Uhren von Kfz-Herstellern als Anerkennung für 100.000 km-Laufleistung

Diskutiere Uhren von Kfz-Herstellern als Anerkennung für 100.000 km-Laufleistung im Vintage Uhren Forum im Bereich Uhrentypen; Das waren noch Zeiten! Wenn der Kilometerzähler so langsam anfing, von 99.999 km auf 100.000 km (bzw. auf 00.000, denn fünfstellige...

DRGM

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Das waren noch Zeiten! Wenn der Kilometerzähler so langsam anfing, von 99.999 km auf 100.000 km (bzw. auf 00.000, denn fünfstellige Kilometerstandanzeigen waren seinerzeit die Regel) zu springen,

Tacho-nullend_02_1600.jpg

dann konnte man sicher sein, dass man in den nächsten Tagen vom Autohaus seiner Wahl gefeiert werden würde: mit einer Anerkennungsurkunde, einer goldenen Anstecknadel, einer Plakette für den Wagen und vor allem mit einer Armbanduhr, welche stolz verkündete, dass man zum erlauchten Kreis der Einhunderttausender zählte.

So verfuhr man nämlich in den fünfziger und frühen sechziger Jahren bei Volkswagen, Ford, Auto Union und anderen Automobilmarken. Wenn der Wagen mit dem ersten Motor ohne nennenswerte Reparaturen die 100.000 km schaffte, dann gab s mehr als nur anerkennende Worte für den sorgsamen Fahrer. Die zugehörigen Autos sind überwiegend nicht mehr existent - die Uhren aber schon.

Wäre schön, wenn Ihr hier Eure Hunterttausender zeigen würdet!

Ich mache mal den Anfang mit den diesbezüglich wohl bekanntesten Uhren, den VW-Uhren.

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Volkswagen begann Anfang der 50er Jahre mit der offiziellen Auszeichnung der Hunderttausender. 1952 und 1954 gab es groß angelegte Treffen, zu denen tausende von VW-Fahrern kamen (natürlich mit ihren Fahrzeugen), welche stolz die 100.000km-Marke überschritten hatten. Da die Volkswagen über die Jahre immer zuverlässiger wurden und es dann schon keine Seltenheit mehr war, die magische Marke mit dem ersten Motor erreicht zu haben, wurde die Aktion irgendwann in den 60er Jahren eingestellt. Bis dahin wurden…. leider kenne ich keine Zahlen, aber jedenfalls sehr viele Uhren verteilt. Das Design der Zifferblätter der allermeisten ausgegebenen Uhren folgt einem wohl von VW vorgegebenen Design-Muster: schwarz mit zwei charakteristischen goldenen konzentrischen Ringen - ein Design, das ein wenig an den Käfer-Tacho jener Zeit erinnert. Es gab aber auch Ausnahmen, auf die ich bei den einzelnen Marken noch eingehen werde.


Die Marken der VW-Uhren

Am häufigsten wurden Uhren der Marken Mauthe und Laco verteilt. Junghans-Uhren sind deutlich seltener, Porta noch seltener, ebenfalls Comet (Zweitmarke von Mauthe). Am seltensten aber sind die Damenuhren von Modena oder Stowa, was schlicht daran liegt, dass Kfz-Halterinnen und -Fahrerinnen in den 50ern eine große Seltenheit darstellten. Bislang ist es mir nur geglückt, VW-Uhren von Laco, Mauthe und Junghans zu ergattern.

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Laco-Sport

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Die Laco war meine erste VW-100k-Uhr. Die habe ich noch zu aktiven Käfer-Zeiten in einem auf Sammleruhren spezialisierten Laden Anfang der 90er gekauft. Seinerzeit war ich überhaupt froh, mal so eine VW-Uhr zu Gesicht zu bekommen, denn das Internet war ja noch in weiter Ferne. Entsprechend kritiklos war ich, als ich mit dem Preisschild konfrontiert wurde. Naja, heutzutage könnte man sie leicht zu einem Bruchteil des seinerzeit gezahlten Preises bekommen, dazu noch im deutlich besseren Zustand, aber was soll’s.

An dieser Stelle muss ich mich mal als Käfer-Fan (a. D.) outen. Vor vielen, vielen Monden hatte ich insgesamt…. es waren glaub’ ich acht Käfer (hintereinander, versteht sich). Highlights waren ein 56er Ovali, ein 59er mit Winkern (war immer ein Spektakel, wenn man abbog) und vor allem ein 1300er von Oktober 1965 mit zornigen 40 PS, Schiebedach und in aufreizendem Fontanagrau (Nicht-Käfer-Fans würden das als Hellgrau bezeichnen). Damit konnte man sogar zu schnell fahren, wie ein Starenkasten Foto beweist:

TRAFFIPAX_1024x766.jpg

Ja, Selfies konnten wir auch früher schon…

Dass es keine Selbstverständlichkeit ist, dass ein Käfer-Motor mehr als 100.000 km aushält, habe ich am eigenen Leibe zweimal erleben müssen: jeweils riss auf der Autobahn und weit entfernt vom Ziel das Auslassventil des dritten Zylinders ab - der typische Käfermotoren-Tod. Dafür war das Beschaffen und Austausch eines Käfermotors jedenfalls seinerzeit kein Problem: waren günstig zu bekommen und für den Austausch benötigte man vier Bierkisten hinten, zwei Bierkisten vorne, einen Wagenheber und übliches Werkzeug. Der Rekord in Käfermotorwechseln soll bei unter 30 Minuten liegen - ich brauchte etwa 2 - 3 Stunden, aber auch nicht länger. Von so einer Aktion habe ich noch ein Foto - leider nur von den Motoren, nicht vom abenteuerlich aufgebockten Käfer. War übrigens in diesem Fall ein 72er Sparkäfer in orange (links der alte, kaputte, rechts der neue(re) Motor):

Käfer-Motoren_FR_1989_72erSparkaefer_854.jpg

Zurück zur Laco. Verbaut ist in dieser ein Durowe 422:

Laco-Sport_VW_04_768x768.jpg

Es gab die VW-Laco aber auch mit Durowe 441. Und mit anderen Zifferblättern, u.a. mit einem weißen ZB. Auch als Automatic (mit Durowe 552) soll es sie gegeben haben.


Mauthe

Meine Mauthe ist die (!) typische VW-Uhr, schlicht, weil sie die weitaus am häufigsten anzutreffende VW-Uhr ist:

Mauthe_VW-100000km_02_1600.jpg

Mauthe_VW-100000km_04_1600.jpg

Ausgerüstet ist sie mit einem Mauthe Kaliber 610 mit 19 Steinen und Contrachoc-Stoßsicherung:

Mauthe_VW-100000km_05_1600.jpg

Mit dem 19 Steinen liegt die Mauthe an der Spitze - alle anderen Marken hatten „nur“ 17 Steine zu bieten.

Es gab die VW-Mauthe aber auch mit den Formwerken Mauthe 1001 (kleine Sekunde) oder Mauthe 1002 (Zentralsekunde). Und mit ansonsten gleichem, aber mit römischen Ziffern versehenen Zifferblatt. Die frühen Mauthe kommen mit einem etwas „knubbeliger“ wirkenden Gehäuse daher, was auch für die Comet gilt. Die ja aus demselben Hause kam und wohl nur ganz am Anfang der Hunderttausender-Aktion ausgegeben wurde.


Junghans

Junghans_VW-100000km_01_1600.jpg

Junghans_VW-100000km_06_1600.jpg

In meiner VW-Junghans ist ein Kaliber J84/S verbaut:

Junghans_VW-100000km_09_1600.jpg

Hier fällt dem aufmerksamen Betrachter noch die Trilastic-Aufhängung auf - eine Spezialität von Junghans. Worauf normalerweise auch auf dem ZB hingewiesen wurde - bei der VW-Uhr jedoch nicht.

Da Junghans Herstellungsmonat und Jahr codiert gestempelt hat, kann man bei der VW-Junghans im Gegensatz zur Mauthe und Laco sicher bestimmen, von wann die Uhr ist: A9 = Januar 1959:

Junghans_VW-100000km_12_1600.jpg

Wie schon erwähnt ist die VW-Junghans deutlich seltener als die Mauthe oder Laco. Dafür ist sie umso variantenreicher. Es gibt sie auch mit einem anderen schwarzen Zifferblatt-Design (ohne die beiden konzentrischen Ringe) oder mit weißem ZB. Neben dem gezeigten Werk J84/S kann ein J84, ein J93/1 oder ein J93/S1 verbaut sein.



So, dann bin ich mal auf Eure Hunderttausender-Uhren gespannt!
 

pallasquarz

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Guten Abend Martin, wie man es von Dir gewohnt ist, hast Du wieder ein Thema kenntnisreich und mit schönen und passend ergänzenden Bildern gestartet :super:
Die sehr seltenen frühen Comet Uhren von Mauthe sind oft in einem grauenhaften Zustand und es werden dafür auch noch äüßerst gesalzene Preise aufgerufen.
Was mir ganz neu war, sind die Porta Uhren, hätte es gar nicht geglaubt, wenn nicht kürzlich eine solche bei ebay angeboten gewesen wäre.
Wie ich erfahren habe bzw. vermute, gab es diese 100000er Uhren gut 10 Jahre lang, so 1961 stellte VW diese Aktion ein.
Von Junghans kenne ich 2 Gehäusevarianten (Bilder folgen).
Zufällig gab es kürzlich im Heft der Brezelfenstervereinigung ein Bild der Damenuhren, das zeige ich noch.

3281858
Comet (Bild aus dem Internet)

3281860
Die spätere Mauthe

3281862
Die etwas kleinere Laco Sport (16 mm Band).
Weißt Du zufällig, ob das bei der Mauthe Leuchtmasse oder bloß grüne Farbe war?

Grüsse Christoph

Handschuhfachuhr_Gesamt.jpg
Was ich jetzt nicht sicher weiß, ob es seinerzeit von VW zusätzlich zur Anerkennungsurkunde noch eine 100000 km Christopherus Plakette gab

PPS eine Ford Uhr wurde hier einmal gezeigt, allerdings weiß ich nicht, ob es eine solche Anerkennungsuhr war
Welche Vintage-Uhr tragt ihr heute? - Teil 2 -

Wie hieß es damals:
Mit am Ford fahrst fort
und mit'm Zug
kummst z'ruck :D

Und noch'n Gedicht für die Furchtlosen ;-)

Wer den Tod nicht scheut
fährt Lloyd.
Und wer das Leben über hat,
fährt Hanomag
 
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Tom-Wien

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Toller Thread, danke! Das mit den Käfer Motoren (3ter Zylinder) unterschreibe ich blind. Motorenwechsel war da schon Routine.
 

jubifahrer

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Hier spiele ich gerne mit, wenn auch nur mit Handy Bildern:
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Ich besitze zwei Laco Sport und zwei Mauthe.
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Meines Wissens nach war die Aktion aber auch daran gekoppelt, dass man brav bis zum erreichen der 100000 an Kundendienstprogramm teilgenommen hat.
Auch musste man das scheinbar einfordern, also automatisch ging es nicht.

Als Hintergrund dient bei mir gerade dieses Buch:
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Mein Exemplar wurde von Herrn Nordhoff Weihnachten 1949 an Herrn Major Hirst geschickt und im Januar 1950 vom Autor signiert.
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DRGM

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Ich danke Euch für Eure freundlichen Worte!


@pallasquarz: Christoph, die grünen Zeichen/Zahlen der Mauthe bestehen ganz sicher aus Leuchtmasse - leider leuchten sie nicht mehr.

Was die Plakette betrifft: die gab es ganz sicher auch mit dem St. Christopherus. Gab es in zwei Versionen. Soweit mir bekannt, wurden aber nur in den allerersten Jahren die Christopherus-Plaketten ausgegeben, später folgten die Versionen ohne den heiligen Mann. Hier sind drei Versionen der Plakette gezeigt:

100.000 km Treffen 1952/54

Die Seite ist aber vor allem wegen der Geschichte der beiden Hunderttausender-Treffen 1952 und 1954 interessant.



@jubifahrer: Danke für’s Mitmachen! Das Buch "Kleiner Wagen in großer Fahrt" (kannte ich bis dato gar nicht) ist mit dem Schreiben von Nordhoff an Hirst ja geradezu als heiliger Gral zu bezeichnen!

Erklärung für alle, die jetzt nicht sooo tief in der Käferei drin stecken: Major Ivan Hirst war nicht irgendein britischer Major, sondern der nach 1945 für das Volkswagenwerk verantwortliche Offizier, dem es zu verdanken ist, dass das Werk nicht (wie eigentlich geplant) demontiert, sondern ganz im Gegenteil repariert wurde und der dafür sorgte, dass die Produktion des Käfers wieder aufgenommen wurde. Und der Heinrich Nordhoff zu VW brachte. Der wiederum VW bis zu seinem Tod 1968 leitete und zu dem machte, was es letztendlich heute ist. Allerdings war er auch ein wenig starrköpfig und ließ sich nicht vom Käferkonzept abbringen, was VW Ende der 60er in Schwierigkeiten brachte, da dem luftgekühlten Boxerprinzip langsam die Puste ausging. Da erinnert er ein wenig an die Verantwortlichen der Auto Union, die ja auch nicht von Zweitakter ablassen wollten.


Was mich zu einer anderen Firma bringt, die analog zu VW ihrer Fahrer mit einer Uhr belohnte: eine Junghans mit Einhundertausender-Widmung der Auto Union:

Junghans_J93_Auto-Union_Still_01_1600.jpg

Zunächst eine Erklärung für das jüngere Publikum: die vier Ringe hatten seinerzeit nur zu einem Viertel mit Audi zu tun. Denn die vier Ringe symbolisieren den Zusammenschluss 1932 der vier vorher unabhängigen Marken Horch, Audi, Wanderer und DKW zur Auto Union. Die vier Marken wurden weiter produziert und wiesen neben ihrem eigenen Markenzeichen noch die Auto Union-Ringe auf. Nach dem Krieg wurde (in Westdeutschland) die Auto Union auf die Marke DKW eingedampft. Bis mit dem Ende der DKW-typischen Zweitaktmotoren die Marke Audi wiederbelebt wurde.

Die Junghans, um die es hier geht, wurde einem glücklichen Hunderttausender übergeben, der ganz sicher einen DKW fuhr. Eventuell sogar einen DKW „Schnell-Laster“, von dem wahrscheinlich das Emblem des Stilllebens stammt. Der Schnell-Laster stand übrigens in Konkurrenz zum VW T1, besser bekannt als „Bulli“.

Zur Uhr:

Junghans_J93_Auto-Union_01a_1600.jpg

Leider ist der Zustand nicht der Beste - sie wurde anscheinend gerne und oft getragen. Dafür entschädigt die Rückseite ein klein wenig:

Junghans_J93_Auto-Union_02a_1600.jpg

Innen kommt die Uhr recht bescheiden daher - sie ist nämlich mit einem Kaliber J93 mit nur sieben Steinen ausgestattet:

Junghans_J93_Auto-Union_04_1600.jpg

Offensichtlich war die Auto Union nicht so spendabel wie VW. Andererseits war der DKW-Fahrer zumindest motormäßig nicht sonderlich verwöhnt, musste er doch mit maximal drei Zylindern auskommen, wobei ihm die DKW-Werbestrategen mit einer mathematisch bedenklichen Gleichung „3 = 6“ suggerierten, dass die drei zweitaktenden Pötte seines DKW F93 einem Sechszylinder mit Viertaktprinzip entsprächen, jedenfalls vom Wirkungsgrad her (vor dem Krieg gab es sogar einen DKW „4=8“).

Da es zwar nur eine siebensteinige, aber immerhin eine Junghans ist, lässt sich das Alter recht genau bestimmen: C6 = März 1956:

Junghans_J93_Auto-Union_06_1600.jpg
 

Faisaval

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Wieder einmal eine sehr beeindruckende Vorstellung von Dir, Martin, zu einer sehr interessanten Uhrengattung. 👍Vielen Dank dafür. :-P Einst hatte ich auch eine VW Mauthe in meinem Sammelsurium.
Und danke Tom für Deine interessante Anmerkung.👌
 
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pallasquarz

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Hallo Martin, danke Dir für Deine informativen Ergänzungen.
August Horch hatte sich ja von Horch getrennt und suchte einen neuen Markennamen, Erklärung von Tom-Wien.
By the way, dürfen es auch ein paar Kilometerchen mehr sein :D


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Diese Lastesel waren bei 100000 km ja erst eingefahren :D

Die Fernfahrer, Folge 1
(weitere Folgen der Serie für Interessierte ebenfalls auf youtube)

Von Mauthe gab es auch so eine Anerkennungsuhr

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Die hier hat mir mein Uhrmacher überlassen, in ihr arbeitet das Mauthe 610, sieht leider aus, als wäre ein Büssing drübergefahren :-(

Grüsse Christoph
 
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LupusSDT

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Ein toller Faden und sehr informativ. Vielen Dank.
In dem Teil der Republik, in dem ein wesentlicher Teil der Auto Union damals verblieb nach Kriegsende, gab es meines Wissens keine Uhren für gefahrene 100.000km. Jedenfalls ist mir in meiner Sammlerzeit bisher kein Stück von Ruhla oder Glashütte dazu aufgefallen.
Fraglich ist, ob Trabi und Co. diese Laufleistungen erreichten mit einer Motorausstattung, angesichts der doch langen Nutzungszeit glaube ich aber schon, dass es doch eine Reihe von Fahrzeugen geschafft haben.
 

Marfin

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Lieber Martin (@DRGM )!

Wie immer: Ich liebe die Auswahl und Gestaltung Deiner Threads!
Und ich kann noch ein wenig beitragen: Auch von MAN gab es zahlreiche Uhren, die für 100.000 störungsfreie Kilometer überreicht wurden. Soweit ich weiß, wurden die Uhren aber auch manchmal beim Kauf eines MAN-LKW verschenkt, auch ein Spediteur erzählte von diversen Gelegenheiten, bei denen diese Uhren übergeben wurden.
Hier eine kleine Auswahl:

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Urkunde: Mit freundlicher Genehmigung von Martin Jäger

Es gibt auch noch eine Junghans mit dem schönen Kaliber J82 für gefahrene 100.000 km mit einem Ford (Fotos von Jens Finkbeiner!):

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Wer die verwendeten Werke sehen möchte: Hier habe ich ein paar aufgeführt: Jubiläumsuhren
 
Zuletzt bearbeitet:

DRGM

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Hallo Christoph (pallasquarz),

Danke für das Zeigen Deiner Büssing-Uhren! Klasse Stücke! Was steckt denn in der ersten Uhr (mit hellem ZB) drin?


@Marfin: na, auf Dich habe ich nur gewartet - wortwörtlich, denn Deine Junghans-Jubiläumsuhren hatte ich vor Erstellung dieses Beitrags mehrfach bestaunt.

Die Ford kannte ich noch nicht. Mit J82? Donnerwetter, hätte ich den Kölnern gar nicht zugetraut.

Wäre prima, wenn Du Deine VW-Junghans hier ebenfalls zeigen würdest, denn das ist ja eine der von mir erwähnten Varianten, nämlich die ohne die konzentrischen Ringe.
 

struwelpeter

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Mein Fahrrad hat seit Anfang 2009 ca. 79.000 km "auf der Uhr". Wenn es so weitergeht, sind die 100.000 in 3 Jahren geschafft. Ob ich den Hersteller schonmal vorwarne, damit er etwas Zeit hat, eine entsprechende Uhr zu designen ;-)
 
Thema:

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