Uhrenbestimmung Taschenuhr Anker 01 - wer weiß etwas dazu?

Diskutiere Taschenuhr Anker 01 - wer weiß etwas dazu? im Sonstige Uhren Forum im Bereich Uhren-Forum; Hallo liebe Forumsmitglieder, dies ist mein erster Faden in diesem Bereich - passend dazu dreht er sich um meine erste persönliche Begegnung...
Bobbie

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Hallo liebe Forumsmitglieder,

dies ist mein erster Faden in diesem Bereich - passend dazu dreht er sich um meine erste persönliche Begegnung mit Taschenuhren.

Vor einigen Tagen war ich mal wieder dabei, Kisten mit alten Familienfotos und -unterlagen zu durchstöbern. Dabei fiel mir eine Taschenuhr in die Hände. Ich vermute, sie war ein Kommunionsgeschenk o.ä. an einen Verwandten von mir (dieser weiß aber auch nichts mehr dazu); davon ausgehend vermute ich, dass die Uhr aus den wahrscheinlich aus den 50ern stammt (bzw. in dieser Zeit verschenkt wurde).

Leider habe ich keinerlei Ahnung von Taschenuhren, es ist die einzige (mir bekannte) in Familienbesitz; auch bin ich eigentlich der einzige Uhrenaffine bei uns, deswegen konnte ich von Verwandtschaftseite nichts weiter erfahren.

Falls jemand etwas zu dieser Uhr zu sagen weiß, würde es mich sehr freuen. Mich interessiert nicht, was die Uhr wert sein könnte o.ä.; aus der Hand geben würde ich sie ohnehin nicht, da sie für mich (als "quasi-Familienerbstück") ideellen Wert besitzt. Ich wüsste aber trotzdem gerne, womit ich es hier zu tun habe.

Meine fotografischen Fähigkeiten sind leider mau (Beweis hierfür folgt auf dem Fuße), ebenso mein Fotoequipment. Ich hoffe aber, dass man trotzdem etwas erkennen kann.

Meine einzigen Anhaltspunkte für eine Identifikation ist leider nur die Beschriftung "Anker 01", "17 Jewels" auf dem ZB. Der Boden ist nicht beschriftet/graviert. Und zu allem Überdruß kann ich das Wichtigste, das Werk nämlich, nicht präsentieren, da ich nicht weiß, wie ich den Boden beschädigungsfrei öffnen kann. :hmm:

Ich wäre auch dankbar, wenn mir jemand Tipps zum richtigen Aufziehen o.ä. geben kann, ich will ja nix kaputtmachen. :idea: Mich freut aber schon: die Uhr ist bestimmt mehrere Dekaden(!) gestanden, nach kurzem Aufziehen (im Uhrzeigersinn) lief sie jedoch an und läuft nun auch schon 3 Tage durch (Gangabweichungen habe ich nicht im Auge behalten, aber für meine Begriffe "hält sie die Zeit" und wird nicht schneller oder langsamer). Stellen konnte ich die Uhr (durch Herausziehen der Krone auf Position 1 und Drehen gegen den Uhrzeigersinn) auch problemlos.

Und nun die Bilder.

b.jpg
c.jpg
a.jpg
 
Alberich

Alberich

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Hallo Bobbie,

ich hätte Deine Uhr etwas jünger geschätzt -so ungefähr frühe 70-er Jahre. In der Uhr ist mit Sicherheit ein Armband-Uhrwerk verbaut. Bei den klassischen TU ist der Aufzug bei der "12", und sie haben kleine, dezentrale Sekundenzeiger.
"Anker" ist bzw. war eine Handelsmarke, in der alle möglichen Werke verbaut sein können. Jetzt ist nur bekannt, daß es sich um ein 17-steiniges Werk handelt.
Beim Aufziehen kannst Du eigentlich nichts kaputtmachen, du mußt nur aufhören, wenn Du den Widerstand der voll aufgezogener Feder fühlst. Wenn Du die Uhr regelmäßig tragen willst, solltest Du eine Revision bei einem Uhrmacher durchführen lassen.
Wenn Du keine Erfahrung hast, solltest Du das Öffnen ebenfalls dem Uhrmacher überlassen. Normalerweise -aber das ist auf dem 2. Bild schlecht zu erkennen,- haben solche Uhren einen aufgedrückten Boden. Irgendwo müßte eine Kerbe sein, wo man ein Messer ansetzen kann.


Viele Grüße!


Matthias
 
Bobbie

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Hallo Matthias,

vielen Dank für die schnelle Antwort! :super:

Das mit dem Armbanduhr-Werk wundert mich nicht, beim Suchen nach "Anker 01" bin ich nur auf Armbanduhren mit diesem Aufdruck gestoßen. War "Anker" also sowas wie ein Einschaler? Gibt es diese Marke noch?

Selbst aufgemacht hätte ich die Uhr sowieso nur ungerne - nur, um dem UF das Werk zu präsentieren (da seht ihr mal, wie wichtig ihr mir wert seid! :D) Der Boden scheint mir in der Tat aufgedrückt, eine Kerbe habe ich aber nicht entdecken können; der Rand des Bodens läuft kreisrund einmal herum und schließt ab. Ich hatte ohnehin vor, mal den Uhrmacher einen Blick drauf bzw. rein werfen zu lassen. Selbst tragen werde ich sie im Moment wohl eher nicht, aber revidieren lassen werde ich sie trotzdem. Fände ich schade, die Uhr verkommen zu lassen.

Wie kommst Du denn auf die Schätzung der 70er Jahre? Wegen des Designs oder der Marke? Die 50er, spätestens die frühen 60er hätte ich wegen des Alters des Verwandten angesetzt, dem ich die Uhr als Kommunionsgeschenk "zuschreibe". Leider weiß niemand mehr, wem die Uhr gehörte.
 
Alberich

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Hallo Bobbie,

Nein, "Anker" war meines Wissens nach kein eigenständiger Einschaler. Laut Uhrenlexikon könnte die Marke "Anker" ungeschützt und frei verfügbar verwendet werden.
Meine Altersangabe ist nur eine Schätzung. Fünfziger Jahre halte ich für zu früh. Diese Art der Technik und die flache Bauweise passt eher in die 60-er bis 70-er jahre.

Ich habe Dir Bilder meiner Kienzle angehängt, die hinten mit einer Widmung von 1973 versehen ist.

bild1.jpg

bild2.jpg

Viele Grüße!

Matthias
 
Bobbie

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Hallo Matthias,

vielen Dank für die erneute Auskunft, und auch für das Einstellen deiner Fotos. :-)
Dann werde ich wohl die Tage mal beim Uhrmacher aufschlagen, vielleicht weiß der mehr.

In der Zwischenzeit freue ich mich einfach weiterhin "wissenslos" an meinem Fund (der übrigens immer noch tapfer läuft, nachdem er heute Morgen aufgezogen wurde).

Gruß,
Bobbie
 
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