U-Boot Stahl sinnvoll?

Diskutiere U-Boot Stahl sinnvoll? im Uhrencafé Forum im Bereich Uhren-Forum; Hallo! Ich habe mal eine Frage zum U-Boot Stahl... Ist das mit dem U-Boot Stahl "nur" ein Marketing Gag oder ist tatsächlich eine...
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ghost-dog

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Hallo!

Ich habe mal eine Frage zum U-Boot Stahl...

Ist das mit dem U-Boot Stahl "nur" ein Marketing Gag oder ist tatsächlich eine Verbesserung gegenüber dem herkömmlichen Stahl zu beobachten, wie Sinn behauptet?

Mich würde mal interessieren, ob jemand auch Nachteile festgestellt hat.
Wie sieht es mit Allergien aus?
Und kann es sein, dass dieser Stahl irgendwie "metallisch" riecht?

Grüße
 
ChasseurLeCoultre

ChasseurLeCoultre

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Wikipedia sagt, dass U-Boot Stahl um 155 % besser als der normale 316L Stahl ist.

P.S. Ich habe das Gefühl, dass der Artikel von Sinn Mitarbeitern verfasst wurde. Dort geht es mehr um Uhren als um U-Boote ))
 
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Anthony Zimmer

Anthony Zimmer

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naja... wikipedia gibt als quelle auch u.a. das sinn-lexikon an ;)
 
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radoxa-sub

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Der Stahl ist vom technischen (seewasserresistenz u.s.w.) schon besser... aber
da du schon Allergien erwähnst, es gibt auch einen großen Nachteil.

Der U-Boot-Stahl ist deutlich Nickel-lässiger als herkömmlicher Uhren-Stahl. Das bedeutet, daß
mehr Nickel abgegeben wird als z.B. beim 316. - Aussage von zwei verschiedenen Sinn-Mitarbeitern,
bei zwei diesbezüglichen Anrufen -

Eine Möglichkeit ist den Boden mit der schwarzen Hartstoffbeschichtung beschichten zu lassen.
Ich trage jetzt jedenfalls meine U1 seltener und wenn mit Nato-Strap, da ich auch eine leichte Allergie habe.
 
Ranma

Ranma

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Mal abgesehen davon, dass U-Boot Stahl keine wohldefinierte Legierung ist, ist auch jeder andere Stahl eine Mischung aus vielen Zutaten. Gemeinsam ist den verschiedenen Stählen der Hauptbestamdteil Eisen. Welche Eigenschaften er aber hat hängt zum einen von den weiteren Komponenten, als auch von der Bearbeitung ab.
Eine Aussage, ob U-Boot Stahl "besser" ist, als 316L lässt sich also nicht treffen. Kommt darauf an was U-Boot Stahl ist und wofür besser :-)
Gruß Ranma
 
Sectorfan

Sectorfan

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Zumindest, dürfte man damit sicherer vor Haftminen sein :D ich finde das ganze eh etwas weltfremd, wer kuschelt schon mit nem U-Boot :hmm: ist jedenfalls meine Meinung zur Hautverträglichkeit, im übrigen gab's das Thema doch schon mind. einmal hier oder?
 
mxyzptlk

mxyzptlk

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5. Dimension
U-Boot-Stahl ist eine Bezeichnung die nichts aussagt,
genauso wie: "Armbanduhr mit hochwertigem Automatikwerk"
So wird klein Fritzchen in Erstaunen versetzt.
In Wikipedia wird außerdem auf das SINN-Uhrenlexikon verwiesen toll !
Zu einem Stahl gehört eine Materialbezeichnung, in der Form 1.XXXX, damit kann man was anfangen.
 
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Flippes

Flippes

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Genau, sehe ich genauso wie mxyzplmp. Ist eigentlich nur ein Marketing-Gag.

Da ist auch nix geheimnissvolles dran, weil sich so ziemlich jede Stahlsorte recht einfach auf deren genauen Bestandteile analysieren lässt.
 
marfil

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U-Boot-Stahl ist eine Bezeichnung die nichts aussagt,
genauso wie: "Armbanduhr mit hochwertigem Automatikwerk"
So wird klein Fritzchen in Erstaunen versetzt.
In Wikipedia wird außerdem auf das SINN-Uhrenlexikon verwiesen toll !
Zu einem Stahl gehört eine Materialbezeichnung, in der Form 1.XXXX, damit kann man was anfangen.

Hallo,

dazu zitiere ich mal einen Artikel von mir:

Eine „Zwischenlösung“ dürfte der sog. U-Boot-Stahl (Werkstoffnummer 1.3974, 1.3813) sein, der bei einem deutschen Hersteller Verwendung findet.
Durch die Zugabe von Mangan und Molybdän wird die Zähigkeit und Festigkeit gesteigert. Zudem ist diese Stahlsorte hoch seewasserbeständig und amagnetisch (lässt sich also nicht magnetisieren).

Ich persönlich halte die Verwendung dieses Stahls für relativ "sinnfrei"- für ein Uhrengehäuse bringt er defakto keinerlei wirkliche Verbesserung. Er hat zudem einen "optischen" Nachteil- die Färbung erinnert sehr an Titan.
Allerdings hat der Stahl auch keine echten Nachteile, die mir bekannt wären. Von daher ist es also ziemlich wurscht, was man jetzt bevorzugt.

Im Marketing ist es natürlich ein schöner "Reisser".... klingt doch sehr wichtig.
 
ENZO

ENZO

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Marketing-Gag!?

Ein Gag ist das auf keinen Fall!
Das ganze "U-Boot-hin-und-her" wird ganz gezielt eingesetzt, um den Kaufanreiz zu erhöhen.
Was wiederum auch nichts besonderes ist, denn jede Marke versucht mit irgendwelchen Werbe-Tricks zu "locken".
Wie man sehr schön an uns sieht, schaffen sie es auch immer wieder!;-)

ENZO
 
eugen

eugen

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Ganz offenbar ein Marketinggag um den Verkauf anzukurbeln...laut dem bekannten Filmchen auf Youtube wird ja jede Vostok-Uhr in ein antimagnetisches Gehäuse eingeschalt, um einer Magnetisierung im Falle eines Atomschlages vorzubeugen..Falls das stimmt, zeigt es doch deutlich, dass die massenhafte Verwendung solcher Gehäuse also kein Kunststück ist. Falls es nicht stimmt, war es ein ehemals sowjetischer Verkaufsgag..
YouTube - Building A Vostok Wristwatch - English Subtitle Version
 
Lexi

Lexi

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Ich halte das ganze auch für einen Marketinggag der Firma Sinn, hört sich halt toll an.

So unnötig wie Gasfüllungen oder Trockenkapseln, letztendlich müssen die ständig steigenden Preise dem Kunden schmackhaft gemacht werden.

Ich halte von dem ganzen überhaupt nichts.

Gruss vom Lexi
 
axelf63

axelf63

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Herauszufinden, ob es sich um einen Marketing-Gag handelt, könnten wir nur, wenn wir einen Berufstaucher unter uns hätten, der täglich mit Salzwasser in Berühung kommt.

Mir wurde bei meine Recherchen zur U1 erzählt, daß der U-Boot Stahl auf Dauer salzwasserbeständiger wäre, als herkömmlicher Stahl.
 
I

ickemann

Gast
Passt doch vortrefflich zu den beliebten kampftauchenden-Spezialkräfte-Army-SpecialForces-Military-SupertoughUnkrautjät-Uhren.
Man darf eben nur nicht nachfragen.


Schönes Wochenende zusammen.
 
marfil

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Herauszufinden, ob es sich um einen Marketing-Gag handelt, könnten wir nur, wenn wir einen Berufstaucher unter uns hätten, der täglich mit Salzwasser in Berühung kommt.

Mir wurde bei meine Recherchen zur U1 erzählt, daß der U-Boot Stahl auf Dauer salzwasserbeständiger wäre, als herkömmlicher Stahl.

Hallo,

ich bin zwar kein Berufstaucher, tauche aber seit 28 Jahren.

Von "normalen" Stählen, also beispielsweise dem 316er, gibt es genügend Dokumentationen, dass dieser nach JAHRELANGEM durchgehendem Aufenthalt im Meer KEINE Korrosion zeigt. Bei dem Chromanteil wäre es auch schwer bedenklich.

Es wurde sogar mal eine Citizen Promaster gefunden, die bereits mit Muscheln bewachsen war....trotzdem voll funktionsfähig und -erwartungsgemäß- nicht rostig. Vielleicht finde ich irgendwann noch das Foto dieses Fundes...


Zitat von mir:

Von hochlegierten Stählen spricht man dann, wenn der Massenanteil eines seiner Legierungselemente mehr als 5% beträgt.

Gerade letztere sind vor allem in der Uhrenindustrie interessant.
Für Uhrengehäuse wird ein „nichtrostender“ Stahl, mit einem Chromanteil von mehr als 13% verwendet („Chromstahl“). Der Vorteil dieser Stähle ist die Bildung einer Passivschicht aus Chromoxid an der Werkstoffoberfläche. Durch Zugabe von Nickel wird die Korrosionsbeständigkeit weiter verstärkt.

Von daher bringt UBootStahl keine Verbesserung. Er dürfte jedoch in Verbindung mit der "Tegimentierung", die von Sinn angeboten wird, Vorteile in der erzielbaren Oberflächenhärte bringen.

Passt doch vortrefflich zu den beliebten kampftauchenden-Spezialkräfte-Army-SpecialForces-Military-SupertoughUnkrautjät-Uhren.
Man darf eben nur nicht nachfragen.

Da gibt es sehr wohl Ausnahmen von der Regel.
 
axelf63

axelf63

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Danke Martin für die ausführlichen Erläuterungen. :super:

... Von "normalen" Stählen, also beispielsweise dem 316er, gibt es genügend Dokumentationen, dass dieser nach JAHRELANGEM durchgehendem Aufenthalt im Meer KEINE Korrosion zeigt. Bei dem Chromanteil wäre es auch schwer bedenklich.
...

Das ist gut so. Sonst müßte ich mir ja Gedanken über meine anderen Uhren machen. :-)

Daß der U-Boot Stahl in Verbindung mit der "Tegimentierung" Vorteile in der Oberflächenhärte bringt, glaube ich sofort.
 
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