Kaufberatung Tudor Pelagos: ETA oder Inhouse?

Diskutiere Tudor Pelagos: ETA oder Inhouse? im Herrenuhren Forum im Bereich Herrenuhren; Habe gerade genau 14,25 mm HÖHE (MESSSCHIEBER) bei der Pelagos LHD gemessen. Bei 0,25mm kann also nicht von "deutlich flacher " die Rede sein

Tudor Pelagos mit ETA oder Inhousekaliber kaufen?


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#61
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Waldschrat

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Habe gerade genau 14,25 mm HÖHE (MESSSCHIEBER) bei der Pelagos LHD gemessen. Bei 0,25mm kann also nicht von "deutlich flacher " die Rede sein
 
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#62
Dirk2015

Dirk2015

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Das Thema hat mir keine Ruhe gelassen, BBB 79220B mit ETA ist ca. 12,8 mm und die BBS 79730S ist 14,8 mm hoch. Das ist aber hauptsächlich der herausstehende Boden. Die polierte Gehäuseseite ist bei ersterer ca. 7,4 mm hoch und bei letzterer 7,8 mm. Das sollte also zum oft beschriebenen Schwangeren Aussehen nicht beitragen?

Interessant wäre also, ob bei der Pelagos der Boden herausgewachsen ist?

Grüße
Dirk
 
#64
goldencolt

goldencolt

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Ganz klar die Eta! Die Folgekosten sind da um einiges angenehmer und schöner ist sie ebenso. Das manufakturkaliber hat hingegen keinen echten Vorteil.
 
#65
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pre-mastered

Guest
Ich würde ganz klar die Manufakturvariante wählen. Eine Titanuhr darf etwas wuchtig und maskulin daherkommen, den Tudordivern steht das wunderbar und das Kaliber hat schon Vorteile: Gangreserve, bessere Aufzugsleistung, schöneres Werk (wenn auch unter Verschluss), grössere Dimensionen, robust.
 
#66
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Waldschrat

Guest
Die Folgekosten sind unabhängig von verbauten Werken. Diese Folklore, ein ETA sei günstiger, ist kein Argument. Tudor/ Rolex sieht eine dreizeiger Uhr mit Datum und gibt keinen Bonus für "ETA- Basierte" Kaliber.
Oder wollt Ihr da ein 2824-2 von Davosa rein basteln?
 
#67
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nightflight01

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Ich denke es geht darum, dass man das ETA auch beim Uhrmacher "ums Eck" warten lassen kann, die Manufakturkaliber dagegen nur beim Hersteller selbst.
Das "schönere Werk" interessiert mich solange nicht, solange ich es nicht sehen kann. Nur weil ich weiß, dass da ein schönes Werk unter dem Deckel ist???

Ein echtes Argument ist die Gangreserve: mit den 70h kann man nicht nur das oft bemühte "Freitag Abend ablegen und Montag früh läuft sie immer noch" praktizieren. Auch kann man die Uhren generell problemloser wechseln und die Uhr läuft am dritten Tag immer noch. DAS ist m.E. ein echter Nutzwert!
 
#68
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marc92

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Ich würde auch jederzeit zum Manufakturwerk greifen. Die Gangreserve ist eine Wucht, auch finde ich den fünf Zeiler mittlerweile schöner als bei der ETA Variante. An engen Hemden wird es mit der Höhe oftmals kritisch, jedoch stört mich das auf Dauer nicht weiter. Ich denke bei dem Grundpreis sollte es im Falle der Revsion nicht an 300 € scheitern. Auch ich werde die Uhr falls ich sie so lange behalte, direkt zu Tudor schicken.
 
#69
goldencolt

goldencolt

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Da ich eine Gehäuseaufarbeitung etc ablehne und lediglich die Mechanik überarbeitet haben möchte, geht eine Tudor so auch eine Rolex ohnehin nur zum freien Uhrmacher. Und dort ist die ETA eben auch nochmal günstiger als das Manufaktur. 300 Euro kann man sich locker leisten, wenn denn die Tudor die einzige Uhr ist. Bei 20 Uhren, die im Wechsel und alle paar Jahre zur Revi gehen, kommen da aber paar hundert Euro mehr raus pro Jahr. Das hab ich lieber in ne neue Uhr investiert. Das Argument der Gangreserve zählt allerdings!
 
#70
Wecker?Tickt!

Wecker?Tickt!

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Ich habe mir letztes Jahr zur alten ETA-Pelagos noch die blaue mit Manufakturwerk gekönnt. Gangwerte und -reserve waren der Knaller! Da kommt die alte Pelagos nicht ran. Die aktuelle Version hat etwas mehr Gesamthöhe, da der Gehäuseboden höher baut. Hat sich beim Tragen nicht wirklich bemerkbar gemacht, fällt aber im direkten Vergleich auf.

Für mich der wichtigste Unterschied: Wenn man genau hinschaut, hat die neue Pelagos minimal flachere Indizies. Das nimmt leider etwas von der Plastizität des Ziffernblattes, die ich bei der Pelagos so fantastisch finde. Aus diesem Grund hat die ETA-Pelagos deutlich mehr Tragezeit bekommen und ich habe die Blaue schließlich verkauft.
 
#71
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Waldschrat

Guest
Für mich geht die Uhr auch nur zum Hersteller, der die Originalteile verbaut und zwei Jahre Garantie gewährt. Beim Kauf einer Uhr in diesen und höheren Gefilden, muss man auch mal eine Revision beim Erwerb mit einbeziehen.
Beispiel Breitling ETA basierte Werke:
Bei jeder Revision werden die Werke auf den neusten Stand der Technik gebracht, was der Konsument oft nicht mal mitbekommt. Es werden "Updates" verbaut, die bis dato verbessert wurden, um es etwas zu verdeutlichen. Genau solche Maßnahmen führt der freie Uhrmacher mangels Teile gar nicht aus, ohne jegliche Kompetenzen anzuzweifeln. Außerdem ist das Werk im entferntesten Sinne ein ETA Kaliber und ich wollte keine Wald und Wiesenkomponenten
in einer Tudor Pelagos älterer Bauweise.
Wollte niemandem auf den Schlips treten, aber mal die Geschichten aus'm Paulanergarten entschärfen.
Ich habe auch zwei Uhrmacher in der Umgebung mit Originalteilen. Dennoch ist es bei einem TUDOR ETA bis ins kleinste Detail überarbeitet. Ob man es sieht oder nicht, wäre kein Argument in der Preisklasse für mich. Die inneren Werte zählen ;-) ja auch.
http://www.tudor-passion.com/tech-info/aktuelle-rolex-und-tudor-kaliber/

Artikel zum Thema

Ansonsten ist wohl eine GS Quarzuhr operativ und strategisch im Vorteil. :D
 
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#72
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matx

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Diese komischen ETA/Manufakturvergleiche bei den Luxusherstellern möchte ich auch mal etwas versuchen zu relativieren.

Man kann (und sollte) ein ETA oder Sellita in Standard-Ausführung nicht mit einer ETA-Version bspw. aus einer Tudor vergleichen. Ich hänge mal ein Bild aus einer Advisor an. Dieses Werk liefert bei mir eine maximale Lagenabweichung von 3sec ab. Nachdem ich selbst noch mal nachreguliert habe liegt der tägliche mittlere Gang momentan bei deutlich unter 1sec pro Tag, was sich auch bei zeitweisem Ablegen der Uhr nicht großartig ändert.

Im Vergleich dazu liegen die üblichen lagenabhängigen Abweichungen bei einem ETA oder Sellita meist bei 7 oder 8, gern auch mal im Bereich von 10sec und mehr. Ein SW200, welches ich kürzlich auf der Zeitwaage hatte (ML Pontos S) "schaffte" lockere 12sec Lagenabweichung. Man lege so eine Uhr eine Weile vom Handgelenk und erlebe, wie der Gang dann noch weiter davon rennt.

Konstruktiv/konzeptionell ist das MT zweifellos ein Fortschritt (Gangreserve, Unruhbrücke). Schon wenn es um eine kleine Regulierung geht ist aber der Spezialist gefordert (Regulierung über Gewichte an der Unruh), geschweige denn es geht um eine Revision. Das alles macht man bei Tudor mit Sicherheit nicht nur zum Kundenvorteil, sondern auch um allfällige Wartungsarbeiten möglichst ausschließlich beim Hersteller für teures Geld durchführen zu lassen. Man darf davon ausgehen, dass Ersatzteile für die neuen Manufakturkaliber keinem freien Uhrmacher zur Verfügung stehen.

Insofern bin ich da hin und her gerissen: Ich würde bei Tudor durchaus einem bewährten Werk den Vorzug geben, wenn es einen preislichen Vorteil gibt. Dass das neue Tudorwerk ebenso top ist wie ein "Tudor 2892" muss es erst noch beweisen. Und "schön" sind auch die Tudor-Werke aus dem Hause ETA, was man vom MT5612 ja nicht unbedingt behaupten kann. Klar, ich greif natürlich gern zu dem vermeintlich "exclusiveren" Manufakturkaliber, allein weil es seltener ist. Richtig sinnvoll muss das aber im Zweifel nicht unbedingt sein. Im Fall der Advisor ist es ohnehin obsolet, da keine Wahlmöglichkeit.

20180408_172045.jpg

20180408_172157.jpg

Im Vergleich dazu das eher schlichte MT5621 (Quelle www.nzz.ch)

1.18515869.1428075605.jpg
 
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#74
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Waldschrat

Guest
Genfer Streifen und blaue Schrauben waren beim Omega Master Chronometer 8800 ganz schön, haben aber nach wenigen Tagen auch nicht mehr interessiert. Die 70h Reserve der Pelagos sind mir da mittlerweile sympathischer.
Konzessionäre mit zertifizierter Werkstätte, müssen spezielle Werkzeuge anschaffen Weiterbildungen durchführen etc pp.
Da ist schon das richtige Öl an der richtigen Stelle wichtig. Bei bis zu fünf verschiedenen Ölsorten für ein Werk, kann ein freier Uhrmacher gar nicht mehr mithalten. Falsches Öl am Lager und das Werk bleibt plötzlich und unerwartet stehen. Dies ist den immer präziseren Fertigungsverfahren und Toleranzen geschuldet und war nur ein Beispiel der Extreme.
GS Quarz sage ich nur - 50Jahre ohne Revision :D
 
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matx

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Falsches Öl am Lager und das Werk bleibt plötzlich und unerwartet stehen.
Das halte ich gelinde gesagt für ein Gerücht, oder für die erfolgreiche Wirkung von Marketinggeschwätz bei der Meinungsbildung des Kunden. Ich messe ein Werk jedenfalls nicht allein an seinen technischen Daten. Dazu gab es einfach viel zu viele Probleme mit "neuen" Werken, die auf dem Papier super fortschrittlich waren. Ich denke nur an das IWC 80110 mit reihenweise Aufzugsproblemen oder an die vielgescholtenen 3-Tage-Werke von Panerai. Sehr positiv sind da die 8500er Omegas hervorzuheben, da hört man nu Gutes. Die neuen Tudors müssen - wie oben schon geschrieben - diese Qualitäten erst noch im harten Alltag erfolgreich beweisen.

Ich will hier niemandem sein Manufakturwerk madig machen, aber gegen ein bewährtes ETA-basiertes Werk ist eigentlich auch nix einzuwenden. Solche Gangwerte wie mein oben gezeigtes 2892 aus der Advisor muss ein Manufakturkaliber halt überhaupt erst mal erreichen ... Für die Alltagsuhr ist es mir außerdem schnuppe, ob die Gangreserve 40 oder 70h beträgt. Man hat auch nix gekonnt, wenn die Gangwerte in den letzten 40h der Gangreserve aus dem Ruder laufen.
 
#76
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nightflight01

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Man hat auch nix gekonnt, wenn die Gangwerte in den letzten 40h der Gangreserve womöglich aus dem Ruder laufen.
Das hast Du völlig Recht!
Aber ich habe aktuell 3 TUDOR Uhren mit Manufakturwerk hier (Chrono, Pelagos, North Flag) - und alle 3 laufen perfekt, egal in welchem Stadium der Gangreserve!
 
#77
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Waldschrat

Guest
Das war kein Geschwätz, sondern beruht auf Aussage eines unfreien Uhrmachermeisters ;-)
Es war auch nicht das MT gemeint..
 
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matx

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Das hast Du völlig Recht!
Aber ich habe aktuell 3 TUDOR Uhren mit Manufakturwerk hier (Chrono, Pelagos, North Flag) - und alle 3 laufen perfekt, egal in welchem Stadium der Gangreserve!
Wie gesagt, ich wollt um Himmels Willen nix gegen die Manufakturwerke von Tudor haben. Die Erwartungen an Manufakturwerke sind aber heutzutage oft so, dass selbstverständlich das exclusive Manuwerk in allen Belangen besser sein muss, als die besten ETA's ... und diese Erwartungen zu erfüllen ist angesichts der beeindruckenden Leistungen gut gemachter ETA einfach sauschwer, vor allem wenn es um langfristige Stabilität geht. Viele Manuwerke, darunter eben auch die von Tudor, sind oft einfach zu jung um überhaupt Aussagen dazu treffen zu können.
 
#79
kunshô

kunshô

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Hallo Zusammen,

da alle beide bei mir "wohnen", nachstehend die Messbilder einer Pelagos "ETA" und die einer "Manufaktur".

Hier das "ETA" betriebene Modell:

PETA.jpg

...und das "Manufaktur" Modell:

PMANU.jpg

So, und die Beiden nebeneinander (oben ETA, unten Manufaktur):

BP.jpg

Man verzeihe mir die iPhone Bilder (inklusive der auf den Objekten herumhockenden Fusseln), die aber hoffentlich etwas für den Ein' oder Anderen etwas Licht in die Abteilung "Sagen und Legenden" bringt.

Bei mir läuft die ETA-Pelagos mit etwa 4 Sekunden im Plus, die Manufaktur-Pelagos mit 1 Sekunde im Minus.

Mit besten Grüßen
Matthias

....und PS@Waldschrat: meine Pelagos ergänzen sich super zu meiner GS Quartz...sicher auch noch in 50 Jahren...na ja, da leb' ich dann vielleicht auch nimmer...oder kann mich nicht erinnern, dass ich verschiedene Uhren habe...
 
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Tudor Pelagos: ETA oder Inhouse?

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