Stoßsicherheit von Handaufzugsuhren

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erpelstolz

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Hallo,

Heute mal kein Faden mit Talkshowcharakter. Diesmal habe ich eine konkrete Frage.
Und zwar: oft wird ja davon gesprochen, wenn man mit seiner Automatik Uhr Fahrrad fährt o. ä. Aktivitäten nachgeht bei welchen das Handgelenk großen G-Kräften ausgesetzt ist, dass als aller erstes der Aufzugsrotor bzw. genauer gesagt das Rotorlager dazu neigt, Schaden zu nehmen.

Diese Theorie zufolge müsste doch eine Uhr mit Handaufzug weitaus robuster sein. Stimmt das? Und wenn ja: wenn man die G-Kräfte noch bis ins unendliche Maß erhöhen würde, was wird denn als nächstes kaputt? Wie viel darf man denn einer Handaufzugsuhr zumuten?

Vielen Dank
 
Popocatepetl

Popocatepetl

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Diese Theorie zufolge müsste doch eine Uhr mit Handaufzug weitaus robuster sein. Stimmt das?
Da müßtest du dann schon zwei ansonsten gleiche Uhrwerke vergleichen.
Also z.B. ein 2824 mit Automatikgruppe und ein 2824 ohne. Dann sollte das 2824 ohne Automatik tatsächlich robuster sein.
Handaufzug alleine bedeutet nicht automatisch robuster.
 
johro

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Ich fahre viel Fahrrad und Motorrad, immer mit Automatik Uhren, hatte noch nie Probleme damit.
 
clocktime

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Bei guten Uhren macht es nichts, wenn Du mit ihnen auf dem Rad einen holpfigen Feldweg entlangratterst.
Certina hat sogar lange Zeit damit geworben, dass sie eine Automatik-Uhr in einen Puck eingeschweisst hatten, und anschliessend wurde mit diesem gespielt. Die Uhr überlebte. Ähnliche Tests wurden auch gemacht, indem eine Uhr aus grosser Höher runtergeworfen wurde. Auch das überlebte die Uhr.
Eine Automatik oder Handaufzugsuhr wird fast alles mitmachen. Ich habe früher zum Volleyball meine Automatik nicht abgelegt. Die Uhren haben auch dies problemlos überlebt.
Starke Magnetfelder mögen die meisten mechanischen Uhren nicht, aber dann muss die Uhr halt wieder entmagnetisiert werden - und gut ist.

Vielleicht für die Bedienung eines Presslufthammers dürfte es besser sein, die Uhr abzulegen. :hmm:
Ansonsten trage die Uhr, wo Du willst (und vom Arbeitgeber her darfst).
 
Tschassy

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Bei guten Uhren macht es nichts, wenn Du mit ihnen auf dem Rad einen holpfigen Feldweg entlangratterst.
(...)
Was meinst Du mit "gute Uhren"? Meinst Du "hochpreisig" oder "modern"?

Meine Vintage-Uhren (aus den 50ern) halte ich durchaus für qualitativ (sehr) gut, doch ich hätte Angst, sie grenzenlosem Rütteln und Poltern auszusetzen. Fürs Handwerk nehme ich sie lieber ab. Bin ich zu ängstlich?

Gruß, Bert
 
erpelstolz

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Was meinst Du mit "gute Uhren"? Meinst Du "hochpreisig" oder "modern"?

Meine Vintage-Uhren (aus den 50ern) halte ich durchaus für qualitativ (sehr) gut, doch ich hätte Angst, sie grenzenlosem Rütteln und Poltern auszusetzen. Fürs Handwerk nehme ich sie lieber ab. Bin ich zu ängstlich?

Gruß, Bert
also keine vintage Uhr beim Holzhacken? : )
 
revenger

revenger

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Bei der Betrachtung von Belastung einer Uhr am Arm wird regelmäßig übersehen, dass diese wie auf einem Gelkissen liegend gepolstert ist.

LG Henry
 
Frank0815

Frank0815

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Ich stelle mir das so vor, dass wo kein Bauteil, dieses auch nicht versagen kann 8-)
Somit schätze ich beispielsweise eine Handaufzuguhr als praktisch durchaus robuster als eine Automatik vor.
Bisher habe ich lediglich eine SKX Seiko und eine Vostok Amphibia sehr stark und dauerhaft über Wochen durch das Tragen bei handwerklichen Tätigkeiten
(Bohrhammer, Manuelles Putz-, und Beton abschlagen etc. im Zuge eines Umbaus, üble Stosseinwirkung) beansprucht.
Ergebnis: Keine hat total versagt :super: Bei der BOCTOK waren die Gangwerte vorübergehend schlechter. Die Seiko eher stoisch.

Habe mal gelesen, dass diese Poljot Armbandwecker wohl zu den widerstandsfähigsten Kalibern gehören sollen :hmm:
 
erpelstolz

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Ich stelle mir das so vor, dass wo kein Bauteil, dieses auch nicht versagen kann 8-)
Somit schätze ich beispielsweise eine Handaufzuguhr als praktisch durchaus robuster als eine Automatik vor.
Bisher habe ich lediglich eine SKX Seiko und eine Vostok Amphibia sehr stark und dauerhaft über Wochen durch das Tragen bei handwerklichen Tätigkeiten
(Bohrhammer, Manuelles Putz-, und Beton abschlagen etc. im Zuge eines Umbaus, üble Stosseinwirkung) beansprucht.
Ergebnis: Keine hat total versagt :super: Bei der BOCTOK waren die Gangwerte vorübergehend schlechter. Die Seiko eher stoisch.

Habe mal gelesen, dass diese Poljot Armbandwecker wohl zu den widerstandsfähigsten Kalibern gehören sollen :hmm:
Hab auch eine BOCTOK und mit der würde ich auch alles machen, aber mit meinen teureren würde ich das irgendwie nicht machen. Da habe ich doch zu viel Angst sie kaputt zu machen.
 
clocktime

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Was meinst Du mit "gute Uhren"? Meinst Du "hochpreisig" oder "modern"?

Meine Vintage-Uhren (aus den 50ern) halte ich durchaus für qualitativ (sehr) gut, doch ich hätte Angst, sie grenzenlosem Rütteln und Poltern auszusetzen. Fürs Handwerk nehme ich sie lieber ab. Bin ich zu ängstlich?
Weder hochpreisig noch zwingend modern. Mit meinen Uhren würde ich es machen. Auch meine damalige Citizen mit Miyota-Kaliber ist problemlos. Sie funktioniert heute noch - ohne Wartung.
also keine vintage Uhr beim Holzhacken? : )
Also eine Uhr aus den 50ern - da wäre ich tatsächlich etwas (!) vorsichtig, aber @revenger hat das Wesentliche erkannt:
Bei der Betrachtung von Belastung einer Uhr am Arm wird regelmäßig übersehen, dass diese wie auf einem Gelkissen liegend gepolstert ist.
Genau richtig.

Hab auch eine BOCTOK und mit der würde ich auch alles machen, aber mit meinen teureren würde ich das irgendwie nicht machen. Da habe ich doch zu viel Angst sie kaputt zu machen.
Dann schliesse die Uhren in einen Tresor und freue Dich, dass Du etwas völlig neuwertiges an Deine Nachwelt weitergibst.
Spass beiseite, Presslufthammer (und meinetwegen Schlagbohren) sind sicher nicht optimal, aber alles andere - warum nicht?
 
erpelstolz

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Weder hochpreisig noch zwingend modern. Mit meinen Uhren würde ich es machen. Auch meine damalige Citizen mit Miyota-Kaliber ist problemlos. Sie funktioniert heute noch - ohne Wartung.

Also eine Uhr aus den 50ern - da wäre ich tatsächlich etwas (!) vorsichtig, aber @revenger hat das Wesentliche erkannt:

Genau richtig.


Dann schliesse die Uhren in einen Tresor und freue Dich, dass Du etwas völlig neuwertiges an Deine Nachwelt weitergibst.
Spass beiseite, Presslufthammer (und meinetwegen Schlagbohren) sind sicher nicht optimal, aber alles andere - warum nicht?
O. k. interessant. Ich nehme mir das auf jeden Fall zu Herzen. Hätte nie gedacht, dass sich einmal derjenige bin der zu vorsichtig ist.
 
Tschassy

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Bei der Betrachtung von Belastung einer Uhr am Arm wird regelmäßig übersehen, dass diese wie auf einem Gelkissen liegend gepolstert ist.

LG Henry
Na, wenn ich mit einem Handgerät gegen die Uhr oder mit der Uhr gegen die Werkbank stoße, und dabei mein Handgelenk (Haut und Knochen) anschaue ...

JungVint_05.jpg

... dann kann von einem Gelkissen keine Rede sein.

Gruß, Bert
 
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