Unitas 6497 bleibt mit genügend Gangreserve stehen

Diskutiere Unitas 6497 bleibt mit genügend Gangreserve stehen im Uhrenwerkstatt Forum im Bereich Uhren-Forum; Hallo zusammen, ich habe vor ein paar Tagen diese wunderbare Glycine Incursore (3873.91 LB9B) Uhr aus den USA erhalten: Diese hat laut...

SirPumpkin

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Hallo zusammen,


ich habe vor ein paar Tagen diese wunderbare Glycine Incursore (3873.91 LB9B) Uhr aus den USA erhalten:

20200709_213508.jpg

Diese hat laut diversen Berichten, und auch vom Aussehen tippe ich mal schwer darauf, ein (verziertes) Unitas 6497-Werk ("GL 097"):
20200709_215757.jpg

In den ersten 1 1/2 Tagen lief die Uhr gut. Sie erreichte auch bis dahin sehr gute Gangwerte:
Screenshot_20200711-175404_WatchCheck.jpg

Das Werk tickt ja schon recht laut (das ist mir aber bekannt) und gestern Abend änderte sich plötzlich das Geräusch, ich kann es aber nicht mehr wirklich beschreiben. Erst fiel es mir nicht auf, doch als ich nach 20 oder 30 Minuten auf die Uhr blickte, musste ich feststellen: Oh weh, sie läuft nicht mehr. Die Unruh stand still. Und das, obwohl ich sie erst vor einigen Stunden nachmittags aufgezogen hatte. Ich habe dann nochmal bis zum Anschlag (vielleicht 3-4 Umdrehungen, wie gesagt, genügend Gangreserve vorhanden) aufgezogen und die Uhr lief sofort wieder normal weiter.

Heute morgen dann das Gleiche: Uhr steht wieder. Ich hab nur minimal in Aufzugsrichtung an der Krone gedreht (sogar noch nicht einmal bis zu einem Klick, vielleicht 4 mm Drehung) und die Uhr lief sofort wieder normal weiter.

Was kann das denn sein? Habt Ihr Erfahrungen / Ideen? Das Werk ist ja durchaus bekannt und m.W. recht robust. Meine Idee wäre, dass es evtl. daran liegt, dass die Uhr vermutlich einige Jahre in einem Lager rum lag. Ich weiß nicht, wann genau dieses Modell so verkauft wurde, aber es dürfte wohl schon mindestens drei Jahre her sein und sich um New Old Stock handeln. Sind hier evtl. einfach die Öle verharzt? Dagegen sprechen vermutlich die ansonsten guten Gangwerte? Fremdkörper im Werk kann ich nicht sehen / hören, wenn ich die Uhr leicht schüttele.

Leider habe ich wohl nur Garantie über den Händler und der sitzt 1. in den USA (anders hätte ich diese Uhr wohl auch kaum noch neuwertig bekommen) und 2. weiß ich nicht, ob ich dem damit trauen mag :D
Glycine ist ja inzwischen auch in Hand von Invicta, und diese Uhr ist meines Wissens noch vor dieser Änderung produziert worden.

Danke für eure Hilfe.
 

chronomeister

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Hallo,
vieler dieser Uhren werden als neu verkauft, sind aber größtenteils aus alten Lagerbeständen, somit kann es schon sein, dass diese Art von Uhren schon eine große Weile rumliegen. Die Uhr nach den USA zur Rekl. zu versenden wäre aus meiner Sicht zu umständlich und aufwendig....von den Kosten ganz zu schweigen. Da dieses ein Unitas Werk ist, würde ich diese zu einem hiesigen Uhrmacher bringen und Prüfen lassen. Kann m. E. nach nicht die Welt kosten, da Verschleiß ja wohl weniger infrage kommt.
 

falko

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Ich glaube nicht, dass die Probleme durch lang Lagerung entstanden sind. Eher reibt das Federhaus am Minutenrad oder an der Grundplatine. Vielleicht hat sich der Deckel des Federhauses gelöst.
 

Oelfinger

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Das Zahnrad mit der Glycine-Beschriftung scheint ca. 0,5mm höher zu stehen als das, in das es eingreift.
 

hiltibrant

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OK. Sollte die Sperrradschraube locker sein (unmöglich ist das natürlich nicht), dann würde es möglicherweise so aussehen, wie auf dem Bild. Außerdem wäre dann ja das darunter sitzende Federhaus locker - und dann s. Falkos Post #3.

Möglicherweise ...

Also: Boden ab, nachsehen - hilft alles nix ;-)
 

hiltibrant

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Eines von beiden hat Linksgewinde
In vielen Fällen (aber eben nicht immer) das Kronrad (im Bild das kleinere von beiden). Und in genauso vielen Fällen (aber auch nicht immer) ist diese Linksgewindeschraube mit einem Doppelschlitz gekennzeichnet. Hier beim Unitas sind beide Schrauben nicht als solche gekennzeichnet - was aber (wie gesagt) nichts heißen soll.

Durch den Glasboden kann man aber beim Aufziehen erkennen, welches der Räder sich wie dreht: gegen den Uhrzeigersinn =====> Schraube hat Linksgewinde.
 
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falko

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Die Probleme liegen nicht an Sperr- und Kronrad. Die Federkraft wird dort nur gehalten, beim Betrieb des Uhrwerks haben diese Räder keine Funktion. Das Federhaus ist in der Grundplatine und der Federhausbrücke gelagert, ob das Sperrrad fester oder weniger fest auf dem Vierkant des Federkerns verschraubt ist, beeinflusst die Lagerung nicht.
 
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andi2

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Auf dem vergrösserten Bild sieht es so aus, als ob das abgebildete Rubin-Lager (Minutenrad) trocken wäre. Vielleicht fehlt es im Werk an Öl...
Gruss Andi
 
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