Ungewöhnliche große Alpina Regulateur 48mm. Fake???

Diskutiere Ungewöhnliche große Alpina Regulateur 48mm. Fake??? im Vintage Uhren Forum im Bereich Uhrentypen; Liebe Kollegen, eine sehr interessante Alpina schwimmt gerade in der Bucht. Also ich kann beim besten Willen nicht beurteilen, ob daß Teil ein...

MaJoLa

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Ja, ungewöhnlich. Das Werk ist allerdings ein altes UH Werk, welches mit Sicherheit aus einer TU stammt.

Ich vermute zunächst, daß hier ein TU Gehäuse beizeiten fachmännisch zu einem AU Gehäuse umgebaut wurde und zwar durch Alpina selbst. Oder man hat schon in den 20ern solch große Gehäuse gefertigt, um die alten Werke aufzubrauchen. Dann glaube ich aber nicht, daß man Gehäuse im alten Stil auf den Markt gebracht hätte sondern von Anfang an auf die alte Schanierversion verzichtet hätte.

Also Werk und Gehäuse könnten schonmal durchaus zusammen passen.

Den Stil des Blattes gibt es allerdings noch immer bei Alpina. Und das werden die sicher nicht neu designt haben sondern sich eher an alte Vorlagen orientieren.
 
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Weckerfreund

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Hallo,
sieht aus wie diese "Russenuhren", die meistens mit irgendwelchen Weltkriegsgeschichten auf Ebay verkauft werden. Das ZB ist jedenfalls nie im Leben original.

Ich habe so einen Junghans Weckerumbau aus der Ukraine gekauft:

Junghans Taschenuhr (1).jpg

Viele Grüße

Andreas
 

MaJoLa

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Was macht Dich sicher, Andreas? Die Farbgebung passt durchaus in diese Zeit. Mir ist es aber, ehrlich gesagt, auch etwas zuu gut erhalten.

Andererseits: Wer lief regelmäßig mit einem solchen Schlachtschiff rum? Wenn sie wirklich nur wenige Male in Verwendung war und gut geschützt die Jahrzehnte überstanden hat, könnt das den Zustand schon erklären.

Aber auch mir kommt einfach zu viel aus dem Osten hier rüber.
 
U

UDUE

Gast
wer auf die Idee kommt, dass dieses Zifferblatt aus 1930 ist, der muss aufhören
irgendwas zu schlucken oder zu rauchen.

also ehrlich

UDUE
 

thesplendor

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Für eine Mariage, also einen Zusammenbau eines alten TU-Werks mit fremdem Gehäuse und Zifferblatt, sprechen folgende Punkte:
- viel zu groß für eine Armbanduhr aus dieser Zeit,
- das Zifferblatt ist viel zu gut erhalten, insbesondere im Vergleich zur Patina des Werks,
- die Gestaltung des Blattes und insbesondere die Aufschrift "Regulateur" hätte man damals so wohl nicht gemacht,
- die Farbgebung passt eher nicht in die 30er.

Gäbe es diese Uhr original, müsste sich im Web mindestens ein Zwilling dazu finden lassen.

Alpina Mariage.jpg
 
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U

UDUE

Gast
mal angesehen davon, dass das Blatt vom "Malermeister Pinsel" ist, ist es ja ein
interessantes Werk (sofern sich alle Zeiger so bewegen, wie es sein sollte).

Gruß

UDUE
 

zapferl

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Das Blatt ist nichtmal gemalt sondern mit einem handelsüblichen Drucker entstanden. Man sieht bei etwas Vergrößerung sogar den Moiré-Effekt, also das Printraster des Druckers.

Gruß
Danny
 

Käfer

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Gebastel...und noch nicht einmall eine "anständige" Mariage (altes Werk in neuem Gehäuse) sondern einfach TU umgewurstelt......so wirkt das Ganze auf mich.
 

andi2

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Wie Danny sagte, man kann die Pixel sehen! Ausserdem: Leuchtpunkte auf dem Stundenzifferblatt, aber der Stundenzeiger ohne Leuchtmasse. Gab es überhaupt historisvhe Regulateur-Zifferblätter mit einer solchen asymmetrischen Anordnung. So woe es aussieht, wurde einfach irgendwie ein Zeiger vorn auf das Stundenrad im Zeigerwerk befestigt und dort ein Loch durch das Zifferblatt gebohrt.
Gruss Andi
 

MaJoLa

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Also einige Aussagen sind doch recht pauschal.

Auch ich hab ein Blatt mit einer solchen Farbgebung noch nicht gesehen. Das ist aber letztlich kein Beweis, dass es sowas nicht gegeben hat, nur weil wir es noch nie gesehen haben. Und es hat Farbgebungen zu dieser Zeit gegeben, da würde sich so mancher wundern und damit meine ich jetzt keine Zifferblätter. Die Töne als solches entsprechen schon durchaus dem, was man verwendet haben könnte.

AU dieser Größe tauchen nicht zum ersten Mal auf. Wer will denn sagen, daß man damals nicht auch solche Gehäuse schon hergestellt hat für jene, die ihre TU umbedingt umbauen lassen wollten? Wobei 48mm allerdings extrem groß ist.

Das Zifferblätter nahezu unbeschadet und frei von Patina die Zeit überstehen können, dafür gibt es Beispiele genug.

Mir kam der Schriftzug Alpina Regulat. allerdings auch eigenartig vor. Auch die Leuchtpunkte sind mir schlicht zu gleichmäßig angegilbt. Was die Druckschärfe anbelangt, kann ich nicht zu nah zoomen, da es sonst zu unscharf wird.

So gar nicht passend ist auch für mich der Sek.Zeiger.
Leuchtpunkte und schwarze Zeiger machen zwar keinen Sinn, unwahrscheinlich ist es aber nicht. Da wurde schon mal Funktionalität dem Design untergeordnet.

Damit wir uns richtig verstehen: Ich hab hier keine Gründe die Uhr schönzureden. 48mm sind absolut undiskutabel, aber mich interssiert eben, wie Ihr dieses Teil seht.

Übrigens: Es gab auch in den 30ern schon blaue und rote Zifferblätter. Problem: Einfach zu wenig Farbmaterial.

Hier mal auf die Schnelle ein Auzug aus einem original Katalog mit vielen Omegas um 1927.
26343499oh.jpg


......von wegen Farbe
 
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Weckerfreund

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Lieber Markus,

Alpina muss wohl Regulateur Uhren gebaut haben. Eine Hommage/Reedition als Armbanduhr kann man hier betrachten:

Regulator Alpina Regulateur mit Tagesdatum RAR | eBay

Oder hier:

ALPINA AVALANCHE EXTREME REGULATEUR 126 DIAMANTEN = 1 CT NEU UHR | eBay

Mit Russenuhren meinte ich diese hier:

Rare Vintage REGULATEUR DOXA Military Swiss ANTIQUE Watch Wrist LIEGE 1905`S | eBay

Rare Swiss ANTIQUE Vintage Watch DOXA REGULATEUR Antimagnetic Military 1906`S | eBay

Undsoweiterundsofort...



Die aktuell angebotene Uhr ist vom Zifferblatt her m.E. nicht original. Da müssten die Zahlen in Leuchtmasse ausgeführt sein oder in der Emaille.

Die Taschenuhrumbauten aus der Zeit der 20er und 30er Jahre hatten eher nur einen angelöteten festen Bügel. Bei dieser Alpina sehen die Bandanstöße genauso aus wie bei diesen "Russenuhren". Ich habe nur besagten Junghans-Wecker in meiner Sammlung (Wecker sind mein Gebiet) und dieses Ding hat es original nie gegeben und ich habe ihn aus der Ukraine (der Verkäufer hatte viele Taschenuhrumbauten im Angebot).

Man wird jetzt bei dem aufgerufenen Preis nicht allzuviel Geld verbrennen, aber im Prinzip würde ich eher von der Hälfte des Wertes ausgehen.

Natürlich mag es eingelagerte, vergessene Uhren geben, aber in diesem Fall glaube ich stark an eine Marriage/Fake bzw. Basteluhr. Beim Werk bin ich nicht kompetent. Keine Ahnung ob es von Alpina ist.

Viele Grüße

Andreas
 

Weckerfreund

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Hallo Markus,

ich habe mir jetzt noch einmal das Ebay-Bild gespeichert und dann vergrößert.

Es ist definitiv aus einem Drucker!!!
Das Hellblau ist pixelig und die Eisenbahnminuterie weist "Sprünge" auf (ist nicht rund).

Wahrscheinlich wurde sogar nicht das alte ZB direkt bedruckt, sondern eine Folie oder Papier. Dies müsste genauer untersucht werden.

Frag doch den Verkäufer, woher die Uhr stammt, bzw. ob er sich für die Originalität der Uhr bzw. des ZB verbürgt.

Ich schließe mich eher Steffen mit seinem Fazit an.

Viele Grüße

Andreas
 

MaJoLa

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Hallo Andreas,

das sind mal Argumente. Ich hatte ja schon weiter oben geschrieben, daß es mir etwas zuu gut aussieht. Aber die Auflösung meines Tablets lässt eben ein verlustfreies zoomen nicht zu, so das für mich ein pixeliger Druck oder sonstige Schwachstellen nicht zu entdecken waren.

Es stimmt natürlich, das TU Gehäuse bei Umbau meist mit Bügel versehen wurden. Ungeachtet des besprochenen Teils frage ich mich aber, wurde das wirklich immer so gemacht. Schaniergehäuse waren schon 1915 nicht mehr der aktuelle Stand der Technik. Bei Omega z.Bsp. gab es sie noch 1929, neben regulären Gehäusen. Da ist die Frage nur logisch, ob nicht auch hier alte TU Gehäuse bei Omega zu AU Gehäusen umgebaut wurden, damit der Altbestand unter die Kundschaft kam. Wenngleich es sich aber dann um DTU Gehäuse gehandelt haben muss.

Welchen Grund zur Verwendung von Schan.Gehäusen noch in dieser Zeit, kann es sonst gegeben haben?

Die Ausparungen zwischen den Anstößen u. dem Gehäuse, finde ich übrigens auch bei meiner WE Sillidar wieder.
 
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