Verfügbares Uhrenbudget, Konzitour gemacht, was nun?

Diskutiere Verfügbares Uhrenbudget, Konzitour gemacht, was nun? im Uhrencafé Forum im Bereich Uhren-Forum; Hallo Leute, ich wollte mal hier ein Thread machen, um einige Gedanken zum Uhrenkauf im Allgemeinen und der Uhrensuche im Speziellen zu...

AmphibianAlarm

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Hallo Leute,

ich wollte mal hier ein Thread machen, um einige Gedanken zum Uhrenkauf im Allgemeinen und der Uhrensuche im Speziellen zu erörtern.

Bei mir ist das immer so, wenn ich nach einiger Zeit gespartes Uhrenbudget parat habe, gehe ich los und mache meine große Konzitour. Das heißt, Anzug an damit die blasierten Verkäuferinnen dich auch schön die ganze Palette durchprobieren lassen, ohne gleich die Augen zu verdrehen und los.

Dabei ist es immer ganz erstaunlich, das einige Uhren, die mir im Netz und auf Bildern echt super gefallen haben, dann am Arm total durchfallen.

Wie zum Beispiel bei mir die Junghans Max Bill, schade, die Uhr fand ich traumhaft und an meinem Arm sieht sie total lächerlich nach Kinderuhr aus...

Leider auch einige Sinn Modelle, die bei mir schon lange auf der Langzeitwunschliste standen, sind nun erstmal unten durch.

Auf der anderen Seite findet man aber auch immer einige Uhren, die einem ganz und gar entgangen sind, oder auf Bildern nicht gefallen haben und dann am Arm doch sehr gut aussehen.

Für mich war das diesmal die Junghans Pilot Chronoscope. Und zwar der Chrono in schwarz, in Natura eine wunderbar kantige und militärische Uhr.

Genauso wie die Mido Multifort Black Chronograph in schwarz/orange. Die kommt in Natura auch sehr viel besser rüber, als auf sämtlichen Fotos, die ich gesehen habe.

Absolutes Highlight war aber auf dieser Tour der Porsche Chronograph 6930 mit dem vollständig schwarzen Gehäuse, eine absoluter Traum, allerdings für 8000 Euro auch ein ziemlich unerreichbarer.

Ehrlich gesagt, habe ich nach ein paar Gesprächen mit Herrn Steinhart und Herrn Smirnov von German Miltary allerdings eher den Verdacht, dass meine nächste Uhr wieder aus deren Produktion kommen wird. Da sind echt viele tolle Uhren in der Planung...

Das wars erstmal zu meinen Planspielen so, Ihr könnt ja mal Eure Gedanken dazu kundtun, oder über ähnliche Highlights oder Reinfälle beim Konzi erzählen...

Schönen Gruß Tim
 

Sectorfan

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Deine Erfahrungen kann ich absolut nachvollziehen, ging mir ja vor 2 Jahren fast genauso nur kam "erschwerend" hinzu, dass ich im Januar eine Uhr kaufen wollte und alles was mir gefallen hätte bis ca. 1.500,- € ausverkauft war und ich dann bei Steinhart gelandet bin. ;-)
Auch dass man eine Uhr wenn man sie tatsächlich in den Händen hält, sehr enttäuscht sein kann, ist mir so mit der Davosa Ternos passiert, den Bildern nach war der Kauf schon fast beschlossen und "in echt" :shock: war die so winzig ("ca. 40 mm" können eben 39,3 mm oder 40,8 mm sein) und hätte ich sie haben wollen, hätte man sie ebenfalls erst bestellt (war wohl nur'n "Vorführmodell") das kann man selbst letztendlich günstiger!
Und zumindest mir ist es so gegangen, als ich dann in einigen Fällen den Gegenwert zum Inhalt meines Portemonnaie's gesehen hatte, war ich auch "bedient" da bin ich wohl dann weniger der "Uhrennarr" :oops:
 

mecaline

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Es ist völlig richtig, Uhren "in Echt" anzuprobieren. Das ist auch nicht anders als beim Autokauf. Da träumt man von einem solchen und beim reinsetzen ist dann schon Feierabend. Das merkt man innerhalb von Sekunden.

Allerdings:

Das heißt, Anzug an damit die blasierten Verkäuferinnen dich auch schön die ganze Palette durchprobieren lassen, ohne gleich die Augen zu verdrehen und los.

Hm ...
 

schniepie

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Zur Hochzeit würde er doch auch ein Anzug anziehen...sich also "verkleiden".
Ich kann nichts schlimmes daran finden. :-)
 

twehringer

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Nun, ob ein Anzug eine Verkleidung ist, oder nicht, dürfte relativ sein. Selbst bei einer Hochzeit hat nicht jeder einen Anzug an.

Zum Thema: Ich habe es ähnlich erlebt, wie der Thread-Eröffner. Manchmal gefallen mir Uhren, die mir auf dem Bild gefallen, live nicht mehr et v.v.

VG Thomas
 

Uhrbene

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Jo, der Anzug ... was dem einen sin Uhl ist dem andern sin Nachtigall.

Zum Thema: Ist doch völlig normal, das die Uhren live anders wirken als auf Fotos.

Meiner Meinung nach gibt es drei Eindrücke:

1. Foto (Katalog oder Internet)
2. Live beim ersten Ansehen (Konzi, Freund)
3. Am eigenen Handgelenk

Und da kann man - aus eigener Erfahrung - ganz schön Überraschungen von einer Stufe zur anderen erleben. Deswegen gibt es auch nicht die richtigen Uhren, sondern nur die, die einem bei Punkt 3 gefallen.
 

jsimonis

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Und viertens: Nach einigen Wochen, Monaten oder gar Jahren. Da trennt sich dann die Spreu vom Weizen ;-)
(Bei mir nach fast 30 Jahren immer noch aktuell: Rx Ex1)

Freundliche Grüße
Jürgen
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

soeckefeld

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Zur Hochzeit würde er doch auch ein Anzug anziehen...sich also "verkleiden".
Ich kann nichts schlimmes daran finden. :-)

Oh nein! wirklich nichts schlimmes...
Jedoch habe ich den Eindruck, das tragen eines Anzugs wird hier als Ausnahme angesehen. Eben extra für den Besuch beim Juwelier.
Und genau das sieht dann unter Umständen unnatürlich aus, denn wer nicht täglich eine Anzug trägt, fällt dann in seiner "Verkleidung" einfach auf.
Man bewegt sich ganz anders...

doch jetzt zurück zum Thema
 

jo203

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Deswegen habe ich es diesmal etwas anders gemacht. Wir waren im Urlaub unter anderem auf Aruba. Da ist die Konzidichte, amerikanischen Touristen sei Dank, deutlich höher, als in jeder deutschen Stadt. Und die achten nicht im geringsten auf die Kleidung ihrer Kunden. Da konnte ich in kurzer Hose und T-Shirt mal ein paar Uhren am Arm anschauen, die mein Budget deutlich überschreiten.

Hat aber den Nachteil, dass ich auf die nächste Uhr ein wenig länger sparen muss.:-(
 

Sinclair

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War die ersten Male auch eher enttäuscht bis schockiert, als ich die nur von Photos bekannten Tickerchen in live gesehen habe und eine ganz schöne Zahl von denen aber sowas von gar nicht begehrenswert erschienen ist. Gerade bei Ührchen mit "gewagteren" oder "moderneren" Farbkombis, wie auch im Eingangspost beschrieben, war ich immer wieder froh, da nicht blind was bestellt zu haben. :shock:
Eine erstaunliche Anzahl von Uhren disqualifiziert sich für mich auch durch absolut unharmonische Größen (Stichwort: schlichte Dresser um die vierzig - ich meine Millimeter), bei denen ein eigentlich stimmiges Design durch Vergrößerung der Uhr zur Langeweile persifliert wird.

Was solls, denk ich mir mittlerweile, ich muss mir ja keine Uhr kaufen, die fruchtlose Konzitour kann ich schon fast als Gewinn für mich sehen. Fast.
Und: nüchtern betrachtet reichen mir ja meine Handvoll Tickerchen.
War ein Scherz, zur Hölle mit nüchtern betrachtet :D

Und, auch wenns eigentlich nicht das Thema ist, zum Argument "Verkleidung":
Ich machs umgekehrt. Ich laufe beruflich ohnehin ausschließlich in dunklen Anzügen durch die Gegend. Wenn ich mal zum Einkaufen komme, ziehe ich mir immer Jeans und Polo an. Wer mich dann nicht bedient, ist selbst schuld. Ich kann kaufen wo ich will, der Händler will aber genau mich und mein Geld. Gilt für Uhren genauso wie für Autos.
Das ist wohl eine Erbe meiner Eltern, die, im Handel tätig, mir schon früh eingetrichtert haben wie man welchen Kunden erkennt. Eben nicht an der Kleidung.
Und, weil ich gerade von Aruba gelesen habe: Habe vor zwei Wochen noch in Badeshorts und Polo Frank Mullers begafft, erkennbar ohne jede Kaufabsicht, die Verkäuferin dennoch extremst freundlich.
Richtig, nicht in Mitteleuropa.

Grüße, Michi
 

DerDuke83

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Zum Thema Kleidung finde ich es als jemand der täglich im Büro Anzüge tragen muss, reizvoller mit Jeans und Hemd/Polo einfach mal beim Konzi wider erwarten obgleich der legeren Kleidung einen teurern Schweizer in bar zu bezahlen.
 

AmphibianAlarm

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Hallo Leute,

schön die Meinungen zum Thema Anzug so zu lesen. Genau das hatte ich erwartet und der Grundtenor ist auch meine Überzeugung, man kann einen solventen Kunden nicht an der Kleidung erkennen.

Aber leider haben wir in Braunschweig nur einen ernst zu nehmenden Konzi mit Uhren wie Bell+Ross, Rolex, JLC, Porsche und co und dort habe ich immer wieder die Erfahrung gemacht, dass man von den teils sehr blasierten Verkäuferinnen ohne Anzug nicht ernst oder auch nur wahrgenommen wird.

Ich selbst habe kein Problem mit dem Tragen von Anzügen oder Busineskleidung, muss die selbst im Büro oft genug Tragen. Aber ohne die Verkleidung, hast Du oft leider nicht die volle Aufmerksamkeit in den Läden. Leider ist das in Deutschland sehr oft der Fall und das nicht nur bei hochpreisigen Sachen wie Uhren oder Autos, das habe ich schon oft genug selbst in Klamotten- oder Schuhläden erlebt... Servicewüste Deutschland.

Schönen Gruß Tim
 

DerDuke83

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Da gebe ich dir in jedem Fall recht.

Man sagt ja auch:

Wie du kommst gegangen, so wirst du auch empfangen

Leider wird das gerade in DE oft an der Kleidung fest gemacht.

Andrerseits macht es teilweise ja auch Sinn beim Konzi einen Anzug zu tragen, da die ein oder andere Uhr auch für diese Kleidung gekauft und so direkt begutachtet werden kann.
 

chris2611

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Hmm,
ich kann zum Glück nicht davon berichten, jemals oberflächlich oder überheblich beraten worden zu sein.
Und ich geh´ immer in ollen Jeans, Lederjacke und Boots einkaufen, sei´s Brötchen oder eben auch Uhren!
Habe nämlich nach nem Arbeitstag im feinen Zwirn auch keine Lust, damit noch einkaufen zu müssen.
 

BSBV

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Ich gehe zum Konzi wie ich immer rum laufe. Nix da mit Anzug und so weiter.

Die Uhr die ich haben will, vorher jede Menge Infos einholen, dann kaufen. Eine Anprobe kommt nur noch selten vor. Weil ich weiss was ich haben will.
 

G-shocked

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... so, Ihr könnt ja mal Eure Gedanken dazu kundtun,

Hallo,

ich sehe die Sache genauso wie uhrbene,

Meiner Meinung nach gibt es drei Eindrücke:

1. Foto (Katalog oder Internet)
2. Live beim ersten Ansehen (Konzi, Freund)
3. Am eigenen Handgelenk

würde innerhalb der ersten Kategorie aber noch zwischen Produktfotos und Fotos "aus dem echten Leben" unterscheiden. Letztere sind oft deutlich näher am Live-Eindruck.

oder über ähnliche Highlights oder Reinfälle beim Konzi erzählen...

positive Überaschungen:

Orient Deep: Das imho nicht besonders attraktive Herstellerlogo auf dem ZB fällt mir real deutlich weniger auf, als auf Fotos

Certina DS-1: wirkt live "wertiger" als auf Fotos

die aktuelle Omega Aqua Terra: Die "Nadelstreifen" kommen für mich real attraktiver rüber.

Breitling SO Heritage: Beim Liveanblick habe ich überhaupt erst festgestellt, daß Breitling-Uhren auch schön sein können! :face:

Negativbeispiele:

Sinn U1 und UX: Warum mussten die aus so tollen Designs solche Tellerminen machen?:motz:



gruss,

Peter

PS: Was das "Bekleidungsthema angeht: Anzug ist ok, falls Du meinst, diesen zur Stärkung Deines Selbstbewusstseins gebrauchen zu können...;-)

Anderenfalls: Das Outfit, mit dem ich mich in die Fußgängerzone, in ein Lokal oder eine Pizzeria traue, muss auch den Leuten reichen, die mir eine Uhr verkaufen möchten!
 
Thema:

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