Verarbeitungsqualität?

Diskutiere Verarbeitungsqualität? im Herrenuhren Forum im Bereich Uhren-Forum; Vielleicht redet man bei Rolex in Shenzhen gerade über die langen Wartelisten ?
volkerjoschi

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Vielleicht redet man bei Rolex in Shenzhen gerade über die langen Wartelisten ?

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Littlebigbenn

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Das ist weniger Meinung, als ein bekanntes Fakt!
Das ist ja nun auch wirklich kein Geheimis, dass im Luxus-Segment immer auch eine gehörige Portion Mythos, Image und der berühmte Feenstaub mit dabei ist.
Für jedes Produkt findet sich irgendwo irgendwer der es immer noch ein Stück billiger herstellen kann.

Das ist doch klar wie Kloßbrühe: Einfach mal gespinnert man könnte eine komplett eingerichtete modernste Uhren-Fabrik aus Genf oder Biel irgendwo nach China beamen. Natürlich würden da am Ende aus der Fabrik die gleichen Uhren vom Band plumsen.
Zu weit weniger Kosten: Geringere Personalkosten, geringere Umweltauflagen, geringere Steuern, geringere Sozialabgaben, geringere Mieten, keine Gewerkschaften, statt dessen noch Staats-Subvention, usw. usw.

So what?
Die Leute wollen "Swiss Made" dann bekommen Sie es auch. Kostet bloß mehr. :-)

Carsten
So wie das auch mit den Steiff Bären funktioniert hat?
 
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Gustav25

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Das Werk ist aussen vor,darüber möchte ich nicht diskutieren.
Das ist aber schade, dass Du ausgerechnet das Werk außen vor lässt!
Die Verarbeitungsqualität die Du ansprichst ist somit nur die visuell und haptisch wahrnehmbare Qualität einer Uhr, also das was man direkt beim Konzi-Besuch feststellen kann. Der deutlich wichtigere Teil ist aber mMn, das was danach kommt: Also, wie langlebig ist die Uhr und spätestens da muss man auch die Dauerhaltbarkeit des Uhrwerks einbeziehen.
 
certinho

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Ich habe das Werk rausgenommen, da a) entweder alle Uhren das gleiche haben und sich nicht unterscheiden oder b) ein eigenes kaliber haben und man es, wie in den Videos gesehen, im Grunde eh nicht vergleichen kann. Da sind die Unterschiede einfach zu deutlich. Das sieht jeder Blöde, der sich ein Werk von PP ansieht und ein 2824.Mir gings nur um das äußere und worin sich Uhren, die optisch ähnlich aussehen, dann doch unterscheiden. Da man das oft nicht auf den ersten Blick sieht.
 
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Gustav25

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Es reicht nicht aus zu sagen: "alle Uhren haben das gleiche Uhrwerk"...
Selbst wenn das der Fall ist kann es Qualitätsunterschiede geben. Das Thema "Qualitätssicherung" ist ziemlich komplex und umfasst z.B. auch schon den Versand eines Bauteils, die Eingangskontrolle (falls vorhanden), die Lagerung und nicht zuletzt den Verbau in das finale Produkt. Unterwegs kann viel schief gehen und demzufolge kann das gleiche Uhrwerk ganz unterschiedliche Leistungen aufweisen, je nachdem wie viel Mühe sich ein Uhrenhersteller macht und es sich kosten lässt.
 
certinho

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Eben darum gings mir ja nicht, es geht nicht um Qualitätskontrolle, nicht um Funktionsqualität, sondern um die reinen Verarbeitungsunterschiede, die man von außen sehen/fühlen kann. Ohne die Uhr 5 Jahre laufen zu lassen und sie aufzumachen, um zu schauen was drin ist. Ihr dürft natürlich auch darüber diskutieren, ich bin ja kein Diktator,aber meine Frage bezog sich auf das Äußere.
 
red hot chili

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Eben darum gings mir ja nicht, es geht nicht um Qualitätskontrolle, nicht um Funktionsqualität, sondern um die reinen Verarbeitungsunterschiede, die man von außen sehen/fühlen kann. Ohne die Uhr 5 Jahre laufen zu lassen und sie aufzumachen, um zu schauen was drin ist. Ihr dürft natürlich auch darüber diskutieren, ich bin ja kein Diktator,aber meine Frage bezog sich auf das Äußere.
Es gibt sie schon, jene Unterschiede in der Verarbeitungsqualität.
Allerdings garantiert ein hoher Preis (natürlich relativ betrachtet) nicht zwangsläufig immer auch gute bis sehr gute Qualität.
So manches Mal bekommt man eventuell weniger Qualität, als wie man sich aufgrund des eben nicht gerade geringen Preises/Markenimage, glaubte erhoffen zu dürfen.
Und ein anderes Mal wiederum, überrascht womöglich die gute bis gar sehr gute Qualität, eines womöglich nicht so namhaften Produktes, welches dann sein Geld allerdings auch wirklich wert ist.
 
MBSoft

MBSoft

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Interessant sind für mich immer Vergleiche im Detail. Anbei mal Bilder des Säulenrades zweier aktueller Chronographenkaliber. Eines gilt allgemein als eines der schönsten Konstruktionen, das andere meist als weniger schönes „Traktorwerk“.
Urteile jeder selbst.

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red hot chili

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Interessant sind für mich immer Vergleiche im Detail. Anbei mal Bilder des Säulenrades zweier aktueller Chronographenkaliber. Eines gilt allgemein als eines der schönsten Konstruktionen, das andere meist als weniger schönes „Traktorwerk“.
Urteile jeder selbst.

Anhang anzeigen 2353470
Anhang anzeigen 2353469
Ein ziemlich unsinniger Vergleich. :-(
Denn sowohl ein Zierschliff, wie auch eine perlgestrahlte Oberfläche, können qualitativ gleichermaßen hochwertig ausgeführt sein, ebenso wie auch eine gut gemachte Politur.
Die Frage ist nämlich lediglich, welchem Zweck dient jene Oberflächenbearbeitung letztendlich?
Wenn eine solche Funktionsoberfläche die ihr angemessene Oberflächenbearbeitung in guter Qualität erhalten hat, dann ist es letztendlich alleine die Optik die hier entscheidet.
Dies aber wiederum ist eine reine Geschmacksache, weshalb dieser Vergleich auch völlig hinkt.
Denn, um bei jenen Beispielbildern zu bleiben, hat man sich bei Omega ganz bewusst für ein moderner anmutendes Layout entschieden, während man bei Rolex hingegen eine traditionellere Optik des Schaltrades gewählt hat.
Beides tut der Qualität allerdings keinster Weise irgendeinen Abbruch.
Denn ebenso finden sich auch bei allen Rolex-Kalibern einige Bauteile, bei welchen man sich aus rein optischen Gesichtspunkten eine andere Oberflächenbearbeitung wünschen würde.
Hier setzt halt jeder Entwickler seine eigenen Prioritäten, weshalb es auch sinnlos ist hierüber zu streiten, solange die Verarbeitungsqualität eines jeden Bauteils stimmt.
 
MBSoft

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Aha, unsinnig also...auch die Tatsache, dass das eine Kaliber für die Präsentation unter Glasboden konstruiert wurde, während das andere stets unsichtbar bleibt? Was ist denn an sauberer Verarbeitung Geschmackssache? Das Saulenrad beim 9300 ist an den funktionalen Flächen sicher technisch völlig ok, dennoch leider recht gratig an den übrigen. Auch Sonnenschliffe unter dem Zifferblatt sind ganz sicher nicht Geschmackssache, wenn auch natürlich „sinnlos“.
Viele Hersteller schludern an vielen Stellen extrem. Manche gar bei Zeigern und Zifferblättern. Das kann man dann gern modern nennen, ich nenne es nicht entschuldbare Sparmaßnahme. Dabei spielt es keine Rolle, ob der „Stammkunde“ einer Marke das duldet, vielleicht garnicht bemerkt.
 
certinho

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Vielleicht redet man bei Rolex in Shenzhen gerade über die langen Wartelisten ?

Anhang anzeigen 2352962
Btw, ihr glaubt doch nicht, dass ein potentieller Kunde in China, sich auf irgendeine Warteliste setzen lässt oder? Ohne es genau zu wissen, würde ich sagen, dass die da alles kriegen was sie möchten,ansonsten laufen die weiter und geben ihr Geld bei irgendwelchen anderen der 10 Nobelmarken aus, die im Umkreis von 20 Metern zu finden sind.
 
Murphys

Murphys

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Eben darum gings mir ja nicht, es geht nicht um Qualitätskontrolle, nicht um Funktionsqualität, sondern um die reinen Verarbeitungsunterschiede, die man von außen sehen/fühlen kann. Ohne die Uhr 5 Jahre laufen zu lassen und sie aufzumachen, um zu schauen was drin ist. Ihr dürft natürlich auch darüber diskutieren, ich bin ja kein Diktator,aber meine Frage bezog sich auf das Äußere.
Dann hast du den Treadtitel falsch gewählt. Verarbeitungsqualität bezieht sich immer auf die korrekte Materialwahl, Produktion und Fertigung der Einzelkomponenten und des fertigen Produktes sowie die abschliessende Kontrolle des Endproduktes. Dh, es geht immer um die technische Unversehrtheit. Du fragst aber nach Design und Funktionalität. Scharfkantige Bänder deren Stifte rausfallen sind klar ein Zeichen schlechter Qualität. Die Wahl einer, aus Blech gestanzten und vernieteten Schliesse, ist ein Desingmerkmal. Auch Spaltmasse, sofern in der Konstruktion so vorgesehen, sind kein Zeichen schlechter Qualität sondern preiswerter Konstruktion.
 
certinho

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Na gut, dir als aufmerksamen Leser, ist ja gottseidank aufgefallen, dass ich meine Frage mehrmals konkretisiert habe während des Threadverlaufs.
 
Murphys

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:klatsch:Hast du toll gemacht. Sonst hätte der aufmerksame Leser nix zu meckern gehabt.
 
certinho

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Doch, der Threadtitel ist ja immernoch falsch. Ne, mal im Ernst, wenns falsch ist ok, ich komme nicht aus dem Bereich. Für mich ist das was ich meinte Verarbeitungsqualität, wenns fachlich falsch ist, dann sry. Ich find es super, dass es hier 5 Seiten lang, entgegen meiner Befürchtungen, so gut geklappt hat.
 
Murphys

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Kein Problem. War nur auffallend dass hier entgegen des Titels fast ausschliesslich über Design und Funktionalität diskutiert wird. Ist aber auch gut so.
 
Spitfire73

Spitfire73

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Der TS verwendet halt für seine Urteilsbildung ein ziemlich grobes Raster. Das im Hinterkopf, sind seine Schlussfolgerungen ja durchaus richtig.

Gruß
Helmut
 
T

TaifunDB

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Also die Finissierung des Uhrwerkes hat für mich auch nichts mit Verarbeitungsqualität zu tun. Letztere hat Auswirkungen auf die Langlebigkeit des Produktes. Das erstere ist Schminke und Lippenstift.

Das Werk gehört für mich grundsätzlich natürlich schon dazu. Wobei Rolex, Omega, PP da auf einem sehr hohen Level sind. Da glaube ich persönlich nicht an Unterschiede, welche interessant sind. Alle liefern Werke, welche in der Uhr viele viele Jahre einwandfrei laufen werden und dann auch problemlos revisionierbar sind.
 
certinho

certinho

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Das Werk in meiner Fortis (2836-2) lief fast 10 Jahre lang +1,5 sek am Tag, bis es schlechter wurde. Einmal säubern, ölen und ein abgenutzes Zahnrad ausgewechselt, ich weis nicht was es genau war, da in China erledigt, läuft es wieder im selben Bereich. Da weiß ich nicht, ob es zuverlässiger geht... würde ja von der Definition her, bei Eta, auf gute Verarbeitungsqualität deuten..., obwohl optisch bei weitem nicht so schön und interessant, wie Rolex oder Omega.
 
nawaro

nawaro

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Bei meiner Ex2 steht der 24-Std.-Zeiger auch leicht neben dem Index. Die Krone am Rehaut war zudem nicht exakt bündig mit dem Index auf 12 Uhr. Letzteres hat man behoben, als ich ein verschmutztes Ziffernblatt reklamierte. Diese Punkte sind für mich Qualitätsmängel, wobei ein anderer Kunde diese womöglich nicht als solche eingestuft hätte. Qualität hängt also im Wesentlichen von der Erwartungshaltung des Kunden ab.
 
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