Uhrenbestimmung Vergangenheit dieser Wanduhr?

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hageha

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Hallo zusammen ! Ich bin seit Kurzem Besitzer eines "Regulators" - die frühere Besitzerin konnte mir über die Vergangenheit und das Alter nicht besonders viel sagen, meine eigenen Recherchen im Netz haben folgendes soweit ergeben:
Auf dem Foto mit dem Gong drauf, ist auch ein Adler, der in seinen Fängen ein logo mit den Initialen 'FMS' hat, d.h. Friedrich Mauthe, Schwenningen. Die Vorbesitzerin meinte, die Uhr stammt etwa von 1920 (?). Das Holzgehäuse ist, wenn ich mich nicht täusche, aus Fichtenholz, außen und z.T. auch innen mit Eichenfurnier belegt. Am relativ schlichten Holzgehäuse sind schmale, säulenartige (klassizistische?) Strukturen zu erkennen. Auf der Rückseite des Uhrwerks ist folgendes zu sehen: a) eingestanzt: 45/100 b)unter 'Gongschlag' die Ziffer '14266' und c)auf der Rückseite des Ziffernblattes handschriftlich '72282'.
So, und als ziemlicher Laie muß ich gestehen, ist es mir bisher nicht gelungen, die Uhr schlagen zu lassen, ich wollte aber am Uhrwerk auch nicht 'plump rummachen' - hat da einer eine Idee wie das zu regeln ist (die Feder des Schlagwerks ist aufgezogen) - zur halben und vollen Stunde hört man nur kurz einen mechanischen Ton, so als ob das Schlagwerk blockiert ist. Sonst läuft sie ziemlich genau.
Es wäre klasse, wenn ich mehr über das Alter (und Schlagen) der Uhr erfahren könnte!
Danke im Vorraus!
 

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Andreass

Andreass

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Zur Uhr kann ich nichts sagen, ausser sie macht einen guten Eindruck.
Das furnierte Gehäuse muß kein Makel sein. Oft wurde extra kein Massivholz genutzt, weil es zu sehr arbeitet. So sind of große Tischplatten furniert, damit sie das ganze Jahr gerade bleiben.
 
del-olmo

del-olmo

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Es ist eine Mauthe, ich würde sagen um 1920, die Verzierungen sind nicht klassizistisch sondern entstammen dem Jugendstil. Das Gehäuse ist Eichenfurnier auf vielleicht Fichte. Eine übliche Bauweise, da Massivholz relativ teuer war. Der Verzug wäre nicht unbedingt ein Problem.

Warum sie nicht richtig schlägt kann mehrere Gründe haben, aber ich denke sie hat ein Rechenschlagwerk, bei dem möglicherweise etwas klemmt oder hakt. So wie das Werk aussieht wäre eine Revision mal angebracht, es wirkt etwas unsachgemäß geölt.

Grüße Bernhard
 
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hageha

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Hallo Bernhard!
Ja das ist ja schon mal was - ich selber habe am Werk meine Finger weggelassen. Die Vorbesitzerin meinte, sie hätte die Uhr vor einem Jahr von einem Uhrmacher überholen lassen. Ja und 1920 deckt sich auch mit ihrer Aussage, danke!
Grüße, Hans-Georg.
 
mahlekolben

mahlekolben

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Das soll jetzt nicht doof klingen:

Hast Du das Schlagwerk denn aufgezogen?
 
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hageha

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Hallo Michael! Ja das Schlagwerk ist aufgezogen, die Feder spannt, das wäre das naheliegenste - vielleicht hat das Schlagwerk wirklich 'einen Schlag weg', das würde auch erklären, weshalb sich die Vorbesitzerin nicht erreichen läßt. Dann muß doch ein Uhrmacher mal reinschauen.
Gruß, Hans-Georg.
 
Spindel

Spindel

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Hallo hageha,
erst mal eine schöne alte Wanduhr hast du da und auch schöne Fotos .
Wie Bernhard schon schrieb kann es mehrere Ursachen haben.Aber vieleicht kann ich helfen.Du hast das Werk ja schon ausgebaut,jetzt stelle es auf einen Untergrund wo die Zahnräder,Pendelaufhängung usw.frei hängen z.B.Schraubstock aber nicht einspannen.Dann drehe den Minutenzeiger bis er halbe oder Stunde erreicht und schaue ob der Hammer sich hebt und von alleine wieder fallen läst.
Wenn ja dann ist es nur eine Einstellungssache im Gehäuse.Mir kommt auch so vor als wenn der Hammer etwas zu tief sitzt,könnte locker sein.Oder jemand hat die Spirale verbogen bzw. Transport oder ähnliches.Denn wenn sie erst überholt wurde kann es nicht viel sein.Ich hoffe ich konnte etwas helfen.

@mahlekolben: das Schlagwerk ist aufgezogen,Siehe Beitrag 1

Gruß Roland
 
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hageha

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@Spindel

hallo Roland! Das mit dem Prüfen, ob sich das Hämmerchen zur vollen/halben Stunde hebt oder nicht, werde ich mal machen, wenn ich die Uhr unten habe. Im Moment läuft sie nämlich und pendelt munter vor sich hin (Mechanische Uhren haben einfach was!). Danke für den guten Tipp, das werde ich dann zur gegebenen Zeit sicher mal ausprobieren. Einen schönen Gruß nach Leipzig!
Hans-Georg.
 
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Lempert Uhren

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Hallo

also so wie ich das sehe, ist eine Überholung der Uhr schon einige Zeit her! Gerade die Lager im Bereich Windfang, Nachlaufrad sind doch sehr verharzt (schwarz).
Du solltest mal hingehen und den Hammer leicht anheben und den Windfang (das letzte "Rad" am Schlagwerk) ganz vorsichtig drehen!
Was Du auf garkeinen Fall machen darfst, ist die Lager "nachzuölen". Das hat fatale Folgen, wenn das alte Öl verharzt ist. Mit dem "Nachölen" wird nämlich der Abrieb in den Lagern gelöst und wirkt mit dem neuen Öl wie eine art Schleifpaste. Das dadurch der Verschleiß extrem hoch ist, sollte einleuchten! Das mit dem "Nachölen" mag ja einige Zeit laufen, aber die nächste Reparatur wird dadurch wesentlich teurer und aufwendiger! Du solltest mit dem Werk einen Uhrmacher deines Vertrauen aufsuchen. Dieser sagt Dir bestimmt, was zu tun ist!

Gruß
A. Lempert
(Uhrmachermeister)
 
F

Franziskuss

Guest
Im Zweifelsfall sollte man die Uhr wirklich mal zur Revi geben.

Dürfte an sich nicht soo teuer sein, denn so schwer mag es nicht,
das Werk zu reinigen.

Bevor der Laie an der Uhr rumbastelt, lieber den Fachmann aufsuchen.
Sonst musst du nachher sowieso hin, weil irgendwas wirklich
kaputt ist...und dann wirds teuer ;-)
 
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