Uhrenbestimmung Taschenuhr mit Spindelwerk "Sam Weldon"

Diskutiere Taschenuhr mit Spindelwerk "Sam Weldon" im Taschenuhren Forum im Bereich Vintage-Uhren; Hallo liebe Uhrengemeinde und liebe Profis, Ich würde mich trotz meines Faibles für alte Uhren eher als Newbie bezeichnen und benötige etwas...
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Starling

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Hallo liebe Uhrengemeinde und liebe Profis,

Ich würde mich trotz meines Faibles für alte Uhren eher als Newbie bezeichnen und benötige etwas Hilfe / Hintergrundinformation/ Tipps von Euch/Ihnen.

Ich habe von meiner Großmutter vor vielen Jahren eine Taschenuhr vermacht bekommen, die zeitlebens an Ihrer Wohnzimmerwand hing und im Läufe der Jahrhunderte einen starken Patinaüberzug gebildet hat. Nach einer Weile habe ich diese Uhr zu einem alten Urmachermeister zur Kontrolle und Aufarbeitung gegeben, der sich aufgrund seiner weit über 90 Lebensjahre noch mit Spindeluhrwerken auskannte.

Nun interessieren mich einige Dinge besondern, ich bin aber auch allen weiteren Hinweisen sehr (seeeeehr) aufgeschlossen. Aber zuerst das, was ich an vermeintlichen Fakten bislang in wochenlanger Suche zusammentragen konnte.

Uhrmacher (laut Inschrift): Sam Weldon, London
Gehäusemacher (Schale): Initialen "TB"
Lfd.Nr. (Uhrwerk): 13688
Lfd.Nr.'n (Gehäuse): 5014, 3990, 2981, 7097, 1055, 23261 (Reparatur- und Wartungsarbeiten ???)
Im Gehäuse finden sich Punzen, die ich nicht zuordnen kann. Unter anderem ein stehender, vielleicht auch schreitender Löwe (925 Sterling). Eine Punze trägt ein Symbol, welches ich irgendwie als Tintenfisch einordne, was ich mir aber weiß Gott nicht vorstellen kann. Der Rahmen der Punze passt aber nicht zu den in Foren abgebildeten Löwenköpfen mit Krone. Laut dem British Museum, in dem ich eine sehr ähnliche Uhr finden konnte, könnte die Entstehungszeit zwischen um 1750 liegen? Die Punze mit der Ziffer "1" deute auf auf das Entstehungsjahr 1746. die Initialien des Gehäusemachers "TB" konnte ich leider in der Machart auf den hier im Forum vorhandenen Links nicht richtig einordnen. Allerdings weist deren Curator besagten Museums darauf hin, dass es sich vielleicht auch um eine Uhr aus Genf handeln könnte, die aus Marketingzwecken unter dem Londonder Pseudonym "Sam Weldon" vertrieben worden sein könnte. Ich würde gerne einen kleinen Blick hinter die Geschichte der Uhr werfen.

Was davon ist zutreffend, was Mythos? Was sagen die Punzen auf den Fotos aus? Liege ich richtig? Kann jemand etwas zum optischen Zustand sagen? Die Uhr geht im Hängen 5 und im Liegen 10 Minuten nach. Ist das ein akzeptabler Wert? Oder sollte das Uhrwerk nochmal in die Revision? Macht es Sinn, die Uhr regelmäßig laufen zu lassen? Oder sollte sie besser stillstehen?

Ich wäre ziemlich froh, wenn mir hier jemand weiterhelfen könnte. Die Internetrecherche hat mich nur bis hierhin gebracht.

Achja, folgende alte Auktion habe ich noch gefunden: Bonhams 1793 : Sam Weldon. A mid 18th century silver pair case pocket watch London Hallmark for 1759 Hilft das weiter?

Herzliche Grüße,
Carsten
 

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Uhrologe1

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Hallo,
ich halte das nicht für eine Fälschung, 1746 stimmt nach meiner Liste auch. Wunderbare Uhr mit normalen Gangwerten für das Alter. Ich würde sie ruhen lassen und nicht zu oft aufziehen, vielleicht 1x im Monat.
Die Zahlen im Gehäuse sind Reparatur Marken
JJ
 
Spindel

Spindel

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Hallo Carsten,
erstmal willkommen hier.
Eine schöne Spindeluhr zeigst Du uns,die würde ich auch gerne besitzen wollen:super:
1746 kommt auch bei meinen Tabellen raus.Im Baillie ist ein Samuel Weldon der von 1740 bis 1780 in London tätig war.
Leopardenkopf mit Krone kann ich auch erkennen.Gehäusemacher mit TB die ich gefunden habe sind alle später tätig gewesen.
Mußt Du noch mal genauer schauen.Löwe weist Du ja schon selber.
5 bis 10 Minuten Nachgang für eine über 250 Jahre alte Uhr.Ich bitte Dich.;-)
Aufziehen und tickern lassen tue ich meine maximal zweimal im Jahr.
Gruß Roland
 
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Starling

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Hallo Zusammen,

Mann Mann Mann.... Das ich so schnell bereits fachkundige Antworten lesen kann, hätte ich nicht gedacht. Vorab schon mal danke dafür!

Das Buch von G.H.Baillie kannte ich bisher noch nicht. Aber ist schön zu wissen, dass sich die Hinweise auf eine Authentizität der Uhr samt Punzen abzeichnet. Zusammenfassend also erstmal:

Uhrmacher Sam Weldon (registriert von 1740-1780 in London)
Entstehungsjahr: 1746 (Punze "1")
Herkunft: London (Punze "Leopardenkopf mit Krone")
Material: Sterling Silber (Punze "schreitender Löwe")
Gehäusermacher: unbekannt (Punze "TB")*

*Ich könnte bislang auch nur Casemaker mit Registrierung deutlich nach dem Entstehungsjahr der Uhr herausfinden.

Behandlungsempfehlung: zwischen einmal im Monat und zwei Mal im Jahr laufen lassen. Wird gemacht.

Ganggenauigkeit: 5-10 Minuten sind altersgerecht. Das kommt mir entgegen. Ich möchte gerne die Schraubarbeiten auf ein notwendiges Maß reduziert sehen. Wo gehobelt wird, fallen ja bekanntlich Späne. :)

Herzlichen Dank dafür!

Grüße, Carsten

P.S.: Wenn jemanden noch weitere Informationen oder Hinweise zugänglich sind... :))
 
Spindel

Spindel

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Hallo Carsten,
P.S.: Wenn jemanden noch weitere Informationen oder Hinweise zugänglich sind... )
Ja habe ich,die Jahrespunze ist keine Ziffer 1 sondern der kleine Buchstabe L hier in diesem Fall.
Die englischen Jahrespunzen werden in Buchstaben angegeben.Habe ihn hier groß gemacht nicht das Du noch was anderes denkst;-)
Hier kannst Du sie alle finden.
Online Encyclopedia of Silver Marks, Hallmarks & Makers' Marks
Gruß Roland
 
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Charly L.

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Hallo Carsten,
meinen Glückwunsch zu dieser wunderschönen Spindeluhr.
Ein ähnliches Zifferblatt habe ich im Buch "Alle Zeit der Welt" Katalog zur Ausstellung des
Landesmuseums für Technik und Arbeit in Mannheim entdeckt.
Es handelt sich dabei auf Seite 139 um eine Karossenuhr aus der 1. Hälfte des 18. Jh., das sehr
ähnliche Zifferblatt wird als silbernes Champlevé-Zifferblatt bezeichnet, das durch eine besondere
Emailtechnik hergestellt wurde. Mich würden auch die Maße der Uhr interessieren, sie scheint ja sehr
bauchig zu sein, nach meiner Meinung könnte sie auch die Bezeichnung Oignon tragen.
Oignons waren nicht nur TU mit Übergehäusen, sondern auch Uhren genau dieser Zeit mit einem noch sehr
dicken Gehäuse. Oder was meinen die Fachleute hier dazu? Viele Grüße, Charly
 
S

Starling

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Einen sonnigen guten Morgen,

@Spindel: Danke für den Hinweis mit dem "l" (L). Bei aufmerksamer Betrachtung der Hallmark-Tafeln hätte mir das durchaus auffallen sollen. Je mehr ich mich damit beschäftige, desto interessanter wird es. Zumal meine Großmutter mir nichts weiteres dazu sagen konnte, außer dass sie schon Generationen in der Familie weitergegeben wird.

@Charly: Das Champlevé-Ziffernblatt meine ich bestätigen zu können. Zumindest schaut die Oberfläche aus der Nähe betrachtet nach der beschrifteten Technik bearbeitet worden zu sein. Die Aufarbeitung des Ziffernblattes habe ich mir für die nächste Revision vorgenommen. Ist ja doch eine kostspielige Unterhaltung.

Die einzigen Dinge, die an der Uhr nicht mehr original sind, sind folgende:
Ein sehr kleines Zahnrädchen im Uhrwerk, welches bei der ersten Revision von Hand nachgebaut werden musste, da ein paar Zähnchen nicht mehr mitarbeiten wollten. Und der Knopf zum Öffnen der Außenschale wurde von einem Silberschmied wieder aufgearbeitet (und ergänzt), da er im Läufe der "Jahre" bis zum Grund abgegriffen war.

Leider kann ich den erstaufbereitenden Uhrmacher, da er inzwischen verstorben ist, nicht mehr fragen. Aber ich gehe mal davon aus, dass er bei der Revision vor zehn Jahren (wenn überhaupt) allerhöchsten harzfreies Silikonöl verwendet hat, was die Uhr einfach zum Stillstand bringt (wenn, das Öl verbraucht ist). Von einer Revision zur allgemeinen Säuberung und Nach-Ölung kann ich wohl Abstand nehmen, oder?

Irgendwann habe ich mal darüber nachgedacht, die Uhr (wenn sie rundum aufbereitet ist) in einem Glaskasten unter Schutzgasatmosphäre aufzubewahren. Aber das wäre wohl zu viel des Guten, zumal dann auch das Laufen lassen ab und zu vereitelt wäre....

Danke schonmal für die vielen Hinweise! Die ganzen Infos werde ich schonmal zusammentragen und und irgendwann in der Familie weitergeben.

Grüße vom Balkon,
Carsten

P.S.: Die Maße werde ich heute mal ermitteln und nachreichen.
 
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moskau

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Hallo!

Vorerst mal, das ist eine wirklich nette, schön erhaltene Uhr aus der Mitte des 18. Jhdts, die nicht nur aufgrund ihrer Blattausstattung wohl ein von vielen gesuchtes Teil ist.

...nach meiner Meinung könnte sie auch die Bezeichnung Oignon tragen.
Naja, jeder kann Uhren bezeichnen wie er will - aber Oignons sind üblicherweise Uhren, die bis spätestens Ende des 17.Jhdts entstanden sind (oft französischen Ursprungs) mit ganz speziellen Charakteristika (wie sehr typischen Blattgestaltungen) und in den meisten Fällen sind diese Uhren darüberhinaus mit lediglich einem Zeiger ausgestattet.

Die einzigen Dinge, die an der Uhr nicht mehr original sind, sind folgende:...
In dieser Aufzählung (die im übrigen nicht sehr bedeutende Komponenten der Uhr umfassen), fehlen vor allem die Zeiger.
Die sind, sowohl in ihrer Form als auch in ihren Abmessungen(beide sind viel zu lang) und ihrer zeitlichen Charakteristik deutlicher Unfug an dieser Uhr und speziell dieser Blattform(etwas weniger hart formuliert: Sie sind ein weit später zu datierender Ersatz).

Die im Eingangsthread oben verlinkte Uhr mit Datumsfenster von Weldon (bei Bonhams) zeigt, wie die Zeiger für diese Blätter mit ihren arkadenförmigen Minuterien aussehen sollten (frühe Louis Varianten) - vor allem ihre Dimension:
Der Minutenzeiger sollte in etwa an die oberen Bögen der Minutenarkaden reichen und der Stundenzeiger etwa bis zur Basis der römischen Zahlen.

Eine wahrscheinlich auch nicht wesentlich einfacher zu findender Ersatz (weniger stimmig zwar, weil bei arkadenförmigen Minutenschienen eigentlich nicht so gebräuchlich, wäre ein Beetle&Poker Satz, wie zum Beispiel auf dieser Uhr, oder in leichter Variation der hier, die zwar ebenfalls ein Champleve-Blatt haben, allerdings in abweichender Gestaltung, mit runder Minutenschiene.

Übrigens halte ich eine Aufarbeitung des schönen Blattes für völlig obsolet, wenn nicht gefährlich, sollte mehr als eine Reinigung damit gemeint sein.

Irgendwann habe ich mal darüber nachgedacht, die Uhr (wenn sie rundum aufbereitet ist) in einem Glaskasten unter Schutzgasatmosphäre aufzubewahren.
Ich finde die Uhr ja auch ganz nett - aber ist das nicht ein wenig sehr angedrückt? Man stelle sich vor, es fällt einem eines Tages eine ernsthaft bedeutende Uhr von Earnshaw oder Tompion, von Vulliamy, Graham oder Ellicott etc. in die Hände - baut man dann einen verglasten hausartigen Reinst-Raum mit strikt idealisierter hygrostatischer Athmosphäre rundherum?
Obwohl ich enthusiastische Ansätze ja wirklich zu schätzen weiss, und ein deutlicher Freund der praktizierten Irrationalität bin - vielleicht lohnt es sich, noch einmal über die Verhältnismäßigkeit des wirklich lobenswerten Vorhabens nachzudenken...

Nochmals meine Glückwünsche zur schönen Uhr!
Harald
 
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Charly L.

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Zitat:
Naja, jeder kann Uhren bezeichnen wie er will - aber Oignons sind üblicherweise Uhren, die bis spätestens Ende des 17.Jhdts entstanden sind (oft französischen Ursprungs) mit ganz speziellen Charakteristika (wie sehr typischen Blattgestaltungen) und in den meisten Fällen sind diese Uhren darüberhinaus mit lediglich einem Zeiger ausgestattet.


Hallo Harald,
ich finde die Uhren im Buch "Taschenuhren von der Halsuhr zum Tourbillon" von Reinhard Meis, z.B. Seite 105, Oignon mit Übergehaüse, englisch um 1730, sig. Robert Sainsbury haben schon deutliche Ähnlichkeit mit der hier vorgestellten Uhr. Und es gibt sogar noch einige weitere Uhren so um 1700 bis 1740, auch mit 2 Zeigern, die so bezeichnet werden. Denn ursprünglich war die Bezeichnung Oignon doch
spöttisch gemeint für große, plumbe und besonders dicke Uhren, so nachzulesen bei Fritz von Osterhausen im "Uhrenlexikon" womit ich
keineswegs die hier vorgestellte Uhr so bezeichnen will. Nur zur Herleitung des Begriffs. Aber wie du schon gesagt hast, jeder kann es bezeichnen wie er will.... Grüße, Charly
 
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moskau

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Hallo!

Kategorien neigen allerorten dazu, an ihren Rändern auszufransen. Und ich bin der Letzte, der antreten sollte, das zu verhindern (Manche legen die Grenze ins erste Viertel des 18.Jhdts).
(Obwohl, Meis wäre jetzt nicht unbedingt die Instanz, die mir zur Festlegung dieser Ränder einfiele)

Ich dachte lediglich , es wäre u.U eine nützliche Information wie ein, nennen wir es mal typisches 'Oignon' ganz zuverlässig einzuordnen und von den darauffolgenden Entwicklungen, die nicht nur die Dimensionen betreffen, abzugrenzen wäre (und dazu gehört neben den typischen Gestaltungsformen auch einiges an Technologie, die den Klassikern des Oignons, wie z.B. Thuret oder Gaudron (noch) nicht zur Verfügung standen. (Vielleicht hilft mir hier zur Veranschaulichung wie sowas typischerweise aussieht, die einschlägige Kategorie auf Michaels Website zur Illustration...)

Und worum es mir eigentlich ging:
Die besprochene Uhr hier ist nichts mehr und nichts weniger als eine ausgesprochen beispielhaft typische und herkömmliche britische Spindeluhr , wie sie vom ersten Drittel bis etwa zur Mitte des 18. Jahrhunderts verbreitet und gebräuchlich waren . Ich sah und sehe keinen Grund sie kategorisch umzuwerten.
Wollen wir wirklich eine Spindel von z.B. Prior für den osmanischen Markt aus der zweiten Hälfte des 19.Jhdts auf Grund ihrer blanken, erheblichen Bauhöhe zum Oignon erklären?

Aber wie schon gesagt - wenns denn sein soll oder Vorteile hat, die ich nicht sehe, ja dann....nur zu. An mir solls nicht scheitern.

Gruß, Harald
Und ja, meine Beschäftigung mit historischen Uhren reicht aus, um die Ursprünge des Begriffs zu kennen.
 
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Starling

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Guten Morgen in die illustre Runde,

Die unterschiedlichen Dimensionen der Zeiger im Verhältnis zum Zifferblatt waren mir bisher nicht aufgefallen. Danke für den Tipp. Da werde ich zukünftig wohl mal Ausschau halten müssen, vielleicht einen passenden Ersatz zu finden. Hat jemand eine Idee, wie ich mich am Besten auf die Suche mache?

Was die Originalität der Teile angeht, so kann ich natürlich nur die Dinge berücksichtigen, die während meines Eigentums entstanden sind. Da kommt mit der Hinweis auf die Zeiger sehr sehr recht!

Der Gedanke mit der Schutzgasatmosphäre war, wie bereits erwähnt, nur eine Idee um dem Zahn der Zeit seine Beißkraft zu rauben. Die Luftfeuchtigtkeit in normalen Wohnräumen arbeitet doch weiterhin an den eisernen Bestandteilen und ein erneutes Anläufen des Silbers möchte ich auch gerne vermeiden. Aber zu viel des Guten. Warten wir auf die wirklichen Exponate. :)

Die Blattaufarbeitund soll im Übrigen wirklich nur eine professionelle Reinigung vorsehen, damit sie hervorgehobenen Ziffern auch wirklich wieder hervorgehoben sind. Was mich aber zu der Frage bringt: Aus welchem Grund ist des Blatt wegen seiner Gestaltung "gesucht"? Bislang habe ich es eher als "gewöhnlich" und nicht selten betrachtet.

Grüße, Carsten
 
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moskau

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Hallo!

Aus welchem Grund ist des Blatt wegen seiner Gestaltung "gesucht"? Bislang habe ich es eher als "gewöhnlich" und nicht selten betrachtet.
Ich schrieb:
die nicht nur aufgrund ihrer Blattausstattung wohl ein von vielen gesuchtes Teil ist.
und meinte damit das Champleve-Blatt als solches und nicht seine spezielle Gestaltung hier.

Spindeluhren mit Champleve-Blättern scheinen erheblich nachgefragter zu sein, als solche mit Emailleblättern - zumindest schlägt sich das vor allem bei Uhren von nicht besonders berühmten Uhrmachern deutlich in den erzielbaren Preisen nieder.
Wohl, weil sie üblicherweise auf Uhren grob nach der Mitte des 18Jhdts eigentlich nicht mehr üblich, und damit auch ein Indiz für das hohe Alter der Uhr sind - und mindestens 250 Jahre alte Uhren wachsen bekanntermaßen nicht auf Bäumen.

Harald
 
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