
Spezimatiko
Themenstarter
- Dabei seit
- 18.06.2017
- Beiträge
- 722
REFERENZ 215.30.44.21.03.001
Uhren begeistern mich von Kindheit an, nicht in der Masse aber in der Klasse
Angefangen hat es mit unserem Nachbarn der seine alte Wohnzimmer Standtischuhr auf den gemeinsamen Flur stellte und wehmütig sagte: Nun ist sie kaputt. Ich, noch ein Dreikäsehoch, hielt dagegen das sie erst kaputt ist, wenn dieses kleine ticktack Ding wirklich nicht mehr geht. Das brachte ihn auf die Idee vorsichtig mit einem Streichholz die Unruhe in Bewegung zu setzen und Opa Kretschmann hatte viel Zeit und mir viel zu erzählen…Tatsächlich war die Blockade irgendwann gelöst, die Uhr lief und er brachte das gute Stück mit einem breiten Lächeln zurück in die gute Stube zur Oma Kretschmann.
Seitdem hatte ich bei ihm ein Stein im Brett und meine Eltern mußten sich immer wieder von ihm anhören, dass der Junge einen gewissen Spürsinn hat und nickte immer wieder anerkennend mit dem Kopf.
Irgendwann in den ersten Schuljahren hatten meine Eltern mir dann die erste Ruhla Kinderuhr geschenkt, ich trug sie wenige Wochen voller Stolz, legte sie beim Sport Verein Kegeln auf dem Sportplatz ab, vergaß sie glaube ich und als ich es merkte war sie verdammt nochmal w wie weg. Ja auch der Sozialismus brachte mir die Uhr leider nicht wieder, trotz aller vergossenen Tränen, doch ich hatte noch zwei weitere Geschwister und meine Eltern verzichteten auf weitere Experimente mit ungewissem Ausgang materieller Art.
Doch mein Vater hatte Erbarmen und versorgte mich von nun an mit einer Taschenuhr inklusive der wunderschönen Alu-Uhrenkette, natürlich Made in Ruhla und schon mit dem modernen blauen Plastedeckel und ich glaube die lief nicht wirklich gut, weil Muttern mich oft streng ermahnte nicht zu spät vom Spielen heimzukehren und manchmal holte sie mich sehr erzürnt mit dem Fahrrad ab (natürlich hat sich Muttern Sorgen gemacht), weil ich eben vergaß beim größten Spielvergnügen mit meinen Freunden rechtzeitig nach Hause zu marschieren. Und wir Spiel- und Schulkameraden hatten natürlich auch einiges an Unfug verzapft, die Sorgen waren nicht aus der Luft gegriffen.
Jedenfalls rückte dann die Zeit der Jugendweihe heran und als nahender Erwachsener in der Gesellschaft war das für mich der Zeitpunkt zu sagen olle Ruhla ade, eine richtige Armbanduhr muß her und Augen und Ohren aufgesperrt: GUB Glashütte und natürlich das zu der Zeit aktuelle Kaliber 75 Spezimatic sollte es dann schon werden. Wenn schon denn schon, meine Eltern schüttelten nur mit dem Kopf.
Ich möchte es nicht weiter ausdehnen, doch die gute Verwandtschaft half mir den Betrag zusammenzubekommen und seitdem trug ich voller Stolz diese Uhr und was soll ich sagen, die habe ich heute noch, sie läuft noch immer, auch Dank einiger Revisionen und hat bei mir daher einen dauerhaften Ehrenplatz. Sie hat mich eigentlich nie im Stich gelassen, Danke dafür Made in GDR!
Irgendwann kam dann die Wende (ich glaube es war im Herbst 1989
)und eröffnete für uns das Uhrenparadies, erhältlich von einer Westmark bis zur Million, schier unglaublich von billig bis Luxus pur, da blicke mal einer durch und diese Überlegung hatte dann in meiner weiteren Lebensfindung viele, viele Jahre ein Dasein am Rande. Es gab wichtigeres zu tun.
Allerdings war eines der ersten sinnvollen Käufe im freien Markt mein Schweizer Taschenmesser, gewissermaßen Swiss Made, und das hält was es verspricht, und war stellvertretend für die Swiss Made Uhren, die bis dato unerreichbar waren.
Nun der „Uhren“ Fokus lag bei mir zu der Zeit bei Quarz, wasserdicht und bezahlbar mußten sie sein, und einige Modelle habe ich dabei „verbraucht“, doch die Citizen Eco Drive E210 Titanium habe ich Ü10 Jahre bis heute gern und immer wieder getragen, war meine erste Solar und das bis dato einzige mit Saphirglas, eine schöne Uhr und die hielt schon mal länger durch als alles zuvor.
Meine Vorstellung dieser Uhr war auch der Einstieg ins Forum:
https://uhrforum.de/citizen-promaster-titanium-av0020-55h-10-jahre-zuverlaessigkeit-t314279
Die noch recht junge Pro Trek mit dem Triple Sensor als meine Abenteueruhr habe ich auch sehr ins Herz geschlossen und ich mag diese Funktionen und ja auch hier ist es meine erste Funk Armbanduhr, die globale Funksignale rund um den Globus abdeckt.
Auch hier fand ich es wert eine Vorstellung zu schreiben:
https://uhrforum.de/casio-pro-trek-prw6100y-1er-allrounder-mit-nehmerqualitaet-t315147
Doch es kam wie es kommen mußte, vor Ü10 Jahren schenkten mir meine Söhne zu Weihnachten das Chronos Edition Uhren 2007 Magazin und meine Söhne wissen um mein Faible für Armbanduhren (im speziellen Taucherfähige hatten es mir im Besonderen angetan) und ich signalisierte wohl: Mal träumen dürfen und einmal die Uhr für´s Leben zu „definieren“, hier im Forum sagt man wohl Exituhr dazu…
Nun, fortan begann ich viel zu lesen und zu recherchieren, quer Beet in Papierform und im Internet, alles förmlich aufzusaugen, Bilder von Uhren vor dem geistigen Auge auf Herz und Nieren zu prüfen, in Urlauben fand ich den Mut auch mal bei Konzessionären Guten Tag zu sagen, unvergessen ist Panerai in Florenz, Wempe in Berlin, die Münchener Prachtstraße, ein italienischer Juwelier am Gardasee, Kuckucksuhren und Museum im schönen Schwarzwald, das Uhrenmuseum und einige der Hersteller in Glashütte, sehr freundliche Juweliere in Wiesbaden, der streng abgeschirmte Bereich in den Leipziger Mädlerpassagen, Dresdner Frauenkirche und platt gedrückte Nase am Schaufenster in der Nähe…
…aber träumen und die Uhr für mich zu definieren, oh ja das saß tief und fest.
Und bei allen theoretischen und praktischen Überlegungen:
nein ein Fake/Replik oder eine zu offensichtliche Hommage kommt mir nicht ans Handgelenk, diesen Stolz habe ich entwickelt und mitgebracht und daran ist nicht zu rütteln.
Doch wie ging es weiter?
Auch ohne Forum kam dann eines Tages die Erkenntnis für mich: nein, die eine Uhr gibt es nicht, du mußt dich entscheiden, welche Punkte einer Uhr für dich wichtig sind. Interessant, interessant!
Es kam auch wie es kommen mußte und vielen von euch genauso geht:
gedacht, es geht nur über Rolex und zwar für mich im speziellen über die Submariner!
Diese ausgefeilte Technik, Zuverlässigkeit und Perfektion. Das ist es…dachte ich…über eine lange Zeit.
Doch bei aller Träumerei setzte sich bei mir auch Omega, diese „speziell geformte“ Lünette der Moonwatch war so ein Schlüsselmoment für Omega, als auch die neue Coaxial Technik im Gehörgang fest.
Unweigerlich kam ich dann im Laufe der Zeit „versus“ zur Omega Planet Ocean und hier faszinierten mich folgende Punkte die für mich Wegweisend waren, vereint u.a. im aktuellen Kaliber 8900:
1. der Werdegang von George Daniels in der Uhrenbranche verdient Respekt und der Tüftler hat etwas in der Co Axial Hemmung gefunden, die durchaus ihr Potential hat und verbesserte Fähigkeiten und nur auf Impuls gegenüber der schweizerischen Ankerhemmung mit Gleitreibung setzt
2.das der damalige Omega Chef Hr Hayek, der dieser Idee als einziger in der trauten edlen Runde der großen Luxus Uhrengiganten eine Chance gegeben hat, das hat mich beeindruckt, ich mag solche Entscheider, die auch mal entscheiden!
3. weitere technische Raffinessen wie Si14 Spiralfeder in einer Titan Unruh mit justierbaren Weißgoldschrauben an einer beidseitig befestigten Unruhbrücke, absolut amagnetische Eigenschaften, 2 Federhäuser, 2 verschiedenfarbige Superluminova, Keramiklünette/Liquidmetal und dazu ein Glasboden und sehr schön verziertes, wasserdicht verpacktes Uhrwerk, wer einmal dieses güldene und fein geschwungene Coax Hemmrad bei der Arbeit zugesehen hat, kann das nicht mehr vergessen
4. ein wunderschönes Stück solides Edelstahl 316L der Uhr als auch des Armbandes/Verschlusses, sowie die Feinverstellung innerhalb der Schließe,
5. mittlerweile seit vielen Jahren nachweisbare sehr gute und stabile Gangeigenschaften über alle Lagen
6. Für mich sehr von Bedeutung : der Master Chronometer nach COSC und Metas + geprüft mit abrufbaren Ergebnissen
(ein Chronometer ist und bleibt in meinen Augen eine Adelung der umgesetzten Technik)
Da hatte ich sie nun, meine Definition: Eine Luxusuhr die zu mir passt, die Traumuhr die sich dann über Jahre hinweg mit leichtem Vorteil gegenüber der Rolex Sub letztlich so was von sicher durchsetzte, doch wie verdammt nochmal finanzieren/umsetzen? Der Gedanke bohrte und bohrte…
Ich möchte da nicht in die Details gehen, aber der Kern war das aufhören mit dem Rauchen, so hatte ich meine Familie überzeugen können, statt blauem Dunst eine blaue Uhr! Und da ich es mir immer selber beweisen muß, war auch das ansparen über einen Zeitraum von 2 Jahren Pflicht.
Nun ist die Zeit tatsächlich 2018 gekommen und auch hier habe ich lange abgewogen / anprobiert / das Forum bemüht. Danke daher auch euch und eurer Beiträge und im speziellen Sedona B fürs „verfestigen“ für das spezielle Uhrenmodell von Omega.
Die kleine 39,5 er (Kaliber 8800) wie die große 43,5er (Kaliber 8900), die schwarze, schwarz/orangene und die blaue PO beim Konzi anprobiert und die blaue in kompletten Stahl hat mich gefangen genommen und bei jedem Konzibesuch immer mehr in den Bann gezogen.
Die Uhr hat Klasse, hat Größe und hat Gewicht, das ist technische und ästhetische Perfektion.
Das abgerundete Saphirglas, die langen Zeiger, die perfekt anschließende Keramikeinlage der Lünette mit den Indexen aus Liquidmetal, das Gehäuse (mit den wunderschönen Cadillacflanken), das massive Edelstahlarmband, alles in allem absolut stimmig (und unter „schwer“ verstehe ich wirklich etwas anderes).
Ich habe die neue Uhr direkt über eine Omega Boutique bezogen, ich mußte hier bei den Emotionen und dem Preis einfach auf Nummer sicher gehen und habe mich da auch richtig wohl gefühlt und ich weiß wo ich mich im Falle eines Falles hinwenden kann, auch mal um die Wasserdichtigkeit prüfen lassen zu können, oder andere Services in Anspruch zu nehmen. Vor einer Revision in X Jahren habe ich keine Bange, das gehört einfach dazu. Es war für mich wichtig den verlängerten Arm des Herstellers direkt zu bemühen, diese Sicherheit habe ich bekommen und das Gesamtpaket hat einfach gepasst. Der Respekt war auf beiden Seiten zu spüren.
Ich freue mich nun RIESIG auf das Tragen meiner „definierten“ niegelnagelneuen Uhr und auf die zuverlässige Zeitanzeige, doch bevor ich mit einigen Bildern meine Vorstellung abschließe hier noch die obligatorischen technischen Daten:
Mein HGU: 17,5 cm
Gewicht: 204 Gramm (3 entnommene Glieder)
Alles weitere ist von der Omega Homepage entnommen und passt absolut:
SEAMASTER
PLANET OCEAN 600 M OMEGA CO-AXIAL MASTER CHRONOMETER 43,5 MM
Stahl mit Stahlband. REFERENZ 215.30.44.21.03.001
UHRWERK Kaliber: Omega 8900
Automatik-Uhrwerk mit Co-Axial Hemmung.
Uhrwerk und Uhr gemäß dem Master Chronometer-Zertifizierungsverfahren von METAS
anerkannt.
Unempfindlich gegenüber Magnetfeldern von bis zu 15.000 Gauß.
Freie Unruh-Spiralfeder mit Spiralfeder aus Silizium,
zwei hintereinander eingebaute Federhäuser,
automatischer beidseitiger Aufzug.
Zeitzonenfunktion.
Besondere luxuriöse Endverarbeitung des Rotors und der Brücken mit
Rhodinierung und Genfer-Streifen-Arabesken.
Gangreserve: 60 Stunden
UHRENGLAS
Gewölbtes, kratzresistentes, beidseitig antireflektierendes Saphirglas
UHRENGEHÄUSE & ZIFFERBLATT
Gehäuse: Stahl
Gehäusedurchmesser: 43,5 mm
Zifferblatt: Blau
WASSERDICHTIGKEIT
60 Bar (600 Meter / 2000 Fuß)
EIGENSCHAFTEN
Antimagnetisch
Chronometer
Datum
Heliumauslassventil
Liquidmetal®
Verschraubte Krone
Transparenter Gehäuseboden
Einseitig drehbare Lünette







Uhren begeistern mich von Kindheit an, nicht in der Masse aber in der Klasse
Angefangen hat es mit unserem Nachbarn der seine alte Wohnzimmer Standtischuhr auf den gemeinsamen Flur stellte und wehmütig sagte: Nun ist sie kaputt. Ich, noch ein Dreikäsehoch, hielt dagegen das sie erst kaputt ist, wenn dieses kleine ticktack Ding wirklich nicht mehr geht. Das brachte ihn auf die Idee vorsichtig mit einem Streichholz die Unruhe in Bewegung zu setzen und Opa Kretschmann hatte viel Zeit und mir viel zu erzählen…Tatsächlich war die Blockade irgendwann gelöst, die Uhr lief und er brachte das gute Stück mit einem breiten Lächeln zurück in die gute Stube zur Oma Kretschmann.
Seitdem hatte ich bei ihm ein Stein im Brett und meine Eltern mußten sich immer wieder von ihm anhören, dass der Junge einen gewissen Spürsinn hat und nickte immer wieder anerkennend mit dem Kopf.
Irgendwann in den ersten Schuljahren hatten meine Eltern mir dann die erste Ruhla Kinderuhr geschenkt, ich trug sie wenige Wochen voller Stolz, legte sie beim Sport Verein Kegeln auf dem Sportplatz ab, vergaß sie glaube ich und als ich es merkte war sie verdammt nochmal w wie weg. Ja auch der Sozialismus brachte mir die Uhr leider nicht wieder, trotz aller vergossenen Tränen, doch ich hatte noch zwei weitere Geschwister und meine Eltern verzichteten auf weitere Experimente mit ungewissem Ausgang materieller Art.
Doch mein Vater hatte Erbarmen und versorgte mich von nun an mit einer Taschenuhr inklusive der wunderschönen Alu-Uhrenkette, natürlich Made in Ruhla und schon mit dem modernen blauen Plastedeckel und ich glaube die lief nicht wirklich gut, weil Muttern mich oft streng ermahnte nicht zu spät vom Spielen heimzukehren und manchmal holte sie mich sehr erzürnt mit dem Fahrrad ab (natürlich hat sich Muttern Sorgen gemacht), weil ich eben vergaß beim größten Spielvergnügen mit meinen Freunden rechtzeitig nach Hause zu marschieren. Und wir Spiel- und Schulkameraden hatten natürlich auch einiges an Unfug verzapft, die Sorgen waren nicht aus der Luft gegriffen.
Jedenfalls rückte dann die Zeit der Jugendweihe heran und als nahender Erwachsener in der Gesellschaft war das für mich der Zeitpunkt zu sagen olle Ruhla ade, eine richtige Armbanduhr muß her und Augen und Ohren aufgesperrt: GUB Glashütte und natürlich das zu der Zeit aktuelle Kaliber 75 Spezimatic sollte es dann schon werden. Wenn schon denn schon, meine Eltern schüttelten nur mit dem Kopf.
Ich möchte es nicht weiter ausdehnen, doch die gute Verwandtschaft half mir den Betrag zusammenzubekommen und seitdem trug ich voller Stolz diese Uhr und was soll ich sagen, die habe ich heute noch, sie läuft noch immer, auch Dank einiger Revisionen und hat bei mir daher einen dauerhaften Ehrenplatz. Sie hat mich eigentlich nie im Stich gelassen, Danke dafür Made in GDR!
Irgendwann kam dann die Wende (ich glaube es war im Herbst 1989

Allerdings war eines der ersten sinnvollen Käufe im freien Markt mein Schweizer Taschenmesser, gewissermaßen Swiss Made, und das hält was es verspricht, und war stellvertretend für die Swiss Made Uhren, die bis dato unerreichbar waren.
Nun der „Uhren“ Fokus lag bei mir zu der Zeit bei Quarz, wasserdicht und bezahlbar mußten sie sein, und einige Modelle habe ich dabei „verbraucht“, doch die Citizen Eco Drive E210 Titanium habe ich Ü10 Jahre bis heute gern und immer wieder getragen, war meine erste Solar und das bis dato einzige mit Saphirglas, eine schöne Uhr und die hielt schon mal länger durch als alles zuvor.
Meine Vorstellung dieser Uhr war auch der Einstieg ins Forum:
https://uhrforum.de/citizen-promaster-titanium-av0020-55h-10-jahre-zuverlaessigkeit-t314279
Die noch recht junge Pro Trek mit dem Triple Sensor als meine Abenteueruhr habe ich auch sehr ins Herz geschlossen und ich mag diese Funktionen und ja auch hier ist es meine erste Funk Armbanduhr, die globale Funksignale rund um den Globus abdeckt.
Auch hier fand ich es wert eine Vorstellung zu schreiben:
https://uhrforum.de/casio-pro-trek-prw6100y-1er-allrounder-mit-nehmerqualitaet-t315147
Doch es kam wie es kommen mußte, vor Ü10 Jahren schenkten mir meine Söhne zu Weihnachten das Chronos Edition Uhren 2007 Magazin und meine Söhne wissen um mein Faible für Armbanduhren (im speziellen Taucherfähige hatten es mir im Besonderen angetan) und ich signalisierte wohl: Mal träumen dürfen und einmal die Uhr für´s Leben zu „definieren“, hier im Forum sagt man wohl Exituhr dazu…
Nun, fortan begann ich viel zu lesen und zu recherchieren, quer Beet in Papierform und im Internet, alles förmlich aufzusaugen, Bilder von Uhren vor dem geistigen Auge auf Herz und Nieren zu prüfen, in Urlauben fand ich den Mut auch mal bei Konzessionären Guten Tag zu sagen, unvergessen ist Panerai in Florenz, Wempe in Berlin, die Münchener Prachtstraße, ein italienischer Juwelier am Gardasee, Kuckucksuhren und Museum im schönen Schwarzwald, das Uhrenmuseum und einige der Hersteller in Glashütte, sehr freundliche Juweliere in Wiesbaden, der streng abgeschirmte Bereich in den Leipziger Mädlerpassagen, Dresdner Frauenkirche und platt gedrückte Nase am Schaufenster in der Nähe…
…aber träumen und die Uhr für mich zu definieren, oh ja das saß tief und fest.
Und bei allen theoretischen und praktischen Überlegungen:
nein ein Fake/Replik oder eine zu offensichtliche Hommage kommt mir nicht ans Handgelenk, diesen Stolz habe ich entwickelt und mitgebracht und daran ist nicht zu rütteln.
Doch wie ging es weiter?
Auch ohne Forum kam dann eines Tages die Erkenntnis für mich: nein, die eine Uhr gibt es nicht, du mußt dich entscheiden, welche Punkte einer Uhr für dich wichtig sind. Interessant, interessant!
Es kam auch wie es kommen mußte und vielen von euch genauso geht:
gedacht, es geht nur über Rolex und zwar für mich im speziellen über die Submariner!
Diese ausgefeilte Technik, Zuverlässigkeit und Perfektion. Das ist es…dachte ich…über eine lange Zeit.
Doch bei aller Träumerei setzte sich bei mir auch Omega, diese „speziell geformte“ Lünette der Moonwatch war so ein Schlüsselmoment für Omega, als auch die neue Coaxial Technik im Gehörgang fest.
Unweigerlich kam ich dann im Laufe der Zeit „versus“ zur Omega Planet Ocean und hier faszinierten mich folgende Punkte die für mich Wegweisend waren, vereint u.a. im aktuellen Kaliber 8900:
1. der Werdegang von George Daniels in der Uhrenbranche verdient Respekt und der Tüftler hat etwas in der Co Axial Hemmung gefunden, die durchaus ihr Potential hat und verbesserte Fähigkeiten und nur auf Impuls gegenüber der schweizerischen Ankerhemmung mit Gleitreibung setzt
2.das der damalige Omega Chef Hr Hayek, der dieser Idee als einziger in der trauten edlen Runde der großen Luxus Uhrengiganten eine Chance gegeben hat, das hat mich beeindruckt, ich mag solche Entscheider, die auch mal entscheiden!
3. weitere technische Raffinessen wie Si14 Spiralfeder in einer Titan Unruh mit justierbaren Weißgoldschrauben an einer beidseitig befestigten Unruhbrücke, absolut amagnetische Eigenschaften, 2 Federhäuser, 2 verschiedenfarbige Superluminova, Keramiklünette/Liquidmetal und dazu ein Glasboden und sehr schön verziertes, wasserdicht verpacktes Uhrwerk, wer einmal dieses güldene und fein geschwungene Coax Hemmrad bei der Arbeit zugesehen hat, kann das nicht mehr vergessen
4. ein wunderschönes Stück solides Edelstahl 316L der Uhr als auch des Armbandes/Verschlusses, sowie die Feinverstellung innerhalb der Schließe,
5. mittlerweile seit vielen Jahren nachweisbare sehr gute und stabile Gangeigenschaften über alle Lagen
6. Für mich sehr von Bedeutung : der Master Chronometer nach COSC und Metas + geprüft mit abrufbaren Ergebnissen
(ein Chronometer ist und bleibt in meinen Augen eine Adelung der umgesetzten Technik)
Da hatte ich sie nun, meine Definition: Eine Luxusuhr die zu mir passt, die Traumuhr die sich dann über Jahre hinweg mit leichtem Vorteil gegenüber der Rolex Sub letztlich so was von sicher durchsetzte, doch wie verdammt nochmal finanzieren/umsetzen? Der Gedanke bohrte und bohrte…
Ich möchte da nicht in die Details gehen, aber der Kern war das aufhören mit dem Rauchen, so hatte ich meine Familie überzeugen können, statt blauem Dunst eine blaue Uhr! Und da ich es mir immer selber beweisen muß, war auch das ansparen über einen Zeitraum von 2 Jahren Pflicht.
Nun ist die Zeit tatsächlich 2018 gekommen und auch hier habe ich lange abgewogen / anprobiert / das Forum bemüht. Danke daher auch euch und eurer Beiträge und im speziellen Sedona B fürs „verfestigen“ für das spezielle Uhrenmodell von Omega.
Die kleine 39,5 er (Kaliber 8800) wie die große 43,5er (Kaliber 8900), die schwarze, schwarz/orangene und die blaue PO beim Konzi anprobiert und die blaue in kompletten Stahl hat mich gefangen genommen und bei jedem Konzibesuch immer mehr in den Bann gezogen.
Die Uhr hat Klasse, hat Größe und hat Gewicht, das ist technische und ästhetische Perfektion.
Das abgerundete Saphirglas, die langen Zeiger, die perfekt anschließende Keramikeinlage der Lünette mit den Indexen aus Liquidmetal, das Gehäuse (mit den wunderschönen Cadillacflanken), das massive Edelstahlarmband, alles in allem absolut stimmig (und unter „schwer“ verstehe ich wirklich etwas anderes).
Ich habe die neue Uhr direkt über eine Omega Boutique bezogen, ich mußte hier bei den Emotionen und dem Preis einfach auf Nummer sicher gehen und habe mich da auch richtig wohl gefühlt und ich weiß wo ich mich im Falle eines Falles hinwenden kann, auch mal um die Wasserdichtigkeit prüfen lassen zu können, oder andere Services in Anspruch zu nehmen. Vor einer Revision in X Jahren habe ich keine Bange, das gehört einfach dazu. Es war für mich wichtig den verlängerten Arm des Herstellers direkt zu bemühen, diese Sicherheit habe ich bekommen und das Gesamtpaket hat einfach gepasst. Der Respekt war auf beiden Seiten zu spüren.
Ich freue mich nun RIESIG auf das Tragen meiner „definierten“ niegelnagelneuen Uhr und auf die zuverlässige Zeitanzeige, doch bevor ich mit einigen Bildern meine Vorstellung abschließe hier noch die obligatorischen technischen Daten:
Mein HGU: 17,5 cm
Gewicht: 204 Gramm (3 entnommene Glieder)
Alles weitere ist von der Omega Homepage entnommen und passt absolut:
SEAMASTER
PLANET OCEAN 600 M OMEGA CO-AXIAL MASTER CHRONOMETER 43,5 MM
Stahl mit Stahlband. REFERENZ 215.30.44.21.03.001
UHRWERK Kaliber: Omega 8900
Automatik-Uhrwerk mit Co-Axial Hemmung.
Uhrwerk und Uhr gemäß dem Master Chronometer-Zertifizierungsverfahren von METAS
anerkannt.
Unempfindlich gegenüber Magnetfeldern von bis zu 15.000 Gauß.
Freie Unruh-Spiralfeder mit Spiralfeder aus Silizium,
zwei hintereinander eingebaute Federhäuser,
automatischer beidseitiger Aufzug.
Zeitzonenfunktion.
Besondere luxuriöse Endverarbeitung des Rotors und der Brücken mit
Rhodinierung und Genfer-Streifen-Arabesken.
Gangreserve: 60 Stunden
UHRENGLAS
Gewölbtes, kratzresistentes, beidseitig antireflektierendes Saphirglas
UHRENGEHÄUSE & ZIFFERBLATT
Gehäuse: Stahl
Gehäusedurchmesser: 43,5 mm
Zifferblatt: Blau
WASSERDICHTIGKEIT
60 Bar (600 Meter / 2000 Fuß)
EIGENSCHAFTEN
Antimagnetisch
Chronometer
Datum
Heliumauslassventil
Liquidmetal®
Verschraubte Krone
Transparenter Gehäuseboden
Einseitig drehbare Lünette







Zuletzt bearbeitet: