Taschenuhr einstellen?

Diskutiere Taschenuhr einstellen? im Sonstige Uhren Forum im Bereich Sonstige Uhren; Hallo erstmal an alle, wie man sieht bin ich neu hier. Ich habe ein kleines Problem ich hoffe, hier etwas Hilfe zu erhalten. Und zwar habe...
#1
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HerrBolsch

Guest
Hallo erstmal an alle,

wie man sieht bin ich neu hier. Ich habe ein kleines Problem ich hoffe, hier etwas Hilfe zu erhalten.

Und zwar habe ich eine Taschenuhr, die früher einmal ausreichend genau ging (+- 20 sek/Tag). :lol2:

Dann habe ich DUMMERWEISE an dem +- Hebel gedreht, der auf dem Foto zu erkennen ist. Zuerst ging sie dann auch genauer, bis ich den Hebel irgendwann zu weit gedreht habe und sie stehenblieb.
Als ich den Hebel dann zurückgedreht habe, ging sie wieder, geht aber seit dem 5 min/tag falsch, und das ist mir zu viel! :x

Mal abgesehen von "eigene Dummheit, selbst Schuld" :oops: , kennt sich jemand hier damit aus, der mir vielleicht einen Tip geben könnte, wie ich sie wieder hinbekomme?
Oder muß ich damit zum Uhrmacher?
Ich weiß, daß dies keine wertvolle Uhr ist, aber mir liegt an ihr. :roll:

Zur Uhr selbst: Eigentlich ist auf den Fotos alles zu sehen. Auf dem Ziffernblatt steht "Molnija".






Vielen Dank schon mal

Hauke
 
#2
Mikrolisk

Mikrolisk

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Hallo,

stell die Rücker mal so ein, wie auf dem Bild zu sehen.



Danach kannst Du vorsichtig am Rücker tippen. Nicht gleich einen ganzen Millimeter korrigieren, falls es nicht paßt, sondern ganz allmählich.


Andreas
 
#3
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unnnamed

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Hallo Hauke,

geht die Uhr denn 5 Minuten am Tag vor oder Nach? Sieht so aus, als wärst du bereits mit dem Rücker aus dem Regulierbereich des letzen Federumganges herausgekommen bzw. voll am Anschlag!

Wenn die Spirale keinen Schaden genommen hat kannst du den Rücker einfach wieder zurückdrehen. Aber das kann man auf dem Bild nicht erkennen.

Das hier ist der Regulierbereich:



Beachte, dass der Regulierbereich sich nicht bis zum Knick erstreckt, sonst besteht die Gefahr, dass du Spirale zwischen den Rückerstiften einklemmst!

Die Uhr ist wie auf dem Bild zu sehen allerdings voll ins Minus reguliert, da wundert es mich etwas, dass sie nur 5 Minuten falsch geht.

Hast du nur am Rücker gedreht oder auch am Spiralklötzchenträger?



Solltest du nämlich am Spiralklötzchenträger gedreht haben hast du auch den Abfall (manche nennen es auch Symmetrie) verstellt. Diesen könntest du zwar einstellen, da du aber ein Laie zu sein scheinst empfehle ich es nicht.


Lange Rede kurzer Sinn, ich empfehle dir mit der Uhr zu einem Uhrmacher zu gehen. Dieser kann dir dann falls notwendig die Spirale richten und die Uhr mit Hilfe einer Zeitwaage regulieren. Ist keine Aufwändige Prozedur und sollte auch sehr schnell erledigt sein.



PS: Prinzipiell ein sehr interssantes Thema das du hier anschneidest, darüber könnte man aber massenweise schreiben.
 
#4
U

unnnamed

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Mikrolisk hat gesagt.:
Hallo,

stell die Rücker mal so ein, wie auf dem Bild zu sehen.

http://www.mikrolisk.de/upload/molnjia.jpg

Danach kannst Du vorsichtig am Rücker tippen. Nicht gleich einen ganzen Millimeter korrigieren, falls es nicht paßt, sondern ganz allmählich.


Andreas
Leider nein Andreas, auf deinem Bild ist ein fixer, unbeweglicher Spiralklötzchenträger (Teil des Klobens) abgebildet, der von Hauke ist beweglich. Ausserdem würde er sich dann den Abfall/die Symmetrie vollkommen verstellen was darin enden könnte, dass die Uhr überhaupt nicht mehr anlaufen will!

Mein Tipp: Nie am Spiralklötzchenträger drehen. Denn ohne Zeitwaage braucht man ein sehr sehr gutes Gehör um den Abfall/die Symmetrie wieder korrekt einzustellen.
 
#5
Mikrolisk

Mikrolisk

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Hatte ich auch gerade erst bemerkt. Recht hast Du!

Falls Hauke allerdings mit der Uhr selbst rumspielen will (dafür sind solche Russen ja bestens geeignet), soll er es doch selbst versuchen. Wenns nicht klappt, ist es nicht schade um die Uhr.

Also: Hör entweder auf Bernd (unnamed) oder bastel selber etwas rum.


Andreas
 
#6
H

HerrBolsch

Guest
Hallo!

Erstmal vielen, vielen Dank für die ganze ausführliche Hilfe! Da hätte ich nie mit gerechnet. Das ist ganz großartig.
Jetzt weiß ich mindestens schon dreimal mehr über Uhren als vorher 8)

Ich habe natürlich auch den Spiralklötzchenträger verstellt, wie könnte es anders sein.
Habe ich das richtig verstanden, daß man die Uhr beschädigen kann, wenn man den Spiralklötzchenträger (und/oder den Rücker?) zu weit an den Anschlag dreht?
Da stand er schon, und die Uhr hat ja auch ausgesetzt, läuft jetzt aber wieder an.

Die Symmetrie dürfte also völlig verstellt sein. Ich habe allerdings keine schlechten Ohren, und die Uhr tickt recht laut. Vorrausgesetzt, sie wird dabei nicht beschädigt, würde ich gerne mal versuchen, das einzustellen. Hätte ich da eine Chance? Dazu müßte ich natürlich wissen, auf was ich überhaupt achten muß :-D

Wenn das alles nicht geht, gehe ich lieber zum Uhrmacher. Denn

Wenns nicht klappt, ist es nicht schade um die Uhr.
das sehe ich nicht so. Wie gesagt, mir liegt persönlich etwas an der Uhr. Auch wenn der Geldwert nicht hoch ist.
Weiß jemand, wann die Dinger gebaut wurden? Denk mal heute würde Russland oder so draufstehen, oder?

Vielen Dank nochmal,

Hauke
 
#7
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unnnamed

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Nun gut, dir kann geholfen werden:

Der Abfall, die Symmetrie ist grob gesagt das "Tick-Tack" das du hörst. Dieses
soll so gleichmäßig wie möglich sein, also ein Tick...Tack...Tick...Tack...usw.
und nicht so: Tick..Tack.......Tick..Tack........Tick..Tack.......

Das stellst du durch Verdrehen des Spiralklötzchenträgers ein. Bevor man
auf der Zeitwaage reguliert wird der Abfall folgendermaßen voreingestellt:

Du versuchst die Unruh einfach anzuhalten indem du sie vorsichtig mit einem
Finger oder einer Kornzange "antippst"/"hälst" und zwar so lange bis du im Nulldurchgang
bist. Wenn du die Unruh voll ausgelenkt und am Umkehrpunkt ist ist es klar, dass
sie in diesem Fall weiterschwingt.

Also mehrmals sehr kurz nacheinander die Unruh anhalten.

Wenn du es nicht mehr schaffst sie anzuhalten dann ist der Abfall korrekt
voreingestellt! Was aber nicht bedeutet dass er bereits richtig eingestellt ist.

Da ist nun sofern du keine Zeitwaage besitzt dein Gehör gefragt. Leg die
Uhr dazu zB. in eine Schale oder ähnliches und halte diese an dein Ohr, so
wird das Geräusch "verstärkt".

Hast du alles verstanden? Dann wünsche ich nun viel Spaß beim Regulieren :)

Beachte: Den Spiralklötzchenträger musst du ebenso wie den Rücker beim
Regulieren nur ein sehr kleines Stück verdrehen, schnell bist weit übers
Ziel hinaus geschossen (sprich du machst zB. aus +15s/Tag +60s/Tag).

:wink:
 
#8
Mikrolisk

Mikrolisk

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Mit dem Finger... ts ts ts...

Wenn schon keine Kornzange da ist, dann besser noch einen Zahnstocher. Aber doch nicht mit den Fingern ins Werk...

:wink:

Andreas
 
#9
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unnnamed

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Räusper, nicht ins Werk, auch nicht auf die Platinen oder sonstwas, das ist klar :lol:.

Nur aussen an den Unruhreif ;)

Macht man eigentlich ja auch nicht wenn das Werk eingeschalt ist.

Und sofern man keine Schweißfingerchen hat ist das auch kein Problem.
 
#10
eastwest

eastwest

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Schweiß ist überall! Nur sieht man ihn nicht immer. :wink:
 
#11
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unnnamed

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Ich gebs ja schon auf... :lol:

Aber wir reden hier ja schliesslich nicht von einer Patek :twisted:
 
#12
Mikrolisk

Mikrolisk

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Aber selbst bei einer 10-Euro-Uhr patschen WIR nicht mit den Fingern am Werk rum! :wink: :lol2: :lol2: :lol2:

Andreas :-D
 
#14
U

unnnamed

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Vor oder nach dem Reinigen?!



:lol2: :lol2: :lol2: :lol2: :lol2: :lol2: :lol2: :lol2: :lol2:
 
#15
H

HerrBolsch

Guest
Hallo!

Ich kann's nicht fassen, eine Anleitung zum Uhr einstellen! Danke!

Also, so eine Zeitwaage habe ich natürlich nicht.

Einen Zahnstocher auch nicht. Ich habe jetzt eine Büroklammer genommen. Die ist zwar etwas härter, aber ich war ganz ganz ganz ganz ganz ganz ganz ganz ganz ganz ganz ganz ganz ganz ganz vorsichtig.

Ich habe ausprobiert, die Unruh so einzustellen, daß sie nicht stehen bleibt - das habe ich nicht geschafft.
So eine Schale, die Ticktack verstärkt, habe auch nicht. Das ist aber nicht so schlimm, sie tickt wirklich sehr laut. Leider aus sehr schnell. Ich habe nur an den Regelbereichsenden einen Unterschied zwischen Tick und Tack gehört.

Es geht aber eigentlich nur darum, daß Tick und Tack gleich lange dauern, oder?
Ich habe einfach mal ein Mikrofon ganz dicht über die offene Uhr gehalten und Ticktack mit dem Computer aufgenommen. Wenn man sich dann die Aufnahme ansieht, kann man ganz deutlich für jedes Tick und jedes Tack eine Spitze erkennen. Die Zeit zwischen zwei Spitzen kann man sich ja anzeigen lassen. Ich habe so lange gedreht und aufgenommen, bis Tick und Tack gleichlange gedauert haben.
Kann man das so gebrauchen? Und wie "gleich" müssen die Zeiten sein? Tick dauert jetzt 203ms, Tack 200ms. Natürlich ist die Genauigkeit beim Ablesen etwas begrenzt.
Oder ist das alles viel zu ungenau oder grundsätzlich unbrauchbar?

So, weiter. Gibt's einen Trick, wie man den Rücker halbwegs genau einstellen kann oder muß ich bis zum Ende des Tages warten, wie ungenau die Uhr geht?
Was passiert eigentlich, wenn Tick und Tack nicht gleichlang dauern?

Achso, und in welche Richtung muß der Rücker? Da ist ja irgendwo +- aufgraviert. Bezieht sich das aus den Rücker?

Habt ihr vielleicht auch Tips, wie man das Werk reinigen oder pflegen kann? Oder ist das nicht nötig?

Übrigens, schöne Uhren hast du da, Mikrolisk!

Vielen Dank nochmal für eure tolle Hilfe.

Gruß, Hauke
 
#16
U

unnnamed

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HerrBolsch hat gesagt.:
Es geht aber eigentlich nur darum, daß Tick und Tack gleich lange dauern, oder?
Es geht darum, dass die Zeit zwischen Tick und Tack immer gleich ist. Nochmal
der Versuch es "so" darzustellen:

TICK . . . . . TACK . . . . . TICK . . . . . TACK . . . . . TICK . . . . . TACK . . . . . usw.

und nicht so:

TICK . . TACK . . . . . . . . TICK . . TACK . . . . . . . . TICK . . TACK . . . . . . . . usw.

So, weiter. Gibt's einen Trick, wie man den Rücker halbwegs genau einstellen kann oder muß ich bis zum Ende des Tages warten, wie ungenau die Uhr geht?
Bis zum Ende des Tages musst du erst dann warten, wenn die Uhr bereits im
Sekundenbereich genau geht. Geht die Uhr allerdings noch dermaßen vor oder
nach, dass du eine Abweichung von einer Referenzuhr bereits nach einer Stunde
(nur als Bsp.) feststellen kannst, so kannst du schon eingreifen!


Was passiert eigentlich, wenn Tick und Tack nicht gleichlang dauern?
Der Abfall ist verstellt.

Dazu betrachte bitte folgende Animation:

http://www.uhrentechnik.de/ut_old/html/tec/hem/ank.htm

Bevor du auf PLAY drückst schau dir alles genau an, wenn du auf "Bauteile"
klickst dann siehst du die Benennung der Einzelteile.

Vor dem Klick auf "Play" befindet sich alle Teile in ihrer Ruhelage, es ist keine
Kraft auf dem Räderwerk, die Zugfeder ist entspannt.

Betrachte die Position der ELLIPSE und des ANKERS: Die Ellpise steht zwischen
den Gabelhörnern. Ein Zahn des Ankerrades befindet sich auf der Hebefläche
der Ausgangspalette.

Diese Einstellung gewährleistet den Selbstanlauf der Uhr solbald Kraft auf über
das Räderwerk übertragen wird.

Was passiert wenn du am Spiralklötzchenträger drehst und den Abfall verstellst?

Folgendes: In Ruhelage dreht sich die gesamte Unruh (mit Plateau auf dem die
Ellipse befestigt ist) um den selben Winkelweg. Also wird auch der Anker in einer
anderen Position liegen wenn keine Kraft auf dem Räderwerk ist.

Normalerweise bekommt die Unruh den Kraftimpuls vom Anker während ihres
Nulldurchgangs, also wenn ihr Geschwindigkeit am höchsten ist (die Unruh dreht
im Uhrzeigersinn, stoppt und dreht in die andere Richtung, und das immer wieder und wieder).

Der KRaftimpuls erfolgt bei verstelltem Abfall also nicht während des Nulldurchganges,
der Winkelweg der Unruh in Relation zum Anker / Nulldurchgang ist nicht symmetrisch,
der Abfall der Gangradzähne von den Ankerpaletten erfolgt bei verstelltem Abfall ebenso
nicht "symmetrisch", diese Tatsache verursacht ein ungleichmäßiges "Tick-Tack"-Geräusch
der Uhr.

Du hast den Abfall also ordentlich voreingestellt sobald die Ellipse zwischen den
beiden Gabelhörnern steht wenn keine Kraft auf dem Räderwerk ist.

Achso, und in welche Richtung muß der Rücker? Da ist ja irgendwo +- aufgraviert. Bezieht sich das aus den Rücker?
Den Vor- oder Nachgang der Uhr erzielst du durch eine Veränderung der aktiven
Spirallänge und somit durch eine Veränderung der Schwingungsdauer.

DIe Unruhspirale ist an zwei Punkten befestigt: An der Spiralrolle und am
Spiralklötzchen.
Diesen Befestigungspunkt kennst du - siehe Spiralklötzchenträger.

Verkürzt oder verlängert wird die aktive Spirallänge mit Hilfe des Rückers, und
zwar nur mit Hilfe des Rückers - NACH dem Einstellen des Abfalls.

Bewegst du den Rücker in Richtung Spiralklötzchen so verlängerst du die aktive
Spirallänge, die Schwingungsdauer nimmt zu, deine Uhr läuft langsamer.

Bewegst du den Rücker vom Spiralklötzchen weg, so verkürzst du die aktive
Spirallänge und erreicht den gegenteiligen Effekt.



nota bene:

Bedenke bitte, dass Uhren in mehrern Lagen reguliert werden, man spricht hier von
den Hauptlagen. Dies sind bei einer Armbanduhr

1) Zzifferblatt unten
2) Krone unten
3) Krone oben
4) Krone rechts
5) Krone links
6) Zifferblatt oben

Bei Taschenuhren unterscheidet man allerdings nur 2 Hauptlagen:

1) Krone oben
2) Zifferblatt oben

Dies sind die Lagen, denen eine Taschenuhr gewöhnlich ausgeliefert ist. Darum
solltest du beim Regulieren evtl. auch schon berücksichtigen die Uhr während
des Kontrollaufs in diesen Positionen zu "lagern".







Ich habe versucht mich kurz zu fassen, und glaube mir, ich habe viele Aspekte
nicht erwähnt.

Mein gut gemeinter Ratschlag also: Versuche ruhig die Uhr zu regulieren, solltest
du aber kein ordentliches Ergebnis erzielen geh einfach zu (d)einem Uhrmacher und
lass diesen die Arbeit übernehmen. Das dauert nur wenige Minuten.

Und sei auch vorsichtig wenn du an Rücker und Spiralklötzchenträger drehst,
ehe du dich versiehst könntest du abrutschen und die Spirale verbiegen.

Ich hoffe meine Ausführungen sind halbwegs verständlich. :oops:
 
#17
H

HerrBolsch

Guest
Hi!

Vielen Dank für die super Erklärung! Ich bin leider grade nicht zu Huase und kann mich damit nicht so ausführlich auseinander setzen, das mache ich nachher. Aber das was ich überfliogen habe, klingt sehr einleuchtend.

Es geht darum, dass die Zeit zwischen Tick und Tack immer gleich ist. Nochmal
der Versuch es "so" darzustellen:

TICK . . . . . TACK . . . . . TICK . . . . . TACK . . . . . TICK . . . . . TACK . . . . . usw.

und nicht so:

TICK . . TACK . . . . . . . . TICK . . TACK . . . . . . . . TICK . . TACK . . . . . . . . usw.
Ja, so hatte ich es auch verstanden und gemacht. Ich habe mich falsch ausgedrückt. In der Anzeige der Aufnahme erscheint für jedes "Tick" ein kurzer Peak, und für jeden "Tack" auch. Den Abstand zwischen den Peaks habe ich gemessen.
Ich stelle nachher einen Screenshot ins Netz, daran kann man besser erkennen, was ich meine.
Ich schau mal ob ich so auch den Rücker einstellen kann.
Vielleicht ist die Methode der Einstellung (wenn sie denn funktioniert) ja ganz interessant für Leute ohne Zeitwaage (oder längst Gang und Gäbe?). So ein Mikro kostet schließlich nur 1,50 Öre, einen Rechner hat (fast) jeder.

Die Uhr läuft jetzt seit knapp 20h, und sie geht keine Minute mehr falsch (Funkuhr). Dazu kommt, daß die sowohl Rücker als auch Spiralklötzchenträger nicht mehr am Anschlag sind. Damit bin ich schon ziemlich zufrieden!

So, ich muß los. Alles weitere nachher. Vielen Dank nochmal!

Gruß, Hauke
 
#18
Mikrolisk

Mikrolisk

Dabei seit
29.08.2006
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Deine Methode per Mikrofon gibts bereits auch zu kaufen, nennt sich PC-Zeitwaage. Klappt prinzipiell auch sehr gut, nur ist die Mikrofon-Empfindlichkeit nicht so optimal wie bei einer echten Zeitwaage.

Und was Du mit einem Audio-Programm machst (Peaks anzeigen), dafür gibts eben auch obige Software, die das ganze gleich korrekt ausmißt und auswertet.

Aber schon mal schön zu hören, daß es soweit schon geklappt hat - bis auf die Feineinstellung.

Andreas
 
#19
H

HerrBolsch

Guest
Guten Abend!

Deine Methode per Mikrofon gibts bereits auch zu kaufen
Hab ich mir fast gedacht :-D Was kostet's?

Klappt prinzipiell auch sehr gut, nur ist die Mikrofon-Empfindlichkeit nicht so optimal wie bei einer echten Zeitwaage.
Wie genau ist denn bitte so eine Zeitwaage? So wenig kann ich gar nicht am Spiralklötzchenträger drehen, wie das Mikrophon mißt. Und das hier ist ja nur ein Spielzeug. Ich hab noch ein richtiges Messmikrophon zur Verfügung (leider keinen Mikro-Vorverstärker).
Der Nachteil ist, daß man so keine kontinuiertliche Messung machen kann :?

Ich hab' ein paar Bilder gemacht. Vielleicht könnt ihr mal bewerten, ob das genau genug ist.

Das ist Ticktack.


Den Bereich hier habe ich ausgeschnitten, er ist gut zu erkennen.


Hier ist Tick. Unten (rot) kann man die Dauer des markierten Ausschnitts sehen.


Das ist Tack.


Hier ist wieder Tick. Die Wiederholgenauigkeit liegt bei ca. 1ms (auch bei den anderen Ticks und Tacks).


Tick bis Tack dauert 199ms, Tack bis Tick 201ms.

Danke für die Erklärung mit dem Nulldurchgang ect, jetzt hab ich's verstanden.
Wenn ich dach richtig verstanden habe, kann ich mit dem Rücker die Zeit zwischen Tick und Tick (also Tick-Tack-Tick) einstellen, richtig?
Das müßte man ja auch messen können... :shock:

Ich hab sie jetzt auf die Sekunde nach Funkuhr gestellt. Mal sehen, wie falsch sie jetzt noch geht...

Gruß, Hauke
 
Thema:

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