Vergleich Schaltradchronograph vs. Kulissensteuerung Longines

Diskutiere Vergleich Schaltradchronograph vs. Kulissensteuerung Longines im Uhrencafé Forum im Bereich Uhren-Forum; Hallo zusammen, ich habe vor mir einen Longines Chronographen der Master Collection zuzulegen, diesen in gebrauchtem Zustand. Nun gibt es bei...
Töbel

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Hallo zusammen,

ich habe vor mir einen Longines Chronographen der Master Collection zuzulegen, diesen in gebrauchtem Zustand. Nun gibt es bei den älteren Modellen das Chronographenwerk als Kulissensteuerung, namentlich Valgranges L696.2 basierend auf ETA A07231, beim neueren Modell ist ein Schaltradchronographenwerk verbaut, nämlich L688 (basierend auf ETA A08.L01).

Kann mir einer der Experten die Vor- und Nachteile dieser beiden spezifischen Werke erklären bzw. gibt es Uhr-Forums-Erfahrungen hierzu (z.B. welches günstiger und einfacher zu revisionieren ist)?

Rein vom Prinzip scheint mir als Laie auf diesem Gebiet der Schaltradchronograph das hochwertigere Werk zu sein, aber vielleicht liege ich da falsch. Negativ bei didsem ist, dass es bei der 44mm Master Chronograph Variante, die ich gerne hätte, etwas kleiner ausfällt und das Datum mittiger platziert ist als bei dem Vorgängerwerk.

Gerne verweise ich hier auf eine zurückliegende Diskussion:

Beide Varianten hatte ich leider auch noch nicht gleichzeitig am Arm. Ich vermute, mir würde bei dem 44mm Modell die Version mit Valgranges-Werk noch wie vor etwas besser gefallen. Letztlich ist das Valgranges zwar nur eine einfache, im Durchmesser aufgeblasene Variante des Valjoux ohne technische Finessen. Allerdings empfinde ich bei diesem Modell das Datum passender am Rand integriert.

Andererseits ist man bei Longines auf den Schaltrad-Chrono zu Recht stolz, er stellt im Vergleich ja auch die technisch deutlich aufwendigere Modifikation des Valjoux dar, das hier ebenfalls die Basis bildet. Die Erfahrungen im Forum sind durchweg gut. Allerdings lief bei mir auch das Valgranges absolut unauffällig. Bei dem neuen 44mm Modell wäre mir das Datum evtl. zu weit innenliegend. Auch der Bodendeckel ist etwas massiver, weil das Werk kleiner im Durchmesser ist. Im Zweifel würde bei mir deshalb vermutlich die Optik über das Werk entscheiden.

Wenn es der Schaltrad-Chrono werden soll, käme vielleicht auch die 42mm Variante in Betracht, die es schon bei meiner Kaufentscheidung gab. Hier sind die Skalen bei den Totis allerdings nicht mehr einheitlich gestaltet und die Ziffern etwas stärker angeschnitten. Deshalb wurde es bei mir damals ebenfalls aus Gründen der Optik die 44mm Variante mit dem Valgranges.

Hier mal die drei Varianten nebeneinander, jeweils von der Longines-Homepage entnommen: Links meine Version in 44mm (L2.693.4.78.3), in der Mitte das neue Modell in 44mm (L2.859.4.78.3), rechts das Modell in 42mm (L2.759.4.78.3):

Anhang anzeigen 2354084
(C) Longines

Einen Tipp habe ich aber noch: vielleicht gibt es die alte 44mm Version noch in einem der Hour Passion Outlets - dann würdest du sie ggf. sogar günstiger erhalten. Evtl. lohnt sich auch eine Anfrage bei Longines über die Webseite. Ich konnte so mit etwas Glück schon einmal ein ausgelaufenes Modell mit Rabatt in eines der Hour Passion Outlets bestellen, das in der Schweiz noch lagernd war.
Viele Grüsse Töbel
 
B

Bodega

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Hallo Töbel

Soweit ich weiß liegt der größte Unterschied in den Fertigungskosten.
Ein Schaltradchronographenwerk ist aufwendiger in der Konstruktion und damit in der Herstellung.
Von der Bedienung und/oder Funktion des Chronographen gibt es da eine großen Unterschiede.
Da die meisten Hersteller die kostengünstigere Version der Kulissensteuerung verwenden, ist ein Schaltradwerk wieder etwas besonderes.
Früher waren diese Werke wesentlich häuftiger und oftmals Standard.
Erst die diversen Krisen haben der Kulissensteuerung die Massenverbreitung ermöglicht.
Chronograph – Uhren-Wiki: Die besten Uhren und Uhrenmarken
 
G

Gast100589

Gast
Hallo
Heute ist ein Schaltrad etwas esthetisches
Für viele ist ein Rad das sich mit jeder Chronographenmanipulation ein Stück dreht schöner als ein Nocken der nur hin und her wippt.

Bis in die 1960er war das etwas anderes.
Die Produktion der einzelnen Werkskomponenten war ungenauer.
Ein Chronograph musste von einer erfahrenen Fachperson montiert werden. Das bedeutet einzelne Werkteile mussten nachbearbeitet und justiert werden bis alles einwandfrei funktioniert hat.
Darum wurden früher Schaltradchonos gebaut weil man sie besser nachbearbeiten und justieren konnte
 
BSBV

BSBV

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Moin,

Schaltrad- und Kulissensteuerung.
Beide steuern die Stoppfunktion des Chronographen. Bei dem Schalt- oder Säulenrad handelt es sich um das ursprüngliche System, das in Herstellung, Service und Montage etwas aufwendiger ist. Dafür geben Schalträder optisch viel her und sorgen für eine leichte Bedienbarkeit der Drücker.
Im Gegensatz dazu ist die Nocken- oder Kulissensteuerung kostengünstiger, da ihre Komponenten einfach gestanzt werden.
 
Töbel

Töbel

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Super, vielen Dank für die wertvollen Inputs!

So wie ich das sehe, geht also die Tendenz der Experten zum Schaltradchronograph.

Hat zufällig jemand selbst Erfahrung mit den genannten Kalibern?
 
B

Bodega

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Ich hab 3 Schaltradchronographen.
1 Vintage von Eberhard &Co mit den Zenith146HP Handaufzug
2 Seagull 1963 mit dem chin. Nachbau des Venus 178
3 Heuer Autavia mit Heuer 02
Mit allen dieser Werke habe ich gute Erfahrungen gemacht.
Besonders sind sie toll anzuschauen 😋
 
revenger

revenger

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Das @bachmanns wird hier sicher nicht auf uneigeschränke Zustimmung stoßen ;-) .
Auch wenn es sachlich sicher haltbar ist.

LG Henry
 
bachmanns

bachmanns

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Kommt wie gesagt nicht von mir, sondern von Ranfft. Aber der ist ja auch nicht irgendwer. Dennoch ist es nur eine weitere Meinung.

Ich selbst habe keinen Schaltradchrono, würde aber auch meine Kaufentscheidung nicht davon abhängig machen. Gekauft wird die Uhr, die mir besser gefällt. Ganz gleich, ob mit Schaltrad oder Nockensteuerung
 
Thema:

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