Vom Quarz zum Räderwerk...was passiert dazwischen?

Diskutiere Vom Quarz zum Räderwerk...was passiert dazwischen? im Herrenuhren Forum im Bereich Uhren-Forum; Liebe Mitstreiter, eigentlich war ich bis jetzt ausschließlich ein Freund mechanischer Uhren und meine Sammlung beschränkte sich auch nur auf...

baycom

Themenstarter
Dabei seit
29.01.2013
Beiträge
140
Liebe Mitstreiter,
eigentlich war ich bis jetzt ausschließlich ein Freund mechanischer Uhren und meine Sammlung beschränkte sich auch nur auf diese.
Seit einiger Zeit jedoch, gewinnen hochwertige Quarzuhren mein Interesse. Vornehmlich diese, mit sehr genauen, temperaturkompensierten Werken.
Ich habe mir, mehr des Werkes wegen, vor einiger Zeit eine Crertina DS-2 Chronometer mit dem Precidrive Werk gekauft und
bin fasziniert von der Genauigkeit. Ich habe die Uhr seit Monaten nicht gestellt und kann absolut keine Gangabweichung feststellen.

Mein absoluter Favorit wäre natürlich eine Grand Seiko mit dem 9F Kaliber.

Doch die Frage, die ich mir immer wieder stelle ist: Wie genau funktioniert eigentlich eine Quarzuhr?
Klar ist, dass der Quarz durch seine schnellen Schwingungen, angeregt durch elektrische Energie, den Takt vorgibt. Eine
genau definierte Anzahl an Schwingungen ergibt eben eine Sekunde. Genau, wie dies auch bei mechanischen Uhren durch die Unruh vollzogen wird.
Bei der mechanischen Uhr ist mir die Umsetzung und die Weitergabe des Kraftflusses klar.
Wie aber funktioniert dies bei einer Quarzuhr. Wer zählt die Schwingungen und entscheidet wann der Schrittmotor den Sekundenzeiger oder das Räderwerg antreibt?
Vielleicht gibt es ja einen Experten unter Euch, der mir die Frage beantworten kann.

Vielen Dank und Euch allen eine besinnliche Weihnachtszeit.

Moritz
 

Fleurier

Dabei seit
23.11.2013
Beiträge
347
Hallo,
das ist nicht schwer zu verstehen. ;-)
Wenn man an einen Quarzkristall elektrische (Wechsel-) Spannung anlegt, so schwingt dieser mit einer konstanten Frequenz von 32768 Hz.
Dieser Wert wird rechnerisch 15 mal durch die Zahl 2 geteilt. Übrig bleibt 1, und das ist der Impuls für den elektrischen Schrittschaltmotor (ein).
Dieser Schrittschaltmotor veranlasst den Sekundenzeiger eine Sekunde vorzurücken. Das Ganze geschieht logischerweise 60 mal pro Minute.
Minuten- und Stundenzeiger werden über entsprechende Übersetzungen im Räderwerk bewegt.

Grüße Mike
 
Zuletzt bearbeitet:

baycom

Themenstarter
Dabei seit
29.01.2013
Beiträge
140
Danke Mike, für die Ausführung. Mir ist das einigermaßen klar. Meine Frage bezieht sich auf genau diese Teilung.
Welches Bauteil vollzieht diesen Schritt und gibt den Impuls an den Motor und wie funktioniert das?
Auch das der Quarz Wechselspannung benötigt, war mir nicht klar. Also benötigt es ja noch eine Art Inverter, da die Batterie ja nur Gleichspannung liefert.
 

baycom

Themenstarter
Dabei seit
29.01.2013
Beiträge
140
Hmm...ich kenne beide Artikel. Verstehe es aber immer noch nicht wirklich. Der Quarz hat ja nur zwei Kontakte, an denen
die Spannung gelegt wird. Wie wird aber die Frequenz gezählt? Irgendetwas muss doch die Frequenz zählen und 15X durch zwei teilen.
Alle artikel, die ich gelesen habe sprechen hier immer nur von einer "Schaltung". Das ist mir ein wenig zu einfach;-)
Aber vielleicht sollte ich es auch einfach aufgeben und mich mit der Reihenfolge Batterie-Spule-Quarz-"irgendeine Schaltung"-Schrittmotor
zufrieden geben.
 

uhr_10

Dabei seit
02.10.2010
Beiträge
1.644
Der Quarz hat ja nur zwei Kontakte, an denen
die Spannung gelegt wird. Wie wird aber die Frequenz gezählt? Irgendetwas muss doch die Frequenz zählen und 15X durch zwei teilen.

Mit Anlegen der Spannung fängt der Quarz an zu schwingen. Dadurch ändert sich periodisch sein Widerstand --> und dadurch ändert sich sinusförmig auch die an ihm abfallende Spannung. Und dieses Delta wird durch Komparatoren digitalisiert und schliesslich gezählt.
 

baycom

Themenstarter
Dabei seit
29.01.2013
Beiträge
140
Mit Anlegen der Spannung fängt der Quarz an zu schwingen. Dadurch ändert sich periodisch sein Widerstand --> und dadurch ändert sich sinusförmig auch die an ihm abfallende Spannung. Und dieses Delta wird durch Komparatoren digitalisiert und schliesslich gezählt.

Super! ich beginne zu verstehen. D.h. also das der IC den Quarz "füttert" und auch "ausliest" und so das Delta bestimmt?
Dann sollte es von der Reihenfolge sein: Batterie - IC- Quarz - IC - Motor - Räderwerk ?
 
Thema:

Vom Quarz zum Räderwerk...was passiert dazwischen?

Vom Quarz zum Räderwerk...was passiert dazwischen? - Ähnliche Themen

Vorstellung und Instandsetzung der Kundo Minitatur "ATO" Drehpendeluhr: Es handelt sich um eine Elektro-mechanische Drehpendeluhr (DPU) bzw. Jahresuhr nach dem Junghans ATO-MAT Prinzip mit elektromagnetisch...
Es war einmal, der Beginn einer Revolution…Seiko Quartz Astron LE – S23617J1: Heute möchte ich euch einen Exoten in meiner Sammlung vorstellen und hoffe, euch damit ein paar Minuten Vergnügen beschert zu haben. Es war...
Zwei Wechsel von Oris Automatik zu Certina Quarz: Grüßt`s euch, Uhr-Forum Freunde! Nach ca. 23 Jahren Automatik Uhr tragen reifte der Wunsch nach Vereinfachung mit einer höheren Ganggenauigkeit...
Swatch YIB401G SISTEM51 Irony Dark Automatic: Nach langer Zeit mal wieder eine Vorstellung: Swatch YIB401G SISTEM51 Irony Dark Automatic (was ein Name!) aus der 2018 Winter Kollektion. Soll...
Graue Maus mit kaltem Herz? – Grand Seiko SBGV245: Liebe Mitinsassen und Vorstellungleser, so, ich habe meinen Mut zusammen und etwas Geld in die Hand genommen und eine Uhr von ganz weit weg...
Oben