Tischuhr Werk ausbauen wegen Schlagwerküberprüfung

Diskutiere Tischuhr Werk ausbauen wegen Schlagwerküberprüfung im Uhrenwerkstatt Forum im Bereich Uhren-Forum; Hallo, habe mir diese Tischuhr ersteigert. Leider hat sie wohl beim Versand gelitten. Das Werk ist nur noch an einer Stelle fest und...

Ticky

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Hallo,

habe mir diese Tischuhr ersteigert.
uhr_vorne.jpg

Leider hat sie wohl beim Versand gelitten.
Das Werk ist nur noch an einer Stelle fest und zwar an der vorderen Platine, siehe Pfeil.

uhr_werk.jpg

Eigentlich komme ich an diese Schraube nicht von hinten dran, eine Gewindemutter ist es, die gelöst werden müsste.
Von vorne doch wohl auch nicht?

Bleibt hier nur der Uhrmacher und wie macht der das? Gibt es so kleine Schraubenschlüssel?

Das Schwebeankerwerk läuft auch nicht selbstständig an, aber dann durch.
Das Schlagwerk geht grundsätzlich auch durchgehend, hängt aber an einer Stelle etwas,
da könnte ich die Mechanik jedenfalls selber richten, wenn das Werk ausgebaut wäre.
Ansonsten sieht das Werk gut aus, es wird nur etwas Öl fehlen.

Hat jemand einen Tipp?
Danke
M.
 

Badener

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Hallo Ticky,

ja, das Werk muss nach hinten raus. Und ja, natürlich gibt es so kleine Schraubenschlüssel!

Beim Thema "da fehlt nur etwas Öl" wäre ich vorsichtig. Diese alten Tischuhren haben häufig schon Jahrzehnte ohne Revision verbracht. In den Lager hat sich meist Schmutz abgesetzt. Wenn du nun einfach Öl dazu gibst, gibt das zusammen mit dem Dreck ein super Schleifmittel, das dir die Lager kaputt macht. Nach dem Ausbau ist also auf jeden Fall eine eingehende Inspektion aller Lager nötig. Ideal ist natürlich eine komplette Revision.

Gruß
Badener
 

Thallius

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Ich kann auf dem Foto keine Schraube erkennen die für den Halt des Werkes in Gehäuse sorgen soll?

Gruß

Claus
 

Ticky

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Hallo,
danke für die Antworten und Hinweise.
Ich habe mir das nochmal bei Licht angeschaut, das ist evtl. eine kleine Linsenkopfschraube.
Von hinten aber nicht zugänglich. Wenn das Werk vorne raus soll müsste das Teil mit dem Schwebeanker weg.
Die Platte vorne geht jedenfalls raus.
Ich sehe für mich da sonst keine Möglichkeit.
Grüße
Michael
 

Thallius

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Also ich kann Dir zu 99% garantieren, dass Du NICHT Teile von Werk zerlegen must um dieses aus dem Gehäuse zu bekommen. Das gibt es einfach nicht.
Man kann es auf dem Foto nicht sehen, aber ist das Werk eventuell durch eine Zentralmutter von vorne unter den Zeigern befestigt?

Gruß

Claus
 

Ticky

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Hallo Claus
es hängt definitiv an einer Stelle fest und ist um dieses Schräubchen sogar drehbar soweit die Zeigerwelle das zuläßt!
Ich hab die Zeiger abgemacht und vorne die helle Kunststoffverzeirung rundum entfernt.
Dann kann ich diese vordere Platte rausmachen und das Werk hängt hinten halt an der Preßspanplatte fest. Keine Anhnung wie die das reinbekommen haben.
Eine Verschwörung zwischen Schreiner und Uhrmacher ;-)
Grüße
Michael
 

Thallius

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Zeig doch noch mal ein paar Fotos wie weit Du jetzt gekommen bist. Die Gongstäbe hast Du ja sicher auch schon rausgebaut oder?

Gruß

Claus
 

uri3047

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Hallo Ticky,es ist ganz einfach,zuerst die Gongstäbe ausbauen(sind von unten befestigt) dann befindet sich auf Grundplatte eine Zentrale Schraube (zwischen beiden Federhäusern) von hinten,diese entfernen und das Werk leicht nach links drehen.Dann wirst Du 2 Pfeiler sehen die das Werk auf der Grundplatte (Langlöcher) befestigt sind.Die Halteplatte verbleibt im Gehäuse !!! Das war's dann schon ganz einfach ?
Wie ich , einschätze ist das eine Tischuhr aus Sonneberg(DDR) ich kenne diese zur genüge !
 

fuchsgiro

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Ich würde auf Weimar tippen, @uri3047.

Rechts unten (1. Foto) fehlt das runde Logo mit dem großen "W".
Oder irre ich mich?
 

Ticky

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Jaaa, ganz einfach, aber gewusst wie, oder? ;-)
Das Werk ließ sich schlecht drehen, da 3 der 4 Schrauben der Halteplatten herausgerissen waren. Die Schraube hatte ich schon draussen.
Vielen Dank für die Unterstützung!
Gruß MICHAEL

--- Nachträglich hinzugefügt ---

Du hast natürlich recht !!!

Ja, das Logo fehlt leider, kriegt man sowas? Gibt es noch mehr Infos zur Uhr?
 

uri3047

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Ich habe z.Z.auch eine Tischuhr,gleicher Aufbau (Schwebegang) auf dem Holzgehäuse (Tür) ein Aufkleber von "fm" Sonneberg ! ich glaube Weimar hat in Großuhren ,kal.55 verbaut !

gruß uri
 

uri3047

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Hallo,alles war möglich,beide Betriebe waren ja zu DDR-Zeiten im VEB Kombinat eingeschlossen oder ?schon vergessen oder nicht gewußt ? da haben sie beide die Dinger gebaut !:super: Bilder kommen nach !

gruß uri
 

Ticky

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Mein Uhrmacher hat mir wenig Hoffnung gemacht. Er meinte vielleicht bekommt man irgendwo eine Welle für die Unruhe, die wohl auf irgendwelchen Spitzen läuft und sonst nicht gelagert ist. Das Werk läuft einfach nicht von selbst an.
 

Thallius

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Diese Werke müssen nicht unbedingt von selber anlaufen. Es gibt auch welche die muss man tatsächlich durch schütteln der Uhr starten.

Gruß

Claus
 

uri3047

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Mein Uhrmacher hat mir wenig Hoffnung gemacht. Er meinte vielleicht bekommt man irgendwo eine Welle für die Unruhe, die wohl auf irgendwelchen Spitzen läuft und sonst nicht gelagert ist. Das Werk läuft einfach nicht von selbst an.

Es handelt sich hier um eine "Schwebeunruh" d.h. die Unruh hängt in schwebe an der senkrechten Spiralfeder,welche durch einen Draht im Kern (Welle) der Unruh gehalten wird.Wenn dieser Gangregler mal bzw.komplettes Werk mal gereinigt wird,läuft die Uhr ohne Problem von alleine an,eine Empfellung von mir:super:

gruß uri

--- Nachträglich hinzugefügt ---

Es handelt sich hier um eine "Schwebeunruh" d.h. die Unruh hängt in schwebe an der senkrechten Spiralfeder,welche durch einen Draht im Kern (Welle) der Unruh gehalten wird.Wenn dieser Gangregler mal bzw.komplettes Werk mal gereinigt wird,läuft die Uhr ohne Problem von alleine an,eine Empfellung von mir:super:

gruß uri

Hallo,ich glaube hier ist was schiefgelaufen,es liegt eine Verwechslung vor,natürlich hat die Uhr normale Stiftankerhemmung !
 
Zuletzt bearbeitet:

Ticky

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Es handelt sich hier um eine "Schwebeunruh" d.h. die Unruh hängt in schwebe an der senkrechten Spiralfeder,welche durch einen Draht im Kern (Welle) der Unruh gehalten wird.Wenn dieser Gangregler mal bzw.komplettes Werk mal gereinigt wird,läuft die Uhr ohne Problem von alleine an,eine Empfellung von mir:super:

gruß uri

--- Nachträglich hinzugefügt ---

Danke für die Hinweise, das heißt dieses Teil müsste primär erst mal zerlegt und gereinigt werden?
Sieht nicht gerade trivial aus für einen interessierten Laien.....

stiftanker.jpg

Grüße
Michael
 

nobrett

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Reinige es doch einfach komplett, ohne Zerlegung. Ein Bad in 1:9 oder Benzin wirkt auch hier Wunder. Hatte ich auch gerade vor ein paar Tagen.

Gruß
Norbert
 

uri3047

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Hallo,aber denk dran der obere Teil ist magnetisch,der zieht alles an ! ich würde es auseinander bauen ,wenigstens die Unruh,denn in den Körnerschrauben befindet sich meist altes Öl und das muß raus !

gruß uri
 
Thema:

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