Vintage Orient Problem mit Endlinks

Diskutiere Vintage Orient Problem mit Endlinks im Uhrenwerkstatt Forum im Bereich Uhren-Forum; Hallo zusammen, ich wollte mal wieder das originale Stahlband an meiner alten Orient anbringen, da fiel mir auf, warum ich es nie an der Uhr...

DangerDan

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Hallo zusammen,

ich wollte mal wieder das originale Stahlband an meiner alten Orient anbringen, da fiel mir auf, warum ich es nie an der Uhr hatte. :|
Bei montiertem Band klappen die Endlinks immer ab, da sie nicht genug geführt/gehalten werden, aufgrund fehlender Ösen im Endlink.
Diese sind aber ab Werk nicht vorhanden, wie es scheint, denn es gibt keine Hinweise auf Abriss etc.
Nun habe ich es auch mit gebogenen Federstegen probiert, aber auch das hilft nicht. :???:
Kann mir jemand Tipps geben, wie ich die Endlinks sauber am Gehäuse halte?
Hier ein paar Bilder dazu.
Vielen Dank!
Beste Grüße
Daniel
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Harpye

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Hmm so verbogen wie die sind holla... wenns ein Auto gewesen waer könnte die Schrottpresse auch nix mehr zerstören... schon das zuführende letzte Zwischenlink ist ziemlich aufgebogen s. (letztes Bild)..

Ich geh mal davon aus, dass das Band schon einige Jahre in Gebrauch war und die Stösse der Glieder sich in der Zeit extrem geweitet haben. Und fuer die Endlinks recht da schon wenig Aufweitung aus,

Das Abschlussblech stützt sich oben am Uhrengehaeuse unten mit den beiden Laschen an den Hörnern und in der Biegung wirds vom letzte Glied das Armbands gegengestützt solange alle in Position sind funktioniert es - aber hier ned.. s.o..
Und ich waer mir jetzt auch nicht sicher ob der Begriff Federsteg auch für Versuche mit Blattfedern gilt.. die da drin duerfte nicht mehr viel federn..
 
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Schraubendreher

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Hallo Daniel,

Du brauchst andere Federstege. Und zwar so dicke, dass sie gerade noch durch die Ösen am Ende des Bandes gehen und möglichst wenig bis gar kein Spiel in den Hörnerbohrungen haben. Und dann musst Du die Anstöße so in Form biegen, dass sie nur noch klappern, aber nicht mehr komplett nach unten wegklappen, weil sie vom Band gehalten werden. Ganz fest wirst Du sie aber vermutlich nicht bekommen.

Solche Bandanstöße sind der größte Mist, den es an dieser Stelle gibt. Man bekommt sie nicht richtig fest, es sei denn man klemmt sie mit Gewalt zwischen die Anstöße. Das waren damals halt ganz einfache technische Lösungen, weil man sich darüber keine Gedanken gemacht hat: „Fest sitzende Anstöße? Warum?“
Sogar bei alten Vintage-Rolex gibt es solche. Die bekommt man auch nicht fest. Und dann versuch mal das einem Kunden zu erklären, der gerade für eine alte Pepsi 20.000,-€ bezahlt hat, sich darüber ärgert und natürlich keine neuen Anstöße kaufen will, weil die ja nicht „vintage“ sind. :wand:

Du siehst: Du bist nicht allein.

Bis dann:
der Schraubendreher
 

pallasquarz

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Guten Abend, ich verstehe das nicht. Ich habe etliche Uhren mit diesen einfachen "Rundblechen" und da passt es immer zusammen und hält auch.
Wie verhält sich denn der Anstoß alleine, wenn Du ihn ans Gehäuse hältst? Schließt er bündig ab und bleibt gerade, weil unten die kleinen überstehenden Nasen ein Herunterklappen verhindern?
Das ist doch das Originalband und es ist auch nichts verbogen?
Grüsse Christoph
 

Harpye

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Die überstehenden Nasen verhindern das Hochklappen das Runterklappen wird oben durch den am Gehaeuse anstehenden Halbmond verhindert. Das funktioniert aber nur wenn der rundgebogene Teil sich nicht in Richtung Band bewegen kann. Aber schau Dir mal das letzte Bild mit dem oberen schmalen Zwischenglied an , das hat doch schon Hohlkreuz. Das Band ist doch ziemlich locker und wenn Du das Abschlussblech davor anschaust. Die beiden Laschen stehen weder im gleichen Winkel noch verläuft der Zwischenbereich unten gerade.. muesste mMn doch anders aussehen wenns ungetragen waere..

Einen Rueckhaltefinger ( bei der Casio die beiden kleinen nach unten gebogenen Laschen innerhalb der Gehaeusestuetzlaschen)20200119_192134.jpgoder besser zwei fuer die Arretierung auf dem Federsteg kann ich auf den Bildern nicht erkennen.. wenn das Blech obdn am Halbmond 180Grad umgelegt ist ist das vermutlich das einzige was evtl im unverbogenen Zustand auf einem Federsteg entsprechender Dicke einrasten oder halten kann..

Sehr unschöne Konstruktion speziell bei der Form der Hörner
 
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ticktack85

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Die im Inneren liegenden Füßchen, die den Steg halten sind zu weit gebogen. Da war wohl anständig Spannung drauf. Einfach wieder zurück biegen und der Endlink sitzt am Gehäuse oder zumindest besser .
 

Harpye

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Tut mir leid aber ich seh bei der Orient keine Fuesschen. Nur den Runden umschlagrand am Halbmond + die beiden Seitenlaschen, aber die halten nicht den Steg..
 

ticktack85

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Stimmt. Hab mich da auf dem einen Bild täuschen lassen. Das Band ist aber nicht das originale zur Uhr oder?

Die Uhr selbst ist natürlich geil :D
 

Schraubendreher

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Hallo Leute,

ich glaube, man kann die Probleme einen solchen Anstoß zum halten zu bringen nur nachvollziehen, wenn man es selbst mal versucht hat.
An alle die das Problem nicht sehen: solche Anstöße sind seit Jahrzehnten defacto ausgestorben und das aus gutem Grund. Da gibt es keine Füsschen, keine Laschen, keine Röhrchen für die Federstege. Gar nichts! Diese Anstöße können von allein nicht halten, auch wenn da ein Federsteg ist. Sie haben kein eigenes Gegenlager und fallen einfach ab. Das einzige was sie hält, ist das Band und einen halbwegs festen Sitz haben sie nur, wenn das Band sie gegen das Gehäuse drückt.

Und wenn man jetzt argumentiert: „die müssen doch mal fest gesessen haben.“
Nein. Haben sie nicht. Die haben nie so fest gesessen, wie man das heute erwartet. Und wenn das Band selbst (wie in diesem Fall) dann auch noch ausgetragen ist, wird das immer eine klapprige Angelegenheit bleiben.

Entgegen der landläufigen Meinung war früher leider doch nicht alles besser. :D

Abhilfe: neue Bandanstöße mit innen liegendem Röllchen oder Füßen besorgen und zurecht feilen. Oder ein neues Band.

Bis dann:
der Schraubendreher
 

ticktack85

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Ich kenne diese Endlinks von Seiko aus den 60ern. Die passen nie exakt. Bei Sammlern gesucht, von der Masse verachtet. Es waren damals die ersten Stahlbänder in Serie vom Hersteller. Der Fokus lag damals nicht in der Symbiose aus Uhr und Band. 😅
 

sirtaifun

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Bei Orient sind auch die heutigen Klapperbänder nix berühmtes eher berüchtigt ;-) qualitativ nach oben gehts da erst bei den "Star".

An den TE: Willst Du nicht lieber eine schönes massives Aftermarket Stahlband montieren? Oyster oder besser noch President?
 

DangerDan

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Guten Abend zusammen,

vielen Dank für all eure Meinungen und Hinweise, euer Wissen macht mich immer wieder baff:klatsch:
Da könnte ich mir also einen Ast biegen und zurecht friemeln! Ich werde es wohl stattdessen lieber mal mit anderen, passenden Endlinks mit Röhrchen probieren, denn irgendwie wäre es schade um das Band, wenn es nicht getragen wird.
Zum Glück passt die Länge einigermaßen, denn dieses Band gehört noch zur gefalteten Sorte und da ist allein das Kürzen schon ein Akt...:face:

Danke und beste Grüße!
 
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