Taucheruhren und die ewige Mär vom Designklau bei Rolex

Diskutiere Taucheruhren und die ewige Mär vom Designklau bei Rolex im Uhrencafé Forum im Bereich Uhrencafé; Weil an anderer Stelle hier: https://uhrforum.de/brauche-hilfe-bei-der-wahl-einer-uhr%21-t1370-15.html#15665 gerade mal wieder dieses Thema...
#1
striehl

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Weil an anderer Stelle hier:

https://uhrforum.de/brauche-hilfe-bei-der-wahl-einer-uhr!-t1370-15.html#15665

gerade mal wieder dieses Thema aufgekommen ist, will ich dazu jetzt einen neuen Thread starten, konkret geht es um Uhren dieses Typs und dessen Derivate:

http://img221.imageshack.us/img221/2449/robertce4.jpg

http://img169.imageshack.us/img169/4037/rolexwo9.jpg

im Allgemeinen sind aber auch noch andere Hersteller und Marken zu nennen, die mehr, oder weniger, ähnlich Uhren produzieren und/oder anbieten. Aber bleiben wir mal beim konkreten Beispiel:


Robert (Anbieter: Steinhart + Elbl GbR in Augsburg):

Das ist KEIN Hersteller, sondern eine kleine Private-Label-Marke, die ihr Sortiment bei verschiedenen Herstellern einkauft, zu einer Kollektion zusammenstellt und diese hier vertreibt. Die Qualität hängt also stark vom jeweiligen Lieferanten ab. Die Taucheruhren Poseidon und Octopus kommen von einem Schweizer Hersteller, der auch andere Private-Label-Marken beliefert, hier ist eine gute Qualität zu beachtenswert günstigen Preisen geboten. Das macht nicht nur Robert so, sondern viele andere auch, ein alt bekanntes Geschäft und nichts Schlechtes. Kritisch wird es, wie bereits geschehen, wenn ein Markeninhaber behauptet, Hersteller zu sein, obwohl er das garnicht ist. Lächerlich wird es für den, wann das sowieso (fast) jeder weiß. Meines Wissens ist dies bei Robert jedoch nicht der Fall.


"Rolex-Design":

Wo bitteschön steht geschrieben, dass Rolex dieses Design von Taucheruhren erfunden hat? Rolex selber hat sich an damals gängigen Designmustern orientiert und diese für die Taucheruhren adaptiert. Andere Marken und Hersteller haben sich im Laufe der Zeit davon weg entwickelt, während Rolex dieses Design beibehalten hat, wodurch bis heute der Eindruck entstanden ist, dass das Design der Taucheruhren originär von Rolex ist. Falsch! Zwischenzeitlich haben manche Marken und Hersteller erkannt, dass Rolex damit wohl recht erfolgreich ist und bedienen sich ebenfalls wieder dieser alten Designmuster, die sich übrigens vor langer Zeit mal als angebliches Optimum für Taucheruhren erwiesen haben sollen.

Ein als Otimum einmal erkanntes, oder angesehenes, Design (wieder) zu verwenden ist nicht verwerflich und ist in vielen Bereichen des Produktdesigns wieder zu finden. Mal hat es sachliche Gründe (was gut ist, bleibt gut), mal hat es gestalterische Gründe (Retro-Design) und das Marketing hat dabei immer ein gewichtiges Wörtchen mit zu reden (verkauft sich gut). Im Bereich Uhren wandeln manche dieses (teils umstittene) Design mehr, oder weniger ab und mixen es mit anderen Elementen aus dem Design-Baukasten. Andere halten sich stark an die von Rolex beibehaltene Richtung, das ist alles legitim, solange nicht ROLEX und/oder ein Krönchen auf dem ZB prangt.

Was meint Ihr, welche Hölle ein Hersteller (Uhren, oder sonstiges) lostreten würde, wenn ein anderer Hersteller dessen originäre Designmerkmale für seine Produkte verwenden würde? Rolex würde jeden mit einer Prozesslawine überrollen, der das macht, wenn sie beweisen könnten, dieses Taucheruhrendesign originär erfunden zu haben. Können sie aber nicht! Einen ähnlichen Fall gab es mal zwischen Nomos und Stowa, weil Nomos das Design der Tangente für sich in Anspruch genommen hat und die Stowa Antea als Plagiat angesehen hat. Fehler! Stowa stellt eine Uhr nach einem alten Bauhaus-Design her, welches früher ebenfalls von verschieden Uhrenmarken (u. a. Stowa selber), mal mehr, mal weniger abgewandelt, eingesetzt wurde. Vielleicht war Nomos etwas schneller auf diesem Zug, als Stowa (neu), das weiß ich jetzt nicht mehr so genau, jedenfalls konnte Nomos nicht beweisen, der Urheber dieses Designs zu sein. Im Gegenteil: Stowa konnte auf Bauhaus-Merkmale verweisen, die schon länger bekannt sind, als Nomos und Stowa (nach Übernahme durch Jörg Schauer) existieren. Wie der Prozess ausgegangen ist, ob es ein Urteil, oder einen Vergleich gab, habe ich jetzt nicht im Kopf, das ist auch nicht so wichtig.


Robert & Co. + "Rolex-Design":

Wie weit man mit der Robert-Lösung leben kann, muss jeder selber entscheiden, Fakt ist: das Design ist NICHT von Rolex, oder sonstwo, geklaut und die Taucheruhren sind gut und günstig, alles andere ist Ansichts- und Geschmacksache! Es gibt mittlerweile viele Anbieter, die sich dieses Designs (wieder) bedienen, von billigstem Plastik-Müll bis absolut hochwertiger Ware ist alles dabei, der Markt ist so unübersichtlich, dass ich hier gar nicht erst anfangen will, eine Aufzählung zu starten. Keiner davon hat je von Rolex eine Abmahnung, oder Unterlassungsaufforderung erhalten und das wird auch so bleiben. Leider ist es für den Laien so, dass scheinbar identische (weil ähnlich aussehende) Uhren enorme Unterschiede aufweisen können, manche erkennt man auf den ersten Blick, manche sind nicht unbedingt offensichtlich und erkennbar. Da hilft dann nur Erfahrung und fragen, fragen, fragen, z.B. hier Im Uhr-Forum!


In dem Sinne:

Happy Watching!
 
#2
eastwest

eastwest

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Mensch, der striehl! Das ist ja mal ein Statement. Klasse.

eastwest
 
#3
striehl

striehl

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Reine Faulheit: dann muss ich es nicht jedes mal neu schreiben, wenn das Thema wieder aufkommt, sondern brauche nur hier her zu verlinken. Mal sehen, ob es Heulerei bei den Rolex-Fans gibt! :P
 
#4
eastwest

eastwest

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striehl hat gesagt.:
Reine Faulheit: dann muss ich es nicht jedes mal neu schreiben, wenn das Thema wieder aufkommt, sondern brauche nur hier her zu verlinken. Mal sehen, ob es Heulerei bei den Rolex-Fans gibt! :P
He, gibbet sowat?

ew
 
#6
SINNlich

SINNlich

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Moin striehl,

sehr schöner Start für dieses Thema, ich kann mich Deinen Ausführungen nur anschließen. Viele renommierte Uhren-Firmen bedienen sich aus der Furniturenkammer vierschiedenster Zulieferer. Das gilt für Gehäuse wie für Zifferblätter, Zeiger und Armbänder. Die wenigsten Uhrenmanufakturen stellen dieses Zubehör noch selbst her. Also ist es legitim, den ganzen Mix nach Belieben zusammenzustellen. Bei Zeno zum Beispiel, kann man die Magellano bereits in diversen Zeiger- und Zifferblattvarianten bestellen.
Bloß weil eine bestimmte Firma, die ein Krönchen im Logo führt, designmäßig auf dem Stand der 60er und 70er Jahre stehen geblieben ist, macht das noch kein schützenswertes Design aus.
Thema Rolex: Diese völlig antiquiert gestalteten Standardmodelle genießen den Ruf, etwas Dauerhaftes zu sein, bloß weil diese Teilekombination wenig variiert wird. Rolex ist vom Prinzip her immer und dauerhaft "Retro". Wer das mag, gut. Wesentlicher scheint mir die Kombination eines guten, perfekt remontierten Werkes mit hochwertigem Drumherum zu sein. Wenn eine Firma das liefern kann und das Uhrendesign mir gefällt, ist es für mich eher ein Kaufargument, als ein Name mit Renommé bei ähnlicher Qualität. Wohlgemerkt, das ist keine Kritik an Rolex per se, die Werke mögen über jeden Zeifel erhaben sein. Aber das ist dann etwas für Feinschmecker, die den Wert einer dauerhaft genau gehenden und gut zu reglierenden Uhr zu schätzen wissen. Viele Sammler legen heute kaum noch Wert darauf. Schade, eigentlich... .


Grüße

Axel
 
#7
Tuxi

Tuxi

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striehl hat gesagt.:
Reine Faulheit: dann muss ich es nicht jedes mal neu schreiben, wenn das Thema wieder aufkommt, sondern brauche nur hier her zu verlinken. Mal sehen, ob es Heulerei bei den Rolex-Fans gibt! :P
Hallo Striehl,

um das Geheul auszulösen, sollte wir dieses Statement mal ins r-l-x-Forum stellen, dann kommen sie, um Dich der Ketzerei zu bezichtigen. :lol2:

im WTF sind ja auch 1,2 dieser Art "Extrem-Fan" unterwegs.

Nun Spaß bei Seite:
Ich selber kann mit dem einen oder anderen Modell bei Rolex gut was anfangen. Dazu gehören die EX I, AirKing, SubNoDate, (imho die Klassiker schlechthin). Daher kann ich auch mit Uhren, die dieses Design kopieren persönlich nicht viel anfangen. Sie sprechen mich deshalb auch nicht an.
Will nächstes Jahr meinem Ziel der EX I auch kräftig (erstmal sparmäßig) großen Vorschub geben. Aber bei z.B: Marcello C. von einer schlechten Uhr zu sprechen, wäre ne Frechheit. Denn Qualität und Preis stimmen. Doch ich werde sie mir nie kaufen. Das trifft aber auch auch verschiedene andere Uhren, z.B. Seiko Monster (die Zeiger gehen nunmal nimmer bei mir), zu, obwohl sie ein eigenes Design besitzen. Fakes dagegen sind für mich ein absolutes NoGo!!!!
 
#8
Y

yellow monster

Guest
Moin Moin,ich bin selber Rolex-Submariner-fan und durfte auch schon zwei Stück mein eigen nennen,und irgendwann wird mir auch wieder eine ins Haus kommen! :-D
Das rolex diesem Design so lange treu geblieben ist wirkt sich natürlich auch auf den Werterhalt aus.Man kann einer Sub nicht ansehen,ob sie 2 oder 12 Jahre alt ist.Deshalb ist die Spreizung der Preise bei gebrauchten jedes Alters auch so gering,eine alte hat bei entsprechender Pflege und wartung kaum Nachteile gegen eine Neue.Das kann man mit amerikanischen Autos ( ich bin ein Fan!Fahre selber einen 1969er Mustang Mach1,wurde in der Form nur 1 Jahr gebaut!!) und mit den japanischen modellpolitischen ´Fehlentscheidungen der 80/90er Jahre vergleichen.Alle 3-4 Jahre einen neuen Nissan Sunny oder wie die alle heißen,da verlieren solche Sachen immer schnell an Wert,sobald das neue Modell da ist.
Aber rolex,die haben alles richtig gemacht!!

Yellow


PS:Meine beiden Sub`s gingen übrigens nach dem Mond! :-D Die stahl habe ich mal zum Uhrenmacher gebracht und er hat sie dann gratis auf eine Uhrenwaage ( hieß das so ? ) gelegt und sie dann ein paar Tage dabehalten,aber richtig genau ging die nie.
 
#9
omegahunter

omegahunter

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dem eingangsposting schließe ich mich auch an. obwohl rolex fan und besitzer würde ich mir wohl niemals eine kaufen.

wer das design mag kann sich woanders m.e. geauso gut bedienen.

ich persönlich finde das eine robert genauso gut aussieht wie eine rlx sub. der werkefetischist wird natürlich behaubten er habe sie nur wegen des werkes gekauft. nun,dem ein oder anderen ist dies vieleicht zu glauben. im allgemeinen verhält es sich aber m.e. beim kauf einer rolex so das der angebefaktor schon manchmal hoch ist.- auf der anderen seite glauben auch viele, wenn sie eine rolex am handgelenk eines normalen malochers sehen, er hätte nur einen blender um.

persönlich hätte ich auch keine. die erste (datejust) hat mein vater mir zur konfirmation geschenkt und die zweite(submariner) hab ich vom selbigen geerbt.

mann muß bedenken: bei allen guten seiten die eine rolex zu bieten hat,andere können das auch. und die preise für eine rolex sind exorbitant hoch.

rolex ist ein massenhertseller! das vergessen viele.mann muß sich nur die weltweiten verkaufszahlen ansehen oder die offiziellen zahlen der c.o.s.c., dann wird das schnell deutlich.

was anderes: es gab da doch mal einen heftigen streit zwischen rolex und bulova wegen der "super seville day&date" wo es sogar zu gerichtlichen auseinadersetzungen zwischen den kontrahenden kam.

weis einer wie das ausging?
die "super seville" wird ja nicht mehr hergestellt, obwohl sie ja ein topseller war und wohl auch immer noch wäre. die sah der "daydate" von rolex ja zum verwechseln ähnlich. ein bekannter von mir hat eine und die ist super verarbeitet.

mir fällt da gerade sogar noch ein vorteil einer robert ein: bei der robert greift das armband in den bandanstoß mit dem letzten mittelglied ein. bei der submariner greift der bandanstoß in die letzen außenglieder des armbandes. die variante der robert ist eindeutig besser zu tragen weil hier keine versteifung entsteht wenn die uhr mal amhandgelenk ein bischen zur seite hängt. marcello c.(würg, dieser name!!) macht es übrigens aus so.
 
#10
SINNlich

SINNlich

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Also, ich hatte mal einen Kollegen, der hatte eine Damenrolex von seiner Mutter geerbt und trug sie auch. Der junge Volontär schämte sich richtig ein wenig, als ich ihn auf die Uhr ansprach. Ich konnte ihn beruhigen. Leider ist das Rolexträger-Image heute ambivalent. Es reicht vom neureichen Kotzbrocken (selbst schon mit goldener Rolex "genossen"), über den Luden bis zum Jetsetter. Da es mittlerweile schon fast mehr Fakes als Originale gibt, halte ich so manchen Rolexträger in mittleren Positionen erstmal selbst für einen Blender und schaue mir die Person genauer an. Ich leiste aber Abbitte an jeden, der sich so eine Uhr kauft, weil sie ihm einfach gefällt.

Gruß

Axel
 
#12
schredder66

schredder66

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SINNlich hat gesagt.:
Ich leiste aber Abbitte an jeden, der sich so eine Uhr kauft, weil sie ihm einfach gefällt.
Ich würde sogar soweit gehen und schreiben, dass jeder seine Uhren nach Gusto kaufen sollte - scheiss der grosse Hund drauf, ob es sich dabei um eine Rolex, oder um ein Flötenschniedel handelt!

Für mich als Uhrenfan und / oder -sammler ist auch der mögliche Werterhalt einer Uhr schnuppe! Eine Uhr mit exorbitantem Wertverlust, die mir gefällt, kommt mir eher ans Handgelenk als eine Uhr, die einen suptertollen Werterhalt hat, die aber weder beim ersten noch beim letzten Blick einen Kaufreiz auslöst!
 
#13
astoria

astoria

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dito!

bin derselben meinung!
was will ich mit einer uhr,die mir nicht gefällt,oder die ich nicht tragen kann,weil sonst die wertsteigerung zurückbleibt?

uhren sollen dem träger gefallen,und nicht an marken gebunden sein!

da kann mir jemand mit ner rolex entgegenkommen,auf der 100 diamanten blinken,mir doch egal,ich lach ihn aus,weil sowas albern aussieht,meiner meinung nach!

aber jedem das seine....
 
#14
eastwest

eastwest

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schredder66 hat gesagt.:
Für mich als Uhrenfan und / oder -sammler ist auch der mögliche Werterhalt einer Uhr schnuppe! Eine Uhr mit exorbitantem Wertverlust, die mir gefällt, kommt mir eher ans Handgelenk als eine Uhr, die einen suptertollen Werterhalt hat, die aber weder beim ersten noch beim letzten Blick einen Kaufreiz auslöst!
Du sprichst mir aus dem Herzen! Wenn ich beim Kauf schon weiß, daß ich sie wieder loswerden will, dann ist auch ein Wertverlust von 5% schon hoch. Könnte ich ja auch gleich nen Fuffi in die Tonne werfen (bei ner €1000-Uhr). Und bei 5% bleibt es ja nicht. Gefällt mir eine Uhr, dann will ich sie behalten. Aber ich trage ja dann die Uhr, und nicht den Wertgegenstand, der jetzt leider nur noch € 600 und in einem Jahr € 500 bringen würde.

Und Uhren als Geldanlage? Klar mache ich sofort. Wenn ich mal genug Geld habe. Und wenn mir einer sicher sagen kann, mit welcher Uhr ich ein (dickes) Plus machen kann. Aber das ist dann kein Sammeln, schon gar keine Uhrenliebhaberei (denn ich darf sie ja nicht tragen, sonst verliert sie ja schon wieder!).

Trotzdem gibt es natürlich auch Kriterien und Grenzen. Die R&G, die uns astoria in seinem Link zeigt, ist natürlich nie und nimmer € 169 wert. Und diese fehlende Wertigkeit zeigt sich durchaus auch in der Qualität von Gehäuse, ZB, Zeiger etc., nicht nur des Werkes. Und ne echte xyz (Lieblingsmarke einsetzen!) ist schon was Feines. Aber auch da erfüllen die günstigen ihre Funktion. Ein Beispiel?

Die Seiko5 Sports, die ich in letzter Zeit öfter mal am Arm hatte (schwarzes ZB, drehbare Stahllünette), hat schon gewisse Anlehnungen an die Omega Seamaster. Erst dadurch, daß ich diese Seiko so gerne trage, ist die Seamaster ernsthaft in mein Blickfeld gekommen und hat mittlerweile sogar die frühere Nr.1 meiner Wunschliste (die Speedy) abgelöst. Das war übrigens sogar der Erstimpuls für meine Uhrenkäufe: auszuprobieren, was mir gefällt, ehe ich in eine teure investiere. Wenn mir dann eine günstige so sehr gefällt, daß ich sie tragen und behalten will: okay. Weckt sie Begehrlichkeiten auf ein besseres Stück: Dann weiß ich auch das.

Oh, schon viel zu lang. Das wird wohl der Thread der langen Beiträge!
:wink:

eastwest
 
#15
Y

yellow monster

Guest
Also,ihr sollt mich hier nicht falsch verstehen,das mit dem werterhalt ist doch bloß ein angenehmer Aspekt,schön ist doch,wenn beides zusammenkommt.Eine Uhr die einem gefällt und auch noch ein Klassiker ist und dadurch einen zusätzlichen Wert neben dem Ideellen behält!
Natürlich sollte jemand sich das kaufen was er selber leiden mag und finanzielle Gesichtspunkte vielleicht für eine alltagsuhr etwas zurückstellen,aber ich habe es immer genossen eine Rolex zu tragen.Und ich habe sie wirklich getragen,war damit in der Ostsee und habe auch sonst alles damit gemacht.ich habe viel Geld dafür bezahlt ( bin Barkeeper,da ist das schon eine Menge ) und habe aber auch etwas dafür wiederbekommen,als ich mir einen anderen Traum erfüllen wollte. :ok:
Gruß Yellow

PS:Jeder wie er will!Zum Glück!!
 
#16
Paul

Paul

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...ein wackeres kleines Statement, dem ich inhaltlich voll zustimmen kann.
Ich meine, jeder soll sich doch genau die Uhr zulegen, die ihm gefällt, die ihm passt und was weiß ich, für besondere individuelle Merkmale aufweist, aufgrund derer sich jemand für sie entscheidet. All das sind jeweils Geschmacksfragen, mithin unentscheidbar. Also was soll`s?
Und an die Mär von der unbedingten technologischen Überlegenheit einer Rolex, wie sie vielfach kolportiert wird, kann ich eh nicht glauben. Erstaunlich ist allerdings, dass die Dinger unglaublich wertstabil sind und das muß einen Grund haben. :stupid:

Beste Grüße

Paul
 
#17
Axel66

Axel66

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In meinen Augen soll das jeder halten wie er will!
Ich selbst kann mir im Moment nicht vorstellen eine Robert zu kaufen, die einer Rolex extrem ähnlich ist. Ich würde mich (im Moment) halt nicht wohl dabei fühlen.
Allerdings würde ich niemals irgendwie negativ über jemanden denken, der eine andere Einstellung hat (das Ganze ist aber recht theoretisch, da mir eigentlich nur no-date und no-Mercedeszeiger Uhren von Rolex gefallen, und die werden, bis auf die Daytona, designtechnisch kaum kopiert).

Zum angeblichen Designklau:
Ja was meint ihr denn, was Mode ist!
Schaut Euch außerdem mal in den 60ern und 70ern um, da hat einer vom anderen profitiert (kopiert).

Gruß,

Axel
 
#18
striehl

striehl

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Axel66 hat gesagt.:
In meinen Augen soll das jeder halten wie er will!
Ich selbst kann mir im Moment nicht vorstellen eine Robert zu kaufen, die einer Rolex extrem ähnlich ist. Ich würde mich (im Moment) halt nicht wohl dabei fühlen.
Wobei wir wieder beim Ursprungthema wären: Robert & Co. verwenden eben KEIN Rolex-Design, sondern ein früher einmal allgemein gerne (AUCH von Rolex) genutztes Taucheruhrendesign. Darum geht es mir hier ja: es ist eben KEIN Rolex-Design, sondern es wird nur irrtümlich als ein solches angesehen!


"Ey, Deine Uhr sieht ja aus, wie eine Rolex!"

"Nee, sieht aus wie eine Taucheruhr, die von Rolex sehen auch so aus, die hatten früher nur keine Designer, denen was eigenes eingefallen ist und daran hat sich bis heute nix geändert!"
 
#19
Steff1060

Steff1060

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Klasse Thread
Ich als Rolexfan fange gewiss nicht an zu heulen , wenn ich das hier
lese.Ich kann nur schmunzeln.
Dieses Thems ist so unnötig wie ein Forunkel am Allerwertesten.
Ob nun ein Design kopiert wird oder nicht ist doch vollkommen egal.
Jeder soll das tragen was ihm gefällt. Es ist aber Fakt das sich
gewisse Hersteller an dem von Rolex verwendeten Design
orientieren.. weil es sich eben gut verkauft und optisch
einer Rolex nahe kommt .Viele möchten eine Rolex haben
..können sich aber keine leisten ergo wird eine Uhr gekauft
die ähnlich aussieht.
 
#20
striehl

striehl

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Ganz so unnötig ist dieses Thema nicht, denn alle reden davon, dass angeblich Designmerkmale bei Rolex geklaut würden, ohne zu wissen, dass dieses Design garnicht von Rolex erfunden wurde. :wink:

Ich kann es einfach nicht mehr hören, wenn da von einem Rolex-Design gesprochen wird, wo garkeins ist, das ist so, wie zu jedem Geländewagen "Jeep" zu sagen. :roll:

Jeder soll seinen Spass mit seinen Uhren haben und Rolex-Trägern will ich gewiss nichts vermiesen, im Gegenteil! Nur der Mythos Taucheruhrendesign wird oftmals etwas zu einseitig verklärt gesehen und diskutiert. :P
 
Thema:

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