Uhrenpflege - wie macht ihr es?

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Ich habe auch gehört, dass das menschliche Leben nicht ewig dauert ;-)
Sagen wir so: bisher wurde nichts Gegenteiliges beobachtet.

Andererseits: Das Versenden mit divesen Transprotdienstleistern dauert bisweilen eine Ewigkeit. Ja, wat nu?
 
watchhans

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Ich habe mir eine spezielle Bürste (echte Naturborsten, kein Plastik) angeschafft, womit ich nach dem Tragen (ca. 1 - 2 Wochen) das Gehäuse, vor allem den Bereich des Bodens, Krone und Stellwelle (bei gezogener Krone) gründlich abbürste. Damit reinige ich auch evtl. Edelstahlbänder. Denen gönne ich 1x im Jahr eine US-Reinigung. Ich bin immer wieder erstaunt, wieviel Dreck dabei zum Vorschein kommt.

Abgesehen davon revidiere ich die meisten meiner Uhren selbst. So weiß ich ganz genau, in welchem "Pflegezustand" sich jede meiner Uhren befindet.
 
Steffen.B.

Steffen.B.

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Zumindest ein Mal im Jahr sollte man gründlich reinigen, besonders nach dem schweißtreibenden Sommer.
Man möge mich steinigen, aber ich bade meine Stahl und Titan-bänder soweit wie möglich zerlegt für ein paar Stunden in einer Schale mit heißem Wasser und einem Spülmaschinen-Tab. Das löst den ganzen angetrockneten Schmonz in den Zwischenräumen. Danach im Wasserbad mit Interdentalbürsten die Zwischenräume reinigen. So hat man schon einmal das Gröbste entfernt.
Weiter geht es mit dem Ultraschall-Reiniger, in welchem ein Bad aus Wasser, Spülmittel und einem Tab Gebissreiniger ist. Das holt noch den letzten Schmodder aus den verborgensten Ritzen und sorgt für minzfrischen Duft. :D Abschließend noch mit klarem fließenden Wasser spülen, abtupfen, trocknen lassen und wieder zusammen setzen. Fertig.

Gehäuse werden ausgeschalt mit Feuchttüchern und Putzholz gereinigt, je nach Verschmutzung auch mit Reinigungsmitteln wie Sidolin Glasreiniger oder Spülmittel.

Die Werke gehen grundsätzlich alle 2-5 Jahre zum Uhrmacher, da mache ich selbst nichts.

Lederbänder kann man auch fachkundig auffrischen. Reinigen mit Lederreinigungs- oder Feuerzeugbenzin, anschließend neutralisieren mit einer 2:1 Wasser-Essigessenz-Lösung und schließlich mit etwas säurefreiem Fett wie bspw. Vaseline einreiben und einmassieren. Keine tierischen oder pflanzlichen Fette verwenden, das fördert die Schimmelbildung. Anschließendes polieren mit einem weichen Wolltuch stellt bei Glattleder den Glanz wieder her. Mit speziellem Lederklebstoff (bspw. Kövulfix oder Colourlock) kann man oberflächliche Risse oder Abschürfungen reparieren. Jedoch tausche ich Lederbänder zumeißt einfach nur aus, sobald sie unschön werden. Der Aufwand lohnt nur bei historischen oder seltenen Lederbändern.
 
Steffen.B.

Steffen.B.

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@hiltibrant
Aktuell sind es circa 30 Uhren, quer Beet Quarz, Handaufzug, Automatik und Solar. Japaner, Deutsche, Schweizer, Briten von den 1940-er bis Anfang der 2000-er Jahre.
Weshalb, was hat die Anzahl mit dem Reinigen zu 'tun ? :hmm:
 
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Ich glaub hiltibrant hatte im Hinterkopf, daß der Tag max 24 h hat. Oder , vielleicht irre ich mich...;-)
 
Steffen.B.

Steffen.B.

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Wegen dem Zeitaufwand ? Der ist nun wirklich gering. Die meißte Arbeit verrichten die Chemie und der Ultraschallreiniger ohne mein Zutun bzw. ohne meine Anwesenheit. Pro Armband kommen da vielleicht 10 Minuten tatsächlicher Aufwand zusammen, für das Gehäuse nicht mal 5 Minuten. Zudem reinige ich nicht alle Uhren zugleich, das geschieht übers Jahr verteilt ganz nach Lust und Laune. ;)
 
hiltibrant

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@hiltibrant
Weshalb, was hat die Anzahl mit dem Reinigen zu 'tun ? :hmm:
...weil die Anzahl (n) den Multiplikator für den jährlichen Zeitaufwand pro Uhr (t) darstellt und sich so für den Gesamtaufwand (T) das Folgende ergibt:

T = n * t

- was bei meiner (unter Freaks noch recht bescheidenen) Sammlung dann doch zu weit führen würde. Oder kann sich jemand vorstellen, mehr als 70 Stunden im Jahr für die Reinigung seiner Uhren aufzuwenden :hmm:?

ERGO: ich habe entweder zu viele Uhren oder zu wenig Lebenszeit
 
Steffen.B.

Steffen.B.

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Ca. 15 Minuten tatsächlicher Zeitaufwand bei ca. 30 Uhren sind 7,5 Stunden für die Reinigung im Jahr. Es gibt Schlimmeres. :D

Zu viele Uhren kann man nicht haben (eventuell ein klitzeklein zu wenig Lebenszeit um sie alle zu sammeln !). Zudem entscheidet Jeder für sich selbst, welchen Aufwand er mit seinen Uhren betreibt.
Und abschließend ; bei einem Hobby, dann ausgerechnet noch einem mit Sammelwut, rational denken zu wollen ... . Das schließt sich von selbst aus. Denn mal ganz rational gesprochen, braucht man rein zur Zweckerfüllung einer Uhr lediglich genau eine einzige.
Fazit : niemals von Vernunft oder Logik reden, wenn es um ein Hobby geht.
 
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...weil die Anzahl (n) den Multiplikator für den jährlichen Zeitaufwand pro Uhr (t) darstellt und sich so für den Gesamtaufwand (T) das Folgende ergibt:

T = n * t
:lol:Ihr macht ja Sachen...

Also ich denke, daß T(rel)~n*t/SWF - also der relative oder subjektive Zeitaufwand - die Sache noch besser beschreibt mit SWF=Sammelwurfaktor. Derzeit denke ich noch über einen Normierungsfaktor nach. Hast Du ne Idee?

Gruß Dirk
 
hiltibrant

hiltibrant

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Neuer Ansatz:

Ersetze n durch nF (= Anzahl der im Sammelfocus stehenden Uhren) und dividiere nF durch die Anzahl der zu erwartenden Restlebenszeit tR des Sammlers - wäre das was als Normierungsfaktor, Dirk? Oder kommt da jetzt zuviel Stochastik rein?
 
Schmitti

Schmitti

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Moin ...

Einfach im Mittelmeer (kurz vor Mallorca) einweichen ...
Aber auch andere Meere oder Gewässer sollten den Zweck erfüllen ...

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Anschliessend zusammen mit dem Arm in Süßwasser spülen - fertig :D
 
sirtaifun

sirtaifun

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Schmitti hat völlig recht hab auch gehört Salzwasser ist das allerbeste für Uhren jeglicher Art einfach paar Hundert Meter mit Tauchen und schon geschieht das Wunder - die Uhr ist von innen und aussen Blitzsauber gespült :face:
Soll die Reinigungswirkung noch verstärkt werden einfach vorher noch die Krone ziehen :lol:
 
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Neuer Ansatz:

Ersetze n durch nF (= Anzahl der im Sammelfocus stehenden Uhren) und dividiere nF durch die Anzahl der zu erwartenden Restlebenszeit tR des Sammlers - wäre das was als Normierungsfaktor, Dirk? Oder kommt da jetzt zuviel Stochastik rein?
Huhu, ich dachte an einen Faktor f=1/Fa mit Fa=Akteptanzfaktor. Zu bestimmen war ja der subjektiv zu veranschlagende Zeitaufwand T(rel); na, bei hohem Akzeptanzfaktor eines Putzwütigen strebt ja der subjektive Zeitaufwand gen null. Und das meinte unser Kollege ja, hab ich jedenfalls so verstanden. Nun, wir werden am Ende des Tages eine geeignete Fitfunktion finden;-)

Gruß Dirk

Restlebenszeit incl. Standardabweichung ist bei uns mit guter Statistik bekannt. Da Uhrenfans glückliche Menschen sind und infolgedessen länger leben, sollte noch ein Uhrenbonus additiv hinzukommen.
 
Steffen.B.

Steffen.B.

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Völlig falscher Denkansatz. Nicht Mathematik sondern Philosophie sollte der Blickwinkel sein.
Uhrenreinigung als meditative Entspannung. Den Geist auf eine einfache Handlung richten und dabei ins Gleichgewicht mit sich und der Welt kommen. Das positive Ergebnis in Form einer klinisch reinen Uhr bestätigt und bringt Freude.
Wer mit mathematischer Präzision anfängt den Zeitaufwand zu kalkuliert und in Relation zur Lebenszeit zu setzen, der setzt sich nur unter Stress. Das macht Falten und bringt Magengeschwüre. Zudem verkürzt Stress die Lebenszeit um einen nicht kalkulierbaren Faktor. Dieser wiederum ist in eure Berechnungen einzubringen. Und da nicht kalkulierbar, ist die ganze Rechnung ... für die Katz'. ;)
 
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Lieber Steffen.B.,

da sind wir nicht weit auseinander! Da Physik und Philosophie eng beieinander stehen (W. Heisenberg), betrachten wir das Uhrwerk als ein Konstrukt, für das Genauigkeit und Ungenauigkeit keineswegs Gegensätze sind. Regt sich Widerstand? Mit der Katze war da doch noch was......?

Gruß Dirk
 
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