Trilogie: Teil1 - „Wir sind in 30 Meter Tiefe, finden den Schlüssel für die Sauerstoff-Flasche nicht“ - Panerai Luminor Chrono PAM01218

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Wir schreiben das Jahr 1963.

Der französische Staatspräsident Charles de Gaulle und Bundeskanzler Konrad Adenauer unterzeichnen im Élysée-Palast den Vertrag über die deutsch-französische Zusammenarbeit. In mehreren bundesdeutschen Großstädten finden Ostermärsche gegen die militärische Nutzung der Kernenergie statt. Der amerikanische Präsident John F. Kennedy besucht Berlin und geht mit den berühmten Schlussworten seiner Rede „Ich bin ein Berliner“ in die Geschichtsbücher ein. Im November des gleichen Jahres wird er in Dallas ermordet. Kanzler Adenauer erklärt die Bereitschaft der Bundesrepublik zur Teilnahme an einer multilateralen Atomstreitmacht der NATO. Beim "Marsch auf Washington" protestieren 200.000 Menschen unter Führung Martin Luther Kings gegen die Rassendiskriminierung.

(Quelle: www.hdg.de/lemo/jahreschronik/1963)

Politisch aufregende Zeiten. Zeiten, in denen sich die Menschen nach Sicherheit, Freiheit und Unabhängigkeit sehnten. In denen Träume erlaubt waren, den Sorgen des Alltags zu entfliehen.

So wundert es nicht, dass gerade in diesen Zeiten Unternehmungen wie die des Wertheimer Erfinders, Anton Dinkel, besondere Aufmerksamkeit fanden. Gemeinsam mit seinem Partner, Helge Biermann, konstruierte und baute er das „U-Boot für jederman“, den „Tigerhai“. Es versprach abtauchen zu können vom Alltag, hinein in die wunderbare entschleunigte Welt unter Wasser, weit ab von aller Hektik und Sorge.

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Quelle: nordbayern.de, © girardi

Ein für die zivile Schifffahrt entworfenes 2-Personen U-Boot, welches nahezu komplett aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) gefertigt wurde, eine zu dieser Zeit absolut revolutionäre Konstruktion. Es hatte eine Länge von 5,30m und konnte mit einer Unterwassergeschwindigkeit von max. 7km/h bis zu 35 Meter tief tauchen, bevor die Auftauchautomatik das Boot zurück an die Oberfläche brachte. Die aufrecht unter 2 Plexiglaskuppeln sitzenden Passagiere konnten mit einer maximalen Tauchzeit von 6,5h ausgiebig die Unterwasserwelt erkunden. Der Tigerhai wurde zu rein kommerziellem Zweck entworfen und gebaut.

Präsentation des Tigerhais:
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Foto: Archiv Biermann, Quelle: Die letzte Fahrt des Tigerhai von Bernd Guido Weber


Einstiegsluke mit Bedienelementen:
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Foto: Niemzik, Quelle: Die letzte Fahrt des Tigerhai von Bernd Guido Weber

Nach erfolgreichen Testfahrten und etlichen Versuchen in der Versuchsanstalt für Wasserbau und Schiffbau, Berlin erhielt es 1963 eine Klassifikation durch den Germanischen Lloyd und somit die Zulassung um auf und unter Binnengewässern herumzuschippern.

Somit stand einer goldenen Zukunft eigentlich nichts mehr im Wege und Anton Dinkel gründete im Jahr 1964 die „Silverstar Vertrieb GmbH München“ die sich um die erfolgreiche Vermarktung dieses revolutionären Freizeitgerätes kümmern sollte. Mit 30.000 Mark kostete es in etwa so viel wie ein luxuriöser Mittelklassewagen zu dieser Zeit. Die Bekanntheit und Beliebtheit stieg und der Tigerhai durfte sogar in den damals gern gesehenen Edgar-Wallace-Filmen mitspielen und werbewirksam auf Tauchgang gehen.

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Quelle: ardmediathek

Dinkel und Biermann konnten sich über immer mehr Bestellungen freuen, zudem auch Militärs und Geheimdienste auf die Wertheimer Entwicklung aufmerksam wurden, die sich durch das kleine und wendige U-Boot Vorteile in Aufklärungsmissionen erhofften.

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Quelle: ardmediathek

Bevor aber die Produktion im alten Wertheimer Schlachthof so richtig losgehen konnte, kam es Anfang 1965 zum tragischen Unglück im Lago Maggiore, wodurch der Tigerhai weltweite Bekanntheit erlangte, was aber auch mit nahezu sofortiger Wirkung das Ende des Projekts bedeutete.


Das Unglück

Der italienische Ingenieur Eduardo de Pauli, den Anton Dinkel als Handelsvertreter für seine Boote im Mittelmeerraum vorgesehen hatte, rührte zu Werbezwecken die ganz große Trommel und organisierte am 16. Januar 1965 eine Vorführung des Tigerhais vor Locarno auf bzw. im Lago Maggiore. Ursprünglich waren halbstündige Tauchgänge mit Interessenten, sowie Pressevertretern geplant, die sich einen Überblick über die Leistungsfähigkeit des kleinen Tauchbootes machen sollten.

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Quelle: main-echo.de, © privat

Der Visionär de Pauli träumte davon, den Lago Maggiore zu einem internationalen Sportzentrum für Unterwasserboote zu machen, weswegen am Pressetermin auch Franco Vigano teilnahm, der für die Nachrichtensendung „Telegiornale“ einen Filmbeitrag über den Tigerhai bringen wollte und ihm somit zu noch mehr Bekanntheit und vor allem Anerkennung bei lokalen Politikern und Investoren verhelfen sollte. Vigano war bei der Präsentation des U-Bootes im Stress, da die Ausstrahlung der Sendung bereits für den Abend eingeplant war. Dies war auch der Grund, warum er und nicht der ursprünglich dafür vorgesehene Fotograf Emilio Banchi um 12:20 Uhr zur ersten Vorführungsfahrt in das U-Boot stieg.

Franco Vigano im U-Boot sitzend, kurz bevor die Fahrt begann:
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Quelle: ocean4future.org

Die beiden tauchten nach kurzer Fahrt über Wasser ab und verschwanden in den Tiefen des Lago Maggiores.

Doch sie tauchten nicht mehr auf. Weder nach den geplanten 30 Minuten und auch nach 1 Stunde nicht. Die am Ufer wartenden Journalisten und potentiellen Kunden ahnten früh, dass etwas nicht stimmte, wusste man doch, dass die Sauerstoffvorräte für höchsten 6,5h Stunden reichen würden.

Umgehend wurde Alarm geschlagen und entsprechende Rettungsdienste kontaktiert. Somit begann gegen 13 Uhr mittags die größte Suchaktion in der Geschichte des Lago Maggiores. An ihr beteiligten sich neben den Rettern aus Locarno auch Seeretter aus Lugano, Mendrisio und Ascona, sowie später auch Taucher der Spezialeinheit Carabinieri Sommozzatori, die als Ableger der berühmten Froschmänner der italienischen Marine (Decima Flottiglia MAS, Gruppo Gamma) gegründet wurden.

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Quelle: perezcope.com

Der Hauptzweck bei Gründung dieser Einheit war es, sich mit Tatorten auf dem Grund von Gewässern wie Meer, Seen, Flüssen und Brunnen zu befassen, aber auch Rettungsmissionen im Falle von Überschwemmungen, oder wie in diesem Falle, U-Boot-Rettungen durchzuführen.

Bei der spektakulären Rettungsmission wurde die erst 1953 gegründete Spezialeinheit sogar vom berühmten italienischen Gruppo Gamma Froschmann, Luigi Ferraro, unterstützt, der auf diesem Bild (Bildmitte, stehend) am linken Handgelenk eine Panerai trägt:

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Quelle: perezcope.com

Welche genau das ist, vermag ich nicht zu sagen. Was ich aber sagen kann, ist, dass G. Panerai & Figlio die Carabinieri Sommozzatori in ihren Gründungsjahren mit insgesamt 30 Uhren belieferte. Alle von ihnen hatten spezielle Gravuren auf ihren Gehäuseböden. C.C. für Carabineri, gefolgt von der individuellen Uhrennummer. Das wirklich Besondere an ihnen war jedoch, dass sie über eine neuartige Konstruktion, den Kronenschutzbügel, verfügten, wie dieses Exemplar, welches dem Gründer der Carabienieri Sommozzatori, Gianfranco Allegretti, überreicht wurde, beweist:

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Panerai Ref. 6152/1 - Gianfranco Allegretti – Quelle: perezcope.com

Markanter Kronenschutzbügel:
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Quelle: perezcope.com

Interessant ist bei diesem sehr seltenen Modell zudem, dass hier noch Radiomir auf dem Ziffernblatt steht. Dies wurde später durch den Luminor Schriftzug ersetzt.

Dass aber Panerais mit dem markantesten aller Panerai-Merkmale bei der damaligen Rettungs- und Bergungsmission im Einsatz waren ist höchstwahrscheinlich. Ob sie nun Luminor oder Radiomir genannt wurden – oder einfach nur Orologio.

Leider vermochten auch die top ausgebildeten Taucher mit ihren genauen und wasserdichten Zeitmessern nicht, das U-Boot zeitnah zu finden. Der See wurde auf 3 Kilometern Länge entlang der Küste abgesucht, aber aufgrund der schnell ansteigenden Tiefe auf bis zu 300 Meter wurde man sich schnell der Tatsache bewusst, dass man ohne entsprechendes Gerät keine Chance haben würde das U-Boot zu finden. Doch selbst mit einer Unterwasserkamera, einem Sonargerät und dem Einsatz von Suchflugzeugen war es den Helfern unmöglich die korrekte Position des Tigerhais zu lokalisieren. Nachdem man den ganzen Nachmittag und die Nacht durchgesucht hatte, stieg die Erkenntnis, dass die beiden wohl nicht mehr lebend gerettet werden konnten und man brach die Suche ab. Eduardo de Pauli und Franco Vigano fanden den Tod am Grund des Lago Maggiores.

Erst 6 Monate später und unterstützt durch ein neuartiges Ortungsgerät aus England namens Protonenmagnetometer, fanden die Taucher der Spezialeinheit Carabinieri Sommozzatori, Paolo Cozollino und Luciano Bellarmino, das kleine U-Boot in 30 Metern Tiefe bei Campo Felice, unweit der Stelle, an der es gestartet war.

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Quelle: ocean4future.com

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Quelle: ocean4future.com


Bergung:
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Quelle: ocean4future.com

Nach der Bergung ergab die Obduktion der Leichen und die Rekonstruktion des Unfallhergangs, dass der Steuermann, de Pauli, während der Fahrt einen Herzinfarkt erlitten hat und somit nicht mehr in der Lage war die Trimmung des Bootes korrekt einzustellen. Das U-Boot raste kurz nach dem Start zielstrebig und schnell dem 30 Meter entfernten Grund des Lagos entgegen. Warum auch immer die Atemgeräte für den Notfall an Land gelassen wurden, die Auftauchautomatik deaktiviert wurde, die Sauerstoffflasche im Boot nicht aufgedreht war und obendrein der Passagier nicht über ein korrektes Verhalten im Notfall informiert wurde, Franco Vigano war ohne jede Chance. Kurz vor seinem Tod verfasste Vigano noch eine Notiz: „Siamo a 30 metri, non troviamo la chiave per bombole“. „Wir sind in 30 Meter Tiefe, finden den Schlüssel für die Sauerstoff-Flasche nicht“.

Die Tragik des Unfalls und die damit einhergehende, breit getretene mediale Berichterstattung war der K.O. für die Silverstar GmbH und brachte die Träume von Anton Dinkel und Helge Biermann jäh zum Platzen. Zwar versuchte man über seine Darstellung der Dinge noch zu retten was ging, aber immer mehr Kunden sprangen von ihren Bestellungen des Tigerhais ab.

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Quelle: ardmediathek

Am Ende wurden von insgesamt 120 Bestellungen nur 15 U-Boote ausgeliefert. Daraufhin entzogen die Investoren dem Unternehmen kurze Zeit später ihr Kapital und besiegelten damit auch das Ende der Unternehmung. Somit versank der Tigerhai ein weiteres und letztes Mal. Dieses Mal jedoch in den Tiefen der Archive.

Textquelle: Buch: „Die letzte Fahrt des Tigerhai – Der Wertheimer Erfinder Anton Dinkel“ – erschienen im Selbstverlag mit der ISBN 978-3-8370-8073-5
 
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Mir ist natürlich vollkommen klar, dass meine PAM01218 relativ wenig mit der im oberen Post angesprochenen PAM 6152 zu tun hat. Hardcore-Paneristi würden wahrscheinlich sogar sagen, dass sie gar nichts mit auch nur irgendeiner Pre-Vendome-Panerai gemein hat.

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Weißes Ziffernblatt, ETA-Uhrwerk (hierzu komme ich später), Kroko-Lederband und Chronographenfunktion. Unterschiedlicher kann diese dressige Uhr zu den Werkzeugen der damaligen Kampf- bzw. Rettungstaucher nicht sein. Dennoch, so finde ich, sind durch das Kissengehäuse und den Kronenschutzbügel genug Anleihen vorhanden, um zumindest einen ganz weiten Bogen zu den damaligen ersten Luminor-Modellen zu schlagen. Bildet dieser markante, von vielen nicht gemochte Kronenschutz, schließlich auch bei meiner Uhr ein dominierendes und unverkennbares Merkmal der Luminor-Reihe und drückt die Krone im geschlossenen Zustand gegen die Dichtung im Gehäuse, wodurch eine höhere Wasserdichtheit erwirkt werden soll.

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Ein weiteres, für mich untrennbar mit Panerai verbundenes Merkmal (alle Hardcore-Paneristi dieser Welt mögen mir verzeihen), ist das Sandwich-Dial mit welchem meine Uhr aufwartet.

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Im Fall der 1218 ist es weiß und kommt mit einer etwas gröberen Struktur, die je nach Lichtverhältnissen deutlich sichtbar oder eben kaum vorhanden ist. Dabei erinnert es an eine eben gestrichene Wand, an der sich die Struktur der Malerrolle abzeichnet.

Die Lume (oder heißt es das Lume?!) ist grau gehalten. Zusammen mit den rhodinierten und ebenfalls mit Lume belegten Zeigern herrscht relativ wenig Kontrast auf dem ZB, was das schnelle Ablesen in dunkleren Lichtverhältnissen erschwert. Einzig die Spitze des Stopp-Sekundenzeiger und der Stopp-Minutenzeiger sind in Blau gehalten und sorgen für interessante Farbakzente.

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Die innenliegende und schräg abfallende Tachymeter-Skala sorgt für interessante Blickwinkel und lässt das Ziffernblatt etwas kleiner wirken als der gerade abfallende Rehaut bei den nicht Chronographen-Modellen der Luminor-Reihe

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Beim Gehäuse handelt es sich um das 1950er-Kissengehäuse welches mit einem Durchmesser von 44mm und einem Lug-2-Lug von 53,6mm daherkommt. Das liest sich erst einmal groß, jedoch ist die Uhr durch ihre spezielle Form auch an durchschnittlich großen Handgelenken gut zu tragen.

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Ich habe im Übrigen 17,5cm Handgelenksumfang bei ca. 6cm Auflagefläche am Handgelenksrücken.

Das Gehäuse ist durchgehend mit einem Streifenschliff mattiert, die Lünette auf Hochglanz poliert und etwas dünner als bei anderen Luminor-Modellen. Dies ist vermutlich der Tatsache geschuldet, dass sie aufgrund der innenliegenden Tachy-Skala ansonsten unverhältnismäßig breit erscheinen würde.

Durch das bombierte und aufgesetzte Glas erreicht die PAM eine Höhe von ca. 15mm und rutscht, zumindest bei mir, damit nicht mehr unter die Manschette. Die Chronodrücker am linken Gehäuserand tun ihr Übriges, um dies zuverlässig zu verhindern.

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Aber ich denke jedem dürfte klar sein, dass eine PAM mit diesen Maßen schon eher die offensive Uhr ist. Wer auf der Suche nach einem reinen und zurückhaltendem Dresser ist, der ist hier definitiv falsch. Derjenige kauft sich jedoch auch nicht unbedingt einen Chronographen. Ich hingegen mag es, wenn auf einer Uhr ein wenig Mehr los ist. Wenn es irgendetwas zu entdecken gibt, irgendwelche Details, die auch nach Monaten noch nicht langweilig wirken. So wie zum Beispiel die oben erwähnten blauen Akzente, die abfallende Tachymeter-Skala, die besondere Struktur des Ziffernblattes, oder aber auch die mit einer Nut versehenen Drücker der Chronographenfunktion:

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Hierzu sei die Besonderheit erwähnt, dass sich die Stoppfunktion des Chronographen über den unteren Drücker auf 8 Uhr starten und stoppen, und über den oberen Drücker auf 10 Uhr zurücksetzen lässt. Der Grund dafür liegt darin, dass das Uhrwerk um 180° gedreht werden musste, da die Pusher aufgrund des Kronenschutzbügels auf der rechten Seite des Gehäuses keinen Platz gehabt hätten. Sicherlich hätte man den Bügel auch Durchbohren können, um Platz für die Drücker zu erhalten, so wie es bei früheren Modellen der Fall war, aber ich gehe davon aus, dass dies aus ästhetischen Gründen nicht getan wurde. Ein Schelm vermutet Kostengründe. Da ich aber auch eine Pelagos LHD in meiner Sammlung habe, tue ich mich mit Bedienelementen auf der linken Gehäuseseite nicht schwer. Mir gefällt das sogar sehr, denn es sorgt für einen symmetrischen Ausgleich des wuchtigen Kronenschutzbügels.

Der Gehäuseboden ist schlicht gehalten. Ein geschraubter Stahlboden mit Panerai-Luminor-Schriftzug und einer fortlaufenden Limitierungsnummer. Panerai baut von dieser Uhr 1.500 Stück pro Jahr. Wenn diese weg sind, muss sich ein Interessent bis zum nächsten Geschäftsjahr gedulden, um dann ab April wieder an eines der gewünschten Stücke zu kommen. Der Buchstabe vor der Zahl gibt dabei das Herstellungsjahr an. Bei meinem X müsste es sich infolgedessen um eine in 2021 gebaute Uhr handeln.

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Zudem ist auf dem Boden die Wasserdichtheit aufgeführt. Bei diesem Modell sind es 100m. Für den Bergungseinsatz im Lago Maggiore hätte das also locker gereicht.

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Wie viele moderne Panerais kommt auch der Luminor Chrono mit dem beliebten Band-Schnellwechselsystem. Hier kann der Bandsteg über einen auf der Unterseite des rechten Horns angebrachten Druckknopf entriegelt und anschließend herausgeschoben werden.

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Das hierfür notwendige Werkzeug liefert Panerai bei meiner Uhr jedoch nicht mit. Beim blauen Chrono wiederum wäre es serienmäßig dabei. Verstehe wer will…

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Cut da Bilderlimit erreicht

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Damit lassen sich Bänder innerhalb von wenigen Minuten völlig Kratzerfrei wechseln und man ertappt sich dabei, dass der Bandwechsel, der bei mir bisher niemals eine Rolle spielte, auf einmal viel häufiger vorkommt als man sich gedacht hat. Zu jedem Anlass und zu jedem Outfit wird das passende Band montiert. Manchmal ertappe ich mich sogar dabei, dass ich das Band mehrfach am Tag wechsle. Hier einige Impressionen mit verschiedenen Kombinationen…

Kroko schwarz:

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Kroko braun:

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Kautschuk blau:

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Stahlband:

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Am liebsten trage ich es aber am weichen und damit sehr komfortabel zu tragenden Sportech-Band von Panerai…

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Generell kann ich aber festhalten, dass die 1218 aufgrund ihres weißen Ziffernblattes zu allen möglichen Farben und Outfits kombinierbar ist. Eine wirklich wandelbare Uhr, wie auf den Bildern gut zu erkennen sein dürfte.

Alle Bänder bzw. deren Hälften werden durch die mit € 245,- unfassbar teure Dornschließe zusammengehalten. So hochwertig diese auch verarbeitet sein mag, empfinde ich das als unverhältnismäßig teuer…

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Bei der PAM01218 handelt es sich um eines der 5 in 2021 vorgestellten Chronographen-Modelle mit dem Uhrwerk P9.200.

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© Panerai, Quelle: youtube.com

Auf dem oben gezeigten Bild fehlt die Goldversion des Chronos, die PAM01111, sowie das limitierte Model der Luna Rossa, die PAM01313. Dafür hat sich ganz links mit der PAM01135 die Monopulsante aufs Bild gemogelt. Für die Einführung der Chrono-Reihe erntete Panerai auf dem SIHH im Jahre 2021 erst einmal viel Applaus. Das Design wurde als gelungen empfunden und auch die Preispunkte wurden mit € 8.900,- für den weißen und den schwarzen Chrono und € 9.700,- für den blauen Chrono am Stahlband fair besetzt. Zumindest für Panerai-Verhältnisse, bei denen oft viel Geld für etwas weniger Uhr bezahlt werden muss und bekannt ist, dass alles was mehr als 3 Zeiger hat meistens mehr als € 10.000,- kostet. Was jedoch erst ein wenig später und nach Recherche einiger Blogger herauskam war die Tatsache, dass das in den Uhren verbaute Uhrwerk leider kein Manufakturkaliber ist, sondern ein schnödes, nicht einmal sonderlich verziertes ETA2892-2 mit aufgesetztem Dubois-Depraz-Modul. Die Gangreserve liegt bei überschaubaren 42 Stunden.

Hier zu sehen unter dem Deckglas beim Gold-Chrono PAM01111:
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Quelle: perezcope.com


Insgesamt hat sich Panerai bei der Kommunikation zum Werk nicht unbedingt mit Ruhm bekleckert. Ich will in meiner Vorstellung gar nicht groß darauf eingehen, aber wen es wirklich interessiert, der kann sich beim sehr interessanten Blog von perezcope.com darüber informieren.

Hätte man bei Panerai einfach gesagt „Wir wollen mit einem zugekauften und verlässlichen Kaliber günstiger fertigen, neue Preispunkte besetzen und somit eine neue Käuferschicht ansprechen“, ich wette, nur ein paar Berufsnörgler hätten etwas daran auszusetzen gehabt. So aber… G´schmäckle…

Habe ich mich davon bei meiner Kaufentscheidung beeinflussen lassen? Oh ja, tatsächlich! Lange bin ich mit mir schwanger gegangen und habe pro und cons des Kalibers abgewogen, denn auch ich bin der Meinung, dass eine Uhr in dieser Preisklasse eigentlich über ein echtes Manufakturkaliber verfügen müsste (dies ist bei Panerai im Übrigen im Gesamten zu hinterfragen, handelt es sich bei allen Kalibern im besten Fall um In-Group-Werke). Und so hielten mich Meinungen von Bloggern und Influencern, von selbsternannten Meinungsforschungsinstituten und lautstarken Berufsnörglern in Uhrforen zurück auf den Kaufbutton zu drücken. Am Ende aber überwog für mich ganz klar das Design und ich erinnerte mich daran, warum ich irgendwann einmal anfing mich für teure Uhr zu interessieren. Schlichtweg, weil sie mir gefallen und weil sie mich begeistern konnten. So auch die PAM01218.

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So, ich hoffe meine Vorstellung hat euch gefallen und ihr hinterlasst mir einen Like, besser noch einen netten Kommentar. Ich werde später noch einen Lume-Shot nachreichen.

Hier noch die technischen Daten:
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© Panerai, Quelle: panerai.com


Vielen Dank fürs reinschauen.

Gruß

Mark
 
CFG

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Glückwunsch @Mapa. Die erste weiße PAM, die mir richtig gut gefällt. Vielen Dank auch für die schöne Vorstellung.
 
CFG

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Und toll flexibel an den Bändern tragbar, hätte ich nicht gedacht.
 
BergsteigerLeo

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Wieder eine tolle Vorstellung von dir!
Schöne Uhr, viel Spaß damit.
 
senninha

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Was für eine wunderschöne Uhr, ich bin echt hin und weg.. und vielen Dank für die schöne und interessante Vorstellung.
 
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Ich mapare mit... ;-)

Wow, wieder einmal eine so coole Vorstellung.

Ein gut recherchierter Hintergrund, extrem kurzweilig geschrieben, angenehm zu lesen, mal ein anderes Genre und wie immer, geniale Bilder (ich will das auch können :hammer:)

Jetzt weiß ich noch viel mehr, warum ich einen ähnlichen Brummer am Arm habe.

Lieben Dank für die tolle Unterhaltung und...

... was kommt als nächstes? Ich bin jetzt schon auf die Vorstellung gespannt. Mit deinen bisherigen Vorstellungen hast du die Latte schon extrem hoch gelegt.
 
mora

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Wow. Schöne Uhr, wunderbare Vorstellung! Wo kann man für die Vorstellung des Jahres 2022 abstimmen?:-)
 
Mapa

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Vielen Dank Ihr Lieben! Ich freue mich immer wahnsinnig wenn sich jemand die Mühe macht eine meiner Vorstellungen zu kommentieren! Ich kann leider nicht immer auf alle eingehen, aber mein Dank ist Euch sicher!

Glückwunsch @Mapa. Die erste weiße PAM, die mir richtig gut gefällt. Vielen Dank auch für die schöne Vorstellung.

Und toll flexibel an den Bändern tragbar, hätte ich nicht gedacht.

Ich bin erleichtert darüber, dass Dir meine PAM gefällt. Deine Aussage vor kurzem, dass Dir das weiß zu kalt sei, hat mich tatsächlich kurz zögern lassen. Umso schöner, dass Du sie nun auch gut findest.


:lol:Dein Kommentar ist und bleibt legendär! Danke dafür!


Ich mapare mit... ;-)

Wow, wieder einmal eine so coole Vorstellung.

Ein gut recherchierter Hintergrund, extrem kurzweilig geschrieben, angenehm zu lesen, mal ein anderes Genre und wie immer, geniale Bilder (ich will das auch können :hammer:)

Jetzt weiß ich noch viel mehr, warum ich einen ähnlichen Brummer am Arm habe.

Lieben Dank für die tolle Unterhaltung und...

... was kommt als nächstes? Ich bin jetzt schon auf die Vorstellung gespannt. Mit deinen bisherigen Vorstellungen hast du die Latte schon extrem hoch gelegt.

Danke Dir vielmals! Ich habe im Kleiderfaden Deine Bilder mit der 1110 gesehen. Sie steht auch Dir als Frau hervorragend, auch wenn ich insgeheim ein wenig neidisch darauf bin, dass Du deutlich mehr Likes kassiert hast als ich! ;-) Freut mich, wenn auch Frauen sich für Panerai begeistern können!

Wow. Schöne Uhr, wunderbare Vorstellung! Wo kann man für die Vorstellung des Jahres 2022 abstimmen?:-)

:super: Vielen Dank für Dein Lob. Ich bin mir aber sicher, dass da noch viel Gutes kommen wird.
 
Osyrys

Osyrys

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Servus mein Lieber,

ich bin nicht wirklich ein großer Fan dieses Herstellers aber dieses Modell gefällt mir ausgesprochen gut. :prost:Dies könnte aber auch an deiner grandiosen Vorstellungen und den hervorragenden Bildern liegen! Vielen herzlichen Dank dafür! :super:

Tatsächlich hast du mich so begeistert, dass die Uhr nun auf meiner Wunschliste gelandet ist. Habe ich schon erwähnt, dass die Bilder extrem gut geworden sind? Ich mag es sehr wenn man die Uhr in Alltagssituationen gekonnt in Szene setzt und das hast du mit Bravur geschafft.

Ich wünsche dir noch viel Freude mit der Uhr und allzeit gute Gangwerte! :super:
 
stefan6five

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Ich schließe mich allen Vorrednern an:

eine fantastische Uhrenvorstellung die m.M. nach mindestens semiprofesselionelle Qualität hat und manchen Fachjournalisten beschämt.

Ganz großes (Uhren) Kino!

Vielen Dank dafür…..😊👍🏻
 
Schwanni

Schwanni

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Hammer Vorstellung, lieber @Mapa :klatsch: Auch hier nochmal meinen Glückwunsch zu dieser schönen PAM. Gefällt mir sehr gut und sie passt dir hervorragend. Tolle Uhr.
 
Mapa

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Tatsächlich hast du mich so begeistert, dass die Uhr nun auf meiner Wunschliste gelandet ist. Habe ich schon erwähnt, dass die Bilder extrem gut geworden sind? Ich mag es sehr wenn man die Uhr in Alltagssituationen gekonnt in Szene setzt und das hast du mit Bravur geschafft.

Wirklich? Wow, das freut mich natürlich sehr, vor allem da Du schreibst, dass Du mit Panerai sonst nichts anfangen kannst. Das mit den Bildern geht mir auch so. Ich mag zwar auch Makros, aber zu sehen wie eine Uhr in Alltagssituationen aussieht ist deutlich hilfreicher bei der Bewertung darüber, ob eine Uhr ein Kauf sein könnte oder nicht.

Ich schließe mich allen Vorrednern an:

eine fantastische Uhrenvorstellung die m.M. nach mindestens semiprofesselionelle Qualität hat und manchen Fachjournalisten beschämt.

Ganz großes (Uhren) Kino!

Vielen Dank dafür…..😊👍🏻

Danke Dir für das Lob. So eine Vorstellung macht wahnsinnig viel Arbeit, insofern sind solche Kommentare das Brot des Vorstellenden ;-)
 
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