Uhrenbestimmung Vintage Omega Handaufzug 18k/750 Damenuhr - Top oder Flop...???

Diskutiere Vintage Omega Handaufzug 18k/750 Damenuhr - Top oder Flop...??? im Vintage-Uhren Forum im Bereich Uhren-Forum; Hallo zusammen! Gerne würde ich hier einmal ein paar fachkundige Meinungen zu diesem Stück mit mechanischem 17 Jewels Handaufzugswerk einholen...
Spösel

Spösel

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Hallo zusammen!

Gerne würde ich hier einmal ein paar fachkundige Meinungen zu diesem Stück mit mechanischem 17 Jewels Handaufzugswerk einholen.

Die sehr kleine und spärlich bezeichnete Uhr geistert seit Jahrzehnten geschichtenumrankt durch die Familie, sie gehörte der Mutter einer Großtante (Geburtsjahr 1929), was demnach bei der Uhr mindestens ein Alter von ebenfalls ca. 70-90 Jahren bedeuten müsste...

In diesem Strang der Familie hieß es immer "...wenn mal was sei, dann könne man ja immer noch die Uhr von Omi verkaufen!"

Da ich der einzige Mensch in meiner Sippe zu sein schein, der sich für Uhren interessiert, wurde das "gute Stück" mir kürzlich von besagter Großtante in ihrem ehrwürdigen Alter von 84 Jahren mit vollem Stolz präsentiert. Ich nutze die Gunst der Stunde und fotografierte das winzige Teil so gut es mir in dem Moment möglich war.

Die Uhr ist rückseitig mit Prägungen versehen, wobei die vermeintliche Seriennummer deutlich zu kurz ist. Außerdem habe ich noch keine Omega gefunden, bei der die Anzahl der Steine auf dem Zifferblatt stand. Der Deckel ist geklemmt, das ganze Werk samt Zifferblatt und Zeigern liegt "lose" im Gehäuse und konnte leicht entnommen werden. Die Strass-/Diamant-Steinchen sind relativ ungleichmäßig eingeklebt, einzelne sehen nachgeklebt aus. Das Werk selbst lief sofort an nach ein Paar Umdrehungen der Welle.

Mich überkam sogleich mächtige Skepsis, die Logos sind allesamt nicht wirklich zentriert - weder gedruckt auf dem Zifferblatt noch geprägt auf der Klemmschließe. Ebenso befindet sich im Deckelinneren keine Prägung. Auf dem Werk suchte ich auch vergebens. Eine Prüfung der Echtheit des Materials ist haptisch eh schon mal gar nicht möglich - es soll den Erzählungen nach Weißgold sein.

Ich habe das Internet durchforstet, alte Kataloge gesichtet - alles, was ging... Es gab in den 60ern/70ern tatsächlich ähnlich aussehende Modelle, jedoch fast immer mit einer "De Ville"-Aufschrift auf dem Zifferblatt.

An die Sage kann sich aber wirklich auch meine Mutter schon seit sicher über 50 Jahren erinnern... Gab es zu den Zeiten wohlmöglich auch schon dreiste Fälschungen...? Ich komme nicht umhin, das massiv anzunehmen bei dieser Uhr:

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Wie sind die Meinungen? Top :super: oder Flop :wand: ...? Auf jeden Fall Danke schon im Voraus für jeglichen Hinweis! :klatsch:
 
V

vintouch

Gast
ja - es gab damals schon Fälschungen, wie man ja hier auch sieht.

Gruß

Stephan
 
K

KP-99

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Das berühmt berüchtigte Autobahngold, würde ich sagen.

Solche Uhren wurden als "Golduhren" regelmässig Touristen an Autobahnen angedreht.

Grüsse
Klaus-Peter
 
Tiarez

Tiarez

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Nein,

Klappe halten und zurückgeben. Diese Uhr lebt von ihrem Mythos!

Gruß

Thomas
 
K

kyodai

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Solche falschen Omegas gibt es leider zu Hauf. Besondere Kennzeichen sind die hier schön zu sehenden fetten "Goldstempel" die sowohl auf Gehäuse als auch Armband prangen, die "Schweissnähte" bzw. unsaubere Verarbeitung an der Gehäuseunterseite, das Werk ohne die typische Kennzeichnung, die schlechte Positionierung der Logos, die Oxidationsspuren am vermeintlichen "Gold" usw. In unserer Familie gibt es auch zwei diese unsäglichen "750er" Omegas. 70-90 jahre würde ich aber nicht sagen, diese Teile wurden hauptsächlich in den 60ern vertickt.
 
falko

falko

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In den 1960er Jahren, als viele Deutsche zum Urlaub in den Süden fuhren, wurden solche Fälschungen häufig an Rast- und Parkplätzen an der Autobahn angeboten, was zur Bezeichnung "Autobahngold" führte.
 
Thema:

Vintage Omega Handaufzug 18k/750 Damenuhr - Top oder Flop...???

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