Uhrengehäusehersteller

Diskutiere Uhrengehäusehersteller im Uhrenwerkstatt Forum im Bereich Uhren-Forum; Hallo, hat jemand Erfahrung mit einem Uhrengehäusehersteller/Uhrmachermeister etc. , der zum Beispiel ein vorhandenes Uhrwerk incl. Zifferblatt...

Corakroll

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Hallo,

hat jemand Erfahrung mit einem Uhrengehäusehersteller/Uhrmachermeister etc. , der zum Beispiel ein vorhandenes Uhrwerk incl. Zifferblatt in ein anzufertigendes Gehäuse aus Edelstahl oder Double macht incl. Glas. Das vorhandene Gehäuse ist mir zu klein (35mm) ohne Krone und sollte zum Beispiel 38 oder 39 mm betragen ohne Krone. Darf gerne auch ein paar hundert Euro kosten. Würde mich über Hilfestellung freuen. Besitze einige gute Uhrwerke und Zifferblätter, wo jedoch die Uhrgehäuse für meinen Geschmack/Arm zu klein sind.
 

Duc999

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Eher schwieriges Thema, oder? Ein Neubau aus Rohmaterial kostet richtig Geld... Welche Werke sollen den eingeschalt werden?

Es gibt Hersteller wie Ickler, da gibt es eine Auswahl, aber 38-39mm sind halt heute eher klein. Aber eine Werkangabe, ZB Durchmesser wäre für unsere Fachleute hilfreich.


Arno
 
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Gödel

Gast
Ickler ist zB ein Gehäusehersteller. Aber -kein- Gehäusehersteller produziert in Einzellanfertigung. Mindestabnahmenenge sind 100 Stück.

Daher hast Du zwei Möglichkeiten:

- es gibt Atelliere die Gehäuse aus Neu-Silber in Geometrien Deiner Wahl herstellen können. Silber ist weich. Bei Stahl geht das praktisch nicht. Gängige Maschinen können den harten Stahl kaum fräsen.
- such Dir einen Dreher der Dir ein Gehäuse mit einfacher Geometrie drehen kann

Trotzdem kannst Du Dein Vorhaben in den Wind schiessen: Der ZB-Durchmesser bestimmt das Gehäuse-Dm. Du kannst nicht einfach ein ZB in ein grossen Gehäuse einbauen. Werk ist mit Werkhalteringen kein Problem.

Darf ich fragen um welches Kaliber es sich handelt?
 

Corakroll

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Ickler ist zB ein Gehäusehersteller. Aber -kein- Gehäusehersteller produziert in Einzellanfertigung. Mindestabnahmenenge sind 100 Stück.

Daher hast Du zwei Möglichkeiten:

- es gibt Atelliere die Gehäuse aus Neu-Silber in Geometrien Deiner Wahl herstellen können. Silber ist weich. Bei Stahl geht das praktisch nicht. Gängige Maschinen können den harten Stahl kaum fräsen.
- such Dir einen Dreher der Dir ein Gehäuse mit einfacher Geometrie drehen kann

Trotzdem kannst Du Dein Vorhaben in den Wind schiessen: Der ZB-Durchmesser bestimmt das Gehäuse-Dm. Du kannst nicht einfach ein ZB in ein grossen Gehäuse einbauen. Werk ist mit Werkhalteringen kein Problem.

Darf ich fragen um welches Kaliber es sich handelt?

In diesem Fall als "billiges Versuchsobjekt" um ein Handaufzugkaliber Longines 23 ZS mit großem Werkhaltering, Zifferblattdurchmesser 30,5 mm, zur Zeit in 35 mm ohne Krone verbaut

--- Nachträglich hinzugefügt ---

Die Zifferblattdurchmesser würden zwischen 30-31,4 mm je nach Typ/Uhrwerk betragen. Werke Omega Bumper 35..., IWC Cal. 89 oder 85
 
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Gödel

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Sehr schönes Werk!

Denk mal lieber über 36 ...36,5 mm case-Dm nach. Bei 38 mm stimmen die Proportionen nicht mehr...denke ich.
 

Corakroll

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Ickler verkauft zwar auch einzelne Gehäuse, jedoch leider nur für standardtisierte Eta Werke und ähnliche "Massenwerke".
 

VinC

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- es gibt Atelliere die Gehäuse aus Neu-Silber in Geometrien Deiner Wahl herstellen können. Silber ist weich. Bei Stahl geht das praktisch nicht. Gängige Maschinen können den harten Stahl kaum fräsen.

:hmm: Meinst du nun "neues Silber" oder Neusilber? Denn Neusilber enthält absolut kein Gramm Silber und ist bezüglich Allergien nicht gerade ein ideales Mittel der Wahl.

Weiter ist Silber zwar einfach zu bearbeiten, wenn man darüber hinwegsieht das es sich im Vergleich zu anderen Arbeiten nur recht bescheiden spanend bearbeiten lässt; schmieden, ziehen und pressen geht hingegen sehr schön.

Zu dem ist reines Silber genauso hart wie reines Gold: die passende Legierung um es als Gehäuse zu verwenden muss dann auch her.

Natürlich lässt sich Silber völlig anders bearbeiten als Stahl, dennoch halte ich es für ein Gerücht das gängige Maschinen unseren liebgewonnen Stahl nur schwer bzw. kaum fräsen können. Freiformen in Titan bzw. CobaltChrom Blanks gehen mit 0,3mm Fräser 1a - man braucht halt die passende Maschine, das war aber schon immer so.

Das Problem bei der Bearbeitung fängt dabei an das man entweder eine Maschine mit genug Achsen braucht oder aber die passende Strategie das mit jedem Umspannen dennoch die genaue Position bekannt ist bzw. wieder eingenommen wird. Letzteres gestaltet sich bedeutend schwieriger und bedarf viel Erfahrung und KnowHow, ersteres kauft man sich einfach beim Lieferanten um die Ecke.
 

kababear

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Je nach gewünschter Gehäuse - Geometrie... Würde es nicht mehr Sinn machen, ein käuflichen Gehäuse anzupassen und einen neuen Werkhalter ggf plus Rehaut zu fertigen um die Tige - Höhe zu korrigieren?
Es gibt so viele Gehäuse auf dem Markt (vintage und aktuell) auf deren Basis man arbeiten könnte.
 
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Gödel

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Ich gehe davon aus das der TO ein Einzellstück auf Wunschgeometrie erwerben möchte. Und das geht nicht. Oder glaubst Du ermöchte sein Werk in ein Tauchergehäuse einschalen? Ganz abgesehen davon dass das hinten und vorne nicht passt.


@ VinC

Silber/Neu Silber....weiss nicht mehr, jedenfalls Silber. Ich hatte ein Atelier gefunden das nur mit Silber arbeiten kann.

--- Nachträglich hinzugefügt ---

@ kababaer

die Idee ist generell gut, aber Du musst auf gut Glück kaufen denn die exakten Geometrien sind in fast allen Angeboten nicht enthalten.

Ich nehme an das der TO eine Geometrie im Kopf hat. Diese umzusetzen ist mit Silber am einfachsten.
 

Corakroll

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Hallo, danke für die Antworten. Hatte oben erste Details benannt:In diesem Fall als "billiges Versuchsobjekt" handelt es sich z.B. um ein Handaufzugkaliber Longines 23 ZS mit großem Werkhaltering, Zifferblattdurchmesser 30,5 mm, zur Zeit in 35 mm Gehäuse ohne Krone verbaut in ein größeres Gehäuse zu verarbeiten
Die weiteren Zifferblattdurchmesser würden zwischen 30-31,4 mm je nach Typ/Uhrwerk betragen. Geeignete Werke Omega Bumper 35..., IWC Cal. 89 oder 85. iwc schiff 4.JPG pferd2.JPG

Dieses Zifferblatt zum Beispiel passt mit seinen Füßen in die Lochbohrungen eines IWC Calibers 89. Die alten Gehäuse und Zifferblätter sind jedoch teilweise nicht ganz mein persönlicher Geschmack und auch teilweise nur 35 mm im Durchmesser und wirken an Männerarmen für mich persönlich zu klein. Daher dahte ich an eine individuelle Gehäusegröße
 
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Paulchen

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Ich gehe davon aus das der TO ein Einzellstück auf Wunschgeometrie erwerben möchte. Und das geht nicht. Oder glaubst Du ermöchte sein Werk in ein Tauchergehäuse einschalen? Ganz abgesehen davon dass das hinten und vorne nicht passt.

Was ich glaube spielt kein Rolle, ebenso wovon du ausgehst.
 

Corakroll

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Ja, es wären Einzelanfertigungen, bzw. lediglich wenige Gehäuse gleicher Bauart zum Beispiel für Omega Cal. 354. Zu obigen Zifferblättern würde ich zum Beispiel ähnlich der alten Seamaster Gehäuse aus den 60ern eine größere ähnliche Variante mit einem Durchmessser von ca. 38 mm oder größer machen. Die Originalgehäuse haben teilweise nur 35 mm. Das ist mir zu klein.
 
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deteringgase

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Hmm, frage doch mal bei Rainer Nienaber, Bünde, an. Der macht viel mit Gehäusen, und wenn er was nicht selbst kann, weiß er trotzdem weiter!
Munterbleiben, deteringgase!
 

wecker

R.I.P.
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Hallo
image.jpgimage.jpgimage.jpgich drehe/Feile/schleife mir meine Gehäuse seit Jahren aus Gebrauchtteilen selber, was auch ganz gut gelingt, auch der Durchmesser ist bei diesen Altteilen auf fast modernem Niveau...

Thomas
 
O

osterguentermann

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Es gab einmal einen Uhrenhersteller Kirsch, über den im Uhrenmagazin vor ein paar Jahren berichtet wurde. Der verwendete uralte Technik (eine handbetriebene Presse z.B.) für die Herstellung von Goldgehäusen. Es ist stark davon auszugehen, dass es (noch) einige Goldschmiede gibt, die ein Gehäuse aus Gold, Silber oder Platin anfertigen können - aber ganz sicher wird das nicht billig.
Ich kenne keinen geeigneten Goldschmied, aber anfragen könnte man z.B. bei Leinfelder Goldschmiede München.
In Pforzheim gibt es noch Reister & Nittel RP-Uhrgehäuse GmbH in Pforzheim.
Unter Uhrengehäuse (Uhrgehäuse, Gehäuse von Uhren, Uhr-Gehäuse) - 14 Hersteller, Händler & Lieferanten sind ein paar Gehäusehersteller gelistet (aber kaum für Armbanduhren und vermutlich nicht in Einzelanfertigung).

Tja. Viel Glück!
 

Harpye

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Ich denke auch Rainer nimmt mehr als ein Gehäuse / Charge ab .... Bei vielen Gehäuseherstellern fängt der Rahmen bei dem das Interesse wächst bei 10000 Euro Vertragsvolumen an - kann man mit einem Gehäuse erreichen, aber auch mit 20. Drunter - ( 20 % Steuer 5 % Betriebswirtschaftliches und Material 5-10% Rüstkosten
5-10% Programmierung, Konstruktion ist da sowieso nicht dabei bzw muss beigestellt werden 3..5% Qualitätskontrolle; Beratungsgespräche Maschinenstundensätze von 60 ..100Euro/ h... Du merkst beim europäischen Lohnniveau und qualitativ hochwertiger Fertigung bleibt bei einer kleinen oder mittelständischen Firma da kaum was übrig um die Heizung zu bezahlen und bei kleinen Aufträgen überwiegen halt die Kosten dem Nutzen insbesondere wenn Du daneben einen profitablen Auftrag hast der wegen so etwas liegenbleibt .... Wenn Du Zugang zu einem Fablab hast und die eine einigermaßen gute Drehe haben ( Spanend ist meist wegen der Haftung / Verletzungsgefahr)kritisch und nicht gut vertreten) mach Dir - so Du kannst- selber ein Gehäuse aus Messing und lass es galvanisieren - dann haste was gelernt und das Stück hat dann einen viel höheren Wert für Dich als wenns auf dem Postweg nach Hause kommt!

Ansonsten ... sämtliche Adaptionsmaßnahmen - (ZB Sonderanfertigung; Zeiger?!?; Werkhaltering; Rehaut; Kronentubus etc) kommen mit Montage in Summe auch schon in den oberen hunderter Bereich ohne viel "Anspruch " und "Aufwand" über dem minimal Level verursacht zu haben .
z.B. Werkhaltering ... so die Werkszeichnung vorhanden ist muss zusammen mit dem Gehäuse eine Gesamtkonstruktion gemacht werden un der Werkhaltering fertigungsgerecht herauskonstruiert werden...

Wenn das z.B. im CAD entsteht ...
Werkmaße ( so vorhanden und nicht selber zu messen) in CAD übertragen 1h
Gehäusemaße ( so vorhanden und nicht selber zu messen) in CAD übertragen 1h
Werkhaltering ( nix aufwändiges konstruieren ) 1,5 h
Falls manuell herstellbar - Material richten und Maschine rüsten 0.5h+ Fertigen 1,5h
Falls CNC hergestellt - Material richten und rüsten 0,5h- Programmieren 1h + Fertigen 1h
Messen und Prüfen 0,5h

In Summe ein knapper Tag für den Prozess was den Ring wohl zwischen 250 und 350 Euro teuer werden ließe wenn man nicht zu hohe Stundenlöhne ansetzt aber das auch nicht in der Lehrwerkstatt läuft

... mal kurz pi * Auge hingestichelt hat das Risiko der Gewährleistung und schädigt, wenns gehudelt ist den eigenen Ruf ...und doch gibt's Leute auf beiden Seiten die damit zufrieden sind. Aber spätestens wenn die Uhr verkauft ist und der nächste Eigentümer sie zur Revi bringt taucht das dann in einem Forum auf ... wer wohl diese " Bastelarbeit hingefrickelt hat ....

Alternativ - zumindest Teilweise ist Guss mit Zerstörter Form .... Google mal nach Shapeways... die Drucken ein Wachsmodell nach Deinen Vorgaben und schlämmen das ein bzw Gießen Gold Silber Bronze im Ausschmelzverfahren .... allerdings alle funktionalen Passungen müssen dann von einem echten Könner nachgedreht und gefräst werden ... wodurch der Preis wieder hochgetrieben wird... Du zwar kürzere Spanzeiten hast aber den Gießprozess bezahlen musst ( weniger Edelmetall)... Rüsten und Einmessen des Gießlings düfte aufwändiger sein als aus dem Vollen zu fertigen.

Ausserdem wird es schwieriger wenn Du einen Dreher suchst der sich um seine Wertschöpfung erleichter sieht weil Du Ihm ein vorgefertigtes Teil zur Weiterbearbeitung gibst.... Ausserdem sind nicht alles Gießlegierungen " handgelenkfest...."
 
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Uhrengehäusehersteller

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