Von Äpfeln, Fliegern und Lewis Hamilton – IWC Mark XVIII Saint Exupery & Mark XX

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  • Von Äpfeln, Fliegern und Lewis Hamilton – IWC Mark XVIII Saint Exupery & Mark XX Beitrag #1
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Galathea

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Wo beginne ich nur? Klar, eigentlich von vorne. Aber manchmal ist das gar nicht so einfach.

Doch einmal eine generelle Einleitung: IWC macht tolle Fliegeruhren. Und ich wollte schon lange eine davon. Leider habe ich aber schmale Handgelenke. Und mehr als 38mm Durchmesser bei Uhren hatte ich bislang noch nie. Da hatte ich also die 36mm IWC zur Auswahl und aus. Die ist zwar wunderschön, aber irgendwie hat es zwischen uns nie gefunkt. Irgendwie? Okay, da lüge ich mir selbst was vor. Ich wollte von Beginn an eine Mark. Aber ja, 40mm. Nö – muss ich nicht mal probieren.

Dann kam es zu Wunder Nr. 1: Mein Vater wollte auch eine Uhr. Also so eine richtig richtige Uhr. Tissot etc ist zwar nett, aber nun sollte es one level up sein. Und IWC. Den Grund dafür habe ich zwar nicht ganz verstanden, aber das Herz will, was das Herz will. Somit habe ich als brave Tochter einmal ein paar Modelle online ausgewählt, ihm gezeigt etc. Sein Herz blieb bei einer Limited Edition hängen – der Mark XVIII Saint Exupery.

Weiterhin brave (und nun auch stolze) Tochter, die ich bin, trabe ich in die IWC Boutique, um die Limited Edition aufzutreiben, wenn Papa einmal auf Besuch kommt, sodass wir sie gemeinsam probieren können. Limited Edition irgendwie schwer auftreibbar, ich in Plauderlaune. Also zeigt man mir Alternativen. Und ihr kennt das ja – wegen Lichteinfall, Erlebnis, Gesamteindruck und was auch immer – man muss sie auf jeden Fall selbst probieren, um sich ein Bild von ihnen machen zu können. Also Spitfire ab auf mein Handgelenk und – geeeeeeil!!! Ja, schon gross. Aber egal – geeeeeil!!! Die will ich, denke ich. Also mit «einmal darüber schlafen».

Daher, zwei Tage später, mit Schatzi im Schlepptau. Dieser hat zwar auch die Uhrenkrankheit, aber keine Begeisterung für Fliegeruhren. Und weist mich regelmässig liebevoll darauf hin, dass meine Sammlung sehr unisex bis männlich aussieht – und ich daher doch vielleicht einmal eine Frauenuhr kaufen sollte. Schatzi gibt Spitfire einen duldenden Blick. Verkäufer sieht dies – und setzt zum Powermove schlechthin an. Mark XX. Bei mir Schnappatmung und «die passt mir nie». Bei Schatzi «das hat sich eh gleich erübrigt». Dann Mark XX vor mir. Also, sie ist eigentlich schon vergeben. Aber mal probieren. Herzchen in den Augen. Herzflimmern. Anprobiert uuuuund. Ja, gross. Schon sehr gross. Big Pilot. Big Pilot für mich!!!!!! Will haben!!!!! Schatzi «äh ja, die steht Dir echt… besser als die andere… also wirklich sehr gut». Ich erkläre noch im schockverliebten Zustand dem Verkäufer, dass ich immer schon eine Uhr wollte, die so heisst wie eine Rüstung von Iron Man. Der ist dezent überrascht, aber eine Fachsimpelei über Iron Man folgt.

Uhr wird daher bestellt. Mark XX für mich, Mark XVIII Limited Edition für Papi. Meine kommt früher an und früher auf mein Handgelenk, die andere ein wenig später. Und auch da – der Apfel fällt ja bekanntlich nicht weit vom Stamm. Ebenfalls Liebe auf den ersten Blick.

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Beim Besprechen der Uhrenwahl später offenbaren sich tiefe Abgründe. Papi mag IWC wegen Geschichte, guter Technik. Und weil er in der Schulzeit die Romane von Saint Exupery geliebt hat. Ich liebe meine Mark XX, weil ich einmal mutig war. Eine grosse Grösse gewählt habe. Meinem Stil gefolgt bin. Und da kommt Lewis Hamilton ins Spiel – der macht einfach sein Ding. Trägt seinen Stil. Das Ergebnis, davon kann man halten, was man will. Aber DASS er es macht – Hut ab. Und für uns beide – der F1 Bezug. Nicht weil uns dieser Sport so gut gefällt. Sondern weil wir ihn früher immer gemeinsam geschaut haben. Als Einzelkind und Tochter fielen mir eben auch einige typische Sohn-Aufgaben zu, die ich gerne übernommen habe.

Ein bisschen technischer gesprochen: Die Mark XVIII ist mit eingekauftem Werk, aber brav und verlässlich. Sonderedition hat ein braunes Zifferblatt. Die Bilder im Internet tun diesem nicht Gerechtigkeit. Was online irgendwie okay wirkt, ist live wow. Sonnenschliff ist auch wunderschön. Und das Braun, das liefert so ein schönes Farbenspiel. 40mm Durchmesser.

Die Mark XX ist die erste Mark mit eigenem Werk. Und super Daten – gefühltermassen ewige Gangreserve und Wasserdicht bis zu einer Tiefe, in die ich mich nie wagen will. Ziffern sind ein wenig kleiner als bei der Mark XVIII und sie trägt sich minimal kleiner als die Mark XVIII. Im Gegensatz zum Vorgängermodell ist das Datumsfeld mit weissem Hintergrund – und damit gut ablesbar.

Nachtleuchtend sind beide eine Schönheit.

20220904_182141.jpg

Die technischen Daten sind wie folgt:

Mark XVIII

Durchmesser 40mm

Bandbreite 20mm

Gangreserve 42h

Wasserdichtheit 6 bar

Höhe 11mm



Mark XX

Durchmesser 40mm

Bandbreite 20mm – Bandwechselsystem mit easx-change

Gangreserve 120h

Wasserdichtheit 10 bar

Höhe 10,8mm

20220904_182158.jpg20220904_182228.jpg

Worauf wollte ich mit diesem Artikel hinaus?

Natürlich ist er auch ein klein bisschen dafür da, auf die Mark XX aufmerksam zu machen.

Doch ich musste erkennen, was einen Uhrenkauf für mich toll macht. Es ist nicht ein «oh, ich hab den Anruf, meine Rolex ist da»-Vorfreude-Einkauf. Auch nicht das «es gibt Champagner und Goodies». Auch nicht «wow, die ist technisch super/die Marke ist total spannend». Es ist ein «das bin ich». Und noch viel mehr ein «das sind wir». Denn ja, im Endeffekt kaufen wir mit Luxusgütern ja keine Waren, sondern Emotionen. Dann sollten wir doch vielleicht Luxusgüter kaufen, die auch wirklich Emotionen bei uns auslösen, die nicht nur eine Wiedergabe derer der Marketingindustrie sind, sondern unsere eigenen.
 
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Kube

Kube

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Die Mark XX ist toll, steht bei mir auch auf der Liste, herzlichen Glückwunsch. Und ja, es geht um Emotionen, genau darum gehts und diese weckt die Mark XX bei mir.
 
  • Von Äpfeln, Fliegern und Lewis Hamilton – IWC Mark XVIII Saint Exupery & Mark XX Beitrag #3
Rob27

Rob27

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Tolle Uhren, schöne Geschichte. :super:

Gefallen mir beide sehr gut und ihr werdet lange daran Spaß haben, da bin ich mir ziemlich sicher.
 
  • Von Äpfeln, Fliegern und Lewis Hamilton – IWC Mark XVIII Saint Exupery & Mark XX Beitrag #4
Uhrenman

Uhrenman

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Super Uhren.
Alle beide.

Ich wünsche euch ganz viel Spaß mit den tollen Fliegern 👍
 
  • Von Äpfeln, Fliegern und Lewis Hamilton – IWC Mark XVIII Saint Exupery & Mark XX Beitrag #5
_JD_

_JD_

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Sehr schöne Vor- und Einstellung! Die Exupiry ist echt grandios. In dem Sinne auch Gruß von MARK VIII LPP8-)
 
  • Von Äpfeln, Fliegern und Lewis Hamilton – IWC Mark XVIII Saint Exupery & Mark XX Beitrag #6
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Uhrlauber

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Sehr schöne Uhren und eine tolle Vorstellung! Danke dafür!
Ich finde die gesamte IWC Mark Serie großartig.
 
  • Von Äpfeln, Fliegern und Lewis Hamilton – IWC Mark XVIII Saint Exupery & Mark XX Beitrag #7
Stefan12

Stefan12

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Wo beginne ich nur? Klar, eigentlich von vorne. Aber manchmal ist das gar nicht so einfach.

Doch einmal eine generelle Einleitung: IWC macht tolle Fliegeruhren. Und ich wollte schon lange eine davon. Leider habe ich aber schmale Handgelenke. Und mehr als 38mm Durchmesser bei Uhren hatte ich bislang noch nie. Da hatte ich also die 36mm IWC zur Auswahl und aus. Die ist zwar wunderschön, aber irgendwie hat es zwischen uns nie gefunkt. Irgendwie? Okay, da lüge ich mir selbst was vor. Ich wollte von Beginn an eine Mark. Aber ja, 40mm. Nö – muss ich nicht mal probieren.

Dann kam es zu Wunder Nr. 1: Mein Vater wollte auch eine Uhr. Also so eine richtig richtige Uhr. Tissot etc ist zwar nett, aber nun sollte es one level up sein. Und IWC. Den Grund dafür habe ich zwar nicht ganz verstanden, aber das Herz will, was das Herz will. Somit habe ich als brave Tochter einmal ein paar Modelle online ausgewählt, ihm gezeigt etc. Sein Herz blieb bei einer Limited Edition hängen – der Mark XVIII Saint Exupery.

Weiterhin brave (und nun auch stolze) Tochter, die ich bin, trabe ich in die IWC Boutique, um die Limited Edition aufzutreiben, wenn Papa einmal auf Besuch kommt, sodass wir sie gemeinsam probieren können. Limited Edition irgendwie schwer auftreibbar, ich in Plauderlaune. Also zeigt man mir Alternativen. Und ihr kennt das ja – wegen Lichteinfall, Erlebnis, Gesamteindruck und was auch immer – man muss sie auf jeden Fall selbst probieren, um sich ein Bild von ihnen machen zu können. Also Spitfire ab auf mein Handgelenk und – geeeeeeil!!! Ja, schon gross. Aber egal – geeeeeil!!! Die will ich, denke ich. Also mit «einmal darüber schlafen».

Daher, zwei Tage später, mit Schatzi im Schlepptau. Dieser hat zwar auch die Uhrenkrankheit, aber keine Begeisterung für Fliegeruhren. Und weist mich regelmässig liebevoll darauf hin, dass meine Sammlung sehr unisex bis männlich aussieht – und ich daher doch vielleicht einmal eine Frauenuhr kaufen sollte. Schatzi gibt Spitfire einen duldenden Blick. Verkäufer sieht dies – und setzt zum Powermove schlechthin an. Mark XX. Bei mir Schnappatmung und «die passt mir nie». Bei Schatzi «das hat sich eh gleich erübrigt». Dann Mark XX vor mir. Also, sie ist eigentlich schon vergeben. Aber mal probieren. Herzchen in den Augen. Herzflimmern. Anprobiert uuuuund. Ja, gross. Schon sehr gross. Big Pilot. Big Pilot für mich!!!!!! Will haben!!!!! Schatzi «äh ja, die steht Dir echt… besser als die andere… also wirklich sehr gut». Ich erkläre noch im schockverliebten Zustand dem Verkäufer, dass ich immer schon eine Uhr wollte, die so heisst wie eine Rüstung von Iron Man. Der ist dezent überrascht, aber eine Fachsimpelei über Iron Man folgt.

Uhr wird daher bestellt. Mark XX für mich, Mark XVIII Limited Edition für Papi. Meine kommt früher an und früher auf mein Handgelenk, die andere ein wenig später. Und auch da – der Apfel fällt ja bekanntlich nicht weit vom Stamm. Ebenfalls Liebe auf den ersten Blick.

Anhang anzeigen 4759191

Beim Besprechen der Uhrenwahl später offenbaren sich tiefe Abgründe. Papi mag IWC wegen Geschichte, guter Technik. Und weil er in der Schulzeit die Romane von Saint Exupery geliebt hat. Ich liebe meine Mark XX, weil ich einmal mutig war. Eine grosse Grösse gewählt habe. Meinem Stil gefolgt bin. Und da kommt Lewis Hamilton ins Spiel – der macht einfach sein Ding. Trägt seinen Stil. Das Ergebnis, davon kann man halten, was man will. Aber DASS er es macht – Hut ab. Und für uns beide – der F1 Bezug. Nicht weil uns dieser Sport so gut gefällt. Sondern weil wir ihn früher immer gemeinsam geschaut haben. Als Einzelkind und Tochter fielen mir eben auch einige typische Sohn-Aufgaben zu, die ich gerne übernommen habe.

Ein bisschen technischer gesprochen: Die Mark XVIII ist mit eingekauftem Werk, aber brav und verlässlich. Sonderedition hat ein braunes Zifferblatt. Die Bilder im Internet tun diesem nicht Gerechtigkeit. Was online irgendwie okay wirkt, ist live wow. Sonnenschliff ist auch wunderschön. Und das Braun, das liefert so ein schönes Farbenspiel. 40mm Durchmesser.

Die Mark XX ist die erste Mark mit eigenem Werk. Und super Daten – gefühltermassen ewige Gangreserve und Wasserdicht bis zu einer Tiefe, in die ich mich nie wagen will. Ziffern sind ein wenig kleiner als bei der Mark XVIII und sie trägt sich minimal kleiner als die Mark XVIII. Im Gegensatz zum Vorgängermodell ist das Datumsfeld mit weissem Hintergrund – und damit gut ablesbar.

Nachtleuchtend sind beide eine Schönheit.

Anhang anzeigen 4759189

Die technischen Daten sind wie folgt:

Mark XVIII

Durchmesser 40mm

Bandbreite 20mm

Gangreserve 42h

Wasserdichtheit 6 bar

Höhe 11mm



Mark XX

Durchmesser 40mm

Bandbreite 20mm – Bandwechselsystem mit easx-change

Gangreserve 120h

Wasserdichtheit 10 bar

Höhe 10,8mm

Anhang anzeigen 4759188Anhang anzeigen 4759190

Worauf wollte ich mit diesem Artikel hinaus?

Natürlich ist er auch ein klein bisschen dafür da, auf die Mark XX aufmerksam zu machen.

Doch ich musste erkennen, was einen Uhrenkauf für mich toll macht. Es ist nicht ein «oh, ich hab den Anruf, meine Rolex ist da»-Vorfreude-Einkauf. Auch nicht das «es gibt Champagner und Goodies». Auch nicht «wow, die ist technisch super/die Marke ist total spannend». Es ist ein «das bin ich». Und noch viel mehr ein «das sind wir». Denn ja, im Endeffekt kaufen wir mit Luxusgütern ja keine Waren, sondern Emotionen. Dann sollten wir doch vielleicht Luxusgüter kaufen, die auch wirklich Emotionen bei uns auslösen, die nicht nur eine Wiedergabe derer der Marketingindustrie sind, sondern unsere eigenen.
Was für eine schöne Geschichte! Deinem Papa und dir viel Freude und allzeit gute Gangwerte mit den IWCs!
LG, Stefan
 
  • Von Äpfeln, Fliegern und Lewis Hamilton – IWC Mark XVIII Saint Exupery & Mark XX Beitrag #8
PP991

PP991

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Glückwunsch zur IWC. Die Fliegeruhren von IWC haben es mir auch angetan. Sind einfach klassisch schöne Zeitmesser.
Grüße
Peter
 
  • Von Äpfeln, Fliegern und Lewis Hamilton – IWC Mark XVIII Saint Exupery & Mark XX Beitrag #9
firehead

firehead

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Wo beginne ich nur? Klar, eigentlich von vorne. Aber manchmal ist das gar nicht so einfach.

Doch einmal eine generelle Einleitung: IWC macht tolle Fliegeruhren. Und ich wollte schon lange eine davon. Leider habe ich aber schmale Handgelenke. Und mehr als 38mm Durchmesser bei Uhren hatte ich bislang noch nie. Da hatte ich also die 36mm IWC zur Auswahl und aus. Die ist zwar wunderschön, aber irgendwie hat es zwischen uns nie gefunkt. Irgendwie? Okay, da lüge ich mir selbst was vor. Ich wollte von Beginn an eine Mark. Aber ja, 40mm. Nö – muss ich nicht mal probieren.

Dann kam es zu Wunder Nr. 1: Mein Vater wollte auch eine Uhr. Also so eine richtig richtige Uhr. Tissot etc ist zwar nett, aber nun sollte es one level up sein. Und IWC. Den Grund dafür habe ich zwar nicht ganz verstanden, aber das Herz will, was das Herz will. Somit habe ich als brave Tochter einmal ein paar Modelle online ausgewählt, ihm gezeigt etc. Sein Herz blieb bei einer Limited Edition hängen – der Mark XVIII Saint Exupery.

Weiterhin brave (und nun auch stolze) Tochter, die ich bin, trabe ich in die IWC Boutique, um die Limited Edition aufzutreiben, wenn Papa einmal auf Besuch kommt, sodass wir sie gemeinsam probieren können. Limited Edition irgendwie schwer auftreibbar, ich in Plauderlaune. Also zeigt man mir Alternativen. Und ihr kennt das ja – wegen Lichteinfall, Erlebnis, Gesamteindruck und was auch immer – man muss sie auf jeden Fall selbst probieren, um sich ein Bild von ihnen machen zu können. Also Spitfire ab auf mein Handgelenk und – geeeeeeil!!! Ja, schon gross. Aber egal – geeeeeil!!! Die will ich, denke ich. Also mit «einmal darüber schlafen».

Daher, zwei Tage später, mit Schatzi im Schlepptau. Dieser hat zwar auch die Uhrenkrankheit, aber keine Begeisterung für Fliegeruhren. Und weist mich regelmässig liebevoll darauf hin, dass meine Sammlung sehr unisex bis männlich aussieht – und ich daher doch vielleicht einmal eine Frauenuhr kaufen sollte. Schatzi gibt Spitfire einen duldenden Blick. Verkäufer sieht dies – und setzt zum Powermove schlechthin an. Mark XX. Bei mir Schnappatmung und «die passt mir nie». Bei Schatzi «das hat sich eh gleich erübrigt». Dann Mark XX vor mir. Also, sie ist eigentlich schon vergeben. Aber mal probieren. Herzchen in den Augen. Herzflimmern. Anprobiert uuuuund. Ja, gross. Schon sehr gross. Big Pilot. Big Pilot für mich!!!!!! Will haben!!!!! Schatzi «äh ja, die steht Dir echt… besser als die andere… also wirklich sehr gut». Ich erkläre noch im schockverliebten Zustand dem Verkäufer, dass ich immer schon eine Uhr wollte, die so heisst wie eine Rüstung von Iron Man. Der ist dezent überrascht, aber eine Fachsimpelei über Iron Man folgt.

Uhr wird daher bestellt. Mark XX für mich, Mark XVIII Limited Edition für Papi. Meine kommt früher an und früher auf mein Handgelenk, die andere ein wenig später. Und auch da – der Apfel fällt ja bekanntlich nicht weit vom Stamm. Ebenfalls Liebe auf den ersten Blick.

Anhang anzeigen 4759191

Beim Besprechen der Uhrenwahl später offenbaren sich tiefe Abgründe. Papi mag IWC wegen Geschichte, guter Technik. Und weil er in der Schulzeit die Romane von Saint Exupery geliebt hat. Ich liebe meine Mark XX, weil ich einmal mutig war. Eine grosse Grösse gewählt habe. Meinem Stil gefolgt bin. Und da kommt Lewis Hamilton ins Spiel – der macht einfach sein Ding. Trägt seinen Stil. Das Ergebnis, davon kann man halten, was man will. Aber DASS er es macht – Hut ab. Und für uns beide – der F1 Bezug. Nicht weil uns dieser Sport so gut gefällt. Sondern weil wir ihn früher immer gemeinsam geschaut haben. Als Einzelkind und Tochter fielen mir eben auch einige typische Sohn-Aufgaben zu, die ich gerne übernommen habe.

Ein bisschen technischer gesprochen: Die Mark XVIII ist mit eingekauftem Werk, aber brav und verlässlich. Sonderedition hat ein braunes Zifferblatt. Die Bilder im Internet tun diesem nicht Gerechtigkeit. Was online irgendwie okay wirkt, ist live wow. Sonnenschliff ist auch wunderschön. Und das Braun, das liefert so ein schönes Farbenspiel. 40mm Durchmesser.

Die Mark XX ist die erste Mark mit eigenem Werk. Und super Daten – gefühltermassen ewige Gangreserve und Wasserdicht bis zu einer Tiefe, in die ich mich nie wagen will. Ziffern sind ein wenig kleiner als bei der Mark XVIII und sie trägt sich minimal kleiner als die Mark XVIII. Im Gegensatz zum Vorgängermodell ist das Datumsfeld mit weissem Hintergrund – und damit gut ablesbar.

Nachtleuchtend sind beide eine Schönheit.

Anhang anzeigen 4759189

Die technischen Daten sind wie folgt:

Mark XVIII

Durchmesser 40mm

Bandbreite 20mm

Gangreserve 42h

Wasserdichtheit 6 bar

Höhe 11mm



Mark XX

Durchmesser 40mm

Bandbreite 20mm – Bandwechselsystem mit easx-change

Gangreserve 120h

Wasserdichtheit 10 bar

Höhe 10,8mm

Anhang anzeigen 4759188Anhang anzeigen 4759190

Worauf wollte ich mit diesem Artikel hinaus?

Natürlich ist er auch ein klein bisschen dafür da, auf die Mark XX aufmerksam zu machen.

Doch ich musste erkennen, was einen Uhrenkauf für mich toll macht. Es ist nicht ein «oh, ich hab den Anruf, meine Rolex ist da»-Vorfreude-Einkauf. Auch nicht das «es gibt Champagner und Goodies». Auch nicht «wow, die ist technisch super/die Marke ist total spannend». Es ist ein «das bin ich». Und noch viel mehr ein «das sind wir». Denn ja, im Endeffekt kaufen wir mit Luxusgütern ja keine Waren, sondern Emotionen. Dann sollten wir doch vielleicht Luxusgüter kaufen, die auch wirklich Emotionen bei uns auslösen, die nicht nur eine Wiedergabe derer der Marketingindustrie sind, sondern unsere eigenen.

Herzlichen Glückwunsch zur schönen XX und ja, ich muss feststellen, dass ich deine Uhrenvorstellungen immer sehr gerne lese! Einfach sympathisch und voller Begeisterung für dieses tolle Hobby! :super:
 
  • Von Äpfeln, Fliegern und Lewis Hamilton – IWC Mark XVIII Saint Exupery & Mark XX Beitrag #10
music-power

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Prima Vorstellung, Barbara! Das ist ein tolles IWC-Duo, das Du/Ihr Dir/Euch da zugelegt hast/habt! Und ich kann vollkommen nachvollziehen, was Du schreibst: ich kaufe alle meine Uhren emotional. Egal, um welche Preisklasse es sich dabei dreht, wenn die Uhr etwas in mir auslöst, muss sie einfach her. Das kann durchaus manchmal auch etwas teurer werden. 🥴

Beste Grüße,
Frank
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Von Äpfeln, Fliegern und Lewis Hamilton – IWC Mark XVIII Saint Exupery & Mark XX Beitrag #11
Prinz-Valium

Prinz-Valium

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Sehr schöne Vorstellung dieser beiden Uhren. :super:
 
  • Von Äpfeln, Fliegern und Lewis Hamilton – IWC Mark XVIII Saint Exupery & Mark XX Beitrag #12
revvot

revvot

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Mein Glückwunsch Dir/Euch zu den Klassikern der Marke IWC.

Man liest förmlich heraus die Freude die Euch der Kauf gemacht hat. Mit Iron (keine Ahnung wer das ist), F1 bzw. Lewis Hamilton oder Saint Exupéry habt ihr einige Bezüge zu dieser Uhr das der Erwerb folgerichtig war.
Für mein Teil ist es ohne jeglichen Bezug ein Hersteller der mich seit Jahren begleitet, da die Uhren sehr zuverlässig sind.
 
  • Von Äpfeln, Fliegern und Lewis Hamilton – IWC Mark XVIII Saint Exupery & Mark XX Beitrag #13
RiGa

RiGa

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Hallo, Galathea (übrigens: noch immer ein lässiger Nick)!

"Nägel mit Köpfen machen" darf man da schon als Vergleich anführen.
Wenngleich das natürlich mächtig hinkt.
Die einen finden sich vorwiegend am Boden, Eure Neuen hingegen in höheren Sphären.

Der Boutique-Leiter wird mit Eurem Besuch eine wahre Freude gehabt haben.
Verständlich.
Und diese Freude - und das ist unter anderem auch das Schöne bei unserem Hobby - vermehrt sich in alle Richtungen.

Du erwähntest "... aber das Herz will, was das Herz will".
Gut, daß Du/Ihr Eurem Drängen nachgegeben habt.

Nicht nur die Uhren - sondern verstärkend die Geschichte dahinter - haben hier etwas Großartiges im Uhrenhaushalt einziehen lassen!

Herzliche Gratulation und viel Spaß beim Ausführen!

Gruß, Richard
 
  • Von Äpfeln, Fliegern und Lewis Hamilton – IWC Mark XVIII Saint Exupery & Mark XX Beitrag #14
pallasquarz

pallasquarz

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Hallo, wie funktioniert denn das erwähnte Schnellwechselsystem für das Band bei der Mark XX? Braucht es dafür spezielle Bänder?
Danke und Gruß Christoph
 
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