Tissot Ballade COSC - Gangwerte nach 2 Jahren

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Uhrwicht

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Hallo Forianer

Im November habe ich meine Tissot Ballade COSC mit C07.811 Si, die immer noch meine bevorzugte Uhr für den Alltag ist, seit 2 Jahren.

Ganz zu Anfang lief sie (normal getragen und nachts "normal" abgelegt, d.h. Krone rechts) mit einer knappen Sekunde pro Tag im Plus, dann lange Zeit +/- 0s /d. In den letzten Monaten hat sie sich zu einem leichten Nachgang hin verschoben, aktuell ca. -0.6 - -0.8 s/d. Das ist noch längst innerhalb COSC und wäre auch noch innerhalb der Rolex- Kriterien von -2/+2 s/d, ich bin jedenfalls sehr positiv überrascht davon, wie nahe eine Uhr dieser Preisklasse an die "Grossen" rankommt. Aber dennoch, ein Vorgang um denselben Betrag wäre mir lieber.

Die Abweichung ist mir zur Zeit noch wesentlich zu gering, um eine teure Nachregulierung ins Auge zu fassen. Aber spätestens wenn die Uhr aus COSC rausfliegt, wird es mich nerven. Vielleicht könnten mir der eine oder andere Spezialist einen Tipp geben, ob und wie dies bei diesen Werken machbar wäre. Zu Tissot senden? Zum freien Uhrmacher bringen? Geht das überhaupt?

Ich weiss auch nicht, was die Gangveränderung verursacht hat. Normale Abnutzung? Äussere Einwirkungen wie Erschütterungen beim Radfahren, Anschlagen am Türrahmen, dass mir die Uhr einmal auf den Fuss fiel (gottseidank nicht aufs Parkett)? Welche Faktoren spielen hier eine Rolle?

Vielen Dank für eure Tipps!

DSC03048.JPG
 

Mueller27

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(....) In den letzten Monaten hat sie sich zu einem leichten Nachgang hin verschoben, aktuell ca. -0.6 - -0.8 s/d.
Zu Tissot senden? Zum freien Uhrmacher bringen?

Die Uhr läuft doch wunderbar.
Was willst Du da "verschlimmbessern"?

Bei so minimalen Abweichungen unter 1 Sek./Tag birgt jeder Einrifff die Gefahr, dass die Uhr nachher zwar anders läuft, aber nicht unbedingt besser.

Zumal deine aktuellle Abweichung offenbar regelmäßig immer im gleichen Bereich liegt - was gut ist,
Stell die Uhr doch einfach jedes mal wenn Du die Uhrzeit neu einstellst, +20 Sekunden vor, dann dauert es gut zwei Monate täglichen Tragens bis sie bei -20 Sekunden ist und Du sie neu stellen müsstest.

Carsten
 
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bachmanns

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Oder teste mal eine andere nächtliche Ablageposition. Z.B. Zifferblatt oben. Dann läuft sie vielleicht leicht ins Plus.
 

ETA2824

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Das ist bei mechanischen Uhren normal.
Mein Rekordhalter ist ein ETA 2801-2 mit einer Verlangsamung am Arm um 5 s/d in einem Jahr.
Kürzlich liess ich eine Tissot PR 100 mit einem ETA C07 nachregulieren, weil es nach zwei Jahren
tadellosem Gang empfindlich eingeknickt ist, obwohl alles in Ordnung war.
 

Olio

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Verstehe auch dein Problem nicht die Werte sind bei weitem in der Norm und auch im COSC Chronometer Bereich.
Würde es so lassen nicht das du es verschlimmbesserst.
Liebe Grüße Oli
 

clocktime

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Bist Du im Homeoffice? Und vor zwei Jahren warst Du noch "draussen unterwegs"? Im Homeoffice hast Du insgesamt weniger Bewegung, was einen leichten Nachgang erklären würde. Aber wie einige Vorposter schon schrieben, würde ich an Deiner Stelle nichts machen, solange sie im COSC-Rahmen bleibt.
 

Uhrwicht

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.
Kürzlich liess ich eine Tissot PR 100 mit einem ETA C07 nachregulieren, weil es nach zwei Jahren
tadellosem Gang empfindlich eingeknickt ist, obwohl alles in Ordnung war.

Und wie bist du da vorgegangen? Tissot? Uhrmacher? Das ist nämlich genau der Kern meiner Frage.
 

ETA2824

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Und wie bist du da vorgegangen? Tissot? Uhrmacher? Das ist nämlich genau der Kern meiner Frage.

Wurde zu Tissot eingeschickt. Das machen immer noch nicht alle Uhrmacher selber, die Werke
einzuregulieren, die das Regulierungsorgan am Unruhereif haben.
Wünsche kann man da keine/kaum anbringen ...
Meine Tissot musste deshalb zwei Mal nach LeLocle ...

Beispielbild:
3329465
 

Uhrwicht

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Wurde zu Tissot eingeschickt. Das machen immer noch nicht alle Uhrmacher selber, die Werke
einzuregulieren, die das Regulierungsorgan am Unruhereif haben.
Ja, das ist genau der Punkt, das stelle ich mir nicht gerade einfach vor. Aber wenn Tissot die Werke tatsächlich nachreguliert, ist's in Ordnung, ich war mir da nicht so sicher. Es wäre schade, wenn man nach drei, vier, fünf Jahren, wenn die Abweichung grösser wird, mit diesem an sich ja sehr guten Werk im Regen stehen würde. Wie gesagt, zum jetzigen Zeitpunkt ist das noch zu früh, da bin ich mit den andern einverstanden.

Vielen Dank für die Rückmeldungen und allen ein schönes Wochenende!
 

hermannH

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weil es nach zwei Jahren
tadellosem Gang empfindlich eingeknickt ist, obwohl alles in Ordnung war.

Wenn der Gang sich empfindlich ändert, ist eben nicht alles in Ordnung.
Die einfachste Erklärung ist eine Änderung der Lebensumstände. Danach kommt schon eine mechanische Veränderung durch Sturz/Schlag/Vibration usw. Und natürlich die Veränderung der Viskosität der Schmiermittel durch Alterung oder Undichtheit.
Die Vermutung das sich eine Maschine plötzlich anders verhält in Verbindung mit der Behauptung das trotzdem alles in Ordnung ist, geht schon in Richtung Esoterik.
 

ETA2824

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Die Vermutung das sich eine Maschine plötzlich anders verhält in Verbindung mit der Behauptung das trotzdem alles in Ordnung ist, geht schon in Richtung Esoterik.

Gewisse Kommentare von Dir sind einfach unterirdisch, Hermann. Du weisst gar nicht genau worum es geht
und schon gleitet es in die Esoterik ab.
Wenn ich eine solche Aussage mache, habe ich unter genau definierten Bedingungen gemessen
und protokolliert.
Wovon ich überzeugt bin: Oberlehrer braucht es hier nicht. 😉
 

clocktime

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Wurde zu Tissot eingeschickt. Das machen immer noch nicht alle Uhrmacher selber, die Werke
einzuregulieren, die das Regulierungsorgan am Unruhereif haben.
[...]
Meine Tissot musste deshalb zwei Mal nach LeLocle ...
Besser einschicken als durch einen unsicheren Uhrmacher "im Regen zu stehen". ;-)
Ich schicke übrigens die Uhr selbst ein, solange es sich um eine Tissot handelt. Habe das auch mit meiner PRC200 Chronograph gemacht. Ist zwar etwas teurer, aber ich bekomme eine tiptop revidierte Uhr zurück.
Ja, das ist genau der Punkt, das stelle ich mir nicht gerade einfach vor. Aber wenn Tissot die Werke tatsächlich nachreguliert, ist's in Ordnung, ich war mir da nicht so sicher. Es wäre schade, wenn man nach drei, vier, fünf Jahren, wenn die Abweichung grösser wird, mit diesem an sich ja sehr guten Werk im Regen stehen würde.
Die Kaliber dürften sehr langlebig sein. Vereinzelt geht halt mal etwas schief, dann ist eine Reparatur oder gar ein Wechsel fällig. Egal, die Kosten für die Kaliber sind heute deutlich tiefer als noch vor 10 Jahren.
Beispiel: Die Certina DS Action BigDate kostete ca. 100€ mehr als die heute verfügbare Certina DS Action DayDate. Dieselben Preisreduktionen finden sich auch bei anderen Uhren, bei denen der Kaliber gewechselt hat, hat also nicht nur etwas mit dem vielleicht komplizierteren Aufbau der BigDate zu tun...
 

Uhrwicht

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Die Kaliber dürften sehr langlebig sein. Vereinzelt geht halt mal etwas schief, dann ist eine Reparatur oder gar ein Wechsel fällig. Egal, die Kosten für die Kaliber sind heute deutlich tiefer als noch vor 10 Jahren.
Beispiel: Die Certina DS Action BigDate kostete ca. 100€ mehr als die heute verfügbare Certina DS Action DayDate. Dieselben Preisreduktionen finden sich auch bei anderen Uhren, bei denen der Kaliber gewechselt hat, hat also nicht nur etwas mit dem vielleicht komplizierteren Aufbau der BigDate zu tun...

Das muss nicht unbedingt an den Werken selbst (Komplexität, Materialien etc.) liegen, das kann auch mit den Produktionsmethoden zu tun haben. Soweit ich weiss, ist ETA mit den C07 sehr automatisiert unterwegs. Niedrigere Produktionskosten sollten aber meiner Meinung nach nicht dazu führen, dass man die Werke nicht vernünftig instandhalten kann. Wenn dem nicht so ist, bin ich zufrieden.
 
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hermannH

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Gewisse Kommentare von Dir sind einfach unterirdisch, Hermann. Du weisst gar nicht genau worum es geht
und schon gleitet es in die Esoterik ab.
Wenn ich eine solche Aussage mache, habe ich unter genau definierten Bedingungen gemessen
und protokolliert.
Wovon ich überzeugt bin: Oberlehrer braucht es hier nicht.

Ich hatte es schon öfters erwähnt, wer in einem Forum - und auch anderswo - in polemische Ausdrucksweise abgleitet, dem sind die sachlichen Argumente ausgegangen.
Du kannst gerne meine Behauptungen sachlich anfechten, alles Andere lass bitte sein.
 

clocktime

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Das muss nicht unbedingt an den Werken selbst (Komplexität, Materialien etc.) liegen, das kann auch mit den Produktionsmethoden zu tun haben. Soweit ich weiss, ist ETA mit den C07 sehr automatisiert unterwegs. Niedrigere Produktionskosten sollten aber meiner Meinung nach nicht dazu führen, dass man die Werke nicht vernünftig instandhalten kann.
Stimmt, aber wenn die Reparaturkosten höher sind als ein neuer Kaliber? Hängt immer davon ab, wieviel für die Instandsetzung gerechnet wird (Stundenlohn etc.).
 

Uhrwicht

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Stimmt, aber wenn die Reparaturkosten höher sind als ein neuer Kaliber? Hängt immer davon ab, wieviel für die Instandsetzung gerechnet wird (Stundenlohn etc.).

Rein ökonomisch gesehen ja... aber ein vollwertiges Automatikwerk mit Siliziumspirale wegschmeissen, weil die Gangwerte nachlassen, oder wegen einem prinzipiell behebbaren Defekt, finde ich von der Sache her etwas fragwürdig. Kann man machen, ja, ist aber nicht unbedingt meine Philosophie.
 

hiltibrant

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Gewisse Kommentare von Dir sind einfach unterirdisch, Hermann. Du weisst gar nicht genau worum es geht
und schon gleitet es in die Esoterik ab.
Wenn ich eine solche Aussage mache, habe ich unter genau definierten Bedingungen gemessen
und protokolliert.
Wovon ich überzeugt bin: Oberlehrer braucht es hier nicht. 😉
Oha... ziemlich starker Tobak, dein Kommentar. Geht’s auch freundlicher?
 
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