Uhren mit Goldauflage

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Frankman

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Hallo,
was haltet Ihr denn generell von Uhren mit Goldauflage?

Hier z.B. ein Chrono von Sinn mit 40 Micron.
6026-PL.JPG


Wieviel Micron sollte die Goldauflage mindestens haben um viele Jahre zu halten?

Wie dick sind die Goldauflagen, wenn nichts genannt wird, z.B. bei Invicta?


9839-2.jpg



1984 hatte ich mal (ich gestehe und bereue :oops: ) ein goldfarbiges Austern-Fake (mit Quarzwerk!), welches mir auch prompt geklaut wurde.
Da hielt die Beschichtung nur wenige Wochen. Das Teil konnte dann nur noch ab Dämmerung getragen werden.

Danke, Frankman
 
mecaline

mecaline

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Keine Ahnung, weiss nur, dass meine alte Tissot aus den 60ern nach Behandlung durch den Uhrmacher trotz massiver Abriebe erstaunlich klasse wieder aussieht. Mehr als 10 M wird die aber wohl nicht haben
 
SINNlich

SINNlich

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Zunächst: Uhrmacher wissen es sicher besser und können es genauer erklären. Ich versuche es trotzdem.
Es gibt verschiedene Arten des Goldauftrages. Wir sprechen jetzt mal von europäischen Modellen, die nicht "goldfilled" sind, wie die Gehäuse aus Amiland oder solche für diesen Markt hergestellte.
Modelle aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts hatten meist Messinggehäuse mit Goldauflagen von 10 bis 20 Mikron. Es gibt gepflegte Exemplare mit 20 Mikron Goldauflage, die noch heute sehr gut aussehen. Später wurden PVD-Beschichtungen und Auflagen um 2 bis 10 Mikron auf Stahlgehäusen populär. Die sind durch die Bank nicht sehr haltbar. Ich habe schon einen sehr abgewrackten Mido-Oceanstar-Chronometer aus den Mitte-Neunzigern mit PVD-Goldauflage gesehen und konnte binnen eines Jahrs verfolgen, wie aus einer schönen Uhr ein häßliches Entlein durch Überbeanspruchung wurde. Abblätterndes Gold wirkt sehr ärmlich.

Wer Fakes besitzt, muss sich nicht wundern, dass die "Goldauflage" durch die Hemdsärmel abgeschrubbt wird.

Die 40 Mikron Goldauflage der Sinn ist sehr haltbar, da sie erstens doppelt so dick wie Standardvergoldungen und zweitens, glaube ich, auch noch gehärtet ist. Sollte mal meine Exit-Uhr werden, bis ichsie live gesehen habe.
Ich mag "Golduhren", besitze aber nur eine massive und ansonsten Vintages mit Auflage, die noch sehr gut aussehen sowie eine Russenuhr, bei der schon das Messing unter der Goldauflage anläuft.

Also sollte eine Goldauflage mindestens 20 Mikron haben, dann hält sie Jahrzehnte. Das hängt aber von der Beanspruchung ab. Gold auf Stahl ist nicht so haltbar, wie auf Messinglegierungen.

Zu Invicta kann ich nichts sagen. Allerdings finde ich Goldauflagen von solchen, na, merkwürdigen Marken einfach nicht vertrauenserweckend.
Wenn keine Angabe über die Dicke der Auflage gemacht wird, sind es wohl eher 2 als 10 Micron. Daran hat man nicht lange Freude.

Ach ja, ich hab noch einen billigen aber genauen Tempic-Chrono in "Gold", da bin ich mal gespannt, wie lange die Beschichtung hält. Ich trage ihn allerdings sehr selten.

Grüße

Axel
 
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