Swatch Automatikwerk

Diskutiere Swatch Automatikwerk im Uhrenwerkstatt Forum im Bereich Uhrenwerkstatt; Für einen Uhreneigenbau benötige ich ein Werk das bauähnlich mit dem Eta 2824 ist. Es soll aber günstig sein, daher wollte ich als Spender eine...
#1
tudorfreak

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Für einen Uhreneigenbau benötige ich ein Werk das bauähnlich mit dem Eta 2824 ist.
Es soll aber günstig sein, daher wollte ich als Spender eine Swatch nehmen.
Nun muss es anscheinend 2 Versionen der Swatch Werke geben eines mit Bohrungen für die Füßchen des Zifferblatts und Gewinde für die Werkverschraubung im Gehäuse und eines das diese Bohrungen nicht hat!
Ich brauche das mit den Bohrungen .
Weiß jemand in welcher Swatch das verbaut wurde?
Gruß, Gregor
 
#2
sirtaifun

sirtaifun

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Hallo tudorfreak,

da ich selbst eine Swatch mit defektem Gehäuse seit kurzem habe, habe ich hier im Forum dazu quergelesen. In der swatch Automatik ist das ETA 2842 verbaut das extra von ETA für swatch produziert wurde. Anscheinend je nach Herstellungsjahr des Werks gibt es verschiedene Bauformen. Wie du schon geschrieben hast mit der "normalen" Ziffernblattbefestigung und Bohrungen sowie Zifferblätter mit einer Aussparung auf sechs Uhr und einer Art Bajonettbefestigung für das Uhrwerk. Ausserdem sind in das Uhrwerk, ab welchen Herstellungsjahr weiss ich nicht, auch ein oder zwei Plastikteile verbaut worden.

Ich habe ein Automatikwerk von 1991 da müsste eigentlich alles wie im 2824 sein.
Ich habe erst vor kurzem mit diesem Hobby begonnen deswegen kann gerne einer mit mehr Erfahrung mich korrigieren falls ich etwas falsches geschrieben habe.
 
#3
Rainer Nienaber

Rainer Nienaber

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Soweit ich weiß haben die Swatchwerke grundsätzlich keine Bohrungen für Zifferblattfüße.
 
#4
hermannH

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Hallo

Mir ist noch nie eine Automatikswatch untergekommen, wo das Zifferblatt nicht einfach nur eingelegt gewesen wäre. Und ich habe Hunderte von denen am Tisch gehabt.
Die Werke werden auch ausschließlich mit einem Bajonette System im Gehäuse befestigt.

Gruß hermann
 
#5
P

Pommes

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Der Werkhaltering hat einen Bajonettverschluss, nicht das Werk.
Das 2840 aus der Platin-Swatch hat die Bohrungen für eine Ziffernblattbefestigung.
 
#6
tudorfreak

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Soweit ich weiß haben die Swatchwerke grundsätzlich keine Bohrungen für Zifferblattfüße.
Ich habe da schon was anderes gelesen, aber da wurde nicht auf das Modell hingewiesen in dem das gebohrte verbaut ist!

https://sokkermc.jimdo.com/werkstatt-notizen/unterschiede-der-swatch-automatic-kaliber/

--- Nachträglich hinzugefügt ---

Der Werkhaltering hat einen Bajonettverschluss, nicht das Werk.
Das 2840 aus der Platin-Swatch hat die Bohrungen für eine Ziffernblattbefestigung.
Das aus der Platin kommt glaube ich nicht in Frage,
 
Zuletzt bearbeitet:
#7
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Pommes

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Werke aus den Platinuhren wurden auf Ebäh schon angeboten. Da wurden wahrscheinlich schon welche eingeschmolzen.
Die werden ja auch nur um den Platinwert gehandelt.
 
#10
tudorfreak

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Hat jemand von euch zufällig eine Swatch SAB 100?
Die könnte in Frage kommen, eigentlich müsste man durch den Glas (Plastik) Boden sehen ob die Bohrungen vorhanden sind..................
 
Zuletzt bearbeitet:
#11
Rainer Nienaber

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Das 2840 aus der Platin-Swatch hat die Bohrungen für eine Ziffernblattbefestigung.
Hat die Platinversion nicht 28.800 A/h ?

@ tudorfreak:
warum kaufst Du nicht ein 2824 in der Bucht? So viel teurer sind die auch nicht. Und Du hast alles, was Du brauchst.
 
#12
tudorfreak

tudorfreak

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@Rainer:
Erstens weißt du nicht ob du in der Bucht ein originales bekommst,
Und ne gebrauchte Swatch kostet nicht mehr viel ;-)
 
#13
ChocoElvis

ChocoElvis

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war das bei den Swatch-Automaten nicht das 2841-1... ein spezielles Swatch-Kaliber?
 
#15
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Pommes

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Hat die Platinversion nicht 28.800 A/h ?

Nein, es ist ein 2840-P mit 21600 A/h. Habe gerade gemessen.
Aber hat Bohrungen und diese Ziffernblattfußklemmen.

--- Nachträglich hinzugefügt ---

Es gibt bei den Automatik Swatch-Uhren die Kaliber 2840, 2842, unabhängig vom Datum, und wie ich neulich hier lernen durfte, das 2841, welches skelettiert ist.
 
#16
tudorfreak

tudorfreak

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Das Platin würde gehen..... platin.jpg


aber das rechnet sich nicht.............................
 
#17
etafreund

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Guten Tag,

angeregt durch diverse Hinweise zu diesen Werken hier im Forum habe ich diverse gebrauchte ETA 2840 bzw. ETA 2842 online gekauft.

Ex Factory haben sie vermutlich alle gut funktioniert. Revision nach 20 Jahren ist teils auch wegen der Amplituden fällig. Regulieren ist möglich - es kann sich aber schwierig gestalten.

Unterm Strich laufen nur wenige gebrauchte Swatch-Automatic-Werke so, dass man ohne weiteres (auf der Zeitwaage) damit zufrieden sein kann.

Ein Werk (ETA 2842 aus einer Swatch Automatic Irony ) das mir besondere Probleme bei der Regulierung bereitet hat, war mit einem Plastik-Anker ausgestattet, was mich als etafreund etwas entäuscht hat. Letztendlich habe ich beschlossen, Ankerrad und Anker zu ersetzen. Hmmm .... für das Geld hätte ich auch ein ETA 2824 o.Ä. bekommen können. Bilder vom "Plaste-Swatch-Anker" anbei.
 

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#18
watchhans

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Ich bin prinzipiell für traditionelle Techniken und Materialien in der Uhrmacherei.
Aber neuem durchaus aufgeschlossen.
So ein "Plaste"-Anker hat auch Vorteile: da das Material nicht nur "einfaches Plastik" ist, sondern schon ein speziell zäher, dennoch etwas weicher Kunststoff, erübrigt sich jede Schmierung. Bei der Sistem51 besteht das Ankerrad auch aus dem gleichen "Plaste" und braucht keine Schmierung.
 
#19
etafreund

etafreund

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Hallo watchhans ... im grunde bin ich völlig bei Dir, was Konventionelles und Fortschritt anbelangt !

Fortschritt wie beispielsweise syntetisches (harzresistentes) Oel ist ein Segen. Ein Sprichwort sagt: "Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit."

Wer sich mit Swatch-Automatik-Werken befasst, zeigt per se Interesse an technischen Entwicklungen. Daher nochmals zu dem "Plaste-Anker" ....

Mit viel Mühe konnte ich das Werk so weit justieren, dass sich auf der Zeitwaage halbwegs annehmbare Ergebnisse zeigen. Leider sieht man dabei erhebliche Gangabweichungen in verschiedenen Lagen.

Nach meiner Vermutung hat der Plastikanker bei der (meistgenutzten) Lage "Zifferblatt oben" einen anderen Verschleiß als in den anderen Lagen. Mir war es nicht möglich bessere Gangwerte zu erzielen. Nebenbei: bei den gemessenen Amplituden gehe ich von einem weitgehend sauberen Werk aus. Die Amplitude bei Zifferblatt oben schwankt meist zwischen 250° bis 260°. Nun die Messergebnisse als Bilder:

a) Messergebnis Zifferblatt oben

Swatch Auto Irony Gangwerte Zifferblatt oben 02.jpg

b) Messergebnis Zifferblatt unten

Swatch Auto Irony Gangwerte Zifferblatt unten.jpg

c) Messergebnis Krone oben

Swatch Auto Irony Gangwerte Krone oben.jpg

Daher meine (ich sage bewusst) Theorie, mit dem im laufe der Zeit verschlissenen Plastik-Anker. Naja es ist ein Versuch es zu verstehen. Falls jemand bessere Erklärungen hat, würde es mich freuen diese zu lesen.
 
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#20
E

EdisonAlpha

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Die Lageschwankungen, Amplitude und Abweichung zeigen schon sehr deutlich, das hier Pflegebedarf vorliegt. 233 Grad ist zu wenig, sofern die Uhr voll aufgezogen war. Diese Werke schaffen in der Spitze bei Vollaufzug allesamt 290 bis 300 Grad, und sollten auch nach wenigen Jahren hängend nicht bei 233 Grad enden.
 
Thema:

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