Taschenuhr

Diskutiere Taschenuhr im Taschenuhren Forum im Bereich Vintage-Uhren; Hallo, habt Ihr hier auch ein Taschenuhrenbereich? Welches Forum kann man sonst nutzen? mal sehen ob das Bild zu sehen ist: ---...
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keeper

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Hallo,

habt Ihr hier auch ein Taschenuhrenbereich?
Welches Forum kann man sonst nutzen?

mal sehen ob das Bild zu sehen ist:



--- Nachträglich hinzugefügt ---

... so, nach langer Abstinenz hat das zumindest geklappt.

Wenn Ihr mehr Bilder sehen wollt, kann ich Sie einstellen.
Ich bräuchte nur jemand der mir Hinweise geben kann um was für eine Uhr es sich handelt.

Nachdem ich mit Armbanduhren soweit alles ausprobiert habe taste ich mich mal an Taschenuhren heran.

viele Grüße
Andreas
 
Rata

Rata

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Hallo Andreas,

ja, einen Taschenuhren-Bereich gibt es, und zwar im Vintage-Unterforum:-). Frag mal einen Moderator wie carpediem oder Käfer per PN an, ob er deinen Thread dahin verschieben kann.

Zur Uhr selbst wird es aber auch erst nach weiteren Fotos, z. B. vom Inneren des Gehäusedeckels und dem verbauten Uhrwerk genauere Informationen geben können. Grob schätze ich deine Uhr mal in die Zeit zwischen 1890 und dem Beginn des ersten Weltkriegs ein.

Gruß, Otto
 
K

keeper

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Hallo Otto,
Danke!
Zunächst noch ein paar Bilder :






--- Nachträglich hinzugefügt ---

Die Uhr ist wohl vom 26.Februar 1881 - oder das Patent.
Mich interessiert nun welches Patent gemeint ist und ob es tatsächlich eine Chronometergenaue Uhr ist.
Auch wüsste ich gerne wie die Uhr funktioniert.
Wenn ich die Krone um 2 Klicks drehe läuft sie sofort an und tickt schön laut und beruhigend langsam.
Die Uhr hat einen dicken Knopf, der wenn man Ihn kräftig drückt eine "Glocke" läuten lässt.
Da ich auch nicht weiß was die Uhr noch für Funktionen hat "fummle" ich nicht an Ihr herum.
Leider kann man die Krone ganz herausziehen, weshalb ich da auch nichts weiter anstelle.
Wie genau sie läuft und wie lange - nicht ausprobiert.

Vielleicht hat ja jemand einen Kontakt damit ich die Uhr mal zwecks Reparatur etc. vorstellen kann.

Die Uhr kenne ich seit ein paar Jahrzehnten und ist nun auch seit einigen Jahren in meinem Eigentum.

Ich werde mal per PN nachfragen ob der Fred woanders eingebunden werden kann.

Danke und Gruß
Andreas
 
Rata

Rata

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Ui, das ist schon älter und dazu noch etwas Aufwändigeres, als ich gedacht hatte:shock: Ein Kronenaufzugs-Chronograph mit Drücker, den ich jedoch nicht identifizieren kann..:hmm:. Gerade deswegen wäre ein Verschieben in den Taschenuhren-Bereich und noch bessere Fotos von dem Uhrwerk wichtig. Fotos von der Gehäuseinnenseite würden eventuell noch einen Hinweis über Hersteller und das verwendete Material geben.

Gruß, Otto

PS: Hallo Andreas: Der Begriff "Chronometer" ist in diesem Fall wohl eher allgemein für "Uhr" stehend, nicht für die heute damit in Verbindung gebrachten hochpräzisen Uhrwerke. Was dem schönen Stück jedoch keinen Abbruch tut. Der Drücker bedient eine Repetition, mit der die Uhrzeit "abgehört" werden kann, z. B. in einem dunklen (Schlaf-)Zimmer. Zu der Zeit gab es ja noch kein elektrisches Licht, und eine Kerze oder ein Gaslicht anzuzünden war doch eher umständlich:-). Ich denke, dass das Datum zu einer Widmung gehört, die Uhr von einer nicht ganz unvermögenden Person an eine ihr viel bedeutende andere Person verschenkt worden ist. Das Gehäuse selbst ist aus 14 karätigem Gold gefertigt, die Punze in dem kissenförmigen Wappen deutet darauf hin. Dass du nicht weiter daran "herumfummelst", ist in Ordnung, würde ich an deiner Stelle auch nicht machen. Jeder Uhrmacher wird sich mit so einem doch recht aufwändigem Stück Technik nicht befassen wollen. Member Rostfrei (Theo Prenzel) hat im Werkstatt-Bereich des Forums eine Liste mit Uhrmachern und Händlern für Vintage-Uhren aufgestellt, hier der Link dazu:

Liste Uhrmacher und Händler für Vintage-Uhren

Vielleicht ist da ja ein Uhrmacher in deiner Nähe aufgelistet. Theo würde ich übrigens zutrauen, dieses Uhrwerk wieder richtig in Schuss zu bringen, auch wenn er eher als Omega-Experte hier im positiven Sinne "verschrieen" ist.

Viele Grüße nochmals, Otto
 
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Uhrenfreak

Uhrenfreak

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Andreas,

es ist eine Repetitions-TU mit einem hochwertigen Werk, das vielleicht doch als Chronometer gelten kann.

Gruß Willy
 
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keeper

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Hallo Rata und Uhrenfreak,

Danke für die Hinweise. Dies ist meine aufwendigste und älteste Taschenuhr. Ich hatte schon andere, jedoch hatte ich auch eine verkauft um mir eine Armbanduhr mitzufinanzieren. Leider war der Erfolg enttäuschend und nun befürchte ich, dass ich auch diese Uhr zu teuer erstanden habe.
Ich werde mal hier zum Uhrmacher gehen (aus o.g. Link entnommen) und fragen was Reparatur/Revision kostet. Leider kenne ich den nahegelegenen Mann bereits von meinen Armbanduhrentick und befürchte das es zu teuer wird. Ich wusste jedoch nicht, dass er auch Uhrmachermeister ist. Na mal sehen.

Wisst Ihr wie lange diese alten Uhren im Dauerbetrieb genutzt wurden oder werden konnten?. Heute muss man ja mit 5-10 Jahren rechnen, bis eine Welle o.a. soweit abgenutzt ist dass sie getauscht werden muss, sofern man nicht regelmässig Ölwartung betreibt.

Hatten die Taschenuhren vor 100 Jahren bereits Öle?

Habt Ihr einen Link der einen in diese alte Mechanik einführt?

Sind bei diesen alten Uhren die Ketten oder Anhänger auch von Bedeutung? Dann könnte ich euch hierzu noch ein Bild hochladen.

Gruß, Andreas

--- Nachträglich hinzugefügt ---

Hallo Werner,

auch Dir, vielen Dank. Ich muss mal genau vergleichen aber meine das Werk erkannt zu haben. Nur von den Drückern sind die gezeigten Watch-Wiki Bilder besser ausgestattet. Bei meiner Uhr ist der Drücker für das Repetitionswerk kleiner und der Druck um die Mechanik zum erklingen zu bringen ist m.M.n. relativ hoch.
An die Wellenverriegelung hatte ich auch jüngst gedacht, war mir aber nicht sicher, da ich auch eine TU mit Schlüssel zum Aufziehen habe und evtl. das herausziehen gewollt war um evtl. eine Funktion besser bedienen zu können.

Gruß, Andreas

--- Nachträglich hinzugefügt ---

Jupp, ist diese:

aus Watch-Wiki : ich hoffe diesen Text hier hereinkopieren zu dürfen, wenn nicht bitte ich einen Mod das zu löschen (Danke)


Le Phare, Le Locle, "Termpora", Werk Nr. 45669, Geh. Nr. 327873, 57 mm, 118 gr., circa 1890

Hochfeine Savonnette mit Minutenrepetition und Chronograph

Geh.: 14Kt Roségold, glatt, gravierte Goldcuvette, Werksverglasung, Drücker für Chronograph bei "2", Drücker für Repetition bei "6". Ziffbl.: Email, arab. Zahlen, vertiefte kleine Sekunde, Louis-XV-Zeiger. Werk: 1/2-Platinenwerk, gekörnt, vergoldet, gebläute Schrauben, spiegelpolierte Chronographenstahlteile, Schaltrad, 2 Hämmer, 2 Tonfedern, "Patent 13244", Fliehkraftbremse für Repetition, Schrauben-Komp.-Unruh, gebläute Unruhspirale.

--- Nachträglich hinzugefügt ---

:shock: Fliehkraftbremse :super:
 
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kater7

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Hilft Dir ein englischer Youtube-Beitrag über eine alte Waltham Reparatur? Sind 3 Teile: https://m.youtube.com/watch?v=h80cbc5MsT4

....oder die Produktion? https://m.youtube.com/watch?v=ys4ChOWYNy8

Natürlich hatten auch alte Uhren Öle, aber wohl andere als die heute gebräuchlichen. Natürlich mussten die Uhren ab und an gewartet werden, alle 10Jahre sollte reichen. Bei täglicher Benutzung. Besondere Probleme mit Unruhwelle etc hab ich bei keiner meiner alten TU feststellen können, allerdings sind meine einfacher und ohne diese Kompilikationen einer Repetitionsuhr. Die sind alle 3-Zeiger ohne Schnickschnack und die meisten qualitativ sehr hochwertig. US Railroadgrades, die mit europäischen Chronometeruhren vergleichbar sind.
 
K

keeper

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Hallo Frank,

vielen Dank. Ist schon gewaltig wie das früher war.
Ich sehe mir nun mal den Dreiteiler an.

Gruß, Andreas
 
kater7

kater7

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Wenn Du Dich selber mal als "Uhrmacher" versuchen möchtest empfehle ich die Anschaffung von ein paar Grundwerkzeugen (guter Schraubendrehersatz, paar kleine Öler, bissel Öl, Uhrmacherlupe) und eines Übungsobjektes, am besten ein oller Rasselwecker aus den 50er-60er Jahren wo das Gehäuse noch nicht vernietet oder verlötet war. Einfache Teile, nicht zu fummelig und das Grundprinzip ist ja gleich.
 
K

keeper

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Hi Frank,

ich hatte schon mal überlegt selbst Hand anzulegen, jedoch bin ich über den Kauf von ein paar Pinzetten und Schraubendrehern und einer Lupenlampe nicht weiter gekommen.
Als Kind hatte ich schon an alten Weckern mal "geschraubt" auch eine alte Uhr die niemand wollte, auseinandergeschraubt.
Problem: Irgendwo sind so Federn etc. - die fliegen weg und auch nach zig Jahren weiß ich noch um den Ärger...
Daher mache ich Bänderwechsel und Batterientausch (natürlich nur für die Uhren meiner Frau :-) ... wobei da auch die Mechanischen die elektronischen verdrängen).

Selbst das Zusammendrücken von "Drück"-Deckeln find ich problematisch, da ich nie weiß wieviel zu viel ist.

Ich fände es besser wenn jemand dies für mich machen kann (Schuster bleib bei seinen Leisten).

Alle paar Jahre wechselt mein Hobby und beginnt dann wieder irgendwann von Neuem. Nun wieder Uhren, jedoch als TU.

Wenn jemand Jemanden kennt der gute Arbeit macht und evtl. mich mal über die Schulter gucken lasst um mir zu erklären welche Bauteil geölt oder getauscht werden muss fände ich das viel interessanter als etwas selber kaputtzufummeln. Ich selbst traue mir das nicht mehr zu, auch wegen Augen und Nerven ... .

Von den Armbanduhren habe ich schon einiges theoretische verinnerlicht, würde aber gerne moderne Öle oder bessere Materialien bei evtl. notwendigen Reparaturen in die alte TU einfliessen lassen. Auch könnte der Uhrmacher mir aus Erfahrung mitteilen worauf man bei der Nutzung der alten Werke achten sollte. z.B. wie lange hält so ein Läutwerk. Auch weiß ich nicht wie ausgeleiert die Aufzugsmechanik oder die ganzen beweglichen Teile sind.

Naja: vielleicht weiß ja jemand den ich per PN fragen könnte...

Gruß, Andreas
 
Rata

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Hallo Andreas,

was die Herkunft des Uhrwerks anbelangt, ist ja offenbar schon einiges Licht ins Dunkle gebracht worden:-). Le Phare könnte tatsächlich der Hersteller sein.

Bei der Überholung des Kalibers wird der Uhrmacher eh auf moderne Schmierstoffe zurück greifen. Und, wenn notwendig, Ersatzteile aus modernen Materialien anfertigen bzw. anpassen. "Von der Stange" wird es wohl nicht viel geben. Allerdings denke ich, dass das Gros der Teile von einem fähigen Fachmann wieder aufbereitet werden kann. Ist natürlich für mich als Laien jedoch totale Kaffeesatzleserei. Werner (tschasovschik) hat ja bereits mögliche Ursachen aufgezeigt, weshalb sich die Aufzugswelle mitsamt Krone ganz herausziehen lässt. Das Schöne ist, dass die Hübsche offensichtlich "artgerecht" aufbewahrt worden ist, d. h. in nicht tagheller und trockener Umgebung sowie gute gegen Beschädigungen geschützt.

Billig wird die Sache mit der Aufarbeitung zwar nicht werden, und nicht jeder Uhrmacher wird sich an dieses komplexe Stück Technik heran trauen. Aber ich denke, es lohnt sich:-D. Hier ist (leider nur auf Französisch) ein gut bebilderter Bericht über die Revision einer noch komplexeren Le Phare mit Viertelstunden-Repetition, Tages-, Monats- und Datumsanzeige sowie Mondphase als kleines Schmankerl:

Le Phare - Viertelstunden-Repetition - Forum Horlogerie Suisse

Allerdings: Bitte die Finger von dem Stück weglassen, ja nicht versuchen, irgend etwas daran zu reparieren. Aber auf den Gedanken bist du bereits selber gekommen, hältst Abstand vor solchen Dummheiten. Ich denke, für dich wäre eine Teilnahme an einem Uhrmacherseminar eine Überlegung wert. Einfach mal googeln, ob ein Uhrmacher in deiner näheren Umgebung so etwas anbietet und, wenn du fündig geworden bist, dort anfragen.

So, nun aber genug für heute. Ich bin gespannt, wie es mit dem wunderbaren Stück weitergeht und wünsche dir noch einen schönen Abend und eine gute Zeit.

Viele Grüße, Otto
 
K

keeper

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@ Frank und Otto,

Danke ...
schade dass es alles auf englisch ist. Das nimmt zuviel Kraft um mich in die technischen Sachen einzudenken ...

Bin leider noch nicht aus unserem Dorf herausgekommen, daher nix Neues. Aber, könnt Ihr mir eine Größenordnung nennen was man für (nur) Reparaturkosten (Glasbefestigung und Welle fixieren) planen muss und was für einen Fullservice?

Kann man kleine Dellen herausdrücken?

Dann habe ich noch ein wenig rumgestöbert und bin ganz erstaunt wieviele Taschenuhren es gibt. Und dann auch noch so viele, naja, aufwendigere.

Gibt es eine Größe wie teuer Taschenuhren früher waren ?. Aus den Videos kann man Preise um die 100 Dollar für Massenproduktionen sehen, aber was hat so eine goldene Taschenuhr auch im Vergleich zu damaligen Gehältern gekostet?

Wenn ich das mit den Armbanduhren vergleiche sind Taschenuhren günstig. Auch namhafte Taschenuhren finde ich im Vergleich zu aktuellen Armbanduhren nicht abgehoben...

Gruß
Andreas
 
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PaddyHopkirk

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Hallo Andreas,
also kein seriöser Uhrmacher wird bei der Uhr nur das Glas und, wie Du es sagst, die Welle befestigen. Die Uhr dürfte ewig lange nicht gewartet worden sein. Sie mag jetzt zwar laufen, aber die Öle dürften entweder verharzt sein oder sich verflüchtigt haben. Beides keine guten Bedingungen dafür, die Uhr weiter zu nutzen. Falls Du es dennoch machst, läufst Du Gefahr, dass Du das gute Stück ruinierst. Außerdem solltest Du einen Uhrmacher nehmen, der sich mit alten und komplizierten Uhren wirklich gut auskennt. Ich hatte mal einen, der konnte zwar gut reden, hat aber meine Uhr zerstört. Von daher begegne ich der genannten Liste mit Vorsicht. Wo kommst Du her?
Preislich wird die Wartung nicht unter 300 Euro kosten, eher mehr.

Zu den früheren Preisen: Ich habe die Rechnung einer Uhr von 1810 über 52 Pfund. Das sagt uns erstmal wenig. Aber die Seite measuringworth.com rechnet uns den heutigen Wert aus. Verglichen mit dem durchschnittlichen Jahresgehalt entsprechen 52 Pfund dann ca. 42000 Pfund heute:
https://www.measuringworth.com/ukcompare/relativevalue.php?use[]=CPI&use[]=NOMINALEARN&year_early=1810&pound71=52&shilling71=&pence71=&amount=52&year_source=1810&year_result=2017
 
kater7

kater7

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Andreas,
Deine Uhr ist aus dem schweizer Raum tipp ich mal und wohl in Deutschland verkauft worden, da musst Du anders suchen. Die im Film genannten 100$ gelten auch höchstens für "normale" mittelpreisige Uhren. Für den Dollar gibts hier https://www.dollartimes.com/inflation/inflation.php?amount=1&year=1928 einen kleinen Rechner und hier https://usa.usembassy.de/etexts/his/e_g_prices1.htm einen kleinen Überblick über Jahresverdienst sowie einige Preise.

Taschenuhren sind meiner Meinung nach heute total unterbewertet, vor etlichen Jahren waren die Preise mal deutlich höher. Aber egal ob das sich jetzt "rechnet" Deine Uhr hat eine gute professionelle Wartung verdient.

Was ich nicht kapiere: selbst hier im UF führen Taschenuhren ein Schattendasein, dabei bieten sie alles was sonst so sehr vermisst wird: technische Raffinesse, Komplikationen, In-House-Kaliber, gerne mal auch als Manufakturwerke bezeichnet. wobei ich den Begriff idiotisch finde, da wird vom Manufakturkaliber und Rolex gesprochen, was bitte ist an zig tausenden im Jahr hergestellten Werken Manufaktur? Bei meinen geliebten Ami-TUs gilt das genau so, solche Produktionszahlen erreicht keine "Manufaktur" :shock:

Für mich jedenfalls sind viele Taschenuhren technische Meisterwerke die eben bezahlbar sind und gleichzeitig ist jede Uhr ein Stück erhaltenswerte Geschichte.

Deine Uhr war definitiv was für "reiche Leute" und keine Massenware, dürfte mehr gekostet haben als ein Arbeiter im Jahr verdiente.
 
K

keeper

Themenstarter
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Hi, Ihr beiden,

danke für die Links und Hinweise. Die Uhr möchte ist zunächst notdürftigst reparieren lassen, dass keine Teile verlorengehen (will ja nicht beim Uhrmacher aufschlagen und die Uhr fällt auseinander...). Ich teile eure Standpunkte hinsichtlich der Vollrevi und der Nichtnutzung und der Würdigung feiner Mechanik. Das ich eine unrevidierte Uhr nicht laufen lasse und rumfummle hatte ich ja schon mitgeteilt.
Ich hatte über die letzten Jahre mit Armbanduhren meine Erfahrungen gesammelt. Dabei fing ich mit Vintage kam über aktuelle Diver in etwas hochpreisigeres mit "Prestige" und landete dann bei etwas Zuverlässigem, praktischen ....( Landmaster von Seiko). Leider habe ich dabei den Spaß oder die Herausforderung verloren. Meine aktuelle Tagesuhr läuft so problemlos und zuverlässig dass ich mich eigentlich auf die TUs freue, diese mit ein wenig mehr Sachverstand und Ruhe aufzumöbeln. Leider habe ich auch einiges an Lehrgeld gezahlt, bezüglich Wartungen etc. und die Realität ist ja auch teurer und Mannigfaltiger/Unberechenbarer geworden.. Bei der/den Taschenuhren (habe 2 wertige TUs) kann ich mir manche Experimente nicht mehr leisten. Daher muss ich erst einmal einen fairen oder seriösen Uhrmachermeister finden der auch technisch diese Uhr gut revidieren kann. Zwischen : Ich krieg das hin und dem Ergebnis habe ich schon unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Auch gibt es immer weniger Uhrmacher. Vor ein paar Jahren machte das nahegelegene SinnDepot dicht und der Uhrmacher den ich danach ein paar Jahre beauftragte ist doch sehr zittrig geworden.
Ein entfernter Bekannter ( sogar Uhrmachermeister und Optikmeister) hatte zu Beginn meines Hobby so vor ca. 10 Jahren zugesagt sich um ein nicht rund laufendes Schätzchen zu kümmern und hatte es unrepariert mit einem Luncker im Saphirglas zurückgegeben. Dabei hatte er zuvor soviel zu seinen Wanduhren und Erfahrungen gesprochen ... .

Naja, heute war ich zu fertig um in die Stadt zu gehen ... .

Aber: ich würde mich schon freuen wenn die Uhr erstarkt einsatzfähig ist. Alleine das ticken ist sehr angenehm. Meine aktuelle Uhr tickt ja nicht ...

schöne Wochenende

Andreas
 
kater7

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Soweit ich informiert bin hat malikka immer gute Arbeit geleistet und ist im Forum sehr angesehen. Wenn ich mich recht erinnere betreibt sie ein Geschäft in der Nähe von Potsdam.

Das Problem mit den immer mehr dahinschwindenden Uhrmachermeistern ist mir leider auch so bekannt, mein alter Meister wird auch immer klappriger und seine Tochter mag den Laden nicht übernehmen.
 
P

PaddyHopkirk

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Ein entfernter Bekannter ( sogar Uhrmachermeister und Optikmeister) hatte zu Beginn meines Hobby so vor ca. 10 Jahren zugesagt sich um ein nicht rund laufendes Schätzchen zu kümmern und hatte es unrepariert mit einem Luncker im Saphirglas zurückgegeben. Dabei hatte er zuvor soviel zu seinen Wanduhren und Erfahrungen gesprochen ... .
Genau das ist das Problem: Wanduhren und Taschenuhren sind zwei vollkommen verschiedene Welten. Einen Uhrmacher, der beides repariert, würde ich nicht an meine Uhren lassen. (bzw. den Wanduhrmacher nicht an meine TU....)


Naja, heute war ich zu fertig um in die Stadt zu gehen ... .
Andreas
Nimm nicht den Uhrmacher von Karstadt, bitte nicht.... Das sind Batteriewechsler, keine Uhrmacher. Die ruinieren die Uhr höchstens.
 
Tiktakbrasil

Tiktakbrasil

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Zitat von PaddyHopkirk:

Genau das ist das Problem: Wanduhren und Taschenuhren sind zwei vollkommen verschiedene Welten. Einen Uhrmacher, der beides repariert, würde ich nicht an meine Uhren lassen. (bzw. den Wanduhrmacher nicht an meine TU....

Mein lieber PaddyHopkirk,

hast du die Vorurteile mit großen Löffeln gefressen ?

Grüße aus der Ferne, Tiktakbrasil :super:
 
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