Uhrenmüdigkeit

Diskutiere Uhrenmüdigkeit im Uhrencafé Forum im Bereich Uhren-Forum; Liebes Forum, wer versteht mich oder wem geht es ähnlich: In der Vergangenheit habe ich mit Leidenschaft die Uhr am Arm gewechselt. 1/2 Dutzend...
revenger

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Liebes Forum,

wer versteht mich oder wem geht es ähnlich:

In der Vergangenheit habe ich mit Leidenschaft die Uhr am Arm gewechselt.
1/2 Dutzend Submariner und GMT-Master Varianten, 1 Dutzend Speedmaster, klassische Heuer und Tudor Chronos, selbst limitierte Seiko Marinemaster.
Aber:

Schon seit dem letzten Herbst trage ich nur noch eine Uhr:
20200528_013736.jpg

Eine eher unspektakuläre New Turtle in blau.

Ich verspüre einfach keine Lust mehr, eine andere Uhr aus meiner Sammlung zu tragen.
Als Uhrenmüdigkeit habe ich das für mich diagnostiziert.

Wie aber kann ich das behandeln, die Sammlung verkaufen mag ich nicht. Sie gefallen mir ja alle.
Allein, diese unspektakuläre und schlichte Seiko am Arm reicht mir völlig.

Meine schlimmste Befürchtung, ich beginne eine Immuniät gegen das Uhrnvirus zu entwickeln.
Was kann ich nur tun?

LG Henry
 
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gl3b

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Ich verspüre diese Symptome seit einiger Zeit ebenfalls. Nun ja, was kannst du tun? Ich persönlich freue mich endlich "angekommen" zu sein. Irgendwie ist es auch befriedigend zu wissen, man hat seine Lieblingsuhr gefunden. Und das könntest du auch tun. Bei mir ist es meine 556i B geworden, die ich fast täglich trage und nur noch im Wechsel mit meiner G-Shock ablege.
Außerdem hat man so mehr Ressourcen für andere Projekte frei.
Ich lese aber dennoch täglich im Forum, obwohl ich keine neue Uhr zu kaufen beabsichtige.
 
Miata

Miata

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Moin Henry,
das kenne ich. Ich habe auch zwei Jahre „ausgesetzt“. Keine Lust auf wechseln, wochenlang immer dieselbe Uhr. Hin und wieder mal gelangweilt durchs Uhrforum schauen und feststellen das der aktuelle Trend so garnicht meins ist. Genieße es einfach dich nicht zu fragen welche Uhr es heute sein soll. Das geht auch wieder vorbei ;-).
 
Beckosis

Beckosis

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Yep. Das hat bei mir mit Zufriedenheit zu tun. Genug geflippert - in den Boxen sind nur Keeper, die irgendwann wieder Tragezeit bekommen werden.
 
ETA2824

ETA2824

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Nach fast drei Jahren mit regelrechten Fieberschüben und als Krönung dem Kauf einer fabrikneuen Speedmaster .005 im Februar
lockt mich emotional im Moment so gut wie nichts aus der Reserve. Fühlt sich das so an, wenn man meint, angekommen zu sein? 🤔
Eigentlich wollte ich meine Sammlung so gestalten, dass mich keine Uhr verlassen wird. Dieses Jahr mussten mich aber schon eine Seiko Kinetic und eine Meistersinger verlassen.🙈
Heute sollte meine zweite Uhren-Box aus Kirschholz eintreffen, dann haben alle Uhren des "aktiven Bestandes" ein angemessenes zu Hause.

Was ist horologisch-emotional die nächste Stufe? :hmm:
 
Pro One

Pro One

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do bin i dahoam
wer versteht mich oder wem geht es ähnlich:
☝hier ... ich

Deine Gedanken kann ich zu 100% nachvollziehen. Geht mir gerade genauso. Habe dieses Jahr max. 3 Uhren aus meiner Sammlung getragen, teilweise sogar gar keine. Denke zwar ab und an daran, mal wieder eine andere aus der dunklen Box zu befreien, um es dann doch zu lassen.

Ich sehe es aber als eine normale Phase an. Bei mir standen im letzten halben Jahr einfach andere Dinge im Vordergrund. Dennoch werde ich keine Uhr ziehen lassen. Fressen ja kein Brot und irgendwann kommt die Lust wieder an den kleinen faszinierenden Meisterwerken. Druck mach ich mir deshalb keinen. Irgendwie ist es auch entspannend, unbeschwert und ein Stück Normalität. Denn was wir hier treiben ist ja auch nicht normal ;-)
 
aspera

aspera

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Ich habe Phasen, in denen ich mich - außer für die bereits vorhandenen - überhaupt nicht für Uhren interessiere. Die lasse ich dann auch laufen. Die Uhren aus meiner Sammlung trage ich aber auch in diesen Zeiten mit großer Freude. Ich habe 4 Uhren, die ich regelmäßig trage und sehe mich daher auch keinem überbordendem kognitiven Stress ausgesetzt, wenn es an die Auswahl geht - zumal ich dann in der Regel wochenweise trage.

Ich verstehe das in der Regel als Zeichen für Zufriedenheit. Alternativ für (zeitweise) geänderte Prioritäten.
 
Chronografist

Chronografist

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Schönes Thema. Mir geht es so ähnlich. Ich bin allerdings noch am Anfang meiner Uhrenmüdigkeit. Ich trage jetzt 2 Wochen am Stück mal die gleiche Uhr, wo ich vorher doch am Tag zweimal gewechselt habe. Bei mir hat das was damit zu tun, dass ich mir immer klarer werde, was ich eigentlich will und was gut für mich ist. Hat bei mir was mit geänderten Fokus bzw. Priorität und innerer Zufriedenheit zu tun. Wie aspera bereits schrieb. Sei froh, dass es dir so geht und genieße es.
 
wiesi1989

wiesi1989

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Als Zufriedenheit würde ichs nicht bezeichnen. Mir geht es gerade ähnlich, vielleicht liegt das am kommenden Sommer, dem Motorradfahren etc.

Hab gestern meine Seamaster Ceramic aufgezogen, heute liegt sie schon wieder in der Box und was hab ich am Arm? Die gute alte SKX 009 so wie beinahe jeden Tag... Meine Sammlung ist auch nicht grade die Kleinste - vielleicht ist das das Problem? Zu viele Uhren in der Box?

Und dennoch ertapp ich mich dabei dass ich diverse Marktplätze abgrase. Irgendwie komisch.
 
bachmanns

bachmanns

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Nach 3 sehr heftigen Jahren, in denen ich beinahe 30 Uhren gekauft und 3 wieder verkauft habe, gehen mir langsam die Ideen aus, was ich noch kaufen soll. Ich habe zwar noch konkrete Projekte bzw. Uhren im Auge, aber der Kaufrausch (gefühlt jeden Monat eine neue Uhr) ist etwas dem Kater gewichen. Ich trage aber immer noch alle Uhren mehr oder weniger im Wechsel.
 
Chronografist

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Die Qual der Wahl und sich ständig mit dem Uhrenthema zu beschäftigen, kann eben auch Stress versursachen, der Müde macht. Vielleicht wird das Uhrenhobby einfach zu intensiv betrieben und aus Spaß ist Stress geworden. :hmm:
 
wiesi1989

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Die Qual der Wahl und sich ständig mit dem Uhrenthema zu beschäftigen, kann eben auch Stress versursachen, der Müde macht. Vielleicht wird das Uhrenhobby einfach zu intensiv betrieben und aus Spaß ist Stress geworden. :hmm:
Guter Punkt den ich so noch nicht betrachtet hab. Vielleicht brauch ich eine Uhrpause bzw. Uhrlaub.
 
Bertone

Bertone

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Von mir auch. Von 12 auf 4 gings. Weniger Auswahl, konzentrierter Geschmack und das Konto ein wenig beruhigt. Es sind doch nur Uhren und andere Sachen sind wichtig oder wichtiger geworden.
 
Belluna

Belluna

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wer versteht mich oder wem geht es ähnlich:
Mir geht es ähnlich und ich muss feststellen, dass es stärker wird. :-( Die Hoffnung, dass es einmal wieder anders wird, die gebe ich nicht auf.

Aus psychologischer Sicht vermute ich, dass die Ursache auch ein wenig an dem UF liegt. Denn die "richtige" Liebe zum Zeitmesser haben nicht so viele hier. Es überwiegen in letzter Zeit die Mitspieler, die aus der Riege kommen mit (bildlich gesprochen) Haltungsschäden: Immer den Arm gut sichtbar so halten, dass jeder d i e Uhrenmarke sehen kann :D. Wenn ich noch einmal meinen Beruf wählen könnte, dann würde ich Orthopäde.
 
Sedona B

Sedona B

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Gutes Thema :super:

Ich war letztes Jahr für ein paar Wochen in West Kanada. Da interessiert sich so gut wie keiner für Uhren. Ich hatte beschlossen mich wieder auf ‚drei‘ zu reduzieren, die dann das Hobby ausmachen.

Schief gegangen... Es sind zur Zeit 8.

Aber wie Enzo schon schrieb, nicht so viele Gedanken machen...

edit: wenn die Suche nach der nächsten Uhr, die dann perfekt zu dem Bestand passen muss, ausartet, hat man den Hobby Punkt überschritten. Da bin ich bei Chronografist!
 
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D

DeLift

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Interessantes Thema.
Es ist ein Auf und Ab. So hatte ich eine Uhrenpause zwischen 2009 und 2019. Satte 10 Jahre keine Uhr gekauft und in der Zeit nur 2 Uhren im Wechsel getragen; eine für jeden Tag und eine für besondere Anlässe.
In 2019/2020 dann wieder 4 neue Uhren gekauft. Von diesen 4 trage ich jetzt hauptsächlich nur eine Uhr... gibt einem zu denken. Nach wievor begeistern mich Uhren und manchmal zwickt es. Werde fürs Erste keine neue Uhr kaufen (denke ich). Habe noch eine im Kopf, die ich mir irgendwann zulegen werde, wenn alles passt. Jetzt geniesse ich jedenfalls die Uhren die ich habe.
 
Devilfish

Devilfish

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Kann ich nachvollziehen. Im Moment muss ich mich auch förmlich zwingen, mal zur Bank ums Eck zu gehen und eine andere Uhr zu holen. Aber eigentlich ist das so auch ganz entspannt ohne das ewige "welche Uhr trage ich morgen?"
 
msX99

msX99

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Ich kann das so nachvollziehen... Insbesondere die Corona Zeit hat mich auch ein Stück ankommen lassen, um einmal mehr zu sagen, die Turtle (und auch ein Stück weit die Samurai) ist für mich das Zentrum der Uhrensammlung. Im Home Office liegen die Prioritäten doch anders. Da trägt man dann wirklich die Uhren nur für einen selbst...

Nutze die Chance für einen Exit aus dem Hamsterrad. Das versuche ich gerade. Mir ist bewußt, dass erst durch das exzessive Rumprobieren im Hobby die großen Klassiker gefunden werden (geht mir bei der Fotografie ähnlich, fragt nicht, wieviele Objektive ich habe...). Aber irgendwann "destillieren" sich die richtige Dinge heraus - jetzt müsste man nur noch so konsequent sein und die Uhren verkaufen, die man nach diesem Prozess für nicht mehr so relevant hält... Aber das ist noch eine andere Geschichte :confused:
 
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