Übergabe beim Konzessionär

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Skletti

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Hallo Ihr Lieben,

Hier im Forum liest man immer wieder, im Zusammenhang mit Uhrenkauf, von Privat zu Privat, dass die Übergabe bei einem Konzessionär stattfinden sollte, zweck Überprüfung der Echtheit.

Jetzt mal angenommen, man hat keinen „Stammkonzi“ (um mal dieses fürchterliche Wort zu benutzen), den man konsultieren kann.

Man spaziert also in einen beliebigen Uhrenladen rein, womöglich ohne Termin und konfrontiert den Händler, Uhrmacher, Verkäufer … , mit einer Anfrage einer Echtheitsüberprüfung.

Ist man bereit, für diesen Dienst zu bezahlen, oder wird das gratis erwartet? Davon mal abgesenen, im Falle einer Überprüfung übernimmt der Mensch doch eine enorme Verantwortung, oder nicht? (Es gibt so viele verschiedene Uhrenmodelle und die Fakes werden auch immer besser, wie man so liest)

Ich habe nicht vor es zu tun, meine China-Skeletties sind alle unverkäuflich (so, oder so) ;-) , ich kann mir einfach nur das obere Szenario nicht so richtig vorstellen und es fühlt sich für mich auch gar nicht stimmig an.

Ist das „im richtigen Leben“ trotzdem so üblich, beziehungsweise, hat das wirklich schon jemand erfolgreich gemacht, oder gehört das Ganze auch in die Rubrik „Forumsfolklore“?
 

Mueller27

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... oder gehört das Ganze auch in die Rubrik „Forumsfolklore“?

Ja so ist es.
Wie Du oben selbst schon richtig ausgeführt hast, passt das nicht ins Geschäftsmodell eines Rolex-Konzessionärs.

Außerdem - und das wäre für mich, wenn ich Rolex-Konzi WÄRE, das Hauptargument: Wenn Du sowas 1x für umsonst gemacht macht hast, oder meinetwegen auch für noch günstige 50€, dann hast Du nächste Woche den Laden voll mit zwei Dutzend Leuten die Dir ihre Dachbodenfunde und E-Bay Schnapper vorlegen. Und das als Dienstleistung für eine Klientel die nicht unbedingt deiner Zielgruppe als Konzi in 1A-Lage entspricht.

Klar gibt es im Forum Member, die sagen dass Ihr Konzi für sie solche Bewertungen und Gutachten für den berühmten 10er in die Kaffekasse gerne macht, aber da muss Du schon ein Jahrzehnt lang gut kaufender Stammkunde sein.

Carsten
 

mistertomcat

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Keiner muss deshalb zum Konzi rennen... ich stelle jedes beliebige Zertifikat aus... auch online... in dringenden Fällen auch Krankmeldungen oder Grundbucheinträge... über den Preis muss man reden. ;-)
 

hovi

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Wenn kann es nur ein Freundschaftsdienst sein!

Warum sollte ein Juwelier die Haftung für eine Falschberatung übernehmen?
 

Dille

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Eine Echtheitsüberprüfung sollte eigentlich jeder Konzi machen, der die Marke führt. Heißt in der Praxis: Die Uhr wird zum Hersteller geschickt. Kostenpunkt verhandelbar.
Die Verkäuferin am Thresen wird dir dort sicher nicht die Echtheit bestätigen (können).
Ich weiß daher auch gar nicht, was eine "Übergabe beim Konzi" in der Praxis bringen soll. Der hauseigene Uhrmacher vor Ort öffnet sie, wenn er überhaupt dran geht, und sieht auch nur dasselbe wie du.
 

freak31

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Also mein Konzi macht das nicht.
Er würde die Uhr mach Köln zur Überprüfung schicken.
Er würde höchstens ein Gangbild und WD machen.
Echtheit wird aber nicht bestätigt.
Laut seiner Aussage darf er das bei Rolex auch nicht.

Bei Omega kannst du anhand der Seriennummer in Pforzheim anrufen und fragen obs zur Uhr passt.
 

Uhr-Enkel

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Es gibt eine Reihe von Fälschungen, die eine real existierende Seriennummer von Omega haben. Allein auf die Seriennummer sollte man sich besser nicht verlassen.
 

G-Shock

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Kommt immer drauf an: ich habe hier vor Jahren mal eine Vintage-Rolex an ein nettes UF-Mitglied verkauft, Eye to Eye. Wir sind dann zu meinem lokalen Konzi gefahren (Omega, Chronoswiss, Piaget, etc.) und ich habe ihm meinen Uhrmacher vorgestellt, der bei Rolex lernte und kurz vor der Rente stand. Er kannte meine Vintage, da er sie schon mal revisionierte und hatte Freude daran, dem Käufer darzulegen, warum er diese Uhr sehr gerne auf dem Tisch hatte. Inclusive Blick ins Werk, "abdrücken" (unter Vintage-Gesichtspunkten) sowie Ausdruck eines kleinen Protokolls der Zeitwaage.

Kostenpunkt? Nix. Hat er gerne gemacht. Über ein Pfund Jacobs Krönung freute er sich dennoch ;-)

Unangekündigt zum unbekannten Konzi? No go, sorry. Wenn schon eine Prüfung, dann per Einschicken an den Hersteller incl. entsprechender Expertise über die Echtheit, bestenfalls in Verbindung mit einer Revi, falls nötig.
 

Spezimatiko

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Keiner muss deshalb zum Konzi rennen... ich stelle jedes beliebige Zertifikat aus... auch online... in dringenden Fällen auch Krankmeldungen oder Grundbucheinträge... über den Preis muss man reden. ;-)

....selten so gelacht hier....

Aber im Ernst, ich glaube auch das geht nur in bestimmten Konstellationen und wenn ich Zweifel habe, dann ist es schwer die auch noch auszuräumen
 

schnauzi

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Übergabe beim Konzi möglich, liest sich in einer Anzeige gut ( dann muss ja die Uhr echt sein ). Der Verkäufer weiss aber genau, dass es so nicht funktioniert.
 

Sister Ray

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Im WDR Fernsehen lief mal eine Reportage über Pfandleihen.

Dort mit einer gefälschten Uhr vorstellig werden kann man vergessen.

Laut der Reportage kennen die alle Kennzeichen um einen Fake zu erkennen.
 

anmita

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Mir würde es nicht in den Sinn kommen so eine Übergabe beim Konzi durchzuführen, weder als Käufer noch als Verkäufer.

Auch bin ich mir nicht so sicher, dass allen Käufern bewusst ist, dass so eine Übergabe beim Konzi höchstens die Ausnahme ist und in der Regel nicht stattfinden wird, aus welchen Gründen auch immer.

Wenn ich unsicher bin muss ich eben einen vertrauenswürdigen Verkäufer suchen oder gleich zum Konzi gehen.
 

hushhush

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Kann mir nicht vorstellen, dass jeder beliebige "Konzi" mal eben die Echtheit der Uhr überprüft, damit der Käufer möglicherweise einen guten Deal machen kann.

Denke die Aussage "Übergabe beim Konzi" ist eine der üblichen Floskeln aus dem Marktplatz-Verkaufshandbuch, um bei möglichen potentiellen Käufern ein gewisses Vertrauen zu erwecken - was ja an sich nicht schlecht ist, aber die praktische Ausführung dürfte meiner Meinung nach sehr schwer sein, außer man hat wirklich einen Uhrmacher des Vertrauens, der dies sogar gerne gegen einen kleinen Betrag für die Kaffeekasse macht, dies dürfte jedoch die Seltenheit sein.
 

androtto

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Moin,
Immer wieder gern genommen, ich hatte diese Freude bereits 4 mal.
Eine grosse Gruppe mit W am Anfang vermittelte mir gleich am Eingang des Geschäftes dieses unendlich schöne Gefühl...... Sie armes Würstchen, müssen Sie schon solche Uhr verkaufen, wir lehnen das ab.
Eine andere Filiale in einer anderen Stadt war dazu bereit.

Zwei weitere Gruppen waren freundlich und aufgeschlossen bereit, in einer Filiale konnte ich sogar das Bargeld in dem Geschäft übernehmen und der frische Käufer konnte sich das Band auf seinen Armumfang kürzen lassen.
Das empfand ich als sehr freundlich, der Käufer war auch sehr angetan.
Ich vermute sein Weg wird ihn künftig wenn mal etwas ansteht zu diesen netten Menschen bringen.
Eine Uhr habe ich in allen dieser Fillialen nie gekauft, nicht weil ich es nicht wollte.
Es gab nie welche im Bestand, die wurden immer lieber an Touristen verkauft, oder die konnten solche Dropse wie mich einfach nicht ertragen8-)

Die Begutachtung der Objekte der Begierde erfolgte meist im Zusammenhang mit einer WD Prüfung.
Es gab nur eine freundliche Meinung zu der Uhr, keine verbindliche Aussage.
Das reichte jedoch den Interessenten, die wollten eher das Gefühl der Verunsicherung und der Angst beseitigen.
Spaß hat mir das jedoch nicht gemacht, heute hätte ich keine Lust mehr dazu.
Besser ist die Empfehlung prüfe mit wem Du Geschäfte machst, da gibt es diverse Möglichkeiten.
Lg
Andreas
 
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geistik

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Geht bei manchen. 200€. Bei H... in Stuttgart zum Beispiel. Klar als service deklariert & bepreist.
 

Mueller27

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Geht bei manchen. 200€. Bei H... in Stuttgart zum Beispiel. Klar als service deklariert & bepreist.

Richtung, und die Öffnung der Uhr mit Blick ins Werk - dann eben im Rahmen einer Einregulierung - ist heute, in Zeiten äußerlich nahezu perfekter Edel-Fakes für 300€, eben Pflicht.

Nur dauert ein Service beim Konzi eben mindestens eine Woche, und ist nicht mal so per "Übergabe beim Konzi möglich".

Eben weil die Fakes vor 20 Jahren ungleich mieser und schnell erkennbar waren, glaube ich dass der Mythos "Übergabe beim Konzi" aus der Historie kommt.
Früher konnte jeder kleine Konzi-Aushilfsverkäufer einfach einen Fake neben die Originale legen und der Unterschied wurde schnell ersichtlich.
Heute geht das einfach nicht mehr so.

Carsten
 

Vincent_Rock

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Richtung, und die Öffnung der Uhr mit Blick ins Werk - dann eben im Rahmen einer Einregulierung - ist heute, in Zeiten äußerlich nahezu perfekter Edel-Fakes für 300€, eben Pflicht.

Aber was bringt denn die Öffnung, wenn der Unterschied eh nicht zu erkennen ist?

Ich halte die Floskel ebenfalls für Quatsch und das sollte ja auch jedem klar sein, der eine Minute darüber nachdenkt. Was soll der Konzi denn groß machen? Die Wunschvorstellung der naiven Käufer ist, der Mensch dreht einmal an der Krone und spricht "Jap, alles original".
Das einzige was schnell geht ist die Prüfung der Seriennummern, das geht aber auch ohne Öffnen.
Will man wirklich zu 100% sichergehen hilft nur einschicken, was aber bei einer "Übergabe" a bissl schwierig wird.

Es hilft doch immer nur eins: You buy the seller.
Sich mit dem Thema befassen, den richtigen Verkäufer aussuchen, dann ist das Risiko mehr als gering.

Wäre ich Konzi würde ich es auch strikt ablehnen. Es fährt ja auch keiner mit den gebrauchten BMW in spe zum Autohaus und verlangt, dass sich ein BMW Mitarbeiter drunterlegt.
 

Spitfire73

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"Übergabe beim Konzi" für lau und kurz mal reinmarschiert ist für mich auch so eine nicht auszurottende Forenlegende. Ja, mag es im Einzelfall geben wenn man einen guten Stammkonzi hat oder einen dummen Konzi mit dem Verlangen überrumpeln kann. Ich kann aber nicht ernsthaft glauben, dass ein Konzi, der bei Verstand ist, nach einem spontanen Blick auf die Uhr, für umsonst oder ein Trinkgeld deren Echtheit bestätigt und sich damit ohne Not einem Haftungsrisiko aussetzt. Und dann soll das nach herrschender romantischer Verklärung so sein, weil der Konzi als Gegenleistung ernsthaft damit rechnen würde, dass eine oder beide der centfuchsenden Parteien des Privatdeals, angetan von der Freundlichkeit des Konzis, hinterher freudestrahlend zu ihm reinmarschieren würde um später Neuware zum Listenpreis oder üblichen Konzi-Nachlässen zu erwerben? Würde einer oder beide das wirklich tun, dann wären sie im Regelfall wohl bereits bekannte Kunden dort oder hätten einen Stammkonzi, den sie damit behelligen könnten. Leute, die höherpreisige Privatdeals bei Konzis abwickeln wollen, sind nach meiner Beobachtung in der Regel keine Neulinge. Mag auch sein, dass da wirklich mal ein Kunde "hängenbleibt". Die Wahrscheinlichkeit dafür halte ich allerdings aus Sicht des Konzis für vernachlässigbar und im Hinblick auf die dafür einzugehenden Risiken für unverhältnismäßig. Was nicht heißt, dass man keinen Dummen unter den Konzis finden könnte, der das tatsächlich macht. Meiner macht das nicht mehr sondern lehnt das höflich aber bestimmt ab. Wenn das einer für Honorar und Gage tut, dann ist das freilich etwas anderes.

Gruß
Helmut
 

geistik

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@ Vincent_Rock: Da gibt es gleich mehrere Punkte, die ich für viel zu kurz gegriffen halte.

1. Bei vielen Konzis arbeiten tatsächlich fähige Uhrmacher, die bei der Öffnung des Werkes sofort einen Fake entlarven würden. Nicht ohne Grund machen zahlreiche Konzis bzw. dort arbeitende Uhrmachermeister Rolex-Zertifikate und -Weiterbildungen, was viel Geld kostet. Da muss die Uhr nicht extra eingeschickt werden - da hocken selbst Leute, die ständig Kronen vor der Nase haben.
2. "Jedem sollte klar sein, dass..." trifft vielmehr auf die Käuferschaft zu, die sich bereits ein bisschen auskennt. Als wenig Unerfahrener würde ich sofort denken, dass ein Konzi mit ein paar Kniffen sofort ein Fake von einem Origianl unterscheiden können sollte - und nicht zu Unrecht, vor ein paar Jahren war das durchaus noch möglich! (bspw: Anordnung der GMT-Zeiger+Rolex-Klingeln+sauber gesetzte Laserkrone = passt)
3. You buy the seller hilft doch auch nur, wenn er das Teil belegbar selbst beim Konzi gekauft hat. Hat er sich die Uhr selbst von privat gekauft, kann der Verkäufer noch so vertrauenswürdig sein und die Hand für die Originalität ins Feuer legen - er verkauft die Uhr ggf. tatsächlich mit gefühlt reinweißer Weste. Bringt dem Käufer aber nix...
4. Wenn ich als Konzi die Fähigkeit habe, sicher einen Fake zu erkennen, warum sollte ich das nicht als bepreiste Dienstleistung anbieten? Machen schließlich auch einige...
 

Jean23611

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Moin,

ich habe das schon mal gemacht. Bei einer bekannten Norddeutschen Kette (nicht mit W ;))

Der Käufer ist dort Kunde gewesen und ich habe da auch schon mal ein paar € gelassen. Wir beide rein ohne Voranmeldung. Kaffee getrunken, Uhr dem Meister gegeben. Der hat sie geöffnet, Werk begutachtet und uns seine Meinung offenbart.
20 € in die KK und nach 10 Minuten waren wir wieder draußen.
 
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