Uhrenbestimmung Uhrwerksbestimmung und " kleines " technisches Problem

Diskutiere Uhrwerksbestimmung und " kleines " technisches Problem im Sonstige Uhren Forum im Bereich Uhren-Forum; Hallo zusammen, kaum da und schon Fragen.................. Seit einigen Jahren lese ich hier im Forum mit, doch jetzt " brannte " es mir in...
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uli.bayer

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Hallo zusammen,

kaum da und schon Fragen..................

Seit einigen Jahren lese ich hier im Forum mit, doch jetzt " brannte " es mir in den Fingern

Bei der Auflösung von Omas Wohnung haben wir auf dem Speicher eine " altausehende " Kaminuhr gefunden. Trotz intensiver Suche im Internet komme ich keinerlei Informationen über die Uhr oder das in dieser Uhr eingebaute Werk finden, kann uns BITTE jemand Auskunft über dieses Uhrwerk geben, bzw. einen Tipp geben wie wir an Informationen kommen können ? Vielen Dank im voraus.

Zwei technische Probleme hat die Uhr :
Nach Säuberung des Aussengehäuses haben wir die Uhr wieder in Betrieb gesetzt, sie geht, nur leider zu schnell ( 30 Minuten in ~ 10 Minuten ) und der " Glockenschlag stimmt nicht mit der Zeigerstellung überein. Kann man ( ich ) das evtl. selbst einstellen oder muss da der Uhrmacher ran und würden sich die Kosten bei dem Uhrwerk lohnen ?

Mit freundlichen Grüßen
Ulli
 

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Comtoiser

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Hallo Uli,
erstmal herzlich willkommen im Forum! Die Uhr läuft zu schnell, weil das Pendel fehlt (ich kann jedenfalls keins entdecken). Nur mit Pendelstange laufen sie alle viel zu schnell. Zur Synchronität des Schlages sind wahrscheinlich die Zeiger "verdreht". Läßt sich aber alles regeln.

Such bitte erstmal in Omas Wohnung, ob Du das Pendel findest.

Gruß
Jürgen.
 
seiko

seiko

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Halo Uli,

Comtoiser wird sicher recht haben was dass schnelle laufen betrifft, es sei denn Du hast die Pendelstange mit der Pendellinse für das Foto abgenommen.

Was die Synchronität des Schlages angeht hat das nichts mit der Zeigerstellung zu tun, da es sich hier um ein Schlagwek mit Schlossscheibe handelt und nicht um ein Rechenschlagwerk.
Zum Synchronisieren des Schlages musst Du das Schlagwerk mit der Handauslösevorrichtung auslösen, solange bis die Schlagfolge mit der angezeigten Uhrzeit übereinstimmt.

Willkommen hier im Forum und zeig bitte noch Bilder von der ganzen Uhr.

Gruss, seiko
 
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uli.bayer

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Hallo Uli,
Such bitte erstmal in Omas Wohnung, ob Du das Pendel findest.
Hallo Jürgen und "Seiko",

vielen Dank für die Info´s.

Der Tipp mit der Suche in Oma´s Wohnung kommt leider ein paar Jahre zu spät, ich hätte ja auch früher fragen sollen ......................... Ich dachte das Pedel wie im roten Kreis abgebildet wäre komplett. Wie kann ich an ein passendes Pendel kommen, gibt es da noch Möglichkeiten ?

Die Handauslösevorrichtung ist doch der " Hebel " im blauen Kreis oder ?

Ich habe vor ein paar Stunden den Hersteller heraus gefunden, das Werk stammt von Japy Freres & Cis, nur wie alt das Uhrwerk ist ? Hätte ich doch mal früher die Glocke abgeschraubt ........ ich werde langsam zu alt für Feinmechanik.

Sobald die Uhr wieder zusammengebaut ist gibt es Bilder, zur Zeit sieht das ganze ein wenig ........na ja .......aus.

Gruss Uli
 

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steffl62

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Hallo Uli,
ich fürchte Du brauchst ausser dem Pendel auch noch eine neue Pendelfeder. Ich kann es auf den Fotos nicht genau erkennen aber es sieht so aus als ob da nur mehr der obere Rest der alten Pendelfeder in der aufnahme steckt. Aber alles in allem sollte das kein großes Problem sein, das werk wurde zu tausenden produziert und passende Pendel findest Du immer wiedermal in der Bucht. Die passende Pendelfeder bekommst Du beim Uhrmacher oder auch im Netz z.B. Bei Uhrenzubehr Spies
Die Pendellänge kannst Du grob von dem im Gehäuse vorhandenen Platz ableiten.

lg Christian

Edit: Das im roten Kreis ist nur die Ankergabel, das Pendel fehlt komplett.
 
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Comtoiser

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Hallo Seiko und Uli,

bezüglich Schlosscheiben-Schlagwerk ist Seikos Vorschlag die einfachere Lösung. Ich hatte das auch so vor einiger Zeit schon einmal so erklärt. Die Möglichkeit der Zeigerverstellung funktioniert aber auch, ist nur etwas umständlicher. Insbesonders bei der Feinabstimmung des Minutenzeigers (wenn der Schlag z.B. 2 oder 3 min. zu früh oder zu spät erfolgt), bleibt keine andere Wahl als die Zeigerbuchse zu verdrehen.

Gruß
Jürgen.
 
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uli.bayer

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Hallo zusammen,

und vielen Dank für Eure Hilfe.

Ich dachte schon immer das ich ein Jäger und Sammler wäre, doch meine Frau scheint da noch ein unentdecktes Potenzial zu besitzen. Gestern Abend schaute sie mir beim " Informationen suchen " über die Schulter und meinte zu mir " so ein Ding habe ich damals in Omas Wohnung gefunden und mitgenommen ...... ". Heute zeigte sie mir ihre " Beute ", so etwas nennt man wohl Volltreffer.

Jetzt habe ich ein ziemliches Problem => wie wird das ganze zusammengebaut, bzw. das Pendel befestigt ?
Ich finde keine passende / logische Art der Pendelbefestigung. Was / wo müsste die Pendelfeder sein, bzw. wo / wie müsste das Pendel befestigt werden. Ich blicke da nicht durch, hat zufällig jemand von Euch ein Bild von einem kompletten Werk mit eingehängtem Pendel. Vielen Dank im voraus.

Gruß Uli


Hallo Christian,

DANKE. Das mit der Ankergabel habe ich jetzt verstanden. Durch diese Gabel wird die " Pendelstange " geführt, nur wo / wie wird das Pendel oben gehalten / gelagert ?

Gruß Uli
 

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uli.bayer

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Im www gefunden.

Ist die Länge der Pendelfeder kritisch und wo bekomme ich so eine passende einzelne Pendelfeder ?
 

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steffl62

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Na Bingo!
Du bist ja ein richtiges Glückskind!
Die Pendelfeder bekommst Du bei einem Uhrmacher oder bei dem Link in meinem ersten post. Dort kommen für Dich die Bestellnummern 7,8 und 9 in Frage. Die unterscheiden sich nur durch ihre Länge. Ich würde an Deiner stelle mal die Mittlere probieren und dann siehst Du ja obs passt, ob die Uhr vor geht (Pendelfeder zu kurz) oder nach geht (Pendelfeder zu lang).
Verstellmöglichkeiten gibt es bei Deinem Werk zwei, einmal oben bei der Pendelaufhängung mit der Achse die vorne am Zifferblattrand rausguckt (Feinverstellung) oder mit der Rändelmutter in der mitte der Pendellinse (Grobverstellung - vorher die Sicherungsschraube in der Pendellinse lockern falls da eine ist).

lg Christian
 
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uli.bayer

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Hallo Christian,

ja, eine der 3 Pendelfedern sollte passen, den im " Befestigungsblock " hängt noch ein Rest von der alten Pendelfeder und dieses Ende passt zu den Nummern 7,8 und 9. Mal sehen ob ich die ungefähre Länge nicht messen kann.
Pendel_passend.JPG
Anhaltspunkt für die Position des Zapfens habe ich ja auf einem der Bilder.

Bei meiner suche im www bin ich auf einen Pendelfedern-Hersteller gestossen - Federn, Zugfedern, Weckerfedern, Pendelfedern - Trifix Fix & Co. OHG -, da könnte ich bestimmt Informationen bekommen.

Gruß Uli
 

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steffl62

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Hallo Uli,
der Stahlstift auf dem der obere Teil der Pendelfeder steckt (man nennt das Vorsteckstift) ist konisch und lässt sich mit leichten Drehbewegungen seitlich aus dem Messingblock herausziehen. Dann fällt Dir der Rest der Pendelfeder einfach entgegen.

lg Christian

P.S.: Die Trifix Federn sind sicher auch O.K. ;)
 
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Der Stromer

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:-) Hallo Uli,
Da hast Du einen richtigen Schatz von Deiner Oma. Die Marken auf der Platine sind (ohne Gewähr) folgender massen auf zu lösen: Trouille a Amiens ist der Ort (Trouille) bei Amiens (zwischen Paris und Calais) und auch gleichzeitig der Name der Uhrenmanufaktur. Diese bestand schon um 1850. Eine Uhr aus dieser Manufaktur (wird mit um 1850 angegeben) ist mit 11119 gemarkt und die Uhr für 1.600,- € verkauft worden. Dein Werk dürfte demnach etwa auch so in diesem Zeitraum entstanden sein, dem entspricht auch die Marke der Medaille von 1853. Glückwunsch!

Zur Pendelfeder folgendes: Es kommt da auch auf die Länge an. Und zwar darf sich die Pendelstange NICHT in der Ankergabel auf- und ab bewegen, weil das einen Kraftverlust bedeuten würde. Also für dieses Werk lieber mal ein paar Pendelfedern mehr ausprobieren und genau hinschauen, ob nichts reibt. :-). Auch sollte sich die Pendelfeder nicht im Block bewegen. Der wird, um dies zu vermeiden, etwas (ca. 1 - 2°) schräg gestellt und damit die Pendelfeder immer an eine Seite des Blocks gelegt. Wenn Du mal einen Blick auf den unteren Rand des Werkes wirfst, findest Du die zwei Zahlen 5 und 8. Da sollte sich die Schlagfrequenz und die Länge des Pendels draus ergeben.

Hälst Du uns auf dem Laufenden?
 
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Hallo,Stromer,ich vertehe bei deinem beitrag einiges nicht-Wieso darf sich die Pendelstange nicht in der Ankergabel auf und ab bewegen ? durch drehen der feineinstellung (Pendelfeder) muß sie sich doch bewegen.Dann, wieso stellt man den block schräg ? dadurch wird doch der gleichmäßige takt(Schlag des Ankers) verändert ! das mußte mir mal erklären !
 
Der Stromer

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Hallo,Stromer,ich vertehe bei deinem beitrag einiges nicht-Wieso darf sich die Pendelstange nicht in der Ankergabel auf und ab bewegen ? durch drehen der feineinstellung (Pendelfeder) muß sie sich doch bewegen.Dann, wieso stellt man den block schräg ? dadurch wird doch der gleichmäßige takt(Schlag des Ankers) verändert ! das mußte mir mal erklären !
:-) Hallo zu später Stunde :-)
Also, wenn sich die Pendelstange in der Ankergabel auf- und ab bewegt (durch eine zu lange oder zu kurze Pendelfeder), reibt sie ja in der Ankergabel. Und das kostet Kraft. Diese Feineinstellung (am oberen Block) ist dazu da, diese Bewegung ab zu stellen. An der Pendelfeder ist doch eine Messingplatte. Diese liegt zwischen den Backen des oberen Blocks, richtig? Wenn sich nun die Pendelfeder hier mit dem Pendelschlag bewegen kann, kostet das auch wieder Kraft und führt zu Gangungenauigkeiten. Die Pendelfeder wird hier immer ein wenig gebogen, so das das Pendel wieder genau senkrecht hängt und der Schlag gleichmäßig ist.

Denk immer daran: Die Kraft, die das Pendel bewegen muß, kommt vom Ankerrad über den Anker auf das Pendel. Alles, was da reibt oder Spiel hat, führt zu Kraftverlust und Ungenauigkeiten.
 
uri3047

uri3047

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Hallo Stromer,Frage wieviel uhren (werke) hast du auf diese art und weise repariert ?:confused: Also ich schon mehrere aber nicht so (pendelfeder biegen ?) usw.
 
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Uhrwerksbestimmung und " kleines " technisches Problem

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