Vertriebsstrukturen verändern sich massiv

Diskutiere Vertriebsstrukturen verändern sich massiv im Uhren News Forum im Bereich Uhren-Forum; Angeregt durch ein Forenmitglied eröffne ich mit folgender, etwas provokativer These einen eigenen Thread. Vor einer Woche sprach ich mit einem...
P

pre-mastered

Gast
Angeregt durch ein Forenmitglied eröffne ich mit folgender, etwas provokativer These einen eigenen Thread. Vor einer Woche sprach ich mit einem hervorragend vernetzten Product Manager von IWC und wir fachsimpelten über die gesamte Uhrenbranche, von Biver über Kern über Hayek bis zum Verkauf von Breitling und zum Problem von Eterna. Doch nun zur These:

In 5 - 10 Jahren kriegt man auf den grossen Marken keine Rabatte mehr und auch Rolex, Omega & Co. werden vorwiegend online verkauft, ohne Rabatte. Für den heutigen grauen Onlinehandel sowie für die meisten Multibrand-Konzessionäre sehen die Aussichten langfristig düster aus. Der Vertrieb verändert sich bereits heute (Online-Aktionen von Omega mit ausverkauften Modellen innert 4 Stunden, Onlinehandel für Uhren bis zum Wert von 10k durch grosse etablierte Schweizer Konzessionäre [Gübelin] etc.). Selbstverständlich werden Markenboutiquen/Flagshipstores, teilweise auch durch Dritte geführt (also Konzessionäre, Franchisenehmer etc.), bleiben. Doch der Kunde von morgen wird mit der Vermittlung der emotionalen Werte einer einzigen Marke abgeholt. Da findet dann nirgends mehr eine Vermischung der Markenwelten statt, weder online noch am POS. Mit den IT-Technologien von morgen im Bereich "Virtual Reality" lassen sich künftig auch online Luxusgüter zur Unterstützung des Kaufentscheides erfahren.

Was meint ihr?
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
jensimaniac

jensimaniac

Dabei seit
17.05.2009
Beiträge
1.613
Ort
In der Nähe der Nahe
Alles ist im Umbruch. Auch die Branche meines Arbeitgebers. Also warum sollen andere Branchen nicht mitziehen?

Plötzlich ist die Digitalisierung (Online-Handel, Online-Verträge) da, bzw. die Fokussierung auf das Online-Geschäft.
Erinnert mich an die Globalisierung. Plötzlich ging es nicht mehr ohne sie. Der Ball wurde einfach von Lobby und Politik großflächig ins Spiel geworfen.

Die Taktik ist eigentlich nicht schlecht. Wird jetzt auch bei dem Thema "Digitalisierung" so gemacht. Mein Eindruck.
Mein Eindruck ist aber auch, dass viele dabei auf der Strecke bleiben. Und dass die "Digitalisierung" und auch die "Globalisierung" für Otto-Normal-Bürger mehr Nachteile als Vorteile hat, da es volkswirtschaftlich große Einschnitte mit sich bringt (Arbeitslose, Geringverdiener, Altersarmut).
 
M

Martin.S

Dabei seit
05.04.2016
Beiträge
1.899
Das dieses Spiel definitiv ohne mich angepfiffen wird.
In ca. 10 Jahren soll ich dann als Kunde wohl auf YouTube den Idiotentanz geben, damit ich eine Uhr kaufen "darf".
 
K

KaEff

Dabei seit
03.03.2015
Beiträge
315
Ort
Ja.
Vielleicht. Vielleicht auch nicht. Mal sehen, wie lang der Uhrenboom noch andauert.

Dann, wenn man seine Welt zu sehr abschottet, kann das auch nach hinten losgehen, insbesondere wenn es um Service/Wartung geht.
 
Uhrakel

Uhrakel

Dabei seit
29.03.2016
Beiträge
1.597
Ort
Nordisch by nature
Ich kann mir nicht vorstellen, ein Produkt im 4-5 stelligen Preissegment einfach online zu kaufen ohne es real zu erleben.
 
P

pre-mastered

Gast
Ruebekarl

Ruebekarl

Dabei seit
20.03.2010
Beiträge
4.743
Ort
Schweizer Bodenseeufer
Ich bin gestern nach mehreren Jahren Abstinenz durch eine wohlhabende Schweizer Innenstadt gelaufen, und was auffiel war, dass nur noch 'hochwertige' Geschäfte sich gehalten haben. Die breite normale Masse im preissensitiven Segment ist nicht mehr da. Auch nicht in Form von Flagship Stores, bei den Produkten lässt sich die Miete & der Personalaufwand nicht mehr herausholen.

Ich postuliere mal: Flagshipstores nur für wirkilch grosse Brands, aber den Oberklasse-Uhrenjuwelier wird es weiterhin geben, denn mittlere bis kleinere Luxusmarken werden sich a) keine Flagshipstores leisten und b) wenn jemand nicht unbedingt ein Freak ist, möchte er schon eine Alternative sehen, ohne unbedingt den Laden wechseln zu müssen.

Und wie zur Bestätigung tauchte dann eben genau so ein (neuer, gut besuchter) Uhren-Oberklasse-Juwelier auf ;)
 
thesplendor

thesplendor

Dabei seit
22.01.2007
Beiträge
6.895
Ort
Exil-Franke in NRW
Abgedrehte Vertriebsphantasien werden häufig von der unerwarteten Realität des Käuferverhaltens eingedampft.
 
Schwanni

Schwanni

Dabei seit
06.12.2015
Beiträge
3.467
Ich denke, dass dies keine gute Entwicklung wäre. Auch für die Hersteller nicht. Meiner Meinung nach kommt ein Großteil der "Otto-Normal-Bürger" (damit meine ich Nicht-Uhrenverrückte) überhaupt nur deshalb mit Uhren in Kontakt bzw. auf die Idee, eine zu kaufen, weil er sie z.B. beim Stadtbummel im Schaufenster von Juwelier XY sieht. Oder weil der beim Schmuck kaufen mit seiner Frau mal eben eine Uhr anprobiert. So entsteht doch oftmals überhaupt der Wunsch, eine bestimmte Uhr zu kaufen. Was ich nicht sehe oder gar nicht kenne, das begehre ich auch nicht. Erst kürzlich erlebte ich es wieder, als ich in der Mittagspause durch die Stadt ging. Ich stand vor dem Schaufenster des größten Juweliers in unserer kleinen Stadt und betrachtete die Auslage (Rolex, Breitling, Omega, Tudor, Nomos, Tag Heuer, Longines). Ein Pärchen ging vorbei, er sagte "Hey, lass mich mal wieder gucken, was der ... (Name des Juweliers) so im Schaufenster hat". Sie stellten sich dann neben mich und bewunderten die ganzen teuren Uhren. Aus dem Gespräch, das ich zwangsläufig mitbekam, ging hervor, dass sie beide nicht uhrenaffin waren. Ich hörte Dinge wie "Wahnsinn, was es alles gibt", "wer gibt denn soviel Geld für eine Uhr aus?", "Tudor, was ist das denn?". Kurz bevor sie weitergingen sagte der Herr "so eine Tudor (ich glaube es war eine rote Black Bay, die ihm gefallen hatte) wäre vielleicht mal was zum 40sten". Ich würde wetten er kannte die Marke vorher nicht und wäre nicht auf die Idee gekommen, sich eine Black Bay zum Geburtstag zu wünschen, wären sie nicht an dem Schaufenster vorbei gekommen.
Der Otto-Normal-Bürger kennt viele Luxus(Uhren)marken gar nicht und kommt gar nicht auf die Idee, sich z.B. über Ulysse Nardin online in virtual reality zu informieren. Flagshipstores als einzige Möglichkeit, eine Uhr in echt anzuschauen, würde praktisch allen Menschen, die nicht in Berlin, Hamburg, Frankfurt oder München wohnen diese Möglichkeit nehmen.
 
Zeit-Reisender

Zeit-Reisender

Dabei seit
26.01.2010
Beiträge
4.224
Der 'Otto-Normal-Bürger' wird in 10/15 Jahren kein Einzelhandelsgeschäft mehr kennen,
da bin ich aber so was von sicher. Die Auslage im Geschäft ersetzt dann ein professionelles Online-Marketing.

Ansonsten teile ich die Ansicht eines Shifts zum Internethandel,
bis auf die Preise, durch die Globalisierung werden die Preise hier purzeln.

--- Nachträglich hinzugefügt ---

Ich ja, ich mach das sogar ;-)

Ich kann mir nicht vorstellen, ein Produkt im 4-5 stelligen Preissegment einfach online zu kaufen ohne es real zu erleben.
 
P

paysdoufs

Dabei seit
02.09.2015
Beiträge
2.696
Angeregt durch ein Forenmitglied eröffne ich mit folgender, etwas provokativer These einen eigenen Thread. Vor einer Woche sprach ich mit einem hervorragend vernetzten Product Manager von IWC und wir fachsimpelten über die gesamte Uhrenbranche, von Biever über Kern über Hayek bis zum Verkauf von Breitling und zum Problem von Eterna. Doch nun zur These:

In 5 - 10 Jahren kriegt man auf den grossen Marken keine Rabatte mehr und auch Rolex, Omega & Co. werden vorwiegend online verkauft, ohne Rabatte. Für den heutigen grauen Onlinehandel sowie für die meisten Multibrand-Konzessionäre sehen die Aussichten langfristig düster aus. Der Vertrieb verändert sich bereits heute (Online-Aktionen von Omega mit ausverkauften Modellen innert 4 Stunden, Onlinehandel für Uhren bis zum Wert von 10k durch grosse etablierte Schweizer Konzessionäre [Gübelin] etc.). Selbstverständlich werden Markenboutiquen/Flagshipstores, teilweise auch durch Dritte geführt (also Konzessionäre, Franchisenehmer etc.), bleiben. Doch der Kunde von morgen wird mit der Vermittlung der emotionalen Werte einer einzigen Marke abgeholt. Da findet dann nirgends mehr eine Vermischung der Markenwelten statt, weder online noch am POS. Mit den IT-Technologien von morgen im Bereich "Virtual Reality" lassen sich künftig auch online Luxusgüter zur Unterstützung des Kaufentscheides erfahren.

Was meint ihr?
Ich meine dass ich dann raus bin, bzw. - wenn neue Uhr - mir dann eine junge Gebrauchte aus den "guten alten" 10er-Jahren kaufen werde.

Auch wenn's den Luxushäusern nicht passt: Der am Markt zu erzielende Preis ist der Schnittpunkt von Angebot und NACHFRAGE. Insofern haben wir dank Online- und Grauhandel aktuell (IMHO) nahezu den perfekten Markt (insbesondere bzgl. Transparenz).

Was die Markenboutiquen angeht (die hier in Genf bis auf Bucherer, Gübelin und Les Ambassadeurs inzwischen geschlossen die Rue du Rhône übernommen haben): Ich tue mich nach wie vor schwer damit den Mehrwert für den Kunden zu erkennen. Für mich läuft das eher unter (teurem) Marketing da ich mir nicht vorstellen kann, dass der Großteil dieser Boutiquen kostendeckend betrieben werden kann. Vielleicht weiß ja jemand, der der Branche nahe steht, mehr?

Kleine Einschränkung diesbezüglich: Einmal war ich ganz froh als in der Omegaboutique der On-Site-Uhrmacher einfach nur hinten ins Lager gehen musste um einen verranzten Stift des Metallbands passend zu ersetzen. Das wäre sonst wahrscheinlich ein nerviges Gerenne nach einem Kleinteil geworden...

--- Nachträglich hinzugefügt ---

Abgedrehte Vertriebsphantasien werden häufig von der unerwarteten Realität des Käuferverhaltens eingedampft.
Kurz & prägnant auf den Punkt gebracht!

Amen :super:

--- Nachträglich hinzugefügt ---

Der Otto-Normal-Bürger kennt viele Luxus(Uhren)marken gar nicht und kommt gar nicht auf die Idee, sich z.B. über Ulysse Nardin online in virtual reality zu informieren. Flagshipstores als einzige Möglichkeit, eine Uhr in echt anzuschauen, würde praktisch allen Menschen, die nicht in Berlin, Hamburg, Frankfurt oder München wohnen diese Möglichkeit nehmen.
Nimm' noch Köln, Düsseldorf und Stuttgart dazu, und dann war's das wahrscheinlich wirklich. Und damit wäre DE, im Vgl. zu den mehr zentralisiert ausgerichteten Ländern, bereits breit aufgestellt.

Ist eh' eine unerwartete Wendung von Globalisierung und Digitalisierung, dass das "platte Land" tendenziell verödet und alles mögliche (Bildung, Jobs, Menschen...) immer mehr in die Großstädte drängt. Hätte ich so nicht erwartet, sehe aber auch kein Bestreben seitens der Politik und der Gesellschaft da gegenzusteuern...
 
Zuletzt bearbeitet:
Spitfire73

Spitfire73

Dabei seit
04.08.2009
Beiträge
15.087
Ort
Bayern
In 5 - 10 Jahren kriegt man auf den grossen Marken keine Rabatte mehr und auch Rolex, Omega & Co. werden vorwiegend online verkauft, ohne Rabatte. Für den heutigen grauen Onlinehandel sowie für die meisten Multibrand-Konzessionäre sehen die Aussichten langfristig düster aus.
Die Marken, die ihre Uhren heute schon mit hohen Abschlägen in den Markt drücken müssen, werden nicht plötzlich Listenpreise durchsetzen können, indem sie die Vollboutiquisierung einführen und den Konzessionär abschaffen. Da hilft auch kein Markenwelten- und Virtual-Reality-Klimbim. Allerdings werden das einige Marktteilnehmer erst spüren müssen, damit sie es glauben. Das panische Fokussieren auf den Anteil der Kunden, der künftig eingelullt vom Multimediamarkenerlebnis den Listenpreis per Mausklick bestätigt, halte ich jedenfalls für falsch. Auch der Grauhandelskanal ist für Massenhersteller wie Omega, Breitling und Co. wichtiger denn je. Einfach deshalb weil sie auf Stückzahl kommen müssen um nicht in Preisregionen abzudriften, für die das Image nicht mehr reicht.

Dieses fiebrige Herumgefasele der Marketingabteilungen der Hersteller erinnert mich eher an eine Stampede, ausgelöst vom jüngsten Boden(sicht)kontakt der Branche. Der zu beobachtende Umbruch in der Konzilandschaft hat jedenfalls viele Ursachen, vom veränderten Konsumentenverhalten bis zur Preis- und Ersatzteilpolitik der Hersteller. Ich bin mir nicht sicher, ob es aus Sicht der Hersteller klug ist, das Konzisterben mit solchen Phantastereien weiter zu befeuern. Möglicherweise sägen die Hersteller an Ästen, auf denen sich nach wie vor bequem sitzen ließe.

Gruß
Helmut
 
Zuletzt bearbeitet:
P

paysdoufs

Dabei seit
02.09.2015
Beiträge
2.696
Gübelin startet Online-Shop für Luxus-Uhren
Das Luzerner Traditionshaus Gübelin lanciert einen 
Online-Shop für Luxus-Uhren. Ein Paukenschlag in einer Branche, welche sich dem E-Commerce viel zu lange verschlossen hat.

http://www.handelszeitung.ch/unternehmen/guebelin-startet-online-shop-fuer-luxus-uhren-339291
Interessanter Artikel. Danke!

[NB: Besonders interessant auch der enthaltene Link zum "Boykott" Gübelins durch die SG: http://www.handelszeitung.ch/unternehmen/swatch-kuendigt-vertraege-mit-guebelin-656017]

Was mir in dem Zusammenhang noch einfiel: TheWatches.TV hatte vor kurzem auch schon mal versucht, in Zusammenarbeit mit Kirchhofer, eine "curated selection" an Uhren über ihre YouTube-Plattform anzubieten. Scheint inzwischen aber wieder im Sande verlaufen zu sein und ich frage mich ob die markeneigenen Online-Vertriebs-Visionen nicht der bestimmende Grund dafür sind. Nur: Wenn die Marken Dritte online nicht loslegen lassen wollen, dann müssen sie halt auch mal selbst zu Potte kommen. Ansonsten boomt der Online-Graumarkt auch weiterhin...
 
Duc999

Duc999

Dabei seit
27.08.2010
Beiträge
1.472
Ort
Main-Kinzig-Kreis
Da verläßt man sich aber alleine auf die große Strahlkraft der Topmarken - ob die alleine online so toll rüberkommt? Ohne das dicke Teppiche,
Edelholzvitrinen und Champagnergedöns?

Bei der üblichen Zielgruppe, welche in Sektlaune auf der Kö denkt, jetzt gönne ich mir aber auch ne Rollette wie sie der CEO trägt?

Aber lassen wir uns überraschen, vielleicht denke ich da zu engstirnig...
 
zeitansage

zeitansage

Dabei seit
08.06.2015
Beiträge
361
Abgedrehte Vertriebsphantasien werden häufig von der unerwarteten Realität des Käuferverhaltens eingedampft.
Genau das.

Für mich klingt der ganze Text genau nach dem, was sich Sales-Menschen samt den zugehörigen Buzzwords (inklusive den Anführungszeichen um "Virtual Reality") so ausmalen. Das hat nicht zwingend etwas mit der Realität zu tun.
 
A. Lange

A. Lange

Dabei seit
02.03.2011
Beiträge
1.428
Ich meine, dass sich der hervorragend vernetzte Product Manager von IWC schon mal langsam nach einem
neuen Job umsehen sollte.
Wenn er meint, dass sich seine Kunden eine Uhr im vier-, fünf- oder sechsstelligen Eurobereich einfach so übers
Internet kaufen, ist er in meinen Augen ein Volldepp!!!!
Sorry für die Ausdrucksweise, aber auf jemanden der so die Uhrenkäufer einschätzt, trifft das absolut zu!

Gruß
Andreas
 
bombus c

bombus c

Dabei seit
28.09.2012
Beiträge
3.903
Ort
Wien
Ich lese zwischen den Zeilen, dass die Uhrenhersteller in Zukunft froh sein werden, wenn sie überhaupt etwas verkaufen... :D Also, wenn die Industrie denkt, dass der Kern des Problems "Zukunft" in der gewollt herbeigeführten Verwässerung der Vertriebsstrukturen liegt, dann ist das Problem noch viel größer, als es je zu vermuten wäre.
 
Schwanni

Schwanni

Dabei seit
06.12.2015
Beiträge
3.467
Der 'Otto-Normal-Bürger' wird in 10/15 Jahren kein Einzelhandelsgeschäft mehr kennen,
da bin ich aber so was von sicher. Die Auslage im Geschäft ersetzt dann ein professionelles Online-Marketing.
Ja, das ist gut möglich. Wobei das eine traurige Zukunftsaussicht ist und ehrlich gesagt meine Lebensqualität enorm einschränken würde. Meine Frau bestellt tatsächlich auch sehr viel online, vor allem Kleidung. Ich hingegen gehe viel lieber in ein Geschäft und schaue und probiere das Zeug live an. Schon allein das auspacken, einpacken und zurücksenden (also zum Hermes-Shop fahren) würde mich nerven.
Das Anschauen und Anprobieren von Uhren beim Konzi gehört für mich fast schon genauso zur Erholung/Entspannung/"Leben genießen" wie der Espresso im Cafe.
Was für eine triste Welt wäre das, wenn man z.B. in der Mittagspause nur noch irgendwo was essen könnte und nirgends mehr "gucken". Am Ende kommt noch jemand auf die Idee, dass man auch keine Restaurants mehr braucht. Essen kann man schließlich auch online bestellen. Dann gibt es gar nichts mehr. Dann sitze ich den ganzen Tag im Büro, bestelle mir mein Thai-Essen oder was auch immer in die Arbeit und abends gehe ich heim und kaufe mit meiner Frau online Klamotten. Nur nicht mehr raus gehen und irgendetwas "in echt" erleben. Die Menschen sind seltsam. Das denke ich mir übrigens auch oft, wenn viele ins Fitness-Studio gehen und das einzige, was sie dort machen, ist auf Laufbändern zu joggen. Da würde ich doch lieber draußen laufen!? Das gleiche ist es, wenn sich die Jugendlichen am Tisch gegenübersitzen und jeder tippt in sein Smartphone, anstatt dass sie sich mal unterhalten würden. Ich weiß, ich schweife ab. Aber das ist alles das selbe Thema. Die Leute wollen ihr Leben nicht mehr "in echt" leben, sondern lieber an Bildschirmen bzw. online. Sehr traurig. Ich bin erst 32 Jahre alt und verstehe die Welt bzw. die Menschen schon nicht mehr :-(
 
P

pre-mastered

Gast
Ich meine, dass sich der hervorragend vernetzte Product Manager von IWC schon mal langsam nach einem
neuen Job umsehen sollte.
Das der Produktmanager von IWC nicht unerhebliche Mengen Crack konsumiert.
Moment rasch:

1) Erstens ist es eine These, die provoziert. Lasst uns munter weiterdiskutieren!

2) Zweitens widerspiegelt die These nicht die Meinung des PM! Es bestehen gewisse Tendenzen in diese Richtung und wir diskutierten diesen Trend. Du kannst also den Drogenkonsum weder mir noch meinem spannenden Diskussionspartner unterstellen, immer mit der Ruhe bitte ;-)
 
Thema:

Vertriebsstrukturen verändern sich massiv

Vertriebsstrukturen verändern sich massiv - Ähnliche Themen

  • Rolex veredeln /veränden

    Rolex veredeln /veränden: Hallo liebe Uhrenfreunde! Ich kennt sicherlich die Rolexmodelle von Bamfword Watch Department nehme ich an. Die veredeln Rolex auf ziemlich...
  • Kann man oder soll man eine Uhr verändern?

    Kann man oder soll man eine Uhr verändern?: Hallo an alle Uhrenfreunde, habe eine HAU von Eterna, Typ Porsche Design. Trage mich schon längere Zeit mit dem Gedanken sie ein wenig...
  • Seiko SND451P1 Titan Chronograph - darf man eine Uhr verändern?

    Seiko SND451P1 Titan Chronograph - darf man eine Uhr verändern?: Hallo Uhrenfreunde, ich will Euch eine Uhr vorstellen, die eher zufällig zu mir kam und bei der ich gespannt bin, wie sie Euch gefällt. Es...
  • Orient Vertriebsstruktur Fragen

    Orient Vertriebsstruktur Fragen: Da ich mich seit ein paar Tagen mit Orient befasse und eine Big Deep morgen bei mir aufschlagen wird, habe ich im Netz ein wenig recherchiert und...
  • veränderliches Gangverhalten

    veränderliches Gangverhalten: Meine Automatic, ne ca. 40 Jahre alte Enicar, schwankt sehr im Gangverhalten, mal geht sie absolut korrekt, dann wieder 2 Minuten am Tag vor, aber...
  • Ähnliche Themen

    • Rolex veredeln /veränden

      Rolex veredeln /veränden: Hallo liebe Uhrenfreunde! Ich kennt sicherlich die Rolexmodelle von Bamfword Watch Department nehme ich an. Die veredeln Rolex auf ziemlich...
    • Kann man oder soll man eine Uhr verändern?

      Kann man oder soll man eine Uhr verändern?: Hallo an alle Uhrenfreunde, habe eine HAU von Eterna, Typ Porsche Design. Trage mich schon längere Zeit mit dem Gedanken sie ein wenig...
    • Seiko SND451P1 Titan Chronograph - darf man eine Uhr verändern?

      Seiko SND451P1 Titan Chronograph - darf man eine Uhr verändern?: Hallo Uhrenfreunde, ich will Euch eine Uhr vorstellen, die eher zufällig zu mir kam und bei der ich gespannt bin, wie sie Euch gefällt. Es...
    • Orient Vertriebsstruktur Fragen

      Orient Vertriebsstruktur Fragen: Da ich mich seit ein paar Tagen mit Orient befasse und eine Big Deep morgen bei mir aufschlagen wird, habe ich im Netz ein wenig recherchiert und...
    • veränderliches Gangverhalten

      veränderliches Gangverhalten: Meine Automatic, ne ca. 40 Jahre alte Enicar, schwankt sehr im Gangverhalten, mal geht sie absolut korrekt, dann wieder 2 Minuten am Tag vor, aber...
    Oben