[Uhrenbestimmung]: Wer weiß mehr über Mademoiselle Breveté?

Diskutiere [Uhrenbestimmung]: Wer weiß mehr über Mademoiselle Breveté? im Sonstige Uhren Forum im Bereich Uhren-Forum; Das ist Mademoiselle Breveté aus Paris. Sie wurde im Jahr 1871 vom Uhrenhersteller Victor Reclus Breveté hergestellt wie Zehntausende anderer...
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Michi Uhrlaub

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Das ist Mademoiselle Breveté aus Paris. Sie wurde im Jahr 1871 vom Uhrenhersteller Victor Reclus Breveté hergestellt wie Zehntausende anderer Pedulen. Sie scheint zu singen und spielt Laute. In ihrer blumenbestickten Schürze hat sie Rosenblüten gesammelt. Neben ihr liegt eine Tasche aus Tierfell, eine Feldflasche und eine schon etwas ramponierte Schäferschippe oder ein Wanderstock.

Man muss jetzt kein Kunsthistoriker sein, um die Figur der Schäferromantik des ausgehenden 19. Jahrhunderts zuzuordnen.

Wie man sieht, hat die Feuervergoldung an vielen Stellen gelitten, genauso wie die Alabastereinlage und das Zifferblatt. Das Werk jedoch schlägt immer noch zuverlässig jede volle und halbe Stunde auf eine Glocke.

Das Werk ist gemarkt mit der "V. R. Breveté 19302", auf einem Gehäusefuss ist der Name „CHARLES 17“ eingestanzt. Auf der Rückseite des Alabastersockels hat jemand mit Bleistift in Schreibschrift „Mignon 17“ („reizend, nett“) vermerkt, unten in der Holzkonsole prangt in der gleichen Schrift das Wort „Confidence“ („das Geständnis“).

Vielleicht weiß aber jemand im Uhrforum mehr über den Uhrenhersteller, die Gestaltung dieser Massenpendule oder über das Modell? Könnte die Markung „Charles 17“ auf den Vergolder oder den Endabnahmeprüfer hindeuten? Wäre es möglich, dass in Archiven noch Modellkataloge der Firma Breveté existieren?

Liebchen.jpgObere_Ansicht.jpgFigur.jpg19302.jpgCHARLES17.jpg
 
Der Stromer

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Hm.

Ungern zerstöre ich Träume.....

Breveté = Patent. Also, die Mademoiselle ist patentiert:shock:. Aber bitte, dass bezieht sich wirklich nur auf das Werk und nicht den Rest. Das Werk wird so um 1900 herum entstanden sein. Standardwerk der französischen Uhrenindustrie und wie Du ja auch festgestellt hast, zu tausenden hergestellt und verbaut.
Zum Kleid und Figur (besser Fassung): Das ist beileibe keine Vergoldung, sonder einfach Farbe drauf gepinselt und das noch sehr schlecht. Darunter: Zinkdruckguss und keine Bronze.

Alles in allem ein schöne Uhr, wenn man diese Form mag, aber sonst - bitte nicht böse sein - nichts besonderes.
 
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Michi Uhrlaub

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Hallo Ralf-Dieter,

Du hast meine Träume nicht zerstört:-), ich hätte nur noch das Wort "Breveté" nachschlagen sollen. Und dass das Gehäuse nicht aus Bronze sondern aus Zink oder Eisen gefertigt ist, war mir auch klar. Das "Gehäuse" der Uhr wurde mir damals von einem durchaus professionellen Uhrmacher / Uhrenhändler als feuervergoldet verkauft. Oder wurde da auch nur mit Goldfarbe gepinselt? Egal - ich mag Mademoiselle auch mit ihren Schwächen!;-)

Sicher ist die Uhr nichts Besonderes und Massenware, aber ich hätte gehofft, über den Hersteller oder über das "Motiv" noch etwas mehr erfahren zu können.

Hab vielen Dank für Deinen Kommentar, genau wie für Deine anderen professionellen Beiträge hier im Forum!

Michael
 
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Dille

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Feuervergoldung wirft keine Blasen. Das letzte Bild sieht aus wie das missglückte Ergebnis einer Airbrush-Behandlung. Die Uhr ist also mindestens schon mal mit Goldfarbe übergepustet worden.
 
Der Stromer

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Ich vergaß noch: Die Figur der Laute-Spielerin mit den Blümchen in der Schürze symbolisiert die heile Welt, wie sie sich die gestressten Bürger um 1900 herum vorgestellt haben: Auf dem Land ist alles heile und schön:D. Sieht man auch sehr oft auf mittelmäßigen Gemälden dieser Epoche. Solche Kunstwerke hingen fast in allen "guten Stuben", egal ob teures Gemälde oder billiger Druck. Nur hübsch "kitschig" sollte es sein.

Die Prägungen an der Figur sollen wohl eine große und berühmte Gießerei vortäuschen und die 17 eine Qualitätsprüfung suggerieren. Alles in Allem ein Erzeugnis für die Touristik-Industrie Frankreichs, wie bei uns auch die Kuckucksuhren:shock:

Aber: Auch diese Uhren, die bei Leibe nicht billig waren, haben noch heute ihre Liebhaber. Nur eben keine Bronze, kein seltener Guss, keine Vergoldung. Aber richtig Geld hat man schon dafür hinlegen müssen:???:
 
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