Uhrenbestimmung Taschenuhr in Gehäuse? Noch nie vorher gesehen!

Diskutiere Taschenuhr in Gehäuse? Noch nie vorher gesehen! im Taschenuhren Forum im Bereich Vintage-Uhren; Hallo, hat jemand schon einmal eine solche Uhr gesehen? Ich mutmaße mal, dass dort ein Taschenuhrwerk werkelt, daher habe ich das Thema hier...
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Omega777

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Hallo,

hat jemand schon einmal eine solche Uhr gesehen? Ich mutmaße mal, dass dort ein Taschenuhrwerk werkelt, daher habe ich das Thema hier eingestellt. Ich bin ratlos und leider erkennt man auch nicht mehr den Hersteller auf dem Zifferblatt.


Gruß

Omega
 

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monozelle

monozelle

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Den Minutenzeiger darüber zu platzieren, erhöht auch bei abgewetzten Logos die Lesbarkeit ungemein... 😂

Nein, eigentlich ist es gar nicht so ungewöhnlich, in einer Reiseuhr ein Taschenuhrwerk zu finden. Gab es meines Wissens bei vielen, mir fallen jetzt spontan erstmal Junghans, Eterna und Thiel ein. Die Technik ist ja dieselbe, sie steckt nur in einem anderen Gehäuse. Gibt auch Lösungen, wo eine gewöhnliche Taschenuhr einfach in ein entsprechendes Klappgehäuse eingehängt wurde, damit man sie auf den Nachttisch stellen konnte. Zum Aufziehen musste man sie dann halt kurz herausnehmen. 🙂

Wenn man einen Blick aufs Werk werfen könnte, könnte man mit etwas Glück auch etwas über den Hersteller herausfinden.
 
HerrvonBooze

HerrvonBooze

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Ich kann mir nicht vorstellen, dass das mal eine Taschenuhr war.
Sieht eher nach einem Reisewecker aus.
Für eine Taschenuhr spricht gegen. die Rückwertige Zeigerverstellung, sowie die Flügel Aufziehwelle.
Hinter der linke Blechlasche verbirgt sich sicherlich die Weckerfunktion.
 
Ruebennase

Ruebennase

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So wie ich es sehe handelt es sich um eine Reiseuhr ohne Weckfunktion. DAs Gehäusematerial kann ich von Foto her nicht spezifizieren aber es scheint eine Art Zelluloid o.ä. zu sein. Backelid gab es in gestreiftem Weiß m.E. nichts. Gemäß Beschriftung sollte sich meiner Vermutung nach hinter der Klappe (F/S = fast/slow) der Rückerzeiger befinden.
Die Gehäuseform ist recht tyisch für Reiseuhren und da gibt es auch ähnliches z.B. aus Silber. Über das Werk kann man von der Außenansicht gar nichts sagen. Es kann bei der niedrigen Bauhöhe sehr gut ein Taschenuhrwerk sein. Qualitativ kann es Alles sein und ein 8 Tage Werk ist möglich. Das Zifferblatt läßt mich eher in Richtung Stiftanker tendieren, da ich diese schönen Blätter mit den bunten Lasuren über den Zahln zumeißt nur bei Roskopfuhren gesehen habe.
Auch bei der zeitlichen Einordnung würde die Ansicht des Werkes helfen. Alles in Allem halte ich die 1920'er für am Wahrscheinlichsten aber kann durchaus komplett daneben liegen.

Grüße Rbe
 
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Matthias MUC

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Gegen ein "normales" oder nur sehr gering modifiziertes Taschenuhrwerk spricht der Aufzug. Taschenuhrenwerke mit Schlüsselaufzug (was die einfachste Ausgangsbasis für so ein Werk wäre) sind eigentlich meistens älter als alle Epochen, wo Kunststoffgehäuse (Zelluloid oder was auch immer) aufkamen. Also entweder ein ziemlich modifiziertes TU-Werk oder, nach meinem Bauchgefühl wahrscheinlicher, doch ein richtiges Weckerwerk. Mit der Schraube oben läßt sich vermutlich nur dieser Aufstellring abnehmen, oder käme dann das Werk auch nach hinten raus? Alle Tipps für Taschenuhren, wie man das Gehäuse öffnet für einen Blick aufs Werk sind hier wohl schwierig bis unzutreffend.
Kannst Du über die Herkunft von der Uhr ein mögliches Alter etwas einkreisen? Wie schnell tickert sie (je schneller desto Taschenuhr... Weckerwerke tendieren bei gleicher Größe eher zu "grobem Maschinenbau).
lG Matthias
 
HerrvonBooze

HerrvonBooze

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Der einfach Blechdeckel, spricht eigentlich auch gegen eine Taschenuhr.
Auch scheint das es eine recht einfache Uhr ist, Heutzutage würde man dazu sagen, das die aus dem Supermarkt kommt.
:lol:
 
Unruhgeist

Unruhgeist

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Hinter der linke Blechlasche verbirgt sich sicherlich die Weckerfunktion.
Hinter der Blechlasche verbirgt sich der Rückerzeiger. Wie bei solchen Uhren üblich. Wäre es ein Wecker, gäbe es auf der Vorderseite einen dritten Zeiger zum Ablesen der Weckzeit sowie ein entsprechendes Rädchen auf der Rückseite zum Einstellen derselbigen.

Die Uhr scheint für den englischen oder amerikanischen Raum gebaut worden zu sein. Neben den Ausbuchtungen der Lasche sieht man links ein F für Fast und rechts ein S für Slow.

Grüße,
Unruhgeist
 
Uhrenfreak

Uhrenfreak

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Wenn man die obere Schraube auf der Rückseite leicht löst, kann man wohl zwischen Tischuhr oder Wanduhr wählen. Dann lässt sich der Bügel hochschieben und man kann die Uhr mit der entstandenen Öffnung über einen Haken (einer Schraube) an die Wand hängen.

Gruß Willy
 
music-power

music-power

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Meiner Meinung nach ist das eine Tischuhr ohne Weckfunktion. Und ich kann mir gut vorstellen, dass das Teil schon immer so aussah, also so gefertigt und verkauft wurde.

Beste Grüße,
Frank
 
HerrvonBooze

HerrvonBooze

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Die Uhr scheint für den englischen oder amerikanischen Raum gebaut worden zu sein. Neben den Ausbuchtungen der Lasche sieht man links ein F für Fast und rechts ein S für Slow.

Grüße,
Unruhgeist

Kannst du und das näher erklären, was es damit auf sich hat?
 
Ruebennase

Ruebennase

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Fast und Slow sind Worte für Advanced/Retard oder auch Vor/Nach aus dem englischen grins . Allerdings habe ich Schwieigkeiten dich zu Verstehen:
Der einfach Blechdeckel, spricht eigentlich auch gegen eine Taschenuhr.
Auch scheint das es eine recht einfache Uhr ist, Heutzutage würde man dazu sagen, das die aus dem Supermarkt kommt.
:lol:
Die Frage ist wohl eher ob hier ein Taschenuhrwerk verwendet und modifiziert wurde. Ich denke es spricht einiges dafür. Ist der Rücker unter der Lasche würde die Plazierung des Aufzuges dort sein wo bei klassischen Taschenuhrwerken der Federhauskern sitzt. Ich erwarte auch kein feines hochgradig finessiertes Werk aber eventuell eine innovative Konstruktion wenn die Laufzeit des Werkes über mehrere Tage geht. Das sollte der TS zumindest mal aus testen wenn er sich nicht traut die Abdeckung zu öffnen. Ich habe auch schon überlegt ob das Gehäuse eventuell aus Bein gemacht wurde. Diese feine Maserung und die leicht duffe Oberfläche könnte dazu passen. Um so etwas ab zu schätzen sind Fotos einfach nicht geeignet.
Für mich sind Taschenuhrwerke die flachen runden Dinger und Minipendülenwerke solche mit Etagenaufbau. Beide Bauformen sagen nichts über die Wertigkeit des Werkes an sich aus.

Grüße Rübe
 
M

Matthias MUC

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Für die Reglage = Feineinstellung, wenn sie leicht zu langsam oder zu schnell läuft. Unter dem Deckelchen wird sich vermutich ein Schlitz verstecken, durch den Du ein Schieberchen auf dem Werk verstellen kannst, genau wie bei den Taschenuhrwerken auch. F und S ist eben für englisch fast und slow, während bei Uhren, die für deutsch- und französischsprachigen Markt gebaut wurden, eher A und R für avance und retard steht, und bei Werken die für sehr internationalen Markt gebaut wurden steht ggf., sofern Platz ist, oft auch beides. Bei TU steht's am Unruhkloben, alles schön sichtbar, wenn der Deckel überm Werk runterkommt, und bei der Reise/Tischuhr hier ist es unter dem Schieberchen zugänglich. Bei einer Taschenuhr wäre so ein "offener" Zugang zzur Feinreglage ungeeignet, bei Tisch-/Reiseuhr aber kein Problem. Bei vollmechanischen Weckern etc. (auch den lärmenden Höllenmaschinen fürs Nachtkästchen) steht da dann gerne auch + und -.
lG Matthias
 
Unruhgeist

Unruhgeist

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Ist der Rücker unter der Lasche würde die Plazierung des Aufzuges dort sein wo bei klassischen Taschenuhrwerken der Federhauskern sitzt.
Kaum vorstellbar. Säße unter dem Aufzug das Federhaus, wäre es gemessen an der Uhrgröße extrem klein, weil der Aufzug sehr nahe am Minutenrohr sitzt.
Vorstellbar ist aber eine Übersetzung / Zwischenrad, wodurch die Feder aufgezogen wird. Das Federhaus könnte daher bei 4-5 Uhr in der Rückansicht und bei 7-8 Uhr in der Vorderansicht sitzen.
Ich habe mal vor Jahren eine relativ frühe Georges Favre-Jacot Taschenuhr gesehen, die so ein Zwischenrad hatte. Die hatte sogar schon einen Ratschenaufzug. Links herum war der Freilauf, rechts herum wurde die Feder aufgezogen. Ich kann mich nur nicht mehr entsinnen, wo ich diese Uhr gesehen habe...:hmm:


Grüße,
Unruhgeist
 
M

Matthias MUC

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Es wäre ja eigentlich superspannend, hier Bilder vom Werk zu sehen. Bei dem Gehäuse (Zelluloid, Elfenbein, jedenfalls sicher empfindlicher als klassische metallene Uhrgehäuse) möchte ich vielleicht nicht da zuviel "Erwartungsdruck" aufbauen. Wenn sich nicht dem Themenersteller frei Auge und mit der Uhr in der Hand eine ganz sichere, beschädigungsfreie Möglichkeit auftut, lieber zu lassen, bevor was kaputtgeht.

lG Matthias
 
monozelle

monozelle

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Ich tippe gefühlsmäßig auf eine Stiftanker- oder Zylinder-Hemmung. Eine Schweizer Ankerhemmung würde mich wundern...

Themenstarter @Omega777 - so erlöse er uns geschwind mit einem Bild vom Werke! 😄
 
andi2

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Elfenbeinfarbenes Bakelit gab es aber schon. Die gebräuchlichen BRD-Telefone der 50er und 60er Jahre waren aus Bakelit. Es gab sie schwarz oder eben elfenbeinfarbig. Ich habe selbst 2 Telefone beider Farben (eingelagert, nicht hier), es müsste dieses Modell sein, das W 49:
W 49 – Wikipedia
Wir hatten so eins in meiner Kinderzeit im Haus (man konnte am Hörer die Deckel der Sprech- und Hörmuschel abschrauben und Mikrophon und Hörer einfach rausfallen lassen, war nicht verkabelt, sondern eingelegt. So konnten z.B. die Eltern das heimliche Telefonieren von Teenagern einfach verhindern)
 
Thema:

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