The 1968 Automatic Diver's Modern Reinterpretation SPB077 oder Seiko Automatik Diver Prospex SPB077 (JDM: SBDC061)

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tertiavigilia

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The 1968 Automatic Diver's Modern Reinterpretation SPB077 oder Seiko Automatik Diver Prospex SPB077 (JDM: SBDC061)

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Seiko Automatik Diver Prospex SPB077 (JDM: SBDC061)


Die Kaufentscheidung

Eigentlich sind die Diver von Seiko nicht so mein Ding. Die höherwertigen Modelle, der Grand Seiko Diver und die Marine Master sind mir zu groß bzw. zu toolig, um sie regelmäßig zu tragen. An seinen anderen Divern verbaut Seiko meist nur Hardlex-Glas. Das ist zwar so schlecht nicht, aber Kratzer fange ich mir damit doch irgendwann. Hinzu kommt, dass unterhalb von Grand Seiko und Marine Master in der Regel keine wirklich hochwertigen Uhrwerke verbaut werden, sondern vielmehr die Kaliber der 7S, 4R und 6R regelmäßig zum Einsatz kommen. Meine 7S-Zeiten sind lange vorbei. Ohne Handaufzug und Sekundenstopp kaufe ich in der Regel keine Uhr mehr. Während ich mit dem 4R-Kalibern gute Erfahrungen gemacht habe, stand ich mit dem 6R15 lange auf Kriegsfuß. Da ich meine Uhren oft wechsle, kamen sie mit der erhöhten Gangreserve der Sprongfeder nur für kurze Zeit auf Vollaufzug und liefen deshalb ungenau. Meine erste Spirit habe ich deshalb abgegeben, um dann eine zweite zu kaufen. Heute weiß ich um diesen Zusammenhang – nicht zuletzt auf Grund entsprechender Berichte hier im Forum – und lasse sie einen Tag im Uhrenbeweger aufziehen, bevor ich sie stelle und anlege. So bleibt mir der Ärger über schlechte Gangwerte erspart.


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Seiko Spirit SARB033


Damit deutet sich schon an, warum ich mir nun doch einen (weiteren) Diver von Seiko zugelegt habe. Das 6R15-Werk ist – richtig gehandelt – zu guten Gangleistungen in der Lage. Zudem war ich neugierig, ob die neueste Ausbaustufe des 6R15, das 6R15D, einen merklichen Fortschritt gegenüber den C-Werken darstellt. Da das hier gezeigte Modell zudem über Saphirglas verfügt und trotz seiner 44 mm Durchmesser durch seine Form einen guten Tragekomfort versprach, waren meine genannten Bedenken weitgehend beseitigt.

Den letzten Anstoß zum Kauf gab dann eine wunderschöne Turtle Padi, die diesen Sommer oft meine Begleiterin war und mich mit guten Gangwerten, einer tollen Lume und einem angenehmen Tragegefühl verwöhnte. Insbesondere letzteres hat mich sehr angenehm überrascht.


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Seiko Turtle Padi SRPA21 J1


Kurz war noch die Seiko Sumo im Rennen. Sie ist deutlich günstiger als die SPB077, aber ab Werk leider nur mit Hardlex zu haben. Sie bei monsterwatches.nl auf Saphirglas ummodden zu lassen, war eine Option. Der Preisvorteil schwindet hierdurch aber auf unter 200 EUR. Zudem wirkt die Sumo doch noch ein bisschen größer und tooliger als die SPB077, die zudem über DiaShield verfügt. Das allein ist den Aufpreis zur Sumo – auch wenn man Straßenpreise zu Grunde legt – zwar kaum wert. Letztlich entscheidend war deshalb das Design. Da ich auf Retro-Diver stehe, fiel mir die Wahl zwischen den beiden genannten Uhren letztlich nicht allzu schwer.


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SEIKO Prospex 200M Diver Automatic SBDC031


Das Design

Die SPB077 zitiert Seiko’s 6159-7001 aus dem Jahr 1968. Jene hat mit ihren 30 ATM Wasserdichtheit, dem Monocoque-Gehäuse und dem verbauten Grand-Seiko-Hi-Beat-Werk den Schweizer Uhrenherstellern vor allem in den USA und Asien mächtig Konkurrenz gemacht und Seiko als Hersteller von hochwertigsten Divern etabliert. Sie war sozusagen die Grand Seiko unter den Taucheruhren, erhielt diesen Titel aber nicht. Vielmehr entschloss sich Seiko ihr wegen ihrer überragenden Eigenschaften als erstem Diver das Attribut „Professional" zu verhängen. Ihr Erfolg machte sie zur Designikone und so bestimmt sie noch heute das Aussehen mancher Taucheruhr der Marke. Die Marine Master und die limitierte SLA025 stehen in ihren Fußstapfen. Sie sind die wahren Erben dieses Meilensteins der Uhrengeschichte. Während sie durch das verbaute Uhrwerk, das Monocoque-Gehäuse und vor allem den Preis auf eine überschaubare Gruppe von Seiko-Jüngern zielen, stellt die SPB077 das Retro-Massenmodell dar. Meines ist eigentlich eine SBDC061, die für den japanischen Markt bestimmt war (JDM), während die SPB077-Modelle für den internationalen Markt vorgesehen sind. Unterschiede zwischen den Modellen gibt es meines Wissens aber nicht.


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Seiko 6159-7001 aus dem Jahr 1968


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Seiko SBDX017 Prospex Marinemaster Automatikuhr SBDX017J MM300


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1968 Automatic Diver’s Recreation Limited Edition SLA025


Mit ihren großen Schwestern, der Marine Master und der SLA025, kann sich die SPB077 qualitativ nicht messen. Sie besitzt weder eine Monocoque-Gehäuse noch ein hochwertiges Uhrwerk. Ihr verschraubter Gehäuseboden gewährt dafür aber einen einfachen Zugang zum Werk, das so bei Bedarf kostengünstig ersetzt werden kann. Die Revision eines 6R15 dürfte sich kaum rechnen. Zudem ist sie eher Dress-Diver als Tool-Watch, was meinen Verwendungszwecken eindeutig entgegenkommt. Schließlich ist sie deutlich billiger als die beiden echten Nachfolgerinnen, hebt sich aber dennoch qualitativ von der zu Recht so beliebten Turtle-Reihe und – knapp – auch von der Sumo ab.


Das Edelstahlarmband im Oyster-Stil

Neben dem verbauten Saphirglas und der DiaShield-Technik ist da zunächst das vollmassive Edelstahlarmband anzuführen, das weniger klappert, als ich es von Seiko in der Brot-und-Butter-Klasse gewohnt bin. Es ähnelt dem Oysteredelstahlarmband der Seiko SLA017J1 "62MAS". Jedenfalls ist es schlichter und etwas dunkler als das von Turtle und Sumo und wirkt dadurch auf mich hochwertiger und eleganter. Die Schließe ist insgesamt, anders als bei der Turtle massiv und wie diese signiert. Ihre vier Feinverstellungen lassen keine Anpassungswünsche offen. Nicht zuletzt deshalb trägt sich das Stahlband sehr gut. Über den Sinn der Standard-Tauchverlängerung von Seiko, die auch vorliegend verbaut ist, lässt sich allerdings streiten. Ich hätte sie für den vorgesehenen Einsatz als Dress-Diver nicht gebraucht. Gleiches gilt für die verstifteten Glieder. In dieser Preisklasse sind verschraubte Armbänder zugegebenermaßen zwar eher selten, Seiko mutet seinen Kunden durch die Stift-Hülsen-Technik aber zusätzlich eine gewisse Fummelei beim Bandkürzen zu. Andererseits hat man keine Mühe mit fest sitzenden Schrauben. Stifte und Hülsen halten die Bandglieder sicher zusammen und lassen sich mit einem Stiftaustreiber mühelos von Hand herausdrücken. Wenn man um die Hülsen weiß, achtet man auch darauf keine zu verlieren und alles ist gut.


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Das Gehäuse

Das Gehäuse ist der Höhepunkt der Uhr. Es weist weit über die Preisklasse hinaus. Es ist aufwändig und m. E. perfekt gearbeitet. Dass tatsächlich die Zaratsu-Polierung aus der Grand-Seiko-Linie zum Einsatz kam, wie allenthalben im Netz behauptet wird, lässt sich über die offiziellen Informationen von Seiko nicht bestätigen, aber auch nicht ausschließen. Die mattierten und glänzenden Flächen erzeugen so oder so einen hochwertigen Eindruck. Für die Verarbeitungsgüte spricht, dass die Polierung auch am Gehäuse zwischen und innen an den Hörnern makellos ausgeführt ist. Indem das Gehäuse nach unten angeschliffen wurde, ist der Tragekomfort für 44 mm Durchmesser außergewöhnlich gut, zumal die Krone auf 4-Uhr ein Anbohren des Handrückens ausschließt. Nur schade, dass sie nicht wie bei der Sumo oder der Spirit mit dem Seiko-S signiert ist. Die großzügig durchbohrten Hörner, zwischen denen die massiven Endglieder des Armbandes passgenau eingefügt sind, laden zum Bandwechsel geradezu ein. Den sollte man sich aber gut überlegen. Das Edelstahlarmband ist – wie beschrieben – nicht nur sehr wertig, sondern schließt auch sehr harmonisch an das Gehäuse an. Der Höhenunterschied zwischen Endgliedern und Hörner erzeugt einen interessanten Tiefeneindruck, der die Gehäuseform dezent betont. Der verschraubte Stahlboden wird durch die übliche Seikowelle geziert und steht mit der ebenfalls verschraubten Krone für ausreichende 20 ATM Wasserdichtheit. Die DiaShield-Technik dürfte die Kratzfestigkeit des verwendeten 316L-Stahls des Gehäuses deutlich erhöhen. Damit sollten Microswirls und kleine Kratzer zu vermeiden sein. Wunder darf man sich allerdings nicht erhoffen. Das Armband ist nach meinem Verständnis der offiziellen Seiten von Seiko nicht beschichtet, auch wenn mancher Anbieter – selbst offizielle Händler im In- und Ausland – dies behauptet. Aber vielleicht haben die Konzessionäre weitergehende Informationen…

Die schmale Lünette aus Edelstahl gefällt mir besonders. Ihre Einlage ist nicht aus Keramik, sondern aus lackiertem Stahl und unterstreicht dadurch den Retro-Charakter, obwohl sie im Gegensatz zum Zifferblatt auffällig glänzt. Der Drehring ist über den geriffelten Münzrand gut zu greifen und rastet nach 120 akustisch angenehmen Klicks genau über der 12-Uhr-Position. Sein Leuchtpunkt ist in hochglanzpoliertem Edelstahl gefasst und flächenbündig in die lackierte Stahleinlage versenkt. Ein edles Detail, wie ich finde, das die Uhr „dressig“ macht.


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Das Zifferblatt und die Verglasung

Das mattschwarze Zifferblatt ist in jeder Lage sehr gut abzulesen. Auch hier sind die Lumedots in hochglanzpoliertem Edelstahl gefasst. Gleiches gilt für die Lume der Zeiger, die die richtige Länge haben und korrekt gesetzt sind. Die Enden der Zeiger sind mattschwarz lackiert, weshalb sie sich insoweit vor dem Zifferblatt verlieren und deshalb vor dem Drehpunkt ohne Verbindung zur Welle zu schweben scheinen. Ein erstaunlicher Effekt, der das Auge zum Nachfassen zwingt.

Das flache, unterhalb der Lünette montierte Saphirglas ist einseitig (innen) entspiegelt. Hiervon hatte ich mir keine allzu große Wirkung erwartet. Ist Seiko doch in dieser Disziplin im Vergleich mit anderen Herstellern, etwa Breitling oder auch der Tochter Orient – hier mit der SAR-Beschichtung der Orient-Star-Reihe – regelmäßig nur zweiter Sieger. Erfreut bin ich deshalb über das vorliegend erzielte Ergebnis. Dass dies nun allein auf die Entspiegelung zurückgeführt werden könnte, glaube ich eher nicht. Vielmehr tragen das flache, vertieft eingebaute Glas und das matte Zifferblatt erheblich zum Gesamterfolg bei, der meine Erwartungen deutlich übertrifft.

Fast schon überflüssig zu erwähnen: Die Lume ist seiko-typisch hervorragend. Die seit ein paar Jahren verwendete Lumibriteversion weist eine deutlich stärkere und laut Seiko 60% länger anhaltende Leuchtwirkung auf. Jedenfalls ist sie die beste Lume, die ich je gesehen habe. Fast schon seiko-untypisch: Der Rehaut sitzt perfekt, hat keinen Versatz zu den Indizes des Zifferblatts.


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tertiavigilia

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Das Uhrwerk

Das alles war mehr oder wenig so zu erwarten. Eine angenehme Überraschung aber ist das verbaute 6R15D. Es war ab Werk nicht nur sehr gut einreguliert, sondern weist für ein einfaches Seiko-Kaliber auch eine außergewöhnliche Lagenstabilität auf. Die Differenz über alle Lagen beträgt nur 6 s/d. Dabei war das 6R15D um die Null reguliert, sodass sich von Anfang an lediglich ein geringer Vorlauf von 2-3 s/d ergab. Das vorliegende 6R15D ist damit aus einer Reihe von fünf mit Abstand das beste 6R15, das ich je hatte. Klar, der Zufall kann mir eines der wenigen hochleistungsfähigen Exemplare aus einer industriellen Großserie zugespielt haben, deren Streuung vielen anderen Käufern weniger angenehme Überraschungen bereitet. Die These, dass Seiko gegenüber der C-Variante merkliche Verbesserungen vorgenommen hat, dürfte mit den vorliegenden Zahlen aber an Boden gewinnen. Ganz perfekt ist mein 6R15D aber doch nicht eingestellt gewesen. Der Beat-Error war mit Werten von 0,2 bis 0,7 ms recht hoch. Das merkt man aber nur mit Zeitwaage. Gleichwohl konnte ich diesen Zustand nicht lange hinnehmen und habe das Kaliber unter der Zeitwaage problemlos auf gute 0,0 bis 0,2 ms eingestellt. Der größte Feind des Guten ist das Bessere. Zudem sitzt das Datum – senkrecht von oben betrachtet – nicht ganz mittig im dafür vorgesehenen Fenster. Ein bei Seiko nicht selten zu beobachtender Mangel. Schräg über die Sechs abgelesen, also im üblichen Gebrauch, fällt dieser durch den veränderten Blickwinkel aber nicht auf. Vielmehr stimmen dann die Abstände zur oberen und unteren Begrenzung des Datumsfensters genau überein, sodass ich mit diesem Makel gut leben kann. Dafür schaltet das Datum mit zwei Stunden Anlauf ziemlich genau 2 Minuten vor 24.00 Uhr. Ein sehr guter Wert.


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Die Präsentation

Die Präsentation der Uhr ist seiko-typisch zurückhaltend. Ein einfacher weißer Umkarton beherbergt eine schlichte dunkelgraue Klappbox, die mit hellbraunem Samt ausgelegt ist und einem eben solchem Kissen ausreichend Platz bietet. In einer Vertiefung des Umkartons ist genügend Raum für die Garantiekarte und die Bedienungsanleitung. Das war’s aber auch schon. Da macht die Verpackung einer Orient Star bei merklich geringerem Investment deutlich mehr her.


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Die Daten:

Werk: Automatik, Kaliber 6R15D mit 23 Lagersteinen
Zifferblatt: mattschwarz mit aufgesetzten, hochglanzpolierten Edelstahlindexen, gefüllt mit Lumibrite Leuchtmasse, Rehaut mit Minuterie
Lunette: präzise in 120 Clicks rastende, links drehbare Lünette aus Edelstahl
Band: massives Edelstahlband mit zusätzlicher Taucherbandverlängerung
Bandbreite: von 18 mm an der Schließe bis 20 mm am Gehäuse.
Bandlänge: Die Bandlänge beträgt rund 210 mm + ca. 15 mm Taucherbandverlängerung
Schließe: massive Faltschließe mit Sicherheitsdrücker und Sicherheitsbügel
Gehäuse: hartbeschichtetes Edelstahlgehäuse mit verschraubtem Edelstahlboden
Wasserdicht: 20 bar
Uhrenglas: kratzfestes, flaches und innen entspiegeltes Saphirglas
Gehäusedurchmesser (ohne Krone): 44,0 mm
Gehäusehöhe: 13,1 mm
Gewicht: ca. 130 Gramm
Uhrenkrone: geriffelte und verschraubbare Krone auf der 4:00 Uhr Position
Schwingungen: 6 Halbschwingungen pro Sekunde / 21.600 Halbschwingungen pro Stunde
Magnetischer Widerstand: 4.800 A/m (Ampere / Meter)
Gangreserve: ca. 50 Stunden


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Fazit

Höhepunkte der Seiko sind das gelungene Retro-Design, das hochwertige Gehäuse, die überragende Lume und vor allem der Tragekomfort. Die Seiko wirkt nicht größer als etwa meine Tudor Black Bay, die nur 41 mm im Durchmesser hat, aber 14,5 mm in die Höhe baut und über ein 2 mm breiteres Edelstahlarmband verfügt. Die äußere Erscheinung spiegelt sich im Tragekomfort wider: Die Seiko ist der Tudor, meinem bislang liebsten Retro-Diver, in diesem Punkt eindeutig überlegen. Hinzu kommt die erhöhte Kratzfestigkeit durch die DiaShield-Technik, eine Aufwertung, die in dieser Preisklasse einzigartig sein dürfte.

Das Edelstahlarmband ist ansprechend, ebenso die Verarbeitung insgesamt. In meinem Fall überzeugt zudem das 6R15D, das sich in der gezeigten Form vor einem ETA 2824 in der Ausbaustufe Elaboré nicht zu verstecken braucht.

Damit ist Seiko neben der Marine Master und der SLA025 eine weitere Hommage der Seiko 6159-7001 aus dem Jahr 1968 geglückt, die als komfortabler, qualitativ ansprechender und verhältnismäßig preisgünstiger Dress-Diver ihre Daseinsberechtigung gegenüber den beiden großen Schwestern findet. Deshalb wird sie nicht zu Unrecht als „kleine Marine Master“ oder „Marine Master 200 m“ bezeichnet.

Für mich ein Glücksgriff!



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ticktick

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Schöne Uhr. Besonders das Band finde ich interessant. Es sieht eigentlich aus wie das der SBBN015 Tuna, nur mit anderer Schliesse und Anstössen. Die Glieder sind sehr hochwertig und wirklich mehrteilig.

Seiko mutet seinen Kunden durch die Stift-Hülsen-Technik aber zusätzlich eine gewisse Fummelei beim Bandkürzen zu.

Meine Meinung: Nein. Man muss nur wissen wie es geht, und kann das sogar mit einer Büroklammer erledigen.

Ansonsten muss ich dir recht geben, das Gehäuse ist das Highlight dieser Seiko. Sehr schön gemacht.

Danke für die ausführliche Vorstellung mit den vielen Bildern.
 

cohen1970

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Danke für die Vorstellung! Herzlichen Glückwunsch und viel Spaß mit der Seiko. Ich finde die Uhr auch klasse!
Ich habe jetzt seit genau 31 Tagen meine Seiko SPB051J1 mit dem 6R15D im Gebrauch und sie läuft jetzt 62 Sekunden vor, ohne dass ich sie bislang nachgestellt habe. Zu den Lagedifferenzen, etc. kann ich nichts sagen, da ich das nicht gemessen habe. Aber für mein Trageverhalten empfinde ich das als wirklich super. ich lege sie nachts mit dem Zifferblatt nach oben ab und hin und wieder am Tag auch noch einmal.

Liebe Grüße!
 

Arno78

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Vielen Dank für die Vorstellung, schleiche auch um die Uhr herum.
Endlich eine tragbarere Version der MM.

Viel Freude damit.
 
C

colormind

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Wow, danke für die erstklassige und detaillierte Vorstellung. Das ist wirklich mal eine Vorstellung, die einem Interessenten dieser Uhr massiv weiterhilft. Dir viel Freude mit der Seiko ...
 

Michael1981

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Das ist mal ne Vorstellung :super: Wird dieser Uhr mehr als gerecht. Vielen Dank für deine Mühe und das damit verbundene anfixen:schock:
 

Deejay

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Guten Morgen,

das ist eine Vorstellung wie sie sein soll ....... meinen Respekt für Deine Arbeit. Möge sie bleiben und allzeit gute Werte liefern.

Gruß,

Dirk
 

tertiavigilia

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Schöne Uhr. Besonders das Band finde ich interessant. Es sieht eigentlich aus wie das der SBBN015 Tuna, nur mit anderer Schliesse und Anstössen. Die Glieder sind sehr hochwertig und wirklich mehrteilig.

Vielen Dank für die Rückmeldung.

Du hast Recht. Das Armband, genauer die Glieder der Tuna gleichen denen der SPB077. Das ist mir in meiner Recherche entgangen, wahrscheinlich weil ich nicht auf Quartzer achte. :oops: Allerdings ist das Band der Tuna 2 mm breiter, also letztlich doch anders. Schade. Ich dachte, dass sich so vielleicht Rückschlüsse auf die Verwendung von DiaShield hätten ergeben können. Zutreffend ist aber, dass die Glieder mehrteilig sind. Genauer: zweiteilig. Trotzdem biegt sich das Edelstahlarmband nur wenig in seitlicher Richtung durch. Auf einem der obigen Fotos kann man dies gut sehen. Das spricht für eine gute Verarbeitung. Billige Bänder sind da "lummeliger" und klappern deshalb auch mehr.
 

Spitfire73

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Meinen Glückwunsch zu dieser wirklich bemerkenswerten Uhr und zu Deiner vorbildlich umfassenden Vorstellung, die erfreulicherweise auch die typischen Seikoschwächen offen abhandelt. Alle Deine Punkte kann ich aus eigener Erfahrung mit diesem Modell nachvollziehen und bestätigen. Für die Größe trägt sie sich erstaunlich gut und überaus bequem und mit der Ausbaustufe D ist das 6R15 zwar immer noch kein Meisterwerk aber die teil enormen Lageschwankungen früherer Versionen zeigt auch mein Exemplar erfreulicherweise nicht mehr. Da scheint nachgebessert worden zu sein. Auch das Band und den massiven Schließenmechanismus empfinde ich als Fortschritt. Ich wünsche Dir allzeit viel Freude daran!

Gruß
Helmut
 
G

Gast74633

Gast
Danke für diese ehrliche und nicht mit Seiko-Lobhudelei belastete Vorstellung. Erfreulich, dass es doch noch so etwas wie objektive Seiko Vorstellungen gibt, bei der auf Marketing-Gelaber verzichtet wird. Ist selten geworden.

Danke und viele Grüße
 

Uhrbene

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Ganz tolle Vorstellung, in Aufbau und Inhalt beispielhaft! Da hast Du Dir echt Mühe gegeben!

Und Glückwunsch zu dieser tollen Uhr. Der einzige Grund, warum ich diese nicht habe, ist dass ich schon die Sumo, die SPB053 und die MM habe. Übrigens hat die 071 meines Wissens, im Gegensatz zu der 051/053 keine Zaratsu-Politur. Das tut aber dem tollen Gehäuse keinen Abbruch, hier ist Seiko meiner Ansicht nach Marktführer in dieser Preisklasse (bis ca. 1,5k).

Die Erfahrungen mit dem 6R15D kann ich ebenfalls bestätigen. Bei mir (in der 053) und bei allen anderen, die ich kenne, läuft das Werk sehr gut. Auch wenn Seiko nichts zu Veränderungen sagt, sind diese im Gangverhalten offensichtlich da.
 
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tertiavigilia

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Ich habe jetzt seit genau 31 Tagen meine Seiko SPB051J1 mit dem 6R15D im Gebrauch und sie läuft jetzt 62 Sekunden vor, ohne dass ich sie bislang nachgestellt habe. Zu den Lagedifferenzen, etc. kann ich nichts sagen, da ich das nicht gemessen habe. Aber für mein Trageverhalten empfinde ich das als wirklich super. ich lege sie nachts mit dem Zifferblatt nach oben ab und hin und wieder am Tag auch noch einmal.
Liebe Grüße!

Vielen Dank für die Antwort. Dein und einige weitere Beiträge sprechen jetzt tatsächlich dafür, dass das 6R15D von Seiko gegenüber der Vorgängerversion deutlich verbessert wurde.
 

tertiavigilia

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Wow, danke für die erstklassige und detaillierte Vorstellung. Das ist wirklich mal eine Vorstellung, die einem Interessenten dieser Uhr massiv weiterhilft. Dir viel Freude mit der Seiko ...

Vielen Dank für das Lob. Da mir manche Vorstellung hier im Forum auch bei der Entscheidungsfindung geholfen hat, freut mich Deine Aussage besonders.
 

tertiavigilia

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Das ist mal ne Vorstellung :super: Wird dieser Uhr mehr als gerecht. Vielen Dank für deine Mühe und das damit verbundene anfixen:schock:

Auch Dir Michael danke ich für das besondere Lob. Sollte das 6R15D - was sich in den anderen Beiträgen andeutet - gegenüber dem 6R15C wirklich stark verbessert sein, ist die SBD077 eine empfehlenswerte ,günstige und gut tragbare Designschwester der MM 300. Da fixe ich gerne an ...
 

andifin

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tolle Vorstellung ! vielen Dank dafür ! ich bin ebenfalls stolzer Besitzer der SPB 077, bin überaus zufrieden damit und dieser Zustand hat sich durch Deine Vorstellung noch mehr vertieft.
 
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The 1968 Automatic Diver's Modern Reinterpretation SPB077 oder Seiko Automatik Diver Prospex SPB077 (JDM: SBDC061)

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