Stimmt?

Diskutiere Stimmt? im Uhrencafé Forum im Bereich Uhren-Forum; Trotz meine geringere deutschkentnisse, werde ich versuchen zu erklären was ich meine und euch bitten es zu bestätigen oder zu verneinen: Also...
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goldie

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Trotz meine geringere deutschkentnisse, werde ich versuchen zu erklären was ich meine und euch bitten es zu bestätigen oder zu verneinen:
Also:
hier (http://www.christophlorenz.de/watch/movements/eta_2651.php) habe ich die meiste Uhrwerke gefunden. Manche von denen sind in 2 oder mehrere Uhren verwendet. (z.B Unitas 5325 wird in Omikron genauso wie in Darwil in den 60 ger Jahre verwendet). Natürlich signiert von jeweiligen Firmen, aber das gleiche Werk.

Bei den Luxuswerken (Breitling, Rolex, Lange& Söhne ua.) habe ich nur Werke aus eigene "produktion" gefunden. Also, ein Uhrwerk in einer Rolex ist nur dort zu finden und in keine andere Uhrmarke.

Habe ich es richtig nachvollzieht? Ist es ein Merkmal für ein Luxuswerk?


Danke
 
Chronos

Chronos

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Hallo goldie,

Du hast es richtig nachvollzogen.

Das beste was Uhrenhersteller bieten können sind eigene, selbst entwickelte Kaliber. Dann wird aus der Firma eine Manufaktur.
Man spricht dann auch von Manufakturwerken.

Viele Uhrenhersteller haben nicht das Geld, nicht das Know How oder nicht das wirtschaftliche Interesse um eigene Kaliber (Uhrwerke) zu entwickeln. Da ETA aber eine grosse Bandbreite an Rohuhrwerken anbietet, werden diese eingekauft und bei Bedarf veredelt. ( Genfer Streifenschliff, Perlagen, Schwanenhalsfeinregulierung etc.)

Es ist also richtig, wenn Du dann von Luxuswerken sprichst.

Rolex z.B. verwendet darüber hinaus auch noch eigene Metall- & Goldlegierungen die nur in Rolexuhren zu finden sind.
 
Treets

Treets

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Hi Goldie!

Ganz so kann man es nicht sehen. Es gibt durchaus luxuriöse und teure Marken, die sich ein Werk zukaufen. In erster Linie werden Werke der schweizer Firma ETA verbaut. So tickt das legendäre (und hochwertige) Werk ETA/Valjoux 7750 in Uhren unter 500 EUR - und auch in teuen Luxusuhren wie Omega oder Breitling (ggf. in leicht modifizierter Form).
Somit mag ein eigenes Werk in der heutigen Zeit durchaus eine gewisse Exklusivität bedeuten, es sagt aber noch nichts über die Qualität der Uhr bzw. ihren Wert aus. Die Firma Revue Thommen stellt meines Wissens eigene Werke her, die in Uhren der 2.000 EUR-Klasse verbaut werden. ETA-Werke findet man auch noch in Uhren der 10.000 EUR-Klasse.

Bei Vintage-Uhren ist meines Wissens die Zahl der Manufaktur-Kaliber (= eigenen Werke) noch größer, da früher mehr Firmen eigene Werke hergestellt und verbaut haben. Aber ich denke, dass es auch damals schon Hersteller hochwertiger Werke gab, die in Uhren der verschiedenen Hersteller verbaut wurden.

Ein verbautes Standardwerk muss also nichts Schlechtes sein!!!

Viele Grüße
Treets
 
BBouvier

BBouvier

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So ists, Treets!

Und Dank Dir für die Auffrischung früher mal
angelesenen Wissens!

Gruss,
BB
 
B

Buteo

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goldie schrieb:
Bei den Luxuswerken (Breitling, Rolex, Lange& Söhne ua.) habe ich nur Werke aus eigene "produktion" gefunden. Also, ein Uhrwerk in einer Rolex ist nur dort zu finden und in keine andere Uhrmarke.
In alten Panerais sind auch Rolex-Kaliber zu finden 8)


Chronos schrieb:
Das beste was Uhrenhersteller bieten können sind eigene, selbst entwickelte Kaliber. Dann wird aus der Firma eine Manufaktur.
Man spricht dann auch von Manufakturwerken.
Klassische Manufaktur hat einen Anteil Handarbeit dabei ... Rolex ist also ein Indoor-Produzent. Die Werke und die meisten Standard-Modelle kommen höchstens zur Endkontrolle in menschliche Hände. Der Rest erfolgt vollautomatisch. Ähnlich auch bei Breitling usw.
Selbst die günstigen Linien von Lange, GO, AP sind stark automatisiert.

Breguet, Vacheron, die teuren Linien von Lange ... da ist schon ziemlich Manufaktur im wörtlichen Sinne drinn ...

Aber inzwischen ist Manufaktur ein Kunstbegriff geworden. Praktisch jeder Hersteller biegt sich den Begriff zurecht wie er ihn braucht ...
 
mecaline

mecaline

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Aber inzwischen ist Manufaktur ein Kunstbegriff geworden. Praktisch jeder Hersteller biegt sich den Begriff zurecht wie er ihn braucht ...
Und genau das ist dann für den Uhrenneuling ein Problem. Wie wertig ist das Werk denn?

Ist ein Rolex Eigenbau "mehr Wert" als z.B. ein hochwertiges ETA mit Zertifikat und vielleicht noch einem extra konstruiertem Modul?

Es ist rein vom Werk her schwierig, die Exklusivität zu bestimmen. Manche finden es in Ordnung, ein "einfaches" ETA-Werk in einer Panerai- Zweizeigeruhr für 3000 EUR zu verbauen, andere nicht. Meine BWC hat ein ETA 2824-2 für unter 200 EUR, die Breitling Colt ein "besseres" 2824-2 für ca. 1.500 EUR.
 
B

Buteo

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Es gibt eine Luxusuhr für zigtausend Euros die andauernd in der Werkstatt ist. Und dann gibts eine chinesische Billiguhr die 10 Jahre ohne Service brav ihren Dienst verrichtet.
Welche ist jetzt die gute und welche die schlechte Uhr ... pauschale Aussagen kann man nicht machen.

Rationell kann man ab einen bestimmten Preisbereich eh nicht mehr sagen "die ist besser". Ich werde hier im Forum auch nie anfangen "die Rolex ist besser und XYZ ist Kacke" wie es in anderen Foren immer ist. Die sogenannten Glaubenskriege.

Aber ich verteidige meine Rolexe auf Teufel komm raus ... ganz einfach weil ich seit 20 Jahren nie auch nur Ansatzweise ein Problem mit meinen Uhren hatte. Gar nix, kein noch so kleines Problemchen ...
Und meine Begeisterung tu ich eben Kund :-D
 
DocThor

DocThor

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...und ne Seiko 5 hat ein Manufakturkaliber für deutlich unter 100€ 8)
 
B

Buteo

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Seiko ist für mich, wie Rolex, bei den günstigen Linien Indoor-Produzent.

Unter Manufaktur sehe ich was anderes: die Teile werden von Maschinen vorgefertigt. Die Verfeinerung und den Zusammenbau macht ein gelernter Uhrmacher mit einigen Helfern. Dass solche Manufaktur-Uhren, wie ich den Begriff sehe, selten unter 100.000 EUR zu finden sind, dürfte klar sein.

Aber der Begriff ist inzwischen eben ein Gummiband, kann man ziehen wie man will. Wenn man genügend zieht ist jede Uhrenmarke Manufaktur. Und deshalb ist der Begriff für mich uninteressant bzw. wertlos.
 
DocThor

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hmmm...also bei dem Begriff Manufaktur halte ich mich daran was ich so ca. 1994 im Uhrenmagazin dazu gelesen habe (vorher habe ich mit diesem Begriff nicht wirklich viel anfangen können).
Als Manufakturwerk wird ein Werk bezeichnet welches beim Hersteller und Anbieter der Uhr entwickelt, gefertigt und eingeschalt wurde. Ob nun "von Hand" oder maschinell...da wurde kein Unterschied gemacht, allerdings habe ich im Uhrenmagazin zu damaligen Zeiten auch nicht ein einziges mal irgendwas von Seiko und Co. gelesen, somit bezog sich die Beschreibung auf Rolex, Patek und Consorten.
 
B

Buteo

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Wie schon gesagt - den Begriff kann man dehnen wie man will ...

Für mich ist Rolex keine Manufaktur, weil die Werke und der allergrößte Teil der Uhren vollautomatisch von Robotern zusammengeschraubt werden. Ähnlich technisiert ist nur noch Swatch und eben Seiko. Auch hier werden, wie bei Rolex, selbst die Kontrollen (übrigens auf hundertstel Millimeter! 40 Kontrollpunkte bei Gehäusen!) von High-Tech-Maschinen erledigt :-D

Und das ist auch gut so ... ich würde keine Uhr für 100 oder auch für 4.000 EUR besitzen wollen, die irgendein Arbeiter für 7,50 EUR Stundenlohn zusammenkleistert ...
 
Chronos

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Um die reine Begrifflichkeit einer Manufaktur mal zu erklären; egal ob von Hand oder per Maschinenpark hergestellt:

Als Uhrenmanufaktur werden Hersteller mechanischer Armbanduhren bezeichnet, die sowohl das Uhrwerk als auch alle weiteren wesentlichen Teile einer Armbanduhr selbst herstellen.

Im Unterschied zu Uhrenmanufakturen stattet ein wesentlicher Teil der Hersteller mechanischer Armbanduhren ihre Produkte mit Uhrwerken anderer Hersteller, wie z.B. ETA, aus. Der Begriff Uhrenmanufaktur stellt deshalb eine exklusive Auslese unter den zahlreichen Anbietern dar und ist folglich sehr begehrt und wird aus Werbegründen gerne von Herstellern beansprucht.

Streng genommen lassen sich aber nur wenige Hersteller als echte Uhrenmanufaktur bezeichnen. Dazu gehören: Audemars Piguet, Girard-Perregaux, Glashütter Uhrenbetrieb, Jaeger-LeCoultre, A. Lange & Söhne, Minerva, Nomos , Patek Philippe, Piaget, Roger Dubuis, Rolex, Vacheron Constantin, Zenith,Eberhard & Co was allerdings nicht bedeutet, dass alle von diesen Häusern angebotenen Modelle mit eigenen Uhrwerken ausgestattet sind.

Mit Einschränkungen können auch folgende Hersteller als Uhrenmanufakturen bezeichnet werden, d.h. die Firmen verfügen zwar auch über eigene Werke, statten aber einen erheblichen Teil ihrer Modelle mit Werken anderer Hersteller aus: Blancpain, Breitling, Chopard, International Watch Company (IWC), Universal Genève, Maurice Lacroix, Omega.

Von „http://de.wikipedia.org/wiki/Uhrenmanufaktur“


Und ob nun Uhren ohne Manufakturkaliber schlechter sind als mit Manufakturkaliber, war nicht die Frage von goldie.

Ihm/Ihr ??? ist nur aufgefallen, das viele Hersteller sich aus dem Pool von Rohuhrwerken bedienen, andere aber ihre ganz eigenen Kaliber benutzen. Bis auf die modifizierten Werke aus Fremdherstellung, die auch in Oberklasse-Uhren verbaut werden, liegt goldie mit seiner Erkenntnis richtig.
 
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Buteo

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Und ich nenne sowas Indoor-Hersteller.

Denn streng genommen müsste dann Seiko auch auf die Liste. Mehr Manufaktur als Seiko geht dann nicht - denn selbst Rolex, Lange, AP, PP etc. beziehen Kleinteile wie Federn von ETA ... Eigenproduktion lohnt bei so Cent-Beträgen nicht.
Was Seiko nicht macht, die stellen die in eigenen Fabriken her :-D
 
B

Buteo

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Sei doch froh ... sonst würden sie auch ab 4.000 EUR kosten :wink:
 
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DL2SSR

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Hallo,

nach den Ausführungen hier zu diesem Thema wird es doch wieder ganz deutlich: Wer Rolex, Breitling und Co. kauft, ist selber schuld...


Grüßle

Jörg
 
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Buteo

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Warum?
Sie sind Top-Uhren ... ich bin seit 20 Jahren hochzufriedener Rolex-Kunde und will nix anderes mehr :wink:
 
Frank78

Frank78

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Düsseldorf - gebürtig im Bayerwald
So spricht ein zufriedener Kunde.

Selbst schuld ist doch ok, man kauft sich seine Uhr ja nicht, damit sie anderen gefällt. Selbst muß sie einem gefallen!

Wenn ichs mir leisten könnte 4 k für ne Uhr zu geben, dann wäre die erste meiner Wahl auch ne Lex und die nächste ne Spring Drive ;)
 
D

DL2SSR

Gast
Klar Buteo,


sind das sicherlich klasse Uhren, aber eben ihren Preis nicht wirklich Wert.
Was natürlich auch für andere, überteuerte Konsumgüter gilt.



Grüßle

Jörg
 
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