Vorgang - ohne dass Zeitwaage diesen anzeigt?

Diskutiere Vorgang - ohne dass Zeitwaage diesen anzeigt? im Uhrenwerkstatt Forum im Bereich Uhren-Forum; Ich bin verwirrt! Ich habe eine Nomos Tangente, die am Arm getragen ca. 3-5 Minuten pro Tag vorgeht. Wenn ich sie allerdings auf meine Zeitwaage...
campenr.1

campenr.1

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Ich bin verwirrt!
Ich habe eine Nomos Tangente, die am Arm getragen ca. 3-5 Minuten pro Tag vorgeht.
Wenn ich sie allerdings auf meine Zeitwaage lege, dann zeigt diesen lediglich einen Vorgang je nach Lage von 8-15 Sekunden an.

Wie kann es nun zu einem so starken Vorgang kommen, der sich nicht im Zeitwaagebild zeigt?

Ich dachte bisher an einen losen Zeiger, das kann ich aber nach verschiedenen Schüttelproben ausschließen.

Was fällt euch dazu ein? Was kann ich noch überprüfen?
 
Paulchen

Paulchen

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Deine Zeitwaage ist in Ordnung, bzw. richtig eingestellt?
Ggf. mal eine Gegenprobe mit einer anderen Uhr machen.
 
falko

falko

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Es kann sich um gelegentliches Prellen bei starker Bewegung oder zeitweises Kleben der Spirale handeln. Diese Erscheinungen treten u.U. bei statischer Messung auf der Zeitwaage nicht auf.
 
campenr.1

campenr.1

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Ja die ist in Ordnung.
Der gemessene Vorgang wurde auch auf einer anderen Zeitwaage bestätigt (Konzi).
 
elekticker

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Prellen halte ich für eine wahrscheinliche Lösung. Wie ist denn die Amplitude?
 
campenr.1

campenr.1

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Danke schonmal für eure Einschätzung!

Die Amplitude ist knapp über 300 liegend und rd. 280 hängend - also eigentlich keine Gefahr des Prellens?

Woher könnte in spontanes Verkleben der Spirale kommen und was wäre dagegen zu tun?
 
falko

falko

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Die Windungen der Spirale können durch Magnetismus oder Verschmutzung (Verölung) kleben. Bei alten Uhren findet sich manchmal auch eine oxidationsbedingte Rauhigkeit, so dass sich die Windungen regelrecht verhaken können. Diesen Fall möchte ich aber bei dieser Uhr ausschliessen.
 
elekticker

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Magnetisierung oder Verkleben wäre ja auch auf der Zeitwaage sichtbar.
Die recht hohe Amplitude macht es meiner Meinung nach noch wahrscheinlicher, dass die Uhr getragen prellt.
Wir hatten schon öfter solche Erscheinungen hier im Forum. Ich erinnere mich an eine Submariner, die immer nach dem Joggen vor ging. Ich selber habe auch eine Uhr, die mit hoher Amplitude läuft und die ich quasi "vorschütteln" kann.

Problem: die Uhr läuft zu gut. Das ist gar nicht so einfach zu behandeln. Da müssten mal die Profis aushelfen.
 
S

Sette

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Ich habe auch eine Panerai, die auf der ZW und im Büro super läuft. Einmal damit ins Fitness ergibt einiges an Vorgang :wand:
Das kann ich auch auf der ZW anschauen, ich muss sie dafür nur voll aufziehen. Schaut einigermaßen gruselig aus, wird aber nach kurzer Zeit besser.
 
campenr.1

campenr.1

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Das Prellen könnte ich doch dadurch bestätigen oder ausschließen, indem ich die Uhr aufgezogen liegen lasse?
Wenn sie dann normal läuft dann müsste es Prellen sein - oder?
 
Tassi73

Tassi73

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Das Prellen könnte ich doch dadurch bestätigen oder ausschließen, indem ich die Uhr aufgezogen liegen lasse?
Wenn sie dann normal läuft dann müsste es Prellen sein - oder?
Exakt.
Und am besten die Uhr voll aufziehen, einen Tag tragen und dann direkt auf die Waage.
Ein Prellen wird man sofort bemerken.
Die Uhr sollte man außerdem etwas länger auf der Waage lassen und nicht nach 20s wieder runter nehmen, da die Amplitude sich noch zum Höchstwert "aufschaukeln" kann.

Ich hatte auch mal eine Uhr, die prellte. Allerdings war da die AMplitude bei über 350.
Da müssen dann Klötzchen gerückt werden, da müsste dann ein Profi ran.

Besonders war, dass das Prellen wirklich nur bei absolutem Vollaufzug auf der Waage zu sehen war.
Anfangs hatte ich auch keinen Plan, warum die Uhr auf einmal 2 oder 3 Minuten vorging.
 
campenr.1

campenr.1

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So nachdem ich sie nun 24h habe liegen lassen, geht sie recht genau und hat diese Abweichungen nicht.

Also scheint es Prellen beim Tragen zu sein?!

Was tut man dagegen?
 
S

Snaporaz

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Man kann eine Feder mit weniger Drehmoment einbauen oder (unschön) versuchen, die Begrenzungsstifte der Ankergabel nach innen zu verbiegen und so den Weg des Ankers zu begrenzen.
 
A

AHVintage

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… oder (unschön) versuchen, die Begrenzungsstifte der Ankergabel nach innen zu verbiegen und so den Weg des Ankers zu begrenzen.
Falls die Hemmung dann überhaupt noch funktioniert, wird die Amplitude noch größer :-(
Begrenzungsstifte verbiegen wäre schon ein Mittel (2. Wahl!), aber dann auseinander, um mehr Kraft beim Auslösen zu verjubeln.

Frank
 
T

tschasovschik

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Glaube nicht daran, daß die Uhr beim Tragen prellt. Wie lange liegt denn die letzte Werkrevision zurück?


Da müssen dann Klötzchen gerückt werden, da müsste dann ein Profi ran.
Welche Klötzchen muß man denn rücken um Prellen zu verhindern?

Werner
 
campenr.1

campenr.1

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Die Uhr ist drei Jahre alt.

Was kommt denn sonst noch als Grund in Frage?
 
T

tschasovschik

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Wenn die Uhr erst drei Jahre alt ist würde ich mal bei Nomos anrufen und auf Entgegenkommen seitens des Herstellers hoffen.
Gruß
Werner
 
Tassi73

Tassi73

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Welche Klötzchen muß man denn rücken um Prellen zu verhindern?

Werner
Ich meine, dass die Position der Ankerpaletten innerhalb des Ankers verändert werden müssten, falls ein Prellen vorliegt. Damit man die Amplitude kleiner bekommt, müssten die Paletten geschoben werden (weiter heraus)
 
T

tschasovschik

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Aha, die Ankerpaletten meinst du. Danke für die Erklärung.
Wobei ich persönlich den unregelmäßigen Vorgang bei dieser Handaufzuguhr nicht auf Prellen zurückführe.
Gruß
Werner
 
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