Uhrenreise von Ebner-Media

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NonStopGuru

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07.05.2021
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Liebe Forianer(innen),

Ebner-Medien, Herausgeber der Zeitschriften Uhren-Magazin und Chronos, veranstaltet gelegentlich Reisen zu Uhrenherstellern mit der Möglichkeit, Manufakturen, Museen, Testeinrichtungen und mehr zu besichtigen und sich mit dem Management auszutauschen. Über die Reise im Juni nach Biel und Neuchâtel mit Besuch bei Oris, Carl F. Bucherer, ochs und junior und Omega möchte ich berichten. Die Bilder sind Eigentum von Ebner Media bzw. dem mitgereisten Fotografen Marcus Krüger Hamburg (@marcus_krueger). Die Verwendung im Forum erfolgt mit Zustimmung der Rechteinhaber.

Mein Interesse an Uhren liegt mehr auf der „horologischen“ als auf der modischen, ästhetischen oder praktischen Seite. Ich bin der Meinung, dass eine große Uhr problemlos bei einem schmalen Handgelenk getragen werden kann. Auch der Tragekomfort wird m.E. eher überschätzt. Egal, welche Uhr ich trage, nach kurzer Zeit vergesse ich, ob sie schwer oder leicht, groß oder klein ist. Bei zu engen Schuhen wäre das sicher anders… Das vorweg, weil ich zu den Stationen der Reise persönliche Bewertungen abgebe. Viele hier im Forum mögen eine andere Meinung haben. Jeder eben, wie er mag.

An der Reise haben 8 Herren teilgenommen (leider ist das Uhrenthema bei den Damen nach wie vor eher selten im Fokus), dazu kamen Frau Rost und Herr Koch von Ebner Media und der Fotograf. Die An- und Abreise musste man selbst organisieren (nach Biel bin ich mit dem Auto gefahren), danach wurden die Stationen mit einem Bus angefahren. Die Gruppe war insgesamt sehr nett und auch über andere Themen als Uhren konnte man sich gut unterhalten. Im Reisepreis sind die Übernachtungen und die Verpflegung enthalten, teilweise gab es Menüs, teilweise konnte man frei bestellen. Da gab es jedenfalls nichts zu meckern:
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Während der Reise habe ich keine Notizen gemacht, also kommt der Bericht komplett aus dem Gedächtnis. Falls etwas nicht stimmt, möge man mich bitte korrigieren.

Bei allen Herstellern konnten die Uhren (auch teure Modelle) nicht nur betrachtet, sondern auch in die Hand genommen und anprobiert werden. Niemand hat versucht, etwas zu verkaufen, was dann sehr entspannt war.

Am ersten Morgen ging es zunächst zu Oris, einem eher kleinen, privat gehaltenem Unternehmen. In meinem Wohnort Wiesbaden gibt es keinen Konzessionär, der nächstgelegene wäre in Mainz (das geht für den eingefleischten Wiesbadener natürlich gar nicht) oder dann eben in Frankfurt. Oris spricht nicht die Kundschaft „edler“ Uhren an, die Modelle liegen im Bereich zwischen 1500 € und 4000 €. Gerade dadurch ist das Unternehmen und seine Vertreter aber sehr sympathisch.

Besonders interessant war die Vorstellung des recht neuen Kalibers 400, einer Eigenentwicklung von Oris, auf die man bei der Unternehmensgröße zu Recht stolz ist. Man hat bei dem Besuch einen guten Eindruck davon bekommen, wieviel Aufwand es macht, ein Kaliber neu zu entwickeln. Das dauert mehrere Jahre von der Idee bis zur Produktionsreife – was wir später bei Bucherer in ähnlicher Weise wieder gehört haben. Motivation war hier, dass man ein Automatikwerk mit größerer Gangreserve als der Standard wollte und durch die Verwendung von zwei Federhäusern hat man 5 Tage erreicht. Das Werk kann auch in ein 41mm Gehäuse verbaut werden. Für Sammler, die öfter wechseln und keine Uhrenbeweger mögen, ist das durchaus kaufrelevant. Kenner wissen, dass die IWC Portugieser Automatik bis zu 8 Tage Gangreserve hat, aber da hat das Gehäuse dann 44mm Durchmesser und vom Preis wollen wir nicht reden. Oris lagert den Rotor nicht in einem Kugellager, sondern in einem Reiblager und verringert die Komplexität durch einseitigen Aufzug (linksdrehend). Beides soll den Verschleiß verringern. Oris bietet daher für seine Uhren mit Kaliber 400 eine Garantie von 10 (in Worten: zehn) Jahren und das empfohlene Serviceintervall ist ebenfalls 10 Jahre. Ein sehr lobenswerter Zug. Das Kaliber 400 hat auch eine gute Resistenz gegen Magnetfelder (dazu komme ich dann später noch bei Omega).

Insgesamt versucht man bei Oris auf „Nachhaltigkeit“ (ich mag dieses Wort nicht) zu setzen und bietet auch eine Uhr mit Zifferblatt aus Plastikteilchen, die aus dem Meer gefischt wurden. Das ist dann bunt und individuell, aber man kann sich ausrechnen, wie viele Uhren man verkaufen müsste, bevor da wirklich eine nennenswerte Menge an Plastik wiederverwendet wird. Das ist halt mehr eine Geste.

Der ORIS Ausstellungsraum mit Co-CEO Herrn Rolf Studer in Aktion beim Erklären:

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Von den gezeigten Modellen hat mir die Aquis in 41 mm (gibt es auch in 43 mm) mit blauem Blatt und Kaliber 400 gut gefallen. Eigentlich mag ich keine Taucheruhren (ich tauche nicht, höchstens mal für 10 Sekunden Kopf unter Wasser im Hotelpool, und da ziehe ich sowieso keine Uhr an), aber hier könnte ich schwach werden. Das Blau glänzt sehr schön und das Design ist durchaus eigenständig. Leider habe ich kein gutes Bild davon, aber her ist sie links hinten zu sehen:

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Ein technisches Detail am Rande: Das aktuell verbaute Kaliber 400 hat das „Problem“, dass man die Uhr rückwärts stellen sollte. Wenn man den Zeiger nach vorne dreht und dann die Krone in die Aufzugsposition bringt, kann der Minutenzeiger springen und das ist natürlich nicht so schön. Dreht man den Zeiger über die zu stellende Zeit hinaus, dann zurück bis zur gewünschten Position und drückt dann die Krone, bleibt er genau, wo er ist. Den Effekt konnte ich auch bei Oris nachvollziehen. Das ist bei dem aktuellen Kaliber 400 bauartbedingt. Oris hat das Problem intern schon gelöst und wird irgendwann eine neue Version des 400 ohne diese unerwünschte Eigenschaft herausbringen. Die wird es dann in allen auch jetzt mit dem 400er bestückten Modellen geben. Es ist kein großer Mangel und wenn man es weiß, kann man es ja auch richtig machen. Falls ich mich für die Aquis entscheide, will ich aber doch warten, bis das richtig funktioniert.

Nach dem Mittagessen in einem sehr netten Restaurant ging es weiter zu Carl F. Bucherer. Bei uns ist Bucherer eher als Juwelierkette bekannt, ist aber als „u(h)rschweizer“ Unternehmen in der Uhrenherstellung seit 1888 (zum Vergleich: Rolex wurde 1905 von einem Deutschen in London gegründet) und nach wie vor im Besitz eines Nachkommens des Gründers. Der aktuelle Besitzer ist aber wohl 80 Jahre alt, unverheiratet und hat keine (bekannten…) Nachkommen (leicht süffisant meinte man, das könne ja noch werden). Insofern wird die Zukunft des Unternehmens interessant.

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Ein technisches Detail am Rande: Das aktuell verbaute Kaliber 400 hat das „Problem“, dass man die Uhr rückwärts stellen sollte. Wenn man den Zeiger nach vorne dreht und dann die Krone in die Aufzugsposition bringt, kann der Minutenzeiger springen und das ist natürlich nicht so schön. Dreht man den Zeiger über die zu stellende Zeit hinaus, dann zurück bis zur gewünschten Position und drückt dann die Krone, bleibt er genau, wo er ist. Den Effekt konnte ich auch bei Oris nachvollziehen. Das ist bei dem aktuellen Kaliber 400 bauartbedingt. Oris hat das Problem intern schon gelöst und wird irgendwann eine neue Version des 400 ohne diese unerwünschte Eigenschaft herausbringen. Die wird es dann in allen auch jetzt mit dem 400er bestückten Modellen geben. Es ist kein großer Mangel und wenn man es weiß, kann man es ja auch richtig machen. Falls ich mich für die Aquis entscheide, will ich aber doch warten, bis das richtig funktioniert.

Nach dem Mittagessen in einem sehr netten Restaurant ging es weiter zu Carl F. Bucherer. Bei uns ist Bucherer eher als Juwelierkette bekannt, ist aber als „u(h)rschweizer“ Unternehmen in der Uhrenherstellung seit 1888 (zum Vergleich: Rolex wurde 1905 von einem Deutschen in London gegründet) und nach wie vor im Besitz eines Nachkommens des Gründers. Der aktuelle Besitzer ist aber wohl 80 Jahre alt, unverheiratet und hat keine (bekannten…) Nachkommen (leicht süffisant meinte man, das könne ja noch werden). Insofern wird die Zukunft des Unternehmens interessant.
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Der Zusammenschluss zwischen Tag und Heuer (1985) mit dem Namenbestandteil Tag im Logo ist wohl nicht überall populär, aber laut Aussage eines Firmenvertreters u.a. dem US Markt geschuldet. „Tag“ kann da jeder aussprechen – Heuer ist eine Herausforderung.

Meine Bemerkung beim (ausgezeichneten) Mittagessen im Konferenzsaal des Unternehmens, dass ich an einer modernen, mechanischen Uhr den Chronographen als eine der unnötigsten Komplikationen ansehe, hat keine Begeisterung beim Gastgeber ausgelöst. Für mich ist das Wichtige an einer Armbanduhr, dass sie auf einen Blick interessante Informationen zeigt. Bei Nichtbenutzung sind die Totalisatoren eines Chronographen eben das – tot. Wenn ich eine Zeit zu stoppen habe, nehme ich das Mobiltelefon. Das ist genauer, löst feiner auf, kann beliebig viele Rundenzeiten und vorwärts oder (als Teatimer) rückwärts laufen. Der Vorteil der Armbanduhr ist der schnelle Blick zum Arm. Wenn der dann noch eine Schönheit zeigt, bin ich zufrieden.

Leider finde ich, dass die Marke kein klares Profil hat. Einerseits die Affinität zum Motorsport (der mich persönlich absolut nicht interessiert, aber das ist ja nur (m)eine Meinung), andererseits die „Carrera Plasma“ (TAG Heuer Carrera Plasma D'Avant Garde | TAG Heuer®). Diese Uhr ist schon sehr diamantenlastig (die Krone ist ein einziger Diamant und auch sonst gibt es genug davon) und wurde ausführlich vorgestellt und diskutiert. Mit einem Preis jenseits der 300.000 € ist sie zumindest kein Einsteigermodell. Ich bin nicht sicher, ob es der Marke guttut, so ein breites Spektrum abdecken zu wollen.

Am Nachmittag dann für mich das Highlight der Reise: Der Besuch bei ochs und junior und Herrn Oechslin. Ludwig Oechslin ist für mich einer der genialsten Uhrmacher der letzten 50 Jahre. Er hat für Ulysse Nardin die „Trilogy of Time“ (drei Armbanduhren mit astronomischen Komplikationen), die Moonstruck und die Freak konzipiert und kann nun für ochs und junior weitere neue Ideen umsetzen. Mit Herrn Oechslin und der Reisegruppe in der Villa von ochs und junior am Kaffeetisch zu sitzen und Uhren zu diskutieren, war für mich ein besonderes Erlebnis.

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Die ochs und junior Uhren haben jeweils Besonderheiten, die in ganz eigenständiger Weise umgesetzt wurden. Dabei sind u.a. ein ewiger Kalender, ein Jahreskalender und eine Uhr, die neben der Mondphase auch den Sonnenauf- und -untergang anzeigt (diese Uhr wird jeweils von ochs und junior für einen bestimmten Breitengrad gebaut, für einen anderen Breitengrad muss ein Zahnrad getauscht werden). Besonders letztere Uhr hat es mir angetan. Leider sagt mir das sehr spartanische Design aller ochs und junior Modelle nicht so zu. Ich verstehe die Philosophie, dass es Herrn Oechslin um die Funktion geht und das Gehäuse eben nur eine „Dose“ ist (seine Worte). Aber bei einem Preis deutlich im fünfstelligen Bereich, erwarte ich da doch etwas mehr – oder ich sollte besser sagen, etwas Anderes. Vielleicht finde ich ja einen Weg, nur das Werk und ein paar Teile der Anzeige von ochs und junior zu erstehen und dann die Uhr individuell finissieren und mit „schönerem“ Zifferblatt und Zeigern versehen zu lassen. So ein Unikat zu besitzen, hätte schon einen ganz besonderen Reiz. Mal sehen, ob ich mich dazu durchringen kann.

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Mit dem Abendessen in Neuchâtel endete dann der zweite Tag.

Zum Abschluss der Reise ging es am dritten Tag zu Omega zurück nach Biel. Wir wurden vom CEO Herrn Aeschlimann empfangen und hatten auch die Gelegenheit, Fragen zu stellen.
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Omega hat wie Tag Heuer eine große Geschichte und versucht natürlich für das Marketing die bekannte Tatsache auszuschlachten, dass es Omega Uhren bis auf den Mond (und zurück) geschafft haben. Vor dem Omega Gebäude steht dann auch eine Nachbildung der ersten Mondlandefähre im Maßstab 1:1.

Vor allem die Resistenz gegen starke Magnetfelder ist Omega wichtig, weil die Magnetisierung von mechanischen Uhren ein gar nicht so seltener Grund für Gangabweichungen ist. Das wurde in einer Demonstration eindrucksvoll gezeigt. Eine mechanische Uhr wurde auf die Zeitwaage gelegt, dann einem starken Magnetfeld ausgesetzt und dann der Gang wieder gemessen. Die Abweichung war deutlich. Nach der Entmagnetisierung lief sie dann wieder wie zuvor. Natürlich ist es besser, wenn die Uhr gleich besser gegen Magnetfelder geschützt ist und deshalb eine Entmagnetisierung gar nicht erst erforderlich ist. Omega hat dazu einige Patente und kann auch – eben wegen Patentschutz – als einer der ganz wenigen Hersteller für die Unruhefeder das gegen Magnetfelder „immune“ Silizium einsetzen. Viele Omega Uhren verfügen daher nicht nur über das COSC Chronometer Zertifikat, sondern sind als „Master Chronometer“ zertifiziert. Die meisten Omega Uhren verfügen auch über die von George Daniels erfundene Co-Axial-Hemmung (siehe Google für Details).

Interessant fand ich die Aussage, dass Manufakturkaliber oft überschätzt werden und in den Grundideen meist ohnehin auf den Standards beruhen. Das ist einerseits nicht ganz falsch, aber andererseits haben sie eben doch manchmal nette Sondereigenschaften (siehe Gangreserve bei Oris oder den Ringrotor bei Bucherer). Jedes Unternehmen hat eben seine eigene Strategie und setzt seine eigenen Schwerpunkte, was ja auch gut so ist.

Auch bei Omega mussten wir keinen Hunger leiden:

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Im Omega Konferenzraum konnten wir dann eine ganze Reihe von aktuellen Omega Modellen in die Hand nehmen und „begutachten“. Besonders stolz ist man auf die neue Ultra Deep, die eine Wasserdichtigkeit bis zu 6000m angibt und in der Realität in noch größerer Tiefe erfolgreich getestet wurde. Die Uhr stand uns in diversen Farbvarianten zum Ausprobieren zur Verfügung.

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Herr Aeschlimann hatte ein Exemplar am Handgelenk. Ja, die Uhr ist sehr dick, aber durchaus noch tragbar. Aus meiner Sicht ist diese Entwicklung aber unsinnig, da ich keinerlei praktischen Nutzen erkennen kann. Das Argument „einen Porsche fährt man auf der Autobahn ja auch nicht an das Limit“ passt m.E. nicht – die Fähigkeit des Fahrzeugs zu Extremen hat eben auch Vorteile im Handling bei tatsächlich erzielten Geschwindigkeiten. Bei einer Uhr sehe ich da keinen Vorteil der extremen Dichte. Da wünsche ich mir schon eher ungewöhnliche Komplikationen oder eine ungewöhnliche Anzeige.

Ein Highlight bei den zum Anschauen bereitgestellten Uhren war die Moonwatch in Vollgold mit goldenem Armband. Das Handaufzugswerk ist durch den Glasboden sehr schön anzuschauen. Omega hat einen Goldton hinbekommen, der am Handgelenk nicht protzig, sondern nur edel und gediegen wirkt. Mit dieser Meinung war ich bei den Reiseteilnehmern nicht allein. Leider kommt das auf den Photos nicht so gut zur Geltung, Wer in dieser Kategorie (immerhin ca. 41.000 €) Kaufpläne hat, sollte sich die Uhr beim Juwelier zeigen lassen. Es lohnt sich.

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Mit dem Besuch des Omega Museums klang die Reise dann aus.
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Bemerkenswert bei allen Herstellern (mal abgesehen von ochs und junior) ist die zunehmende Industrialisierung und Digitalisierung aller Prozesse. An den Uhrmachertischen (die man nach wie vor braucht) stehen Monitore oder Tablets und alle Probleme beim Zusammenbau werden dokumentiert und nach Möglichkeit nicht sofort behoben, sondern die Behebung der Ursache soll in eine Prozessverbesserung eingehen. Das ist für die Konstanz der Qualität der Uhren sicher gut, auch wenn die romantische Vorstellung vom tüftelnden Uhrmacher nicht mehr stimmt. Den gibt es (siehe ochs und junior) auch noch, das ist aber dann eine spezielle Kategorie (wie auch Dufour, Journe, Halter und andere).

Fazit: Die Reise war entspannt und interessant. Bei einem der nächsten Termine im Oktober bin ich wieder dabei. Wenn ich die Zeit finde, werde ich auch berichten.

Danke fürs Lesen, falls jemand durchgehalten hat...
 
Kusch

Kusch

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Danke für diesen Bericht!

Als kleinen Hinweis, du hast den Absatz über diese Kinderkrankheit des Caliber 400 doppelt.
 
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NonStopGuru

Themenstarter
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Sorry für das Duplikat - habe den Bericht erst in Word verfasst und dann absatzweise und Bild für Bild übertragen - etwas mühsam und da passieren schon mal Fehler. Danke für das Feedback.
 
clocktime

clocktime

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Schöner Reisebericht.
Interessant fand ich die Aussage, dass Manufakturkaliber oft überschätzt werden und in den Grundideen meist ohnehin auf den Standards beruhen.
Das ist korrekt, auch wenn es etliche Uhren-Enthusiasten ungern lesen.
Das ist einerseits nicht ganz falsch, aber andererseits haben sie eben doch manchmal nette Sondereigenschaften (siehe Gangreserve bei Oris oder den Ringrotor bei Bucherer). Jedes Unternehmen hat eben seine eigene Strategie und setzt seine eigenen Schwerpunkte, was ja auch gut so ist.
Sondereigenschaften sprechen nicht gegen die Standards der "allgemeinen Kaliber". Abgesehen davon, dass je nach Sichtweise auch "allgemeine Kaliber" als Manufaktur durchgehen können. ETA kann innerhalb der SG durchaus als Manufaktur angesehen werden, wenn auch nicht als Inhouse. Sonst wäre ein Kenissi in der Tudor ebensowenig ein Manufaktur-Kaliber. Inhouse ist es unter den gegebenen Umständen sowieso nicht.
Von der Grundbedeutung her ist die Manufaktur-Diskussion sowieso ein Witz, denn Manufaktur bedeutet, dass das Kaliber von Hand zusammengebaut wird, und das ist in den seltensten Fällen der Fall.
Ich finde schlimmer, wenn Sellita oder ETA adaptiert werden und dann als Manufaktur verkauft werden. Das hat für mich mit Ehrlichkeit nicht mehr so viel zu tun.
 
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