Uhrengröße - wohin geht die Reise

Diskutiere Uhrengröße - wohin geht die Reise im Herrenuhren Forum im Bereich Uhren-Forum; Weder die Schönheit noch die Proportionen sind in Stein gemeißelt. Als ich vor 20-30 Jahren die Frauenskulpturen in Valletta sah ... (Venus...
Tschassy

Tschassy

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(...)
Mit "schön" hat das aber in manchen Fällen so gar nichts zu tun.
Ich werfe dazu mal ganz dezent das Wort "Proportionen" in den Raum.
Warum gibt es diese wohl?
(...)
Weder die Schönheit noch die Proportionen sind in Stein gemeißelt.

Als ich vor 20-30 Jahren die Frauenskulpturen in Valletta sah ...

Venus.jpeg
(Venus; Bildquelle Flickr)

... und sie mit dem Schönheitsideal meiner Kindheit/Jugend verglich ...

twiggi.jpeg
(Twiggi; Bildquelle: T-online)

... war ich etwas verwirrt, was die schönen Proportionen anbetrifft.

Und wenn ich mir das heutige Bild amerikanischer Straßen vor Augen halte ...

AmiFigur.jpeg
(Bildquelle: T-online)

... dann verstehe ich, wie vergänglich nicht nur die Schönheit, sondern auch ihre Ideale sind.

Gruß, Bert
 
5 Minutes Alone

5 Minutes Alone

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Als ich hier vor gefühlten Ewigkeiten anfing war ich einer der Kategorie 45mm+ für Diver, warum? Keine Ahnung.

Heute habe ich zwar auch Uhren mit 43-48mm (Seiko, kurze Hörner, das übliche) und die trage ich auch mit grosser Freude, auch wenns am Handgelenk selbst vllt etwas zu viel ist optisch.
Es kommt immer auf das Gesamtformat an, ich bin 1.86m und habe große Hände, auch wenn mir 35mm Uhren am Handgelenk besser stehen und ich diese auch trage, so sieht das im Rahmen meiner Körpergröße doch etwas komischer aus als eine zu große Uhr.

Für sämtliche nicht-Toolwatches ist alles über 40mm tendenziell trotzdem komisch für mich. Dresswatches über 38mm sind in meinen Augen auch eine sehr komische Erscheinung.

Für einen Bären mit 21cm Handgelenk + spielt das aber alles keine Rolle, 40mm Uhren sehen an diesen Menschen aus als hätte man die Kommunionsuhr nie durch etwas passenderes ersetzt, für diese Menschen benötigen wir durchaus 43mm+ Uhren.
 
Uhren_Freund

Uhren_Freund

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Da hast Du vollkommen recht! Aber im Zweifel, wenn es keine andere Möglichkeit gibt, entscheide ich mich eben fürs Habenwollen und gegen das gute Aussehen. Es genügt, wenn es mir gefällt und dann ist Stil eben auch mal das Ende des Besens ;-)
Das ist doch völlig in Ordnung und auch gut so, deswegen schrieb ich ja:
Selbstverständlich ist alles erlaubt, wäre ja noch schöner wenn persönlicher Geschmack verboten wäre.
Jeder darf und soll seine eigene Sicht haben.
Ich teile hier, wie auch alle anderen, nur meine Meinung mit, auch mit dem Wissen, dass diese sicherlich nicht mit jeden konform geht.
Das ist ja das tolle hier, wo sonst kann man so ausgiebig über dieses schöne Hobby palavern?

Weder die Schönheit noch die Proportionen sind in Stein gemeißelt.
Als ich vor 20-30 Jahren die Frauenskulpturen in Valletta sah ...
... und sie mit dem Schönheitsideal meiner Kindheit/Jugend verglich ...
... war ich etwas verwirrt, was die schönen Proportionen anbetrifft.

Und wenn ich mir das heutige Bild amerikanischer Straßen vor Augen halte ...
... dann verstehe ich, wie vergänglich nicht nur die Schönheit, sondern auch ihre Ideale sind.
Das sind genau die Trends, welche sich auch bei den Uhrengrößen gezeigt haben, dennoch glaube, bzw. hoffe ich :-) , dass alles wieder zu einem wohlproportionierten Mittelmaß finden wird.


Wobei....... wer möchte schon Mittelmaß sein!? 8-)
 
theAzzi

theAzzi

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Unangenehm sind eigentlich weder zierliche noch große Uhren.

Unangenehm sind eher die Zeitgenossen, die von Bratpfannen und Kinderuhren oder Adipösen Trägern und Mädchen Uhren sprechen.
 
Lance Kennedy

Lance Kennedy

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Die früheren Uhren mit 36mm waren etwas - naja. ... Uhren mit 39-42mm hingegen passen meist, sofern man um 18mm HGU hat. Oft geht man von der Körpergrösse aus, aber nicht vom HGU.
Du schreibst meist so, als hätte Deine Meinung kosmische Allgemeingültigkeit.
Meine Beobachtung: Immer häufiger werden Uhren in verschiedenen Größen angeboten - wobei neuerdings bei der alternativen Größe eher reduziert anstatt vergrößert wird. Ich finde die verschiedenen Durchmesser großartig und das kann gerne weiter Schule machen. :super:

Gruss,
Lance
 
Der Motor

Der Motor

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Unangenehm sind eher die Zeitgenossen, die von Bratpfannen und Kinderuhren oder Adipösen Trägern und Mädchen Uhren sprechen.
Also eine "Bratpfanne"nuhr habe ich selber eine. Ich wüsste nicht, wie ich die Uhr sonst beschreiben sollte: das Verhältnis von Durchmesser zur Höhe und von der Lünette zum Glas ähnelt eben einer Bratpfanne. Ich habe aber auch Uhren, die ich als "Möpse" bezeichnen würde. Die sehen so aus wie die Hunderasse und sind also eher kompakt und pummelig. Bratpfanne, Mops, Metallklumpen etc. finde ich nicht schlimm.
Die Bezeichnungen Kinderuhr, adipöse Träger und Mädchen-Uhren hingegen zielen auf die Herabwürdigung der Besitzer ab. Das geht natürlich nicht.
 
Articus

Articus

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Der Trend geht zu größer, das sieht man am besten an Traditionalisten wie Patek.

Ich persönlich kann großen Uhren immer weniger abgewinnen. Bei 17-17,5 cm HGU trage ich Dresser nur noch in 37-38mm, Sporties bis max. 40mm bei schlankem Gehäuse (bei Rolex bis 5stellig, die aktuellen Modelle sind mir schon zu klobig).

36mm hingegen sind mir zu klein, selbst bei vintage. So gern ich eine alte Datejust hätte, nach x-maligem Probieren ist sie mir immer noch zu klein. Zum Glück gibt es die Tudor 7017:-)
 
clocktime

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Also ich finde schon dass der Trend der großen Uhren langsam endet und immer mehr Uhren wieder in „dezenten“ Größen angeboten, Diver z.B. auch immer öfter 41mm oder weniger.
Da wäre ich mir nicht so sicher. Eher muss eine bestimmte Mindestmenge eines Modells verkauft werden, damit es sich für den Hersteller rechnet. Die grossen Uhren faulen damit auf lange Sicht wieder raus. Der zweite Faktor, der eine grössere Rolle spielt, ist die zunehmende Elektronisierung. Wenn sich jemand zwischen einer iWatch und einer "normalen" Uhr entscheiden soll, wird eher die iWatch genommen, wenn nicht gerade irgendwelche speziellen Präferenzen vorliegen oder als Hobby das Uhrensammeln im Fokus steht.
Der Trend zu iWatch und Konsorten schlägt inzwischen sogar auf die Verkaufszahlen der Schweizer Uhrenindustrie durch...
Was ich null leiden kann sind die ganzen Wannabe Prolos, die mit ihren Fossil Tellerminen rumrennen von 52 und mehr Durchmesser - das sieht einfach scheiße aus, sorry für die Wortwahl. Erst letzte Woche saß einer neben mir mit diesem Ding hier am Arm Diesel DZ7333 - Herrenuhr -59% und der hatte sicherlich grade mal n HGU von vielleicht 19 cm!?
Sorry, aber die Fäkaliensprache gehört nicht hierher.
Auch ich finde zu grosse Uhren schrecklich, aber das muss jede(r) einzelne für sich entscheiden. Früher trugen Frauen ganz kleine Uhren, während viele heute "kleine" Männeruhren oder etwas wie die WD tragen...
Das sind die, die ihren Frauen erzählen, dass die kleinere Uhren ja viel billiger seien........:D
:lol:
"Erlaubt ist was gefällt"..., dieser Spruch steht bei mir ganz oben auf meiner persönlichen "Nerv-Liste". ;)
Naja, so manche Frau läuft wie eine Vogelscheuche herum und behauptet, das Zeug würde ihr stehen. Vielleicht sollte sie die Sachen mal einer Vogelscheuche anlegen, dann würde das diese "verschönern" - und die Vögel drehen vor Schreck über soviel "Ungeschmack" ab. :lol:

Mit der HGU ist das so eine Sache. Ich habe 18,5cm, am besten passen Uhren von 39-42mm. 43mm können gehen, wenn die Uhr die richtige Form hat. Ich habe aber drei Uhren mit 44mm. Zwei davon gehen ebenfalls noch gut, während ausgerechnet die LC Chronograph grenzwertig wirkt.
Am bequemsten ist allerdings meine Certina DS-1 Automatic Titanium. Warum Certina diese nicht gleich mit Lume hergestellt hat?? Vielleicht gut so, denn dann hätte ich mit dem Uhrensammeln gar nicht angefangen. :D
 
ETA2824

ETA2824

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Obwohl ich Lust auf was anderes habe, die Poljot klebt mir am Arm und will
einfach nicht aufgeben. Mit den 38 mm und dem als Poljot 3133 weiterentwickelten
Valjoux 7734 passt sie irgendwie und trägt sich vor allem extrem angenehm. Der
Handaufzug arbeitet, als wäre er in Butter eingelegt. Gerade meine beiden russischen
Uhren zeigen mir, dass Grösse/Durchmesser bei weitem nicht alles ist.
Mit 19.5 cm HGU trage ich sonst auch Uhren bis 43 mm. Da habe ich mir meine
persönliche Obergrenze gesetzt. Und mit viel Stolz trage ich meine Longines Conquest
mit lediglich 35 mm, siehe unten:

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wingman!

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Eine Uhr ist immer ein Statement. Für die Zeit braucht niemand eine Uhr. Da reicht das Telefon. Ich kenne die Uhrenmarken meiner wichtigsten beruflichen Kontakte, mit denen ich direkt zu tun habe. Selbstverständlich nehme ich die Blicke der Anderen auf mein Handgelenk wahr...
Lange Rede kurzer Sinn. Uhren, die unter der Manschette verschwinden, verlieren ihre Funktion als Distinktionsmerkmal. Es braucht schon Größe.
Fazit: Durchmesser werden wieder kleiner, weil es immer mehr asiatische Käufer gibt. Aber sie werden nicht mehr so klein, wie sie mal waren.
 
Bachus

Bachus

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Eine Uhr ist immer ein Statement. Für die Zeit braucht niemand eine Uhr. Da reicht das Telefon. Ich kenne die Uhrenmarken meiner wichtigsten beruflichen Kontakte, mit denen ich direkt zu tun habe. Selbstverständlich nehme ich die Blicke der Anderen auf mein Handgelenk wahr...
Lange Rede kurzer Sinn. Uhren, die unter der Manschette verschwinden, verlieren ihre Funktion als Distinktionsmerkmal. Es braucht schon Größe.
Fazit: Durchmesser werden wieder kleiner, weil es immer mehr asiatische Käufer gibt. Aber sie werden nicht mehr so klein, wie sie mal waren.
Ja eine Uhr ist ein Statement - aber dem Rest kann ich nicht zustimmen:
  • Ich brauche eine Uhr, da ich in meinem Job eben nicht die Zeit vom Handy ablesen kann / darf.
  • Da ich zurzeit nur Vintage aus Anfang der 1970er trage, passen sie unter jede Hemdmanschette. Größentechnisch bewege ich mich zwischen 37mm und 39 mm Durchmesser. Sie sind jedoch so bunt, dass sie mehr Blicke auf sich ziehen, als die größeren Breitling, Omega oder Rolex, die ich früher trug.
  • Gerade Asiaten tragen heute große Uhren. Sie sind mitnichten für einen Rückgang der Größe verantwortlich.
 
Uhren_Freund

Uhren_Freund

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Fazit: Durchmesser werden wieder kleiner, weil es immer mehr asiatische Käufer gibt. Aber sie werden nicht mehr so klein, wie sie mal waren.
Ganz im Gegenteil, bei den asiatischen Käufern gilt die Uhr als Status- und als Wohlstandsymbol, da zählt die Größe und die Uhr darf gern mal etwas mehr Durchmesser haben.

Edit: Ich sehe gerade, Bachus war schneller.
 
ETA2824

ETA2824

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Wenn eine Uhr zu mir passt, ist es die Longines Conquest von 1970.
Schlanke 35 mm und nur 42 Gramm schwer zeigt sie umwerfende
Präsenz an meinem HGU von 19.5 cm:

2897565
 

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Moscher

Moscher

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Eine sehr kleine umwerfende Präsenz^^

Ich hatte auch den Trend zu grossen Uhren, meine grösste in meiner Sammlung ist die Super Avenger mit 48 mm Breite und 18,6 mm Höhe.

Wichtiger als der Durchmesser ist der Abstand von Horn zu Horn oder Handflächenauflage, hier fühl ich mich am Wohlsten bei 52-54 mm
Die Höhe, das Gewicht und Bauform kommt dann auf die jeweiligen Tage drauf an.
Bei einigen Dingen im Alltag ist eine hohe Bauform eher hinderlich.

Aber man soll tragen was gefällt:-)
 
osborne

osborne

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Hi,


Wie alles Geschmackssache, ich persönlich find jetzt nicht das das goldene Ührchen an den Ärmel passt 😉.

Es müssen nicht 50 mm sein, aber eigentlich ist alles zwischen 40 und 45 mm, je nach Anlass schon ne passende Größe.

VG

Frank
 
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