie hätte ich bestimmt beides suchen müssen.
Eine böse Überraschung war das Wechselrad, das schwer an Karies litt. Gut, wenn man zufällig gerade ein Rad aus einem anderen Projekt, für das ich ein Spenderwerk gekauft habe, zur Hand hat.
2863548
Die Bodendichtung war nur noch eine schwarze klebrige Masse.
2863556
Also erst mal einweichen und dann entfernen. Hier die "behandelten" Gehäuseteile.
2863558
Das Glas wurde etwas poliert und eine neue Bodendichtung eingesetzt.
Es ist immer wieder erfreulich, wenn das Werk bei der Montage das ticken anfängt. Hier noch vor dem Einsetzen der Stoßsicherung.2863560
Vor dem Einschalen noch kurz ein Bild von der Zifferblatt Seite.
2863565
Obwohl ich nicht unbedingt gern vergoldete Uhren trage, werde ich diese bestimmt demnächst mal ausführen.
2863569
 
AlexBlack

AlexBlack

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Wie das immer so ist, da gehste morgens auf`m Flohmarkt, findest ein abgenuddeltes, tickendes Dingens und schleppst es nach Hause in deine Höhle. Weil, irgendwann ist ja mal bestimmt Zeit um dran zu werkeln. Aber dann, du sitzt gemütlich auf dem Sofa, verdrückst den zweiten Spritzkuchen und guckst die Neuerwerbung an, die auf der Ecke des Tisches liegt.
Hmmm, naja, wenigstens den Deckel kannst ja mal schnell aufmachen. Nur schnell gucken wie das Werk aussieht, ticken tut es ja. Also kleines Werkzeug raus, Deckel auf und........ähhhhh, wenn schon offen, dann kann man ja auch schnell mal die Krone ziehen, Zifferblatt gucken, konnte man ja gar nicht sehen-bei dem verkratzten Plexi. Ihr ahnt schon was kommt, oder?
Schlussendlich hab ich doch vier Stunden gesessen und durchgezogen.

Cimier Sport Chronograph. Ziemlich abgerockt, aber in voller Funktion. Der gewohnte Schmodder allerorten, Armband zwar schick, aber unpassend, Lünette knirscht, Plexi schartig.
IMG_3346.JPGIMG_3350.JPGIMG_3349.JPGIMG_3353.JPGIMG_3351.JPG

Nach dem Zerlegen kommt ein fast makelloses Zifferblatt,

IMG_3361.JPG

ein recht ansehnliches Uhrwerk,
IMG_3354.JPG

und im Deckel wohl das Produktionsdatum zum Vorschein? 04.01.1971.
IMG_3355.JPG

Aber unter der Lünette überraschend wenig Dreck.
IMG_3356.JPGIMG_3357.JPG
Da das Gehäuse "nur" verchromt ist verbietet sich großes Polieren natürlich von selbst. Nur im Seifenwasser gewaschen, und mit 3000 Schleifpapier abgezogen. In den unzugänglichen Stellen mit einem Glasfaserpinsel geputzt. Plexi poliert, Lünette gereinigt und geölt, desgleichen die Drücker.

Hier mein persönliches Werkzeug zum Reinigen von Drückern und Kronen. Jedenfalls dann wenn ich die nicht demontiert bekomme, oder auch für den kurzen Service zwischendurch. Man glaubt nicht was da noch so alles hängenbleibt, trotz einweichen im Fitwasser und Zahnbürstenorgie.
IMG_3358.JPG

Bereit zum Zusammenbau. Die Dichtung war noch prima, 2 Stunden in Ballistol gebadet, nu is wieder dicht.
IMG_3360.JPG

Dit is das Ergebnis. Immer noch gerockt, aber so am Arm im Tageslicht...... recht ansehnlich, absolut tragbar.
Das Armband ist wie immer vom Stammhändler, der stellt die selbst her. Leder, Vintagelook, sehr geschmeidig zu tragen.

IMG_3366.JPGIMG_3367.JPGIMG_3368.JPGIMG_3371.JPGIMG_3372.JPG
IMG_3363.JPG
 
OnkelJodok

OnkelJodok

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Zen ... oder die Kunst eine Seiko zu polieren ...

Vorher:

2020-01-26 12_34_10-SEIKO TYPEⅡ wristwatch 7546-8230.png

2020-01-26 12_35_26-SEIKO TYPEⅡ wristwatch 7546-8230 2.png

2020-01-26 12_35_26-SEIKO TYPEⅡ wristwatch 7546-8230 3.png

Nachher - mit neuer Batterie, neuem Glas, passendem Band.

Das Miteinander von gebürsteten ebenen Flächen und polierten gekrümmten Flächen hat eine besondere Wirkung,
ergänzt durch das tiefgrüne Zifferblatt mit Sonnenschliff.

P1160758.JPG

P1160769.JPG

Viele Grüße,

Georg
 
pallasquarz

pallasquarz

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Wie das immer so ist, da gehste morgens auf`m Flohmarkt, findest ein abgenuddeltes, tickendes Dingens und schleppst es nach Hause in deine Höhle. Weil, irgendwann ist ja mal bestimmt Zeit um dran zu werkeln. Aber dann, du sitzt gemütlich auf dem Sofa, verdrückst den zweiten Spritzkuchen und guckst die Neuerwerbung an, die auf der Ecke des Tisches liegt.
Hmmm, naja, wenigstens den Deckel kannst ja mal schnell aufmachen. Nur schnell gucken wie das Werk aussieht, ticken tut es ja. Also kleines Werkzeug raus, Deckel auf und........ähhhhh, wenn schon offen, dann kann man ja auch schnell mal die Krone ziehen, Zifferblatt gucken, konnte man ja gar nicht sehen-bei dem verkratzten Plexi. Ihr ahnt schon was kommt, oder?
Schlussendlich hab ich doch vier Stunden gesessen und durchgezogen.

Cimier Sport Chronograph. Ziemlich abgerockt, aber in voller Funktion. Der gewohnte Schmodder allerorten, Armband zwar schick, aber unpassend, Lünette knirscht, Plexi schartig.
Anhang anzeigen 2865012Anhang anzeigen 2865014Anhang anzeigen 2865013Anhang anzeigen 2865016Anhang anzeigen 2865015

Nach dem Zerlegen kommt ein fast makelloses Zifferblatt,

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ein recht ansehnliches Uhrwerk,
Anhang anzeigen 2865017

und im Deckel wohl das Produktionsdatum zum Vorschein? 04.01.1971.
Anhang anzeigen 2865018

Aber unter der Lünette überraschend wenig Dreck.
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Da das Gehäuse "nur" verchromt ist verbietet sich großes Polieren natürlich von selbst. Nur im Seifenwasser gewaschen, und mit 3000 Schleifpapier abgezogen. In den unzugänglichen Stellen mit einem Glasfaserpinsel geputzt. Plexi poliert, Lünette gereinigt und geölt, desgleichen die Drücker.

Hier mein persönliches Werkzeug zum Reinigen von Drückern und Kronen. Jedenfalls dann wenn ich die nicht demontiert bekomme, oder auch für den kurzen Service zwischendurch. Man glaubt nicht was da noch so alles hängenbleibt, trotz einweichen im Fitwasser und Zahnbürstenorgie.
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Bereit zum Zusammenbau. Die Dichtung war noch prima, 2 Stunden in Ballistol gebadet, nu is wieder dicht.
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Dit is das Ergebnis. Immer noch gerockt, aber so am Arm im Tageslicht...... recht ansehnlich, absolut tragbar.
Das Armband ist wie immer vom Stammhändler, der stellt die selbst her. Leder, Vintagelook, sehr geschmeidig zu tragen.

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Hallo, das hat sich ja voll gelohnt :super:
Ich bin erstaunt, zu welch hohem Kurs diese Scheinchronos gehandelt werden, ist doch nur ein Stiftankerwerk drin.
Optisch machen sie viel her.
Viel Freude damit Christoph
 
finnkah

finnkah

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OnkelJodok wo bekommt man den solch tolle Seikos her? Wollte mir auch mal wieder einen alten Quarzer als Alltagsuhr herrichten,da gefallen mir die 3 Zeiger Seikos am besten!
 
P.Porter

P.Porter

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nur ein Stiftankerwerk drin.
Ist aber doch toll solch ein Werk noch laufen zu sehen. Scheint ein Rego 147 zu sein. Hat krumme 17280A/h. Hatte ich noch nicht.
Mein momentanes Stiftanker ist ein Baumgartner 582 mit 21600 A/h bei nur einem Lagerstein. Ich könnte dem Anker stundenlang bei seiner Arbeit zuschauen, so unermüdlich arbeitet das Teil in rasender Geschwindigkeit 😀
Ich finde Stiftanker toll.👍
 
EvilEvo

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Nachdem das Wetter ab Mittag nicht mehr zum Radfahren eingeladen hat, gabs den Nachmittag eine Bastelstunde. Heutiger Kandidat war eine relativ gut erhaltene Ruhla De Luxe von 1973. Die Uhr war in erster Linie nur verharzt und optisch ein bisschen angeschlagen.

IMG_20200202_140756575.jpg

Das Preisschild stammt noch aus D-Mark-Zeiten. Der Flohmarkthändler hat sie aus einem Uhrmachernachlass, welcher die Uhr wohl wiederum gebraucht im Angebot hatte (Soweit die Story vom Händler stimmt).
IMG_20200202_140851898.jpg

Gehäuse und Glas sind noch gut brauchbar, lediglich die Krone kam weg.
IMG_20200202_141854722.jpg

Das Werk hatte kaum Amplitude, also zerlegt, gereinigt, geölt, zusammengebaut und schon tut es vortrefflich seinen Dienst, herrlich einfache Technik.
IMG_20200202_141904630.jpg

Der goldene Zeiger fiel mir beim Suchen der Aufzugskrone in die Hände, keine Ahnung, wo der herkommt.
IMG_20200202_155658758.jpg

Olles Klapperband dran, bisschen poliert, fertig. Die Zeiger wollte ich erst neu lackieren, allerdings hatte ich noch einen neuen Satz da, daher werden die Alten irgendwann für ein späteres Projekt neue Farbe erhalten.
IMG_20200202_163610665_HDR.jpg
 
P.Porter

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Hallo zusammen.
Vorher-Nachher ist nicht ganz gelungen. Mir ist der Minutenzeiger und der Sekundenzeiger (zum Glück gab's Ersatz) unter den Tisch gefallen ;-)

Von Vorher gibt es leider kein Bild. Hatte die D620(SC) schon lange in der Uhrenkiste liegen (viele vom Opa, viele vom Papa, viele von mir - bin ja auch nicht mehr der jüngste).
Durch Zufall bin ich hier über Beiträge von Einzeigeruhren gestolpert. Habe mal ein wenig gesucht (WEB) aber nichts für mich gefunden.
Also: selber bauen. Darum geht es ja. Aus Alt mach Neu.

Die Diehl hat eine recht gute Größe vom Gehäuse, Zifferblatt war völlig zerkratz. Rest wie immer - Schrammen über Schrammen.
Das Zifferblatt wurde abgefeilt (Indexe), bearbeitet und poliert. Danach Palladium, damit ich einen Hintergrund in silber bekam.
Das Blatt selbst wurde mit Transferpapier (Wasser) auf das Blatt aufgebracht. Hatte die Wahl von hellem Blatt mit schwarzen Stunden/Minuten Strichen oder eben schwarz mit silber.
Habe mich für schwarz entschieden. Nach der Trocknung (wichtig) lackiert. Da es in der Garage kalt war und auch der Lack kalt war, ergab es ein Perlen Überzug. Hatte mich schon geärgert. Aber im Gegenlicht sah ich, dass der Lack (Perlen) sehr gleichmäßig auf dem Blatt lagen. Also mal gelassen. Neu machen konnte ich ja noch immer. Das Resultat finde ich gelungen. Die Lackperlen gingen beim trocken etwas zurück und das Blatt hat nun eine schicken Glanz.

Der Stundenzeiger. Ja wo bekommt man einen langen Stundenzeiger her? Lösung: Fundus gesucht, etwas gefunden, Aufnahme von einem anderen passenden Stundenzeiger, dies Aufnahme in den Stundenzeiger eingeklebt, poliert, Spitze in rot. (die originalen Zeiger konnte ich nicht verwenden, da zu groß/dick und ich zerstöre ungern ein schönen Zeigersatz).

Dann die Sekunde. Sekundenzeiger wollte ich nicht. Stört ja das ruhige Bild. Aber ob die Uhr geht (läuft) wollte ich schon sehen. Lösung: kleinen passenden Sekundenzeiger (Fundus) gesucht, Zeigerspitze abgekniffen, bearbeitet, schwarz lackiert, Rest von Zeiger (das Teil gegenüber des Zeigers) weiß lackiert.

Glas: Das vorhandene hätte ich aufbereiten können, aber es war zu hoch. Habe mich für ein flaches entschieden, damit man den Randbereich (Stunde, 1/2 Stunde, 1/4 Stunde und die 5 Minutenstriche) besser ablesen kann.

Name für die Uhr: ???? Lange überlegt. Ich habe mich dann für D 620 entschieden. Ist ja auch eine D620(SC) verbaut. ;-)

Band: kommt ein schwarze Lederband ran. Das Blatt benötigt noch etwas Unterstützung.

So, nun habe ich auch eine Ein-Zeiger-Uhr. Und die ziehe ich an, wenn ich ausgehe und es nicht so darauf ankommt, ob man nun 1-2 -3-4-5-6-7-.... Minuten früher nach Hause geht.
:ok:
 

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@P.Porter : Sehr schönes Projekt mit tollem Ergebnis.

Ich habe mich in den letzten Tagen um eine Dugena Tropica mit ETA 2763 Handaufzugwerk gekümmert. Die Uhr sah insgesamt benutzt aus und lief immer nur kurz mit sehr niedriger Amplitude.
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Das Werk hatte deutliche FIngerabdrücke:
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Also zerlegt gereinigt und wieder zusammengebaut. Hier schwingt die Unruh schon aber es fehlen noch ein paar Teile.
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Das komplettierte Werk von der Zifferblatt-Seite.
2881429
Das Glas musste ich ersetzen, weil es einen Sprung zwischen zwei und drei Uhr hatte und auch nicht wirklich fest im Gehäuse saß, das ich nur leicht poliert habe. Dadurch glänzt es zwar wieder aber die tiefen Kratzer sind noch drin.
Wenn man dann nach dem Einschalen den Werkhaltering festschrauben will und folgendes Bild sieht, hat man noch etwas Arbeit vor sich. Die kleinen Schrauben unten sind übrigens von der Räderwerk-Brücke. Ich musste sie ersetzen, weil die vorhandenen nur noch jeweils einen halben Kopf hatten.
2881435
Also Uhrwerk nochmal raus, Zeiger und Zifferblatt runter und die Abstandhalter für das Zifferblatt eingesetzt. Alles wieder zusammengebaut und ein Foto am Arm gemacht.
2881440
Und weil ich im vorher das Stellen vergessen habe, hier noch ein Bild der gestellten Uhr.
2881443
Das Armband werde ich noch ersetzen müssen. Ich hatte gerade keins mit 19mm zur Hand, deshalb habe ich für die Fotos ein etwas schmal geratenes 20mm Band verwendet.
 
OnkelJodok

OnkelJodok

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Hallo zusammen,

hier die einfache Frischzellenkur an einer Orient cA.

Vorher - der Lichteinfall bringt auch alle Kratzer im Glas schön raus,
was wiederum über den eigentlich hervorragenden Zustand des Zifferblatts hinwegtäuscht:

2020-02-04 06_55_00-◆ ◇ 12_6 169338 ORIENT 21JEWELS Y429-25540 Watch ◇ ◆ _ 【Buyee】 _Buyee_ Jap...png

Nachher - die grüngoldenen 70er erstrahlen wieder.

Auch wenn es nicht stilecht ist, gefällt mir das gewölbte Glas recht gut, und ich überlege noch,
ob ich das facettierte überhaupt nachschleifen soll:

P1160777.JPG


P.S. wenn man diese Uhr mit der Seiko oben vergleicht, kann man die - von Seiko entscheidend mitgeprägte -
Wandlung im Design ca. 1971 zu ca. 1978 prima nachvollziehen.
In keinem Jahrzehnt hat es so eine große technologische und stilistische Vielfalt gegeben, wie in den 70ern.

Viele Grüße,

Georg
 
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Rigo

Rigo

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SEIKO 6138 0030 KAKUME Juli 1974

Im August letzten Jahres kam eine Seiko Kakume aus Sapanien per Correos 2887869 bei mir an.
Sie war zwar komplett original aber am Gehäuse & am Band wurde auf südländische lässige Art bereits Hand angelegt.
Man wollte sicher alle Spuren der Vergangenheit & des Tragens auf die schnelle Art beseitigen.
So waren sämtliche Oberfächen scheinbar mit einer Drahtbürste kreuz & quer behandelt, um einen"neuen Strich" zu erreichen.

Ich hatte sie gleich nach Ankunft gereinigt, hin & wieder mal getragen & auch hier gezeigt.
Das war eine reine Kunst, die Kamera so zu halten, dass man auf Fotos von dieser misslungenen Bürsten-Kur nichts sah.
Und so waren die bereits gezeigten Fotos teilweise sogar richtig gut....

Das Band samt originaler Verlängerung war spürbar zu eng. Es war ein komisches Gefühl - fast wie Strom ums Handgelenk...
Nun weiß ich woran das lag - der Boden war hässlich aufgerauht & zudem ist diese riesige, schwere Uhr ohnehin enorm kopflastig.
Ende Januar hatte ich mir diese Kakume dann endlich vorgenommen - insgesamt hat das ganze so zirka 4 Tage an Zeit verschlungen.


Hier sind zwei realistische Vorher Fotos, so wie die Uhr angeboten wurde
2887645

Eigentlich nichts Schlimmes...

2887646
Man kann jedoch kaum erkennen wie verhuntzt die Oberfläche war.
Klar, der Verkäufer hatte auch versucht, das Unschöne nicht voll in den Fokus zu bringen.
Ich könnte hier noch zig Fotos vom wirklichen Übel zeigen aber ...

... dann doch lieber ein paar Fotos von den frisch aufbereiteten Zutaten:

2887654

Auch das Zifferblatt musste runter, weil die Schnellverstellung des Wochentages hakte

Die beiden Mini-Chronozeiger neu zu setzen, war für mich als Uhrwerk-Laie eine ziemliche Fummelei
Aber mit einer Nähnadel & einen Kugelschreiber ging es dann ganz gut...

Sie nullt nun 3 mal wieder exakt & die Drücker gehen so, wie sie sollen

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Die Polierten Flanken der Uhr waren arg geschunden & es hat sehr viel Zeit gekostet, die Kanten scharf & sauber wiederherzustellen
Die 4 kleinen Ecken auf der Front rund um die blaue Lünette hab ich rotierend matt gebürtset - sieht nun aus wie eine CD...
Die Endlinks am Armbandende und die beiden Bandanstoßflächen sind ebenfalls in Verlängerung zum Armband matt gebürtset


2887660

Das originale Fishbone Band hat auch einige Stunden, wenn nicht sogar einen ganzen Tag verschlungen, um es wieder fit zu machen
Außen längst matt - Innen Hochglanz - es ist angenehm ausgeleiert & liegt nun wie eiskalte Seide am Arm


2887666

Den verschraubten Boden hab ich im Akkuschrauber rotierend Poliert - die beschriftete Mittelfläche ist matt
Es sind fast alle Macken verschwunden - die Schrift ist gut verschont geblieben


2887661

Die Faltschließe war verbeult & durch die spanische Drahtbüstenkur hat es auch hier so einige Stunden gekostet, um ...

2887669

Ich hatte sie gestern Abend erstmals bei abendlichen Kunstlicht im Zeigefaden - so ist sie nun & so bleibt sie...

2887662
 
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