Uhr defekt wieder bekommen

Diskutiere Uhr defekt wieder bekommen im Uhrenwerkstatt Forum im Bereich Uhren-Forum; Hallo, ich hab ein Problem. Ich habe meine Omega cal.1012 zu einem Juwelier gebracht, um die Zeiger neu setzen zu lassen, da es mich gestört...

Omegasteven

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Hallo,
ich hab ein Problem. Ich habe meine Omega cal.1012 zu einem Juwelier gebracht, um die Zeiger neu setzen zu lassen, da es mich gestört hatte, dass das Datum schon um 16:30 umgesprungen ist und ich wollte, dass das Datum genau um 24:00 Uhr umspringt. Das Problem ist jetzt ich habe die Uhr zurück bekommen und jetzt ist sie defekt. Der Juwelier meinte zu mir, dass es bei der Uhr nicht möglich ist die Zeiger neu zu setzen. Ich hatte ihn dann darauf angesprochen, dass die Uhr jetzt kaputt ist und sich nicht mehr aufziehen lässt. Er meinte zu mir, er weis auch nicht was damit ist. Er hatte die Uhr zu einem Uhrmacher gegeben und wird da nochmal nachhaken. Ein paar Tage später stellte sich heraus, dass beim Uhrmacher, wo er die Uhr geöffnet hatte, das Datumzwischenrad Aufzugswelle gebrochen ist. Der Juwelier sagte mir, er versuche jetzt ein Zahnrad irgendwie nochmal aufzufinden aber er kann nichts versprechen. 2 Wochen später bin ich nochmal hin und er meinte zu mir, er hat leider keinen Ersatz gefunden. Daraufhin meinte ich dann zu ihm, ob der Uhrmacher dann dagegen versichert ist, weil die Uhr war ja, bevor ich sie zum Juwelier gebracht hatte, voll funktionsfähig und jetzt ist sie kaputt. Als Antwort bekam ich, nein er ist nicht gegen sowas versichert und das gehört zum Risiko bei so alten Uhren, wenn man die öffnet das dabei was kaputt gehen kann. Jetzt sitze ich auf der Uhr und weis nicht, was ich machen soll. Muss der Juwelier oder der Uhrmacher wirklich jetzt nicht dafür grade stehen? Bin dankbar für jede Antwort.
 

Natal-Rasch-Eid

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Wenn die Uhr das Datum um 16:30 Uhr schaltete, dann war doch vorher schon etwas kaputt.
Ab Werk war das sicherlich nicht.
 

Omegasteven

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Der Juwelier meinte zu mir das es normal seie bei Automatik Uhren das die nicht immer genau um 24:00 Uhr umschalten. Man kann es machen mit den Zeiger neu setzen aber muss man nicht unbedingt machen nur wenn es einen halt stört und mich hatte es gestört.
 

carondeb

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Also wenn du kein Troll bist dann ist der Uhrmacher fachlich inkompetent. Oh, sehe grade "Juwelier" - hm, mit einer Omega zum Juwelier...?
 

Omegasteven

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Ja mit einer Omega zum Juwelier. Die Omega hat 280€ gekostet ist aus den 70er Jahren. Der Juwelier hat die Uhr ja einfach zu einem Uhrmacher weiter gegeben.
 

BSBV

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Moin,
ich kenne die Geschichte der Uhr nicht, aber das was vorher kaputt gewesen sein soll, das stimmt so nicht, denn das Datum hat ja geschaltet. Nur zur falschen Zeit. Das kann man, wenn man nur etwas von Uhren / Werke versteht, durch Zeigersetzung, richten.

Meine Vermuntung, dieser "Uhrmacher" hat / hatte Null (0) Ahnung, denn das "" (...) dass beim Uhrmacher, wo er die Uhr geöffnet hatte, das Datumzwischenrad Aufzugswelle gebrochen ist. (...) geht nicht einfach so.
Hier ist der Juwelier in der Verantwortung.

Ich sehe hier 2 Möglichkeiten.
1. Mit dem Juwelier reden, und dieser muss das in Ordnung bringen.
2. Die Uhr zur Omega senden und dort auf Kosten des Juweliers richten lassen.
 

Schraubendreher

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Hallo Steven,

was genau ist bei der Uhr denn jetzt, nach der Reparatur, defekt? Du schreibst " Datumzwischenrad Aufzugswelle gebrochen". Das sind zwei völlig verschiedene Teile. Ein defektes Datumzwischenrad kann dafür sorgen, dass das Datum zur falschen Zeit schaltet. Deshalb vermute ich mal, dass das schon vor der Reparatur defekt war. Eine gebrochene Aufzugwelle führt dazu, dass man die Uhr nicht mehr aufziehen und stellen kann. Und wenn man an der Krone zieht, hat man sie in der Hand. Ist das der Fall?

Eine neue Aufzugwelle zu bestellen sollte möglich sein, Boley (ein Großhändler) listet sie als nicht am Lager, aber bestellbar. Damit könnte der Uhrmacher zumindest den Zustand der Uhr vor der verunglückten Reparatur wiederherstellen. Wenn wirklich nur die A-Welle gebrochen ist! Schlimmstenfalls schaltet das Datum gar nicht mehr, aber wenigstens läuft die Uhr und lässt sich aufziehen und stellen.
Und dann muss man mal sehen was man weiter macht. Vielleicht die Uhr zu einem fähigen Uhrmacher geben. Eine Reparatur bei Omega selbst wird eventuell vierstellig.

Bis dann:
der Schraubendreher
 

Omegasteven

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BSBV danke für Deine Antwort. Ja ich hatte die Uhr ja zum Juwelier gebracht, weil ich wollte nur die Zeiger neu gerichtet haben. Er meinte zu mir, dass wird ca. 10€ kosten und dann schaltet das Datum wieder bei 24:00 Uhr. Wo das Zahnrad gebrochen war, sagte der Juwelier zu mir bei Omega gibt es leider keine Ersatzteile für so alte Uhren. Er versuche wo anders dieses Zahnrad aufzufinden. Wo ich jetzt die Uhr wieder abholen wollte, meinte er zu mir, er hat kein Ersatz gefunden. Ich sagte dann zu ihm, ob der Uhrmacher dann versichert ist, weil schließlich hat er das Zahnrad ja auch kaputt gemacht. Er sagt nur nein, da kann man nichts machen das gehört zum Risiko das bei so alten Uhren wenn man die aufmacht, was kaputt geht. Also reden mit ihm hatte nichts geholfen und wenn ich die Uhr zu Omega schicke, geht es ja auch nicht so einfach dann zu sagen das der Juwelier dann die Kosten zahlen soll. Weis leider echt nicht, was ich momentan machen soll.
 

Omegasteven

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Hallo Schraubendreher,
vielen Dank für Deine Antwort. Diesen Zettel im Anhang, hatte der Juwelier mir mitgegeben. Also die Krone lässt sich ganz normal rausziehen, aber sobald ich in eine Richtung drehe, passiert halt nichts, egal in welcher Stellung die Krone ist.
 

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Paulchen

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Dein Ansprechpartner ist der Juwelier, ihm hast du die Uhr zur Reparatur überlassen!
Ob er das selber erledigt, oder weiter gibt - egal.
Hast du einen Reparaturschein mit AGB oder ähnliches erhalten?
 

Romanow

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Da juckt es mich doch schon wieder. Teile für das 1012 sehe ich in der Bucht...
Duck und weg.
Viele Grüße
Roman
 

BSBV

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Das 1012 gehört zur Familie der 1000er-Werke und wurde von 1972-1984 hergestellt. Stückzahl ca. 126.000
Teile für eine 1012 findet man in der Tat u.a. bei e-Bay.

Das ein Datumzwischenrad derart defekt ist / war, das hatte ich bei meinen Vintageuhren noch nie.
 

Schraubendreher

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Es ist zu lange her, dass ich das Werk repariert habe, ich habe die Teile und den Aufbau von Aufzugmechanismus und Datum nicht mehr vor Augen. Das durchgebrochene Rad sieht sehr groß aus für ein Datumzwischenrad. Aber das muss nichts heißen, die 1000er Serie hat einen seltsamen Aufbau und ist schnell wieder vom Markt verschwunden. Vielleicht ist die Welle am Vierkant gebrochen, was ungewöhnlich wäre, aber vorkommt. Das würde erklären, dass sie nicht lose ist, aber nichts mehr tut.

Geh noch mal zum Juwelier. Der Uhrmacher soll eine neue Aufzugwelle besorgen und einbauen. Das Datumzwischenrad wird vermutlich vor der Reparatur schon defekt gewesen sein. Ich denke es ist auseinander gefallen, als der Uhrmacher die Deckplatte abgeschraubt hat.
Aber das ist Spekulation.
 

Rostfrei

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rechts scheint das große Zwischenrad für Spannrad zu sein - sitzt innerhalb der Automatik.
links ist ein Kronrad - da gebrochen, kann die Uhr nicht mehr aufgezogen werden - passt also zur Fehlerbeschreibung.

Werden ohne das nötige Fachwissen und Spezialwerkzeug die Zeiger gesetzt, kann das leider mit großem Schaden enden. Der Klassiker sind gebrochene Sekundenradtriebe und beschädigte Automatikkomponenten

Edit: Wer miträtseln will: hier hat man einen guten Einblick:
Revision - Revision Omega Genéve Kaliber 1012
 
Zuletzt bearbeitet:

LBeck

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Ich finde der Juwelier macht es sich etwas einfach. Mag sein,dass da keine Versicherung greift, aber der Juwelier haftet auch für Fehler seiner Mitarbeiter und Subunternehmer dem Kunden gegenüber. Wie die Beiden dies unter sich klären sollte nicht das Problem des Kunden sein. Die Uhr funktionierte vorher und nach Rückgabe ging nichts mehr. Das beim öffnen etwas kaputt geht mag das Risiko des Uhrmachers sein, aber sicher nicht die Schuld des Kunden. Dann soll der Juwelier nicht die Kunden mit solchen Traumpreisen zum Auftrag locken. 10,- wäre doch ein Witz für fachlich gute Arbeit. Ob da wirklich ein Uhrmacher dran war wage ich zu bezweifeln.
 

luckycop

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Hallo,

ohne nähere Kenntnisse, "wer wann genau was gesagt hat", ist eine Einschätzung sicherlich schwierig, aber ich glaube nicht, daß es da zu einer gütlichen Einigung kommt.

Und ob die Einschaltung eines RA zum gewünschten Erfolg führt, wage ich bei unserer deutschen Gerichtsbarkeit zu bezweifeln.

Vielleicht findet sich hier im Forum jemand, der die Uhr wieder "für kleines" wieder flott machen kann.

Ich drücke die Daumen...

Gruß
 

be4real

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Jeder Juwelier sollte eine Betriebshaftpflichtversicherung haben und somit gegen einen solchen Fall versichert sein! Die BHV inkludiert übrigens das Risiko von Subunternehmerleistungen, wie den Uhrmacher, an den er die Uhr weitergegeben hat.
 

LBeck

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Ich frage mich aber was dies für ein Juwelier sein soll. Nimmt eine Vintageuhr!!! eines Luxusherstellers!!! an mit einer Fehlerbeschreibung des Kunden. Hat selbst keinen Uhrmacher im Haus und nennt vorab einen extrem günstigen Preis von 10,- in diesen Fall. Die Uhr wird dann an ein anderes Unternehmen weitergeleitet.
 
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