Suche Übersicht zu verbauten Uhrwerken (Manufaktur vs. zugekauft) nach Herstellern

Diskutiere Suche Übersicht zu verbauten Uhrwerken (Manufaktur vs. zugekauft) nach Herstellern im Herrenuhren Forum im Bereich Uhren-Forum; Hallo zusammen, ich bin gerade auf der Suche nach einer Übersicht über die Werke, die in den letzten Jahren von den großen Herstellern verwendet...
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Baker

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Hallo zusammen,

ich bin gerade auf der Suche nach einer Übersicht über die Werke, die in den letzten Jahren von den großen Herstellern verwendet worden sind, inkl. Unterteilung ob diese Manufaktur-Uhrwerke sind/waren oder zugekauft wurden. Habt ihr da zufällig eine gute Quelle?

Hintergrund: Ich schreibe gerade einen Artikel zu einer anderen Branche zum Thema steigende Wichtigkeit von Qualitätskriterien und würde gerne eine Analogie zum Uhrenmarkt ziehen, die über die letzten Jahre ja einen starken Trend hin wieder zur eigenen Fertigung gesehen hat. Gerade beispielsweise Cartier, Chopard, Bvlgari finde ich hier interessant, die ja extrem viel Geld in die Hand genommen haben um hier die alten Tugenden wiederzubeleben und sich wieder stärker als wahre Uhrenmanufaktur zu positionieren (vs. Schmuck).

Vielen lieben Dank euch!
 
Krönchen

Krönchen

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Eine solche Übersicht gibt es meines Wissens bisher nicht. Im übrigen ist das auch ein äußerst komplexes Thema, bei dem man mit Schwarzweiß-Einteilungen nicht weiterkommt. Die pauschale Sortierung nach Inhouse = gut und Fremdwerk = Mist funktioniert nicht. Alleine die Definition der Begriffe "Inhouse / Eigenfertigung / Manufaktur usw" vs. "Fremdwerk / Einschaler usw" ist höchst schwierig, weil sich jeder etwas anderes darunter vorstellt. Auch hier im Forum ist man noch nie zu einer verbindlichen Definition gekommen.

In Bezug auf deine Beispiele hast du allerdings recht. Die erwähnten Firmen werden stark als Schmuckhersteller wahrgenommen (obwohl gerade Cartier schon seit Ewigkeiten Uhren herstellt). Diese Firmen bauen ihr Uhrengeschäft unter anderem dadurch aus, dass sie sich im Gegensatz zu früher durch die Entwicklung und Herstellung von eigenen Werken Credibility in der Uhrenszene aufbauen.
Interessant dabei ist, dass diese Firmen - insbesondere Bulgari und Cartier - mit ihrem Schmuck enorme Gewinnmargen haben, deutlich höher als die etablierten Uhrenhersteller. Daher fällt es ihnen offensichtlich sehr leicht, die Entwicklung und Herstellung neuer Werke zu finanzieren. Für Chopard gilt das weniger.
 
Uhrbene

Uhrbene

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Nicht zu vergessen, dass der eigentliche Auslöser für die sprunghafte Vermehrung eigener Werke schlicht und einfach die Entscheidung der Swatchgroup war, die ETAs nicht mehr in der Masse (und irgendwann mal gar nicht mehr) an Dritte zu liefern. Da hat man dann schnell aus der Not eine Tugend gemacht, manchmal mit heftigen Geburtsschmerzen.
 
Mueller27

Mueller27

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Hallo Themenstarter,

das oben geschriebene ist alles richtig und wichtig.

Generell gilt: Das Inhouse-Thema bei Uhren - speziell der Schweizer Uhrenindustrie - ist und war nie ein Thema um Qualität, sondern ein reines Marketing-Thema.
Was die großen Hersteller auch nie bestritten haben.

Vergleiche mit anderen Industrie-Sektoren außerhalb der Luxus-Industrie zu ziehen ist daher sinnfrei.

Die Schweizer Uhrenindustrie ist historisch extrem verflochten, gerade die ETA die über lange Zeit eben auch Hersteller und Marken im oberen Preisbereich wie IWC, Omega oder Breitling beliefert hat, war mit diesen so eng verwoben, dass diese Marken/Hersteller dort einen direkten Zugriff auf die ETA-Produktion hatten, mit der über Jahrzehnte gelebten Praxis eigener Produktionsvorgaben an die ETA, eigenen Modifikationen und eigener Qualitätskontrolle.

Dass einige sog. "Manufaktur-Werke" neueren Datums heute auch technisch besser sind als die ETA-Klassiker liegt nur daran, dass sie neue Konstruktionen sind und weitaus komplexer/teurer als die ETA-Klassiker. Hätten die Schweizer Hersteller es gewollt, und hätten sie sich vor einigen Jahren zusammengetan, - und hätten die Hayeks/SWATCH AG das zugelassen - dann hätte auch die ETA neue teure High-End Werke aufgelegt und statt zwei Dutzend Manufakturwerken mit zweifelhafter Ersatzteilversorgung hätten wir heute wieder von Tudor bis IWC nur ein feines (und günstiges) ETA-Standardwerk.

Wollte aber keiner.
Weder Kunde noch Hersteller. Imagegründe, siehe oben.
Und der "Weltherrschaftsanspruch" der Swatch AG.

Carsten
 
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