Ungeliebtes Denkmal: Hi-Tech-Stiftanker Concerta Super-Automatic, Baumgartner 158 31/7

Diskutiere Ungeliebtes Denkmal: Hi-Tech-Stiftanker Concerta Super-Automatic, Baumgartner 158 31/7 im Uhrenvorstellungen Forum im Bereich Uhrenvorstellungen; Manche von Euch wissen ja vielleicht schon, dass ich Alltagsuhren besonders mag. Ich weiß, ich weiß - eigentlich sind alle Uhren Alltagsuhren...
#1
Tomcat1960

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Manche von Euch wissen ja vielleicht schon, dass ich Alltagsuhren besonders mag. Ich weiß, ich weiß - eigentlich sind alle Uhren Alltagsuhren, aber manche sind es eben doch mehr als andere. Oder tragt Ihr Eure Rolex beim Holzhacken? Die Omega, wenn Ihr an der Elektrik rumbastelt? Oder die Patek beim Ölwechsel Eures Veteranen-Porsche? Ihr versteht, was ich meine, ja?

Nun, da wir festgestellt haben, dass es Uhren gibt, die im täglichen Leben etwas mehr aushalten müssen als andere, können wir ebenfalls festhalten, dass nur wenige von ihnen überleben. Zum einen, weil sie billiger sind. So billig, dass sich eine Reparatur nicht lohnt, wenn sie entzwei gehen. Zweitens ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie entzwei gehen, auch viel größer als bei ihren wertvolleren Brüdern und Schwestern, denn sie kommen an den Arm, wenn's zur Sache geht und ihre vornehmen Kameraden lieber in der Box bleiben. Es kümmert sie nicht, und ihre Eigentümer ebensowenig, dafür - für den wüsten Alltag - wurden sie schließlich gemacht. Stimmt's?

Ich gebe zu, auch ich liebe meine Omegas und meine ollen Chronographen und auch den gelegentlichen Siebzigerjahre-Irren, der meinen Weg kreuzt. Aber mein Herz gehört den Underdogs des Uhrniversums, den Helden der Arbeiterklasse, jenen Brot und Butter-Uhren, meist mit Stiftankerwerken, lautstark, mit fröhlichen Gesichtern, in verchromten oder vergoldeten Gehäusern, angestoßen, durchgerubbelt, verkratzt, verbeult ... aber fröhlich weitertickend mit einem unbezähmbaren Willen, ein ehrliches Leben zu leben. Wenn eine von ihnen es zu mir schafft, dann habe ich einfach die Pflicht, sie aufzunehmen und alles für ihren Erhalt zu tun, und Euch, meinen Uhrenfreunden, von ihr zu erzählen.

Um so mehr, wenn es eine so hübsche und so seltene Uhr wie diese hier ist:



"Ist doch nichts Besonderes", höre ich dich sagen. "Verchromt, kissenförmiges Gehäuse, leicht gewölbtes Glas, blaues Zifferblatt, Wochentags-Datumsanzeige ... um 1970 ... na und? Wird ein ETA 2788 oder 2789 drinstecken, oder vielleicht ein FHF 908/909. Millionen von den ETAs sind gebaut worden, sicher zehntausende von den FHFs. Gute, haltbare Werke, gibt's noch viele davon. Lass dir was Besseres einfallen, um mich zu beeindrucken."













"Moment. Nicht so schnell bitte. Dies hier ..."



"... ist eine 'Heldin der Arbeit'. Habe ich das nicht erwähnt?"

"Und"

"Hast du schon jemals von einem Baumgartner BFG 158 gehört?"

"Was soll das sein? Kling irgendwie nach Stiftanker."

"Richtig. Aber dies ist eines der weniger bekannten Erzeugnisse der Firma Baumgartner Frères in Grenchen."



"Hast du das Day-Date bemerkt?"



"Na klar. Und?"

"Ich werde dir ein wenig über das BFG 158 erzählen. Es war eines von nur drei Automatik-Kalibern der Firma Baumgartner, zu ihrer Zeit einer der größten Rohwerkehersteller der Schweiz (mit vier Fabriken in der Schweiz und einer weiteren in Italien). Mit 20 Millionen Werken waren sie 1974 der größte Hersteller von Roskopf-Werken in der ganzen Welt.

"Sie konzentrierten sich stets auf die Fabrikation von Roskopf-Werken. Das Schweizer Uhrenstatut schrieb Firmen seit den Zwanzigerjahren des 20. Jahrhunderts vor, entweder Stiftanker- oder Steinankerwerke zu bauen, aber nicht beides. Die Mehrzahl der Firmen hatte sich damals natürlich auf die Fertigung von Steinankerwerken konzentriert, bei denen die Marge als höher galt. Einige aber beschlossen, den Markt für billige Uhrwerke zu bearbeiten, in dem die Margen zwar geringer, die Stückzahlen dafür aber um so größer waren. Und weniger Wettbewerb gab es auch - die meisten Schweizer Uhrenhersteller verachteten die 'billigen' Stiftanker.

Firmen wie Baumgartner, Brac, EB, Oris, Rego-Lapanouse und Ronda fabrizierten nun also Stiftankerwerke sowohl für den Eigenbedarf als auch für den Verkauf an Uhrenhersteller. Einige von ihnen gaben sich große Mühe, den Stiftankerwerken ihr "billiges" Image zu nehmen. Oris z.B. stellte unter Beweis, dass Stiftanker nicht notwendigerweise ungenauen Gang bedeutete, als sie regelmäßig Uhren bei der COSC zertifizieren ließ und 1956 sogar ein Bulletin de Marche vom Observatorium in Neuchatel erlangte. Zornig beauftragten daraufhin die Schweizer Steinanker-Hersteller die Technische Fachschule in Le Sentier mit der Erstellung einer Versuchsreihe mit Steinankerwerken und Oris-Produkten. Das Ergebnis dieser Versuchsreihe war so peinlich, dass man Oris verbot, damit Werbung zu machen.

Baumgartner arbeitete ebenfalls hart an der Image-Verbesserung seiner Werke. Im Jahre 1950 brachten sie das erste Stiftanker-Automatikwerk auf den Markt (cal. 92 'Bovimatic', mit Pendelautomat), gefolgt vom cal. 1582 mit beidseitig aufziehendem Rotorantrieb nach Buren-Patent. Dieses Werk gab es mit 1, 7, 17, 21 und 25 Steinen."


Quelle: Heinz Hampel, Automatic-Armbanduhren aus der Schweiz, Callwey-Verlag, München, 1992

"Anders als in den Stiftankerwerken anderer Hersteller aber hatte in diesen hier jeder einzelne Stein eine Funktion - reine 'Zählsteine' gibt es nicht. In der 25-steinigen Version ist sogar das Federhaus steingelagert, an dem übrigens die Zeigerreibung sitzt. Und obwohl die Schweizer Steinanker-Hersteller nichts unversucht ließen, um zu verhindern, dass Stiftanker-Hersteller Zugang zu Stoßsicherungen bekamen - so schlossen sie Verträge mit Ausschließlichkeitsklauseln mit dem Hersteller der Incabloc-Stoßsicherung ab - entwickelten diese kurzerhand eigene Systeme gleicher Leistungsfähigkeit. Baumgartner stattete sein Kaliber 92 mit der Kif-Stoßsicherung aus, und das Kaliber 158 erhielt eine nach dem System Novodiac."

Damit stellt sich das 158, mal abgesehen von der Stiftanker-Hemmung, als durchaus ordentliches Werk dar, meinst du nicht auch?"

"Hm. Und was hat es mit dem Kalender auf sich?"

"Gut, dass du fragst. Das 1582 gab es mit Datumsanzeige. Nach einigen Jahren wurde es in einigen Details überarbeitet zum 158 31/7, und konnte nun bspw. auch für Digitaluhren eingesetzt werden. Und es war nun möglich, eine Day-Date-Anzeige zu realisieren. Und während das 1582 und 158 31/7 mit Datumsanzeige relativ einfach zu finden sind, ist das Werk mit Wochentagsanzeige ziemlich selten."



"Ich verstehe. Immerhin waren diese Werke dann also von ordentlicher Qualität. Und was macht sie zu etwas Besonderem?"

"Die Tatsache, dass sie auch für 'bessere' Markenuhren eingekauft wurden. Ich habe zum Beispiel schon BWCs mit ihnen gesehen."

"Tatsächlich?"

"Ja. Abgesehen vom Eigenbedarf - Baumgartner baute auch Fertiguhren, teilweise im Auftrag, aber durchaus auch unter eigenen Marken - war einer der größten Baumgartner-Kunden die Firma Sicura. Hier hat ein englischer Uhrenfreund eine ihrer Taucheruhren wieder in Schuss gebracht. Da kannst du gut den Werksaufbau erkennen."

"Sicura ... wie Sicura-Breitling?"

"Genau. Man könnte sagen, das Geld für die Rettung der traditionsreichen Firma Breitling stammte aus dem Verkauf von Baumgartner-Uhrwerken. Drollig, nicht?"

"Aber deine Uhr ist keine Sicura, oder?"

"Nein. Sie ist eine 'Concerta', eine Marke der Transglobe AG in Basel. Durch und durch eine Schweizer-Uhr also."



"Lass mal sehen. Oha, ist die schwer."





"Ja, stolze 98 Gramm, mit Band."



"Ist das ein Stahlgehäuse?"

"Nein. Verchromtes Messing. Aber hübsch gemacht. Kaum Abrieb, obwohl ... an den Kanten wird's schon etwas fadenscheinig. Aber der Schliff ist original erhalten."



"Hat also noch nicht sooo viel Leben abgekriegt, wie?"

"Ich glaube schon. Da ist ein Riss im Glas, auf sieben Uhr, und diese Stelle auf dem Zifferblatt zwischen der Neun und der Zeigeröffnung ist vielleicht ein Schönheitspflästerchen. Ich habe 'vorher'-Bilder des Uhrenfreundes gesehen, der sie mir verkauft hat - glaub mir, sie hat gelebt."



"Na gut. Also eine gebrauchte Uhr mit seltenem Werk. Von der Art gibt's doch da draußen Millionen? Ich versteh immer noch nicht, was an dieser so besonders ist."

"Habe ich schon erwähnt, wie genau sie geht?"

"Soll heißen?"

"Minus zwei, vielleicht drei Sekunden Minus pro Tag. Nicht ganz das, was ein Oris-Stiftanker-Chronometer schafft, aber gut genug. Ganz sicher gut genug für eine Vintage-Uhr. Ein Beispiel für günstige Schweizer Qualität."

"Da hast du Recht. Waren schon andere Zeiten, damals."

"So ist es. Auf diese Art Uhren könnte die Schweiz mit Fug und Recht stolz sein. Unglücklicherweise werden sie heute nicht mehr gerne daran erinnert, wie gut sie einmal darin waren, billige Uhrwerke herzustellen."

"Tja, heute ist Marge eben alles. Ach übrigens - was wurde eigentlich aus Baumgartner? Gibt es die Firma noch?"

"Nein. Sie machten 1982 zu. Billige Quarzwerke hatten ihr Marktsegment im Sturm erobert. Billiger, genauer, man musste sich noch nichtmal ums Aufziehen kümmern..."

"Wie schade. Aber ist es nicht drollig, dass die Swatch-Group gerade jetzt wieder mit der Fertigung billiger mechanischer Werke beginnt?"

"In der Tat. Naja, dann ist dieses Denkmal billiger Schweizer Uhrenbaukunst vielleicht doch gar nicht so unerwünscht."



"Wie auch immer - jedenfalls vielen Dank für diesen Exkurs in diesen Winkel der Schweizer Uhrengeschichte."

"Gern geschehen. Danke fürs Zuhören."
 
Zuletzt bearbeitet:
#3
D

ducati900ss

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Wow.....trägst du die Uhr stramm:shock:
Dafällt dir doch bald die Hand ab:shock:
 
#4
cazor

cazor

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die Begründung, solche Uhren in Pflege zu nehmen und zu tragen gefällt mir sehr gut!
 
#5
Belluna

Belluna

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Wieder eine großartige Arbeit, Kompliment. Da ich Deine Liebe zu solchen Uhren nur bedingt teile, werte ich mehr Deine Mühe. Und das Lesen lohnt sich immer, dafür danke ich Dir.

Morgendlicher Gruß, Reni
 
#6
MAP254

MAP254

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Guten Morgen Andreas,
immer wieder eine Freude deine Elaborate über sog. "Brot- und Butter" Uhren zu lesen.
Meins sind sie nicht, aber das schmälert in keinerlei Weise das Vergnügen des Betrachtens.
Herzlichen Dank und liebe Grüße
Manfred

P.S.: Glaubst du nicht, das die Uhr ein bissi zu eng sitzt?
 
#7
MrOllium

MrOllium

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Toller Bericht den ich gerne und genüsslich gelesen habe :super:
Die Beschreibung "Brot & Butter Uhren" trifft es glaube ich am besten.
Auch ich mag diese Uhren, zum einen weil ich sie mir leisten kann (da sie meistens nicht so gefragt sind :super:) und zum anderen weil sie eine große Vielfalt bieten.
Schön, dass es Leute wie Dich gibt die solche Underdogs am Leben halten.
Viel Spaß auch weiterhin mit Deinen B&B Uhren ;-)
 
#8
ddee

ddee

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Die Mühen die du dir jedes Mal machst für deine Vorstellungen können gar nicht genug gelobt werden. Ich muss das hier rückwirkend und stellvertretend für deine anderen Vorstellungen der letzten Zeit gesenkten Hauptes nachholen. Du erweiterst laufend meinen Horizont.

Vielen Dank!!
 
#10
divemax

divemax

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Hai Tomcat,

wieder mal danke für die tolle Vorstellung einer außergewöhnlichen Uhr. Ich habe gerade gestern erst mit einem Uhrforummitglied über Stift- und Steinankerwerke gesprochen.
Wie groß ist das gute Stück denn eigentlich? Sieht eher nach der größeren Fraktion aus.
LG
Max
 
#11
Tomcat1960

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@ LERVIN: gern geschehen, und vielen Dank für deinen freundlichen Kommentar! ;-)

@ ducati900ss: hmm ... eigentlich sitzt sie locker. Das Band ist ja auch stufenlos verstellbar. Keine Ahnung, warum das auf einigen Bildern so "gepetzt" aussieht ;-)

@ cazor: danke dir! Ich sehe das so: ich weiß genau, wann ich meinen letzten 300 SL, Jaguar E oder Porsche 356 gesehen habe. Aber ich tue mir schwer mit der Erinnerung daran, wann mir zuletzt ein Opel Kadett C, ein Renault 5 oder ein Fiat 124 begegnet ist :hmm: Um die Rolexe, Breitlinge und Omegas dieser Welt wird sich immer jemand kümmern, aber Helden der Arbeit verschwinden einfach. "Weg vom Fenster", wie es so schön im Pott heißt. Nicht mehr da. Einfach so. Dagegen sollte man was tun, denn sie sind es, die unsere Eltern (oder gar uns selbst) durch den Tag begleitet haben, nicht wahr?

@ Belluna: tausend Dank, Reni. Da ich weiß, dass du meine Liebe zu solchen Uhren nur bedingt teilst, weiß ich dein Lob besonders zu schätzen :super:

@ MAP254: danke, Manfred! Und - ja, auch im Hades der Uhrenwelt gibt es Schätze zu heben, und oft kosten sie nicht mehr als ein paar Euro (und ein paar feuchte Augen.) Ist wie mit dem "Alltagsklassiker" an der Tanke: "So einen hatte ich auch mal! Verstehe gar nicht, warum ich den verkauft habe." :D (Zum Band siehe oben ;-))

@ MrOllium: vielen Dank, Olli, und das Kompliment darf ich gerne zurückgeben - ich bin nicht alleine, wenn ich so in dei Vintage-Ecke schaue, sehe ich jede Menge Liebhaber alter Alltagsuhren. Wie ich sind auch sie fasziniert von den Geschichten und Schnurren, die uns die alten Mädchen zuticken ;-) (Bist du nicht einer davon?)

@ ddee: vielen Dank auch dir. "Gesenkten Hauptes" - bitte nicht. Freude beim Lesen zu bereiten genügt mir völlig!

@ Babba: danke schön!

@ divemax: ich danke dir, Max. Stiftanker sind definitiv besser als ihr Ruf. Einen Gnadenhof, auf dem sie bessere Zeiten abwarten können (wenn schon nicht mehr), sollte sich jeder Uhrenfreund leisten können. Lasst uns die alten Helden des Alltags nicht vergessen, sondern bewahren als Zeugen unserer gemeinsamen Vergangenheit.

Zu den Maßen (die vergesse ich irgendwie immer): sie ist 37 mm breit (o.K.) und misst 42 mm über die Bandanstöße. Hoch ist sie erstaunliche 15,5 mm (hätte ich jetzt nicht gedacht ...)

Viele Grüße
Andreas
 
#12
Uhr-Enkel

Uhr-Enkel

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Ich weiß nicht. Ich habe auch eine Reihe von Stiftankeruhren und möchte mich bis auf zwei (Scheiben-)Uhren von ihnen trennen. Irgendwie bekomme ich das Wort "minderwertig" nicht aus dem Hinterkopf. So gut ich finde, daß Stiftankeruhren gesammelt und vorgestellt werden, so wenig kann ich mich selbst dafür begeistern. Wäre die Concerta mit Steinanker versehen, würde ich sie mit Freude tragen. Verquere Welt.
 
#13
Bob van Baack

Bob van Baack

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Die Stadt die es nicht gibt
"Und gib uns unser täglich Brot und Butter-Ührchen ;)"

klasse geschrieben, wie immer! Ich mag diese unverwüstlichen Stiftankeruhren. Und dann ist es noch so eine Besonderheit! Mein erstes revisioniertes Werg war übrigens ein einsteiniges Baumgartner ;)
 
#14
SINNlich

SINNlich

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Ja, das ist mal unterhaltsam und lehrreich zugleich geschrieben. Besten Dank dafür!

Die Liebe zum Objekt ist eben für manchen keine Preis- und Imagefrage. Das gefällt mir.

Weiter so! :super:

Axel
 
#15
Tomcat1960

Tomcat1960

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@ Uhr-Enkel: "minderwertig"? Na klar - sie sind einfach, aus billigem Material. Verchromt statt Edelstahl. Dünne Blechbänder statt massivem Edelstahl. Pflege? Selten! Wartung? So gut wie nie. Aber sie tickern beherzt weiter. Und weiter. Und weiter. Das rührt mein Herz. Ich kann nicht anders. (Und in deinem tiefsten Inneren fühlst du das auch, sonst wären deine schon längst alle in der Bucht ;-)) Danke dir!

@ Bob van Baack: vielen Dank, Bob. "Unverwüstlich" - genau das wollte ich sagen.

@ SINNlich: vielen Dank! In der Tat sollte die Liebe zu Uhren keine Image- und/oder Preisfrage sein. Deswegen fühle ich mich hier auch (wieder) so wohl. (Und - ja, natürlich geht's weiter ;-))

Grüße
Andreas
 
#16
Mister Chance

Mister Chance

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Ziemlich im Südwesten.
Diese Brot- und Butter-Uhren werden langsam exklusiver als die damaligen Luxuspendants. 8-)
Letztere werden mit viel Liebe (und Geld) erhalten, die ersteren meisten weggeschmissen...
Dieser Schwund führt unweigerlich zu einer Verknappung - OK, ich sage jetzt nichts mehr.

Ich finde diese Uhren schön und erhaltenswert und freue mich ebenfalls, wenn ich solche Exemplare ergattere.
Tragen tun sie sich genau so gut und die Designs sind ja oft "rasant".

Mit hat diese Vorstellung und ihr Gegenstand Freude bereitet - vielen Dank!

Viele Grüße,
Michael
 
#17
JimJupiter

JimJupiter

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Danke für die Vorstellung und Wissens-Bereicherung. Mir war nicht bewusst das Stiftankerwerke auch so genau laufen können. Wobei ich bezweifel, dass ich ähnliche Werte meinem Ruhla-Ticker bebringen kann :D

Grüße Nico
 
#18
P

Peter.B

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Andreas,

vielen Dank fürs Schreiben! Mit Herzblut und Kenntnis :-)

Mir war überhaupt nicht bewußt, dass Stiftankerwerke auch gute (oder sogar sehr gute) Gangwerte haben können. :oops:

Siehst Du eine Möglichkeit, von der Hemmung noch ein paar Fotos einzustellen?

Dank und Gruß,

Peter
 
#19
zapferl

zapferl

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Super Vorstellung, vielen Dank dafür!

Das Kaliber hatte ich auch schon auf dem Tisch, allerdings in der Ausführung mit einem lausigen Stein. Ich kann mich noch lebhaft darin erinnern wie hakelig es war, den Anker einzufädeln. Aber wenn die Dinger einmal laufen, können auch sie ordentliche Gangwerte erzeugen. Trotzdem schraube ich lieber an Steinankeruhren. :-)

Gruß
Danny
 
#20
divemax

divemax

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Hai Andreas,
Danke für die Daten. Auf den Fotos wirkt sie irgendwie größer, aber Uhren dieser Zeit waren ja alle eher klein. Hätte ich mir denken können.
LG
Max
 
Thema:

Ungeliebtes Denkmal: Hi-Tech-Stiftanker Concerta Super-Automatic, Baumgartner 158 31/7

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