Uhr aus dem 1. Weltkrieg - Wert?

Diskutiere Uhr aus dem 1. Weltkrieg - Wert? im Herrenuhren Forum im Bereich Uhrentypen; Nabend, ich habe wiedermal eine Uhr geschenkt bekommen und würde gern von euch wissen, wie viel diese Uhr Wert ist? Folgends ist mir über diese...
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Fabian

Gast
Nabend,

ich habe wiedermal eine Uhr geschenkt bekommen und würde gern von euch wissen, wie viel diese Uhr Wert ist? Folgends ist mir über diese Uhr bekannt:

"Im 1. Weltkrieg sammelte der Staat mit dem Slogan "Gold geb ich für Eisen", dadurch das simple Lederetui" in der Uhr selbst steht folgendes: "ACIER sowie die Zahl 1 ___ 27343". Die Uhr funktioniert noch zu 100%!

So nun hier die Bilder:


uhr1tq4.jpg


uhr2yp7.jpg


uhr3ga3.jpg


uhr4pl5.jpg


uhr5oj2.jpg


uhr6oy0.jpg


uhr7sp8.jpg


Würde mich über Antworten von euch freuen :wink: !
 
SINNlich

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Sehr schön, ich würd mir sowas auch mal öfters schenken lassen! "Acier" heißt einfach "Stahl" auf französisch. Es ist eben ein Stahlgehäuse, vermutlich aus Frankreich oder aus der Schweiz. Das Armband war die frühe Art (aufgekommen im WW I) Taschenuhren, wie diese Lepine, am Arm zu tragen. Das sieht nach einer Damen-Taschenuhr aus, die vielleicht wirklich mal in einem Goldgehäuse gesteckt hat. Gehäuse und Zifferblatt passen nicht so recht zusammen. Wenn Du den zweiten Gehäusedeckel öffnest, kannst Du das Werk sehen. Das gibt dann mehr Auskunft über den Wert. Alles Weitere wird Dir Microlisk viel besser erklären können. Aber bei sowas kann ich die Klappe auch nicht halten. Herzlichen Glückwunsch!

Axel
 
SINNlich

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Wenn Du den Außendeckel der Lépine, also der Uhr, öffnest, erscheint dahinter gleich ein zweiter Deckel. Schau mal, ob der auch mit einem Scharnier am Gehäuse angeschlagen ist. Normalerweilse hat dieser Deckel eine kleine "Lippe", unter der Du vorsichtig ein Gehäusemesser oder ein ähnlich flaches Werkzeug unterschieben kannst. Dann vorsichtig aufhebeln, ohne allzuviel Kraftaufwand. Dann solltest Du einen Blick auf das Werk erhaschen können. Im Zweifelsfall rate ich Dir auf jeden Fall, erst zum Uhrmacher zu gehen. Der öffnet Dir die Uhr ohne Beschädigung und kann Dir auch mehr zum Werk sagen. Ich hab mal recherchiert: Diese Lederkapseln gibt es schon seit den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts, damit auch Frauen mal ihr Ührchen am Handgelenk tragen konnten und das Militär eine praktische Uhr hatte. Das Gehäuse ist klar für solche Kapseln hergestellt worden. Beim Zifferblatt handelt es sich aber auf jeden Fall um ein Schmuckblatt, das für eine zivile Uhr gestaltet wurde. Die Uhr ist bei einem versierten Uhrmacher gut aufgehoben, damit das Werk mal gereinigt und geölt wird.

Grüße

Axe
 
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Ricola

Gast
Ich hab keine Ahnung, was das wert ist, aber ich find die Uhr wunderschön! Vielleicht willst du sie mal bei Kunst und Krempel schätzen lassen?

Meines Erachtens solltest du sie nicht laufen lassen, bevor du sie hast revidieren lassen. Wenn die Fette verhocken und das Werk blockieren, könnten die Triebe verbiegen (so hat es mir jedenfalls mal ein Uhrenkonstrukteur empfohlen bei meiner 1951'er Zenith)

Pass gut auf sie auf :-)
 
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Fabian

Gast
SINNlich schrieb:
Wenn Du den Außendeckel der Lépine, also der Uhr, öffnest, erscheint dahinter gleich ein zweiter Deckel
Ich hatte ein paar kleine Kratzer gefunden, dort hatte ich es dann mit einer alten Rasierklinge (die ganz flachen) probiert und das Gehäuse ging sofort auf, Bild ist unten zu sehen!

Ricola schrieb:
Vielleicht willst du sie mal bei Kunst und Krempel schätzen lassen?
Dazu müsste ich doch extra in`s BR - Studio nach München fahren, sehe ich das richtig? Kennst du evtl. sonst noch ein Forum etc. die mir den Wert der Uhr sagen könnten, mithilfe der Bilder? Ein normaler Uhrmacher kann den Wert wohl nicht schätzen oder?

Ricola schrieb:
Meines Erachtens solltest du sie nicht laufen lassen, bevor du sie hast revidieren lassen

Leider schon zu spät .....!

Ricola schrieb:
Pass gut auf sie auf :-)

Mach ich doch, liegt ganz brav im Schreibtisch :P !



Hier noch ein Bild vom Gehäuse inneren:

uhr1kb0.jpg
 
SINNlich

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Na ja, ich bin kein Fachmann. Das Werk sieht recht simpel aus. Lagersteine sehe ich keine, sind wohl Messinglager, die ich erkennen kann. Der Rücker steht auf "Vollgas" ("A"für "Avant"), Also wird es ziemlich verharzt sein, und zwar schon länger. Gemarkt scheint es auch nicht zu sein, oder findest Du da einen Stempel? Ich würde das Werk auf jeden Fall revidieren lassen, wenn Du noch was davon haben willst. Ansonsten ist das ein schönes Erinnerungsstück. Hier ist eindeutig ein Taschenuhrensachverständiger gefragt! Behalte sie in Ehren!

Grüße

Axel
 
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