un-DOGMA-tisch

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Faisaval

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Liebe Freunde alter Zeitmesser,

heute möchte ich Euch eine Uhr zeigen, die nicht nur durch Ihr Äußeres, sondern gerade auch durch Ihren Namen auffällt, eine DOGMA.

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Und es stellt sich die Frage: Kann eine Uhr ein Dogma sein?

Wikipedia schreibt zu „Dogma“:
„Unter einem Dogma (altgriechisch δόγμα, dógma, „Meinung, Lehrsatz; Beschluss, Verordnung“) versteht man eine feststehende Definition oder eine grundlegende, normative Lehraussage, deren Wahrheitsanspruch als unumstößlich festgestellt wird.

Insbesondere in der christlichen Theologie wird der Begriff Dogma für einen Lehrsatz gebraucht, der unter Berufung auf göttliche Offenbarung, die Autorität der kirchlichen Gemeinschaft bzw. des kirchlichen Lehramts oder auf besondere Erkenntnisse als wahr und relevant gilt. Die systematische Entfaltung und Interpretation der Dogmen wird Dogmatik genannt.

Hingegen wird der Begriff vor allem als Adjektiv (dogmatisch) pejorativ gebraucht von Personen, die die entsprechenden Lehrsätze als nicht hinreichend fundiert ansehen, zum Beispiel weil sie die Lehrautorität der Kirche nicht anerkennen oder weil sie Weltanschauungen und Wervorstellungen prinzipiell skeptisch gegenüberstehen, die den Anspruch erheben, als allein wahr, allgemeingültig oder verbindlich zu gelten oder gar für alle Zeit gültig zu sein.“

Betrachtet man aber die im Netz zu findenden mannigfaltigen Dogma-Uhrenmodelle in ihrer Unterschiedlichkeit und teilweise formalen Eigenwilligkeit (meine eingeschlossen), so sind sie alles andere als dogmatisch, um nicht zu sagen un-dogma-tisch.


Oder ist ihr Dogma, dass sie keines haben?

Der letztendliche Grund für die Namensgebung wird wohl für immer im Verborgenen bleiben.

Nun mein Exemplar besticht eben durch ihre formale Eigenwilligkeit. Die stark geschwungenen, an Flügel erinnernden Bandanstöße, das ZB mit ihren römischen Stundenziffern, welche in hellen Kreissegmenten eingefasst sich vom übrigen goldfarbenen ZB absetzen und das rote filigrane Zeigerspiel geben der ganzen Uhr eine wahrlich barocke Erscheinung. Eine Formensprache die zwar in den 50er Jahren öfters, aber nicht mit dieser Verspieltheit anzutreffen ist.

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Mit einem Durchmesser von 36 mm und einer Bauhöhe von knapp 9 mm ist sie durchaus für die Zeit als überdurchschnittlich groß anzusehen, wobei es aus dem Hause Dogma Modelle gibt, die sogar die Marke von 40 mm erreichen.

IMG_1095.JPG


Besonders große und extravagante Modelle finden sich im spanischen und italienischen Raum. Ein Indiz, dass die Marke Dogma besonders im mediterranen Raum Europas rege Verbreitung fand.

Öffnet man den gepressten Edelstahl-Bodendeckel

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so zeigt sich ein 15-steiniges schweizer Uhrwerk, dass mir zwar schon irgenwo mal begegnet war,

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aber sich meiner Erkennung trotzdem entzieht. Könnte es ein AS-Uhrwerk sein?
Habt Ihr eine Idee?

Betrachtet man ein wenig den geschichtlichen Hintergrund der Marke DOGMA, so stößt man doch auf so manche Ungereimtheiten.

Bei Mikrolisk ist unter DOGMA folgendes zu finden:
  • Dogma, Aubry Frères SA, Le Noirmont, Schweiz; registriert am 20.4.1972
  • Dogma, Siegm. Neumann, Uhren, Uhrenteile; Basel, Schweiz; registriert am 19.2.1909
  • Dogma, Clémence Frères & Cie., Uhren, Uhrenteile; La Chaux-de-Fonds, Schweiz; registriert am 12.7.1929
  • Dogma, Fabrique d’Horlogerie Arthur Dorsaz & Cie, La Chaux-de-Fonds, Schweiz; registriert am 16.7.1949
  • Dogma siempre imitado, nunca igualado, Aubry Frères SA, Le Noirmont, Schweiz
  • Dogma siempre imitado, nunca igualado, A. Dorsaz & Cie., La Chaux-de-Fonds, Schweiz; registriert am 22.3.1954
  • Dogma toujours imitée, jamais égalée , Aubry Frères SA, Le Noirmont, Schweiz
  • Dogma toujours imitée, jamais égalée, A. Dorsaz & Cie., Le Noirmont, Schweiz; registriert am 22.3.1954
Im Übrigen „Dogma siempre imitado, nunca igualado“ ist spanisch und heißt übersetzt „Dogma immer nachgeahmt, nie erreicht“. Dogma toujours imitée, jamais égalée bedeutet das Gleiche auf Französisch.

Mikrolisk nennt für Dogma als frühestes Registrierungsdatum den 19.2.1909, welches von Siegm. Neumann in Basel registriert wurde. Das nächste Registrierungsdatum der Marke Dogma lautet 12.7.1929, eingereicht in La Chaux-de-Fonds von Clémence Frères & Cie.

Anzeige_Eug._Clémance-Beurret,_F.H._10._Juni_1897.jpg


Allerdings konnte ich im Netz keine weiteren Belege (sei es alte Werbeanzeigen, Artikel oder Schriftverkehr) finden, die die genannten Personen und Firmen Siegm. Neumann und Clémence Frères & Cie mit Dogma in irgend einer Weise in Verbindung brachten.

Im Pritchard ist zu Siegm. Neumann kein Eintrag und zu Clémence Frères folgendes zu finden (übersetzt aus dem Englischen):

„ CLEMENCE FRERES & CO, La Chaux-de-Fonds. Andere Firmennamen: CLEMENCE FRERES; EUGENE CLEMENCE-BEURRAT; EUGENE CLEMENCE-BEURRATm SUCCESSEURS DE CLEMENCE FRERES.
Geschichte: Das Unternehmen wurde 1860 als CLEMENCE FRERES zur Montage von Uhren gegründet.
Unter dem Namen EUGENE CLEMENCE-BEURRET, SUCCESSEURS DE CLEMENCE FRERES, stellte das Unternehmen 1893 in Chicago in der Weltausstellung für Uhren in Kolumbien aus.
Das Unternehmen registrierte 1897 den Markennamen „Umpire“ für Uhrwerke, Gehäuse und Verpackungen.
CLEMENCE FRERES & CIE wurde 1920 für Taschenchronometer gelistet. Es wurde 1923-1925 gelistet. 1924 wurde die Marke „Umpire“ von Paul Forbriger, New York, in USA vertrieben. Das Unternehmen veröffentlichte 1927 eine Anzeige mit einer Medaille und Werbung für alle Arten von Uhrmacherkunst, welche sich auf Armbanduhren in Platin- und Goldgehäusen, hochwertigen Neuheiten, großen Gold-, als auch auf Jagd- und Open Face-Taschenuhren spezialisierte. Das Unternehmen wurde in den Jahren 1949-1951 gelistet.
1956 veröffentlichte ARTHUR DORSAZ, MONTRES DOGMA eine Anzeige, in der angab, Nachfolger von CLEMENCE FRERES & Co und sein Unternehmen 1860 gegründet worden zu sein „

Die Marke Dogma wird bei Pritchard mit keiner Silbe zu CLEMENCE FRERES in Verbindung gebracht, sondern nur mit ARTHUR DORSAZ aus La Chaux-de-Fonds.

Dorsaz.JPG

(Auszug aus dem Pritchard zu Arthur Dorsaz)

Andere Quellen (chronotimepieces.com) sprechen davon, dass Dogma eine Uhrenmarke aus dem Hause Clémence Freres & Cie (später A. Dorsaz & Cie) war, welche in der Zeitspanne zwischen 1860 und 1970 existierte. 1909 schloss das Unternehmen zum Vertrieb der Uhrenmarke Dogma einen Vertrag mit dem Uhren - und Goldhändler Siegmund Neumann (wir erinnern uns, der Name ist bei Mikrolisk unter Dogma aufgeführt), der mehrere Geschäfte in Basel und Luxemburg unterhielt. Diese Zusammenarbeit sollte laut besagter Quelle dazu beigetragen haben, dass die Marke Dogma im zweiten Weltkrieg neben anderen schweizer Marken als Dienst- und Serviceuhren für die Wehrmacht und Luftwaffe Verwendung fand. Dogma-Uhren aus jener Zeit waren meist mit Uhrwerken der A. Schild SA (z. B. das Kaliber AS 1130), aber auch mit Landeron-Chronographen-Uhrwerken bestückt.

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Nach Kriegsende erfolgte 1949 die Übertragung der Marke Dogma an die Fabrique d'Horlogerie Arthur Dorsaz & Co mit Sitz in der Avenue Léopold-Robert 83, La Chaux-de-Fonds

Avenue Léopold 83.JPG

(Gebäude Avenue Léopold-Robert 83, La Chaux-de-Fonds)

und die Neuregistrierung der Marke (siehe Mikrolisk: „Dogma, Fabrique d’Horlogerie Arthur Dorsaz & Cie, La Chaux-de-Fonds, Schweiz; registriert am 16.7.1949“.)

Die frühen 50er Jahre waren geprägt von der Ausweitung des Vertriebs der Marke Dogma in ganz Westeuropa und im Besonderen in Spanien und Italien.
Interessanterweise sind die ältesten Werbanzeigen, die zur Marke Dogma zu finden sind, aus den frühen 50 er Jahren und nicht aus früherer Zeit. Und sie führen Arthur Dorsaz als Nachfolger der Clémence Freres & Cie an.

Hier ein paar Beispiele:

Dogma-2.jpg


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Dogma-3.jpg



Diese Werbeanzeige von 1960
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wirbt damit, dass das Unternehmen Arthur Dorsaz & Co 100 Jahre existiert. Allerdings sind hierzu keine weiteren Belege zu finden und es lässt vermuten, dass die Einverleibung des 1860 gegründeten Unternehmens Clémence Freres & Cie, werbewirksam zum Anlass genommen wurde, die eigene Firma als traditionsreiches Unternehmen mit 100 jähriger Geschichte zu präsentieren. Eine werbestrategische Vorgehensweise, welche bis heute, gerade bei Wiederbelebungen von Uhrenmarken, gerne eingesetzt wird.

Die 60er Jahre standen ganz im Zeichen der Marktbehauptung. Die wachsende Konkurrenz und die Quarz-Krise führten jedoch in den frühen 70er Jahren letztendlich zur Insolvenz des Unternehmens und zur Veräußerung der Marke Dogma an das Unternehmen Aubry Frères SA aus Le Noirmont (Schweiz).
Das endgültige Verschwinden der Marke Dogma konnte dies jedoch nicht verhindern.

2008 tauchte die Marke als „ neue Dogma“, vom Unternehmen Brit Watch International vertrieben, in Spanien wieder auf, deren Uhrenmodelle jedoch weder in Qualität noch im Design mit den einstigen Dogma-Uhren etwas gemein haben.

Dogma neu.JPG


Eine Zeit lang wurden diese Uhren auch bei Amazon feilgeboten. Allerdings sind die Artikel derzeit nicht mehr verfügbar, was, wie ich finde, absolut verkraftbar ist.

Hier noch ein paar Impressionen zu meiner Dogma, die wohl ein Kind der frühen 50er Jahre ist

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D4.jpg



Und falls Ihr auch über eine oder einige DOGMA's verfügen solltet, seid Ihr herzlich dazu eingeladen sie hier zu präsentieren.

Auf jeden Fall würde es mich freuen, von Euch zu hören und zu sehen.
 
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bollo

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Wie immer eine tolle Vorstellung, vielen Dank dafür.
Das Werk sollte von Arogno sein, ich werfe Mal das Kal. 150 in den Raum.
Gruß Bollo
 

Bönnsche

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Superschöne Uhr. Da sind sogar die römischen Ziffern zu verkraften, die mir sonst so gar nicht gefallen. Zusammen mit den Hörnern geben sie hier ein sehr stimmiges Bild. Außerdem tolle Vorstellung. Vielen Dank!
 

pallasquarz

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Hallo Valentin, was für eine besterhaltene und formschöne Uhr, wenngleich mich die Ausgestaltung etwas wundert; die geradezu monströsen Bandanstöße in Verbindung mit den äußerst filigranen Zeigern bilden einen merkwürdigen Kontrast. Kann die Uhr auch etwas älter sein?
Grüsse Christoph
 

Weckerfreund

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Hallo Valentin,

ich halte die Uhr evtl. für restauriert. Das ZB ist für mich "too much". Das sieht so ähnlich aus wie diese Eisenbahneruhren für den türkischen Markt.

Der Bodendeckel ist nicht außen mit DOGMA signiert und auf dem Zifferblatt ist das "A" nicht spitz genug. Der Kreis des Hilfszifferblatts ist nicht 100% zentriert. Es sieht so aus, als ob die Farbe unten direkt am Rand ist und oben ein kleiner Abstand.

Das Gehäuse scheint an den Hörnen teilweise Lochfraß (Oberflächenkrater) zu haben. Diese löchrige Oberfläche sieht nicht nach fabrikneu aus (neu vernickelt?). Bei so einem gebrauchten Gehäuse, müsste das ZB vergilbter aussehen. Diese Halbkreise mit den römischen Zahlen sind aber strahleweiß.

Solche Uhren werden durchaus schon restauriert:

https://labolsadelreloj.com/wp-content/uploads/2014/03/Dogma-Prima-restauracion-reloj-_Danafi_01.jpg

Search Results for “dogma” – RELOJERO, RESTAURACIÓN, REPARACIÓN, RELOJES, ARREGLAR RELOJ. RESTAURAR REPARAR ESFERA RELOJ BARCELONA. SERVICIO TÉCNICO RELOJERÍA


Bei den vorher nachher Bildern sieht man gut, dass das spitze "A" des Originals nach der Restauration abgeschnitten ist.

Trotzdem ist es eine interessante Uhr. Viel Spaß damit.

Viele Grüße

Andreas
 

Faisaval

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Bollo, Bönnsche und Christoph, Vielen Dank für Euer positives Feedback.:-P
@Weckerfreund, Hallo Andreas, vielen Dank auch Dir. :-P Den Gedanken hatte ich auch schon. Und es ist durchaus möglich, dass das ZB eine Restaurierung erfahren hat. Die von Dir angeführten Punkte sind nachvollziehbar. Die Aussermittigkeit des Kreises ist eher der Glasverzerrung geschuldet.
 
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liseimei

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Hallo Valentin,
prima Vorstellung einer sehr schönen Uhr. Danke, es hat viel Spaß gemacht diese hier zu lesen.
Ob die Uhr nun restauriert ist oder nicht wäre mir persönlich "Schnuppe" am Ende zählt das Gesamtergebnis und das ist bei dieser Uhr vollkommen stimmig für mich.

Schönen Abend noch
Gruß Ronny
 

Faisaval

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Vielen Dank Ronny für Dein positives Feedback. :-P Das ZB zeigt übrigens je nach Blickwinkel flächige patinierte Stellen. Und sollte es trotzdem überholt worden sein, so erfolgte dies in durchaus guter Qualität und in stimmigem Gesamteindruck, wie Du es auch schon angeführt hast.

Beim Uhrwerk bin ich nach wie vor noch nicht weitergekommen. Das von Bollo angeführte Arogno 150 scheint es mir aber nicht zu sein.
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Hat jemand noch eine Idee zum Werk?
 

Faisaval

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Tatsächlich Ihr beiden habt recht. Es muss doch das Arogno 151 sein. Da hatte ich wohl einen echten Knick in der Optik. 🤪Nochmals vielen herzlichen Dank an Bollo und an Dich, Ronny🤗🤗👍
 
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Weckerfreund

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So, hier mal etwas Konstruktives:

Das ist jedenfalls das Werk:

DOGMA - rare vintage SWISS Armbanduhr - 30er 40er Jahre | eBay

Der Bodendeckel sieht haargenau aus wie bei Deiner Uhr, aber das Gehäuse ist schlichter.

Hier eine weitere Uhren alle ohne Kaliberangabe:

Dogma Military Watch Vintage | eBay

RELOJ HOMBRE DOGMA ANCRE 15 RUBIS ANTIMAGNETIC | eBay



Hier wird das Kaliber mit Aragno 151 bezeichnet, was aber nicht mit Ranfft übereinstimmt.

Movimiento Arday Arogno (A) 151 de cuerda Original eje de balance roto | eBay

Dies hier läuft unter Arogno 150:

Vintage 1940s Tosca Herren Manual Wind Watch-seltene Arogno 150 Bewegung | eBay

Viele Grüße

Andreas
 
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Faisaval

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Hallo Andreas, vielen herzlichen Dank für die weiteren Beispiele, die die Werkserkennung verifizieren.👍
Und in der Tat der Bodendeckel des einen Modells entspricht fast genau dem der meinigen.
 
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pallasquarz

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...
Ob die Uhr nun restauriert ist oder nicht wäre mir persönlich "Schnuppe" am Ende zählt das Gesamtergebnis und das ist bei dieser Uhr vollkommen stimmig für mich....

Guten Abend nochmals, das sehe ich genauso. Man kann sich ja fragen, was einem lieber ist, ein stark mitgenommenes originales ZB oder ein dem Original entsprechendes restauriertes.
Ich sehe da Parallelen zur Oldtimerszene: lange Zeit galt die Devise: Restauration - besser als neu. Mittlerweile ist da eine Patina-Kultur eingekehrt: Man versucht, soviel originale Substanz zu erhalten, was manchmal auch merkwürdige Blüten treibt.
Sollte dieses ZB restauriert und neu bedruckt sein, ist es sicherlich völlig stimmig und dem originalen Stil entsprechend, diese uhr würde ich auch gerne tragen und mich daran freuen.

Grüsse Christoph
 

Faisaval

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@Aeternitas und @763, vielen lieben Dank für Euer positives Feedback. :-P
In der Tat, diese Uhr und diese Marke sind fernab jeglichen Mainstreams und gerade dadurch so interessant und tragenswert. :)

Wer weiß, vielleicht hat der/die Eine oder Andere von Euch noch eine DOGMA in der Kiste liegen. Und wenn dem so ist, so sei er/sie nochmals herzlich eingeladen sie hier zu zeigen!:ok:
 

Faisaval

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Diese Werbenazeigen habe ich im "spanischen" Netz aufstöbern können:

1955

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3372471

3372489

1957:

3372472

3372473

3372474



1961:

3372477

3372479



1965:
"EN LA CUMBRE DE LA FAMA" ("Auf dem Höhepunkt des Ruhms")
3372482

3372483

3372491





Interessant auch diese Werbenazeigen zum Modell DOGMA RAYOLUX (einer mechanischen Uhr mit elektrischem Licht):

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Goldstadtjung

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Hallo Valentin, großartige Vorstellung deiner Dogma. Glückwunsch zum Erwerb.

Ich traue mich kaum meine Dogma hier zu zeigen. Ich suche schon ewig nach einem Gehäuse.
 

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Faisaval

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Aber natürlich kannst Du sie hier zeigen, Peter🤗
Ich hoffe sehr, dass Du ein passendes Gehäuse für sie findest.
 

Faisaval

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Liebe Freunde der tickenden Alteisen,

nun hat sich doch tatsächlich ein weiteres Modell aus dem Hause DOGMA bei mir eingefunden, das ich Euch nicht vorenthalten möchte.

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Im Gegensatz zu meiner wohl facegelifteten Dame zeigt dieser Chrono ohne Umschweife, dass er alles Andere, als ein Vitrinendasein führte.

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Das vernickelte Gehäuse ordentlich berieben, die Krone ordentlich "abgenudelt" aber intakt, die Zeiger dementsprechend patiniert, die ZB-Skala links teilweise gar nicht mehr vorhanden, weiß er mit seiner für die damalige Zeit (geschätzte Mitte bis Ende der 40er Jahre) stattlichen Größe von knapp 38,5 mm Durchmesser seinen Vintage-Charme zu versprühen.

Und öffnet man den gepressten Edelstahlboden...

3430029

so kommt das Schaltrad-Chronographen-Kaliber Landeron 52 zum Vorschein

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welches sauber und präzise läuft und auch alle Stoppfunktionen ohne Murren zulässt.

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Ach ja, und falls Ihr eine DOGMA Euer Eigen nennt, so seid ihr nochmals herzlich eingeladen, sie hier zu zeigen. 🤗
 
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