Unterschiede zwischen ETA, Myota bzw. Seiko Automatik-Kalibe

Diskutiere Unterschiede zwischen ETA, Myota bzw. Seiko Automatik-Kalibe im Uhrencafé Forum im Bereich Uhren-Forum; Hallo, nicht nur im Zusammenhang mit Kaufentscheidungen habe ich mich schon oft folgendes gefragt: Wo liegen die Qualitätsunterschiede...
B

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Hallo,

nicht nur im Zusammenhang mit Kaufentscheidungen habe ich mich schon oft folgendes gefragt:

Wo liegen die Qualitätsunterschiede zwischen den Automatik-Kalibern der oben genannten Hersteller. Gibt es noch signifikante Unterschiede (Chronos mal ausgenommen)? Ich habe mal gehört, dass die Japaner den Schweizern (z.B. 2824-2), seit dem auch sie kugelgelagerte Rotoren verwenden, in kaum noch etwas nachstehen.
 
Junnghannz

Junnghannz

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ETA-Kalibern wie dem 2824-2 kann man wohl (zumindest in den höheren Qualitätsstufen) eine etwas bessere Ganggenauigkeit bescheinigen als z. B. einem Citizen 8203 oder einem Seiko 7S26. Auf der anderen Seite sagt man den Japanern eine größere Robustheit und Langlebigkeit nach, speziell dann, wenn über einen längeren Zeitraum keine Revision stattfindet. Hauptunterschied in der Bedienung ist, daß die gängigen ETAs in der Regel über einen Sekundenstop verfügen, die japanischen Kaliber der unteren Preisklasse dagegen nicht. Außerdem sind viele ETA-Kaliber Schnellschwinger mit 28.800 A/h, wogegen die Japaner mit 21.600 A/h ticken. Schlußendlich dürfte man aber mit Japanern und Schweizern gleichermaßen glücklich werden.


Viele Grüße

Wolfgang
 
eastwest

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Junnghannz schrieb:
ETA-Kalibern wie dem 2824-2 kann man wohl (zumindest in den höheren Qualitätsstufen) eine etwas bessere Ganggenauigkeit bescheinigen als z. B. einem Citizen 8203
Halte ich für ein Gerücht! Meine Autozilla läuft in Chronometernorm (das wird Prinzip sein, also ab Werk besser einreguliert) und eine meiner Promaster auch (wird Zufall sein; aber sie kann es).

eastwest
 
uhrenkiller

uhrenkiller

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noch ein kleiner unterschied: die obengenannten eta und miyota kann man auch mit handaufzug anwerfen!

die beiden seikowerke 7S26 und 7S36 hingegen nicht!



gruss uhrenkiller
 
Sedi

Sedi

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Hi,
die Frage habe ich mir auch schon gestellt. Siehe hier:
http://forum.watchtime.ch/viewtopic.php?t=13391&highlight=eta+miyota
Quintessenz dieses Threads war damals etwa folgendes: Die ETAs haben eine wesentlich größere Unruh (kann man mal selber checken, wenn man zwei Uhren mit Glasböden mit den entsprechenden Kalibern hat), die sie aber mit gleich großen Federhäusern genausolang am "zappeln" halten können, d.h. die Fertigungstoleranzen müssen bei der ETA schon niedriger sein, weil ja anscheinend bei den Miyotas einige Energie durch Reibung im Werk verloren geht. Ich glaube es war Roland Ranfft, der damals meinte, die Miyotas seien sowas wie aufgeblasene Damenuhrkaliber aufgrund der kleinen Unruh. Kann man ja alles mit meinem Link nachlesen.
Über die Gangwerte sagt das natürlich alles nix aus, wobei ich doch meine, daß die Miyotas schon relativ hohe Lagenabweichungen haben (können). Insgesamt scheinen die ETA Standardwerke (2824) etwas effizienter zu arbeiten.

Gruß, Sedi :-D
 
B

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Vielen Dank schonmal. Miyota hat also auch Hnadaufzug, gut zu wissen. Ich halte dies nämlich für wichtig, denn ich denke es ist schonender für das Werk, wenn es mal längere Zeit nicht bewegt wurde.
 
Chronischer_Fall

Chronischer_Fall

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Meine subjektive Einschätzung anhand der eigenen Uhren: Die ETAs besitzen eine geringfügig höhere Gangreserve als z. B. das Seiko Y676, das alte Seiko5-Werk mit dem Wochentagsdrücker (Werkbez. vergessen) und auch, als das 8203. Während die ETAs es oft aushalten, mal zwei Tage lang nicht getragen zu werden, ist bei den Japanern schon immer ein paar Stunden eher Schluss (womit sie dann praktisch leider nur einen Tag Aussetzen verkraften). Schade ist in diesem Zusammenhang, dass ebebn nicht die Asiaten, sondern die ETAs über Handaufzüge verfügen.

Ich bilde mir ein, dass die Gangreserve etwas mit dem Rotorgewicht zu tun hat. Wenn man auf die Werke einfacher Asiaten blickt, erkennt man so etwas wie einen gestanzten Blech-Rotor. Bei ETA sind die stets aus dem Vollen gefräßt. Kann natürlich sein, dass das eine mit dem anderen nichts zu tun hat. Passt aber für mich ollen Laien irgendwie gut zusammen. ;)
 
Junnghannz

Junnghannz

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Chronischer_Fall schrieb:
Schade ist in diesem Zusammenhang, dass ebebn nicht die Asiaten, sondern die ETAs über Handaufzüge verfügen.
Das trifft auf die Seiko-Werke 7S26/35/36 zu - das 6R15 dagegen hat Handaufzug. Ebenso die Citizen-Kaliber.


Chronischer_Fall schrieb:
Ich bilde mir ein, dass die Gangreserve etwas mit dem Rotorgewicht zu tun hat. Wenn man auf die Werke einfacher Asiaten blickt, erkennt man so etwas wie einen gestanzten Blech-Rotor. Bei ETA sind die stets aus dem Vollen gefräßt. Kann natürlich sein, dass das eine mit dem anderen nichts zu tun hat. Passt aber für mich ollen Laien irgendwie gut zusammen. ;)
Das Rotorgewicht ist eher für die Effizienz des automatischen Aufzugs verantwortlich. Die Gangreserve ist (bei ansonsten gleicher Uhrwerksmechanik) allein auf die Konstruktion des Federhauses bzw. dessen Fähigkeit zurückzuführen, möglichst viel Energie zu speichern. Daher haben Uhren mit besonders großer Gangreserve auch mehr als nur ein Federhaus. Die Effektivität des Aufzugs ist im Alltagsbetrieb bei ETA, Seiko und Citizen m. E. in etwa gleich einzuschätzen.


Viele Grüße

Wolfgang
 
Trainmaster C

Trainmaster C

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Junnghannz schrieb:
...
Die Effektivität des Aufzugs ist im Alltagsbetrieb bei ETA, Seiko und Citizen m. E. in etwa gleich einzuschätzen.
...
Das kann ich nur bestätigen. Ich besitze eine Invicta mit dem Eta-Kaliber 2824, zwei Seikos mit dem Kaliber 7S26 und eine Citizen Promaster mit dem Kaliber 8203. Alle drei Kaliber sind nach längerem "herumliegen" schnell durch die Bewegung aufgezogen, die Gangreserve ist bei allen etwa 2 Tage, die Gangwerte liegen etwa bei 15 Sekunden (eine der beiden Seiko), 10 Sekunden (die andere Seiko und Eta) und 6 Sekunden (Citizen) Vorlauf pro Tag.
Alle Angaben natürlich Pi mal Daumen, aber nach bestem Wissen und Gewissen zusammengetragen. ;)
 
SINNlich

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In dieser Preisklasse ist es eigentlich vernachlässigenbar, wie haltbar ein Werk ist. Asiaten wie Eidgenossen stehen sich da in nichts nach. Auch in Puncto Genauigkeit besteht da keine große praktische Differenz. Möchte man sich die Uhr fürs Leben anschaffen, würde ich zu ETA-Werken tendieren, weil hier die Ersatzteilbeschaffung einfacher ist.
Wer sich auf seine Uhr verlassen muss und kein Wechselträger ist, wird den Sekundenstopp zu schätzen wissen. Ob man nun schüttelt oder aufzieht, ist eigentlich egal, wenn man die Uhr regelmäßig trägt. Die höhere Amplitude und die verschiedenen Werkqualitäten sprechen meines Erachtens für das ETA-Werk. Ich habe von allem was und bin mit den Japsen aber sehr zufrieden.

Grüße

Axel

Edit: "Kugelgelagerter Roto". Die Lemania 5100 Chronowerke und etliche einfach Handaufzüge haben Achslagerungen, die sehr haltbar sind. Das ist auch kein wirkliches Kriterim mehr.. .
 
Junnghannz

Junnghannz

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SINNlich schrieb:
Die höhere Amplitude und die verschiedenen Werkqualitäten sprechen meines Erachtens für das ETA-Werk.
Wobei man fairerweise anmerken sollte, daß auch Citizen-Kaliber in verschiedenen Qualitätsstufen produziert werden, die dann auch unterschiedlich gute Gangergebnisse liefern.


Viele Grüße

Wolfgang
 
SINNlich

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@ Junnghannz

Ja, sicher, das sollte man natürlich berücksichtigen... . Aber dann wird es richtig schwer, Ersatzteile und einen vernünftigen Service zu bekommen, sieht man von den Spring-Drive-Werken mal ab. Von Seiko hat mein Höker aber zwei Automatik-Modelle im Schaufenster, für 199 Euro in sehr guter Anmutung... . Dann sollten ja auch Ersatzteilversorgung und Service gewährleistet sein. Also: Schittegal, was man nimmt, Hauptsache, es gefällt.

Grüße

Axel
 
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