Uhr verkauft und vom Käufer reklamiert, was tun?

Diskutiere Uhr verkauft und vom Käufer reklamiert, was tun? im Uhrencafé Forum im Bereich Uhren-Forum; Moin Uhries! Folgendes ist passiert: ich habe meine Ingersoll bei ebay verkauft, sie wurde bezahlt und verschickt. Selbstredend habe ich sie...
striehl

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Moin Uhries!

Folgendes ist passiert: ich habe meine Ingersoll bei ebay verkauft, sie wurde bezahlt und verschickt. Selbstredend habe ich sie vor dem Versand nochmal gecheckt und sie war in Ordnung. Also habe ich alles sorgfältig verpackt (wer schonmal eine Uhr von mir bekommen hat, weiss, dass ich das sehr umsichtig mache) und verschickt.

Soweit, so gut. Gerade bekomme ich einen Nachricht vom Käufer, dass die Uhr heil angekommen ist, jedoch der Zeiger der Monatsanzeige lose in der Uhr liegt. Die Garantie und Gewährleistung ist im Mai abgelaufen und ich will ihn auch nicht damit im Regen stehen lassen. Auf der anderen Seite habe ich die Uhr wirklich pfleglichst behandelt und sicher verpackt verschickt.

Wie würdet Ihr verfahren, damit beide Seiten happy sind/werden?
 
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Buteo

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Schaden dem Zusteller melden und als Inhalt ein Messinstrument angeben (die meisten Lieferdienste schließen Uhren meist explizit aus).
Die wollen dann meist Fotos vom Unglück und von der Verpackung... mit etwas Glück wird dir der Schaden samt Porto nach 6-8 Wochen Bearbeitungszeit erstattet.
UPS und DHL sind am unkompliziertesten.
 
eastwest

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Biete ihm die Jazzmaster als Ersatz und nimm die Ingersoll zurück! :twisted: :twisted:

Ne, natürlich nicht: Ich weiß auch nicht, wie ich da entscheiden würde. Denn unglaubwürdig klingt das mit dem Zeiger ja nicht! Haben wir ja schon mehrfach hier gehört. Vielleicht Zuschuß zum Zeigersetzen? Als ich das Problem (Zeiger im Chrono) bei einer JL mal hatte, hat das € 5 gekostet.

Wünsche Dir jedenfalls eine "Erleuchtung".

eastwest
 
eastwest

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Buteo schrieb:
Schaden dem Zusteller melden und als Inhalt ein Messinstrument angeben (die meisten Lieferdienste schließen Uhren meist explizit aus).
Die wollen dann meist Fotos vom Unglück und von der Verpackung... mit etwas Glück wird dir der Schaden samt Porto nach 6-8 Wochen Bearbeitungszeit erstattet.
UPS und DHL sind am unkompliziertesten.
So, wie ich striehl verstanden habe, liegt doch gar kein Verschulden des Versenders vor! Also wäre es Betrug!? :roll:

eastwest
 
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BuranWillie

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War es versicherter Versand? Wenn ja dann musst du wohl die Reparatur bezahlen. Wenn nicht, dann haftest du nicht dafür, da es bei Privatkauf keine Garantie etc. gibt.

Ich hab mal ein GameBoy-Spiel gekauft. Als ich es bekommen hab, hab ich gemerkt, dass es ne Fälschung ist. Ist net so schlimm dachte ich, hauptsache ich kanns spielen, aber das Spiel funktionierte nicht richtig, machen konnte ich nichts, da es ja keine Garantie gab. Hab ihm dann ne schlechte Bewertung gegeben. Musst also vllt au mit einer rechnen.
 
eastwest

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eastwest schrieb:
So, wie ich striehl verstanden habe, liegt doch gar kein Verschulden des Versenders vor! Also wäre es bet**g!? :roll:
Ich hasse die Bevormundung durch ein blödes Programm! Ich weiß selbst, was ich schreiben will:

B E T R U G

So, das hat es nun davon.
 
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Buteo

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Ich lese es so, dass die Uhr und Paket ohne äußeren Schaden angekommen ist, aber der Zeiger lose in der Uhr liegt.
Paket zu fest rumgeworfen + Schrottige Verarbeitung der Uhr.

Wenn die Uhr erst nach einem Tag das zeitliche gesegnet hat, würde ich ihm den Kaufpreis wieder zurück geben und um eine Beerdigung dieser bitten :wink:
Dann wars nicht Schade drum - kostenlose Entsorgung.
 
striehl

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Die Lieferung ging als unversichertes Päckchen raus, ich hatte dem Käufer die Wahl überlassen, ob DHL-Päckchen, oder Paket, er hat sich für die erste Variante entschieden. Soweit ich weiss, gab das äussere Erscheinungsbild des Päckchens keinen Anlass für einen Transportschaden.

Rechtlich gesehen ist die Situation easy: da der Efüllungsort für den Verkauf mein Wohnsitz ist, erfolgt der Gefahrenübergang auf den Käufer ab dem Versand, hinzu kommen die Bestimmungen für den Privatverkauf. Die Uhr war zum Zeitpunkt des Gefahrenübergangs nachweislich einwandfrei. Aber darauf will ich mich nicht ausruhen, der Käufer soll schliesslich mit der Uhr happy werden und ich möchte ihn evtl. gerne guten Gewissens hier ins Uhr-Forum einladen können.
 
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Buteo

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Bei unversicherten Versand hat sichs eh schon erledigt ... um welchen Betrag der China-Manufaktur gehts?
 
striehl

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Klimpergeld: satte 121,- Eurotalerchen, mir geht es ehr um das Prinzip und natürlich um die Zufriedenheit meines "Kunden".
 
rainers

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Dann schick Ihn zum Uhrmacher.Für 10-15 € wird der Zeiger wieder angeklebt.Die kannst Du Ihm ja erstatten.
Rainer
 
Chronischer_Fall

Chronischer_Fall

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Ich sehe das wie rainers.

Habe selbst mal einen Monitor über die Bucht veräußert. Bei mir war das Gerät noch in Ordnung. Am Rechner des Käufers hat's nicht mehr funktioniert (habe das persönlich überprüft, er wohnte nicht so weit entfernt). Um es für alle Beteiligten einigermaßen zufriedenstellend zu lösen - böses Blut und Stress wiegen oft erheblich schwerer als ein paar Euro - haben wir das Ganze wieder rückabgewickelt. Anschließend habe ich den Monitor für ca. 50 Euro reparieren lassen und erneut verkauft. Der Erlös lag bei vielleicht 500 oder 600 Euro. Resultat, bis auf die 50 Taler, die ich weniger im Portemonnaie hatte, war alles bestens und vollkommen streßfrei. Zudem habe ich vom Erstkäufer noch einen ausführlichen und sehr wertvollen Bewertungskommentar erhalten. Ich nehme mal an, bei der Ingersoll-Reparatur geht es um ähnliche Relationen. Deshalb mein Rat: zurücknehmen, reparieren lassen, erneut verkaufen und die paar Euro Differenz als Pech verbuchen. Alles andere lohnt den Aufwand nicht!
 
U

uhrenbine

Gast
Hallo Striehl ,

ich habe schon einige Uhren bei ebay verkauft und gekauft . Ich möchte Rainers rechtgeben . Beteilige dich an den Reparaturkosten oder nimm die Uhr komplett zurück ,reklamiere sie auf Kulanz beim Hersteller oder lass sie selbst reparieren und verkauf sie guten Gewissens nochmal . Das mit der Garantie bei Privatverkauf ist ja alles schön und gut ,aber sich darauf zu berufen bringt nichts . Manche Verkäufer meinen sie könnten einem den letzten Schrott verkaufen und schreiben dann, ätsch ,hast aber keine Garantie und Gewährleistung . Das ist echt mieß. Ich habe auch schon mal eine Uhr zurückgenommen und das Geld zurückertsattet und bekam trotzdem ne Negative verpaßt .
Noch was ,ein normales ,versichertes Paket der DHL bzw. Post ist bei Verlust oder Beschädigung von Wertgegenständen z.B Uhren , Schmuck .... nicht abgesichert ,dafür bietet die DHL extra Wertpakete ( Valuepacks)an ,die um die 30 Euronen kosten . Ich versende sehr oft und kenne mich deshalb bestens aus .

Viele Grüße

Bine
 
striehl

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Ja, so ähnlich sehe ich das auch, ich lasse mir jetzt mal vom Käufer die beigelegten Belege faxen und sehe mal, was Ingersoll dazu sagt.
 
RiGa

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rainers schrieb:
Dann schick Ihn zum Uhrmacher.Für 10-15 € wird der Zeiger wieder angeklebt.Die kannst Du Ihm ja erstatten.
Rainer
Hi, striehl!

Als Dritter im Bunde möchte ich mich auch rainers Meinung anschließen - hier wird mit einem minimalen Aufwand Dein von Dir erwünschter maximaler Effekt erzielt.

Viel Glück + gute Regelung,
Richard
 
G

Geisterfahrer

Gast
striehl schrieb:
Ja, so ähnlich sehe ich das auch, ich lasse mir jetzt mal vom Käufer die beigelegten Belege faxen und sehe mal, was Ingersoll dazu sagt.
Die können vor Lachen nicht :?

Antwort.... nachdem Dein Mail durch sämtliche Büros zur Aufmunterung geschickt wurde.................

Zeiger ab = normal!
Garantie= keine!
Was du wolle?

IHR INKERSOLL-TEAM

Geist :oops:
 
F

Franziskuss

Gast
Wenn die Uhr ca. 120 Euro gekostet hat, dann bezahle halt die Reparatur!
Aber lass dir eine AKTUELLE!! Quittung geben und bezahle dann, mehr als 20 Euro sind das sicher nicht!

MANCHMAL FÄNGT MAN EINEN BÄREN UND MANCHMAL WIRD MAN VON EINEM BÄREN GEFRESSEN,,,
 
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Aber wenn ich schon höre: "bei Privatverkauf gibt es keine Garantie", dann wird mir schlecht. Gemeint ist meist Gewährleistung und die gilt sehr wohl auch bei Privatverkäufen, wenn man sie nicht ausgeschlossen hat.
 
F

Franziskuss

Gast
Ich erinnere aber auch noch mal an die verschiedenen Kauf-Parteien:

Zwei Privatpersonen schließen eine Gewährleistung rein vom Gesetz her doch schon aus, anders als bei einem einseitigem Handelskauf
(Privatperson-Kaufmann)

Aber hier das Gesetz dazu:

Wenn Verbraucher zum Beispiel bei eBay etwas veräussern, haften auch sie, ebenso wie die professionellen Händler, für die Mangelfreiheit das verkauften Gegenstandes. Selbstverständlich sollten die Angebote bei eBay immer ehrlich gestaltet werden, also eventuelle Mängel darin angegeben werden. Doch es kann schon mal vorkommen, dass der Verkäufer einen Mangel trotz sorgsamer Prüfung nicht erkennen kann. Um sich vor etwaigen Ersatzansprüchen des Käufers zu schützen, können private Verkäufer ihre Haftung mit einer Klausel in dem Angebot ausschliessen.

Dabei wird zwischen zwei oft verwechselten Ausdrücken unterschieden, Gewährleistung und Garantie. Während die Garantie ein freiwilliges Haltbarkeitsversprechen des Herstellers ist, ist die Gewährleistung eine gesetzlich festgelegte Mängelhaftung des Verkäufers. Was aber, wenn der private Verkäufer in seinem Angebot eine Garantie ausschliesst, doch eigentlich die Gewährleistung meint? Das Landgericht Osnabrück hat sich mit einem solchen Fall befassen müssen und es den privaten Verkäufern leicht gemacht.

Eine private Verkäuferin erstellte ein Angebot bei eBay. Darin bot sie einen Pferdeanhänger zum Kauf an, den sie als gut gepflegt beschrieb und den auch der TÜV einige Monate vor der Offerte ohne Beanstandung abgenommen hatte. In ihrem Angebot band sie die Klausel `Es ist ein Privatverkauf, daher keine Garantie´ ein und nach Besichtigung durch die spätere Käuferin versteigerte sie den Pferdeanhänger für 1.030,- €. Doch die Käuferin beklagte nach der Übergabe diverse Mängel, wie einen verfaulten Holzboden, ein verrostetes Fahrgestell und verlangte von der Verkäuferin die Beseitigung dieser Mängel. Als die dieser Aufforderung nicht nachkam, weil sie der Meinung war, es bestehe kein Mangel und sie habe den Gewährleistungsanspruch wirksam ausgeschlossen, trat die Käuferin von dem Kauf zurück und wollte die Erstattung des Kaufpreises vor Gericht erstreiten.

Die Richter urteilten zugunsten der Verkäuferin. Aus der Formulierung des Ausschlussklausel ergebe sich hinreichend, dass sie für etwaige Fehler an dem Pferdeanhänger nicht haften wolle. Durch die Verwendung des Begriffs `Privatverkauf´ sei ohne weiteres erkennbar gewesen, dass sich die Verkäuferin von den Pflichten eines gewerblichen Verkäufers entbinden wolle und der Zusatz `daher keine Garantie´ mache deutlich, dass dies die gesamten Gewährleistungspflichten betreffe. Dass lediglich die Garantie ausgeschlossen werden sollte, hielten die Richter für unwahrscheinlich. Schliesslich sei die Garantie etwas, das normalerweise nur in dem gewerblich Bereich eine Bedeutung habe. Zudem würden Laien den Begriff Garantie oft fälschlicherweise mit Gewährleistung gleichsetzen. Die Käuferin hätte von dem Vertrag nur zurücktreten können, wenn die Verkäuferin die Mängel arglistig verschwiegen hätte, obwohl sie ihr bekannt gewesen wären. Doch auch bei einer Besichtigung seien die Mängel nicht deutlich geworden und auch der TÜV habe den Pferdeanhänger zuvor ohne Beanstandung abgenommen.


(Aktz.: 12 S 555/05)
 
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