Uhrenbestimmung Unbekannte Stowa "G"

Diskutiere Unbekannte Stowa "G" im Vintage-Uhren Forum im Bereich Uhren-Forum; Liebe Uhrengemeinde, ich erwarb vor einiger Zeiten diese defekte Stowa Uhr mit Edelstahlband. Leider bin ich ein absoluter Laie und komme mit...
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münzkare

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Liebe Uhrengemeinde,

ich erwarb vor einiger Zeiten diese defekte Stowa Uhr mit Edelstahlband. Leider bin ich ein absoluter Laie und komme mit meinem Halbwissen bei der Recherche nicht weiter. Ich kann euch leider nur das Offensichtliche sagen: Auf dem Ziffernblatt steht unter Stowa der Buchstabe "G". Ist das eine Typenbezeichnung? Mit viel Überwindung hab ich den gepressten Boden geöffnet, um einen Werknamen zu finden: "D 202".
Auf dem Edelstahlband fand ich die Bezeichnung: "150 mm - Rostfrei (daneben ein kleines Logo 'SP') - Elasta".
Sollte jemand, zufällig was zu Alter, Typ, oder zumindest Werk sagen können, wäre ich sehr dankbar!

PS: Ich weiß leider nicht, ob dies der richtige Thread ist. Verzeiht bitte, wenn dies nicht der Fall ist, ich bin neu.

Schönen Sonntagabend noch und vielen Dank im Voraus!
CFS_2711.JPGCFS_2715.JPGCFS_2718.JPGCFS_2722.JPGCFS_2712.JPG
 
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falko

falko

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Das Werk ist ein Durowe 202. Zu dem G in der Raute kann ich leider nichts sagen. Das Logo gehört wahrscheinlich zu dem Auftraggeber, z.B. einem Juwelier oder Grosshändler.
 
pallasquarz

pallasquarz

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Guten Abend, ich vermute, daß die Uhr noch in die 40er Jahre datiert werden kann, das Band ist wohl jünger, das sind die typischen Scherenbänder (Typ trans-o-flex), die so in den 50ern aufkamen.
Passt aber gut zusammen.
Die Uhr dürfte auch noch echt Radium-belegt sein, deshalb ist etwas Vorsicht geboten, wenn Du sie ausschalen willst, gerade weil die Leuchtmasse der Zeiger teilweise zerbröselt ist.
Grüsse Christoph

PS Guter Einstand :super:
 
B

brainless

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Dieses Modell gibt es in zwei Varianten. Deine ist wahrscheinlich die kleinere Größe mit 29 mm Durchmesser, richtig?!
Die größere Version hat 35 mm Durchmesser und wird von einem Pforzheimer PUW 500 angetrieben.

29 mm mit Durowe 202:

Rhombus 29 mm D202.jpg

Die größere mit 35 mm Gehäuse:


Rhombus 35 mm PUW 500.jpg


Was das "G im Rhombus" bedeuten soll, habe ich noch nicht herausfinden können. Stowa hat im Laufe seines Bestehens so viele verschiedene Kennzeichnungen / Sublogos verwendet, bei denen eine schlüssige Erklärung schwierig wird.

Hier noch die Markierungen im Bodendeckel bei meinen Uhren:
Bei der "Kleinen": 105208
Bei der "Großen": 750591

Die Uhr ist sehr selten am Markt. Sei froh, daß Du eine bekommen konntest.

Grüsse,


Volker ;-)
 
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münzkare

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Herzlichen Dank für die zahlreichen und informativen Antworten. Jetzt bin ich doch ein ganzes Stück schlauer über die Uhr.

Ein Versuch wäre es, bei Stowa selber nachzufragen.
Guter Tipp! Sollte hier keiner mehr was zu dem Zeichen wissen, werde ich dort sicherlich anfragen.

Die Uhr dürfte auch noch echt Radium-belegt sein, deshalb ist etwas Vorsicht geboten, wenn Du sie ausschalen willst
Das wusste ich nicht. Gut, dass du mich darauf hinweist. Aber solche Operationen traue ich mich sowieso nicht. Apropos: Gibt es hier konkrete Empfehlungen, was Uhrmacher betrifft, die auf solche (alten) Uhren spezialisiert sind? Oder sollte der Uhrmacher um die Ecke diese wieder zum Laufen bringen können?

Deine ist wahrscheinlich die kleinere Größe mit 29 mm Durchmesser, richtig?!
Ich habe natürlich wieder das Wichtigste vergessen... Aber du liegst ganz richtig, der Durchmesser beträgt exakt 29mm. Dein Stück sieht identisch aus, danke fürs zeigen.

Viele Grüße!
 
east Al

east Al

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Dieses Modell gibt es in zwei Varianten......
Beide sind Dienstuhren aus dem WK. Manche der kleinen Dienstuhren haben das Herstellungsdatum auf der Rückseite des Zifferblatts vermerkt, zumeist 1942-1943. Könnte sich lohnen unter dem Zifferblatt zu gucken.
Gruß,
 
apollo-star

apollo-star

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Wenn es WK II Dienstuhren sind, könnte das G für Heeresgruppe G stehen, aber das ist nur eine Vermutung von mir. : Die Heeresgruppe G war ein Großverband des Heeres der Wehrmacht während des Zweiten Weltkrieges. Sie diente in den Jahren 1944/45 als Kommandobehörde für den südlichen Teil der deutschen Westfront. Unterstellt waren ihr vor allem die 1. Armee und die 19. Armee, zeitweise aber auch die 7. Armee, die 24. Armee und die 5. Panzerarmee.
 
east Al

east Al

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Unwahrscheinlich da solche Informationen vertraulich waren.
Gruß,
 
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brainless

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Es sind keine offiziellen Dienstuhren.
Stowa hat drei unterschiedliche Uhren als Dienstuhren gefertigt
- B-Uhr in Baumuster A
- B-Uhr in Baumuster B
Beide als Armbanduhren in 55 mm Gehäusen, mit mattschwarzen Zifferblättern ohne Logo.

- B-Uhr als Beobachtungsuhr / Marine-Decksuhr (Klasse B)
In einem 57 mm messenden Lepine-Gehäuse mit komplett mit Leuchtmasse belegtem Zifferblatt mit Logo und darüber "KM" für Kriegsmarine.

Diese drei Uhrenmodelle wurden in der Periode zwischen 1940 und 1942 produziert.
Weitere Dienstuhren von Stowa sind nicht bekannt.

Es gibt wohl eine HAU aus der Zeit um 1950, die unter dem Stowa Logo den Schriftzug Military aufweist, die allerdings nichts mit dem Militär zu tun hat.
Tatsächlich hat Stowa noch eine weitere Dienstuhr hergestellt: Als Reparationsleistung an die damalige französische Besatzungsmacht im Südwesten wurden in zwei Versionen etwa 2.500 Stück hergestellt, die in großer Zahl im "Indochina-Krieg" von französischen Soldaten getragen wurden. Alle diese Uhren sind auf dem Gehäuseboden mit Armee Francaise gemarkt,


Volker
 
east Al

east Al

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Sorry, da muss ich widersprechen. Die großen, erwähnten Uhren sind Navigation-oder Deckuhren.
Dienstuhren von Stowa werden in Konrad Knirims Buch " Militäruhren" auf Seite 440 (die Kleine) und auf Seite 376 (die Große), beschrieben und sind haargenau die oben abgebildeten.
Gruß,
 
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B

brainless

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Du hast absolut recht.
Ich hatte diese Uhren vollständig "verdrängt". Dein Hinweis auf Knirim hat mich in sein Buch schauen lassen.
Dein Widerspruch ist also gerechtfertigt.
Auf meinen Uhren sind am Gehäuseboden nur die Seriennummern, nicht aber Markierungen mit D oder DH zu finden.
Diese (größeren) Uhren wurden von Angehörigen der Luftwaffe, speziell der Fallschirmtruppen, getragen.
Die kleineren waren Damenarmbanduhren, die allgemein in der Wehrmacht eingesetzt waren,

Volker :oops:
 
Thema:

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