Steinhart Ocean Vintage GMT (neues Modell) vs. Sennheiser HE 1

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Sir Unreal

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Wer würde nicht gerne ...
[ ] die teuerste Uhr tragen,
[ ] das schnellste Auto fahren,
[ ] in der prunkvollsten Villa übernachten,
[ ] das leckerste Essen essen,
[ ] die teuersten Schuhe tragen,
[ ] auf der einsamsten Insel urlauben,
[ ] die schönste Frau küssen oder
[x] den besten Kopfhörer hören?

Die Steinhart Ocean Vintage GMT (neues Modell) zu Gast in der Wedemark bei Hannover


Das ist die Geschichte einer Uhr - ist es überhaupt die Geschichte einer Uhr? - die keinen Anfang hatte. Viele Vorstellungen beginnen damit, dass ein Uhrenfan auf der Suche nach einer bestimmten Uhr ist oder auf der Suche nach einem bestimmten Typ Uhr. Der Weg führt ihn nach A über B nach C zurück nach B an C vorbei nach D. Das ganze drei Mal vor und zwei Mal zurück. Ihr kennt das. Die Geschichte der Steinhart Ocean Vintage GMT beginnt nirgends. Sie war auf einmal da. Als Objekt der Begierde, weil keine andere Uhr in Sicht und das Budget dafür aufgrund von Weihnachtsgeld vorhanden war. Meine einzige "richtige" Uhr ist eine Tudor Pelagos in blau. Gerne hätte ich eine zweite richtige Uhr gehabt neben meinen nicht minder schönen und wertigen Uhren wie Stowa Flieger und Steinhart Ocean One Red. Aber nach ein paar Jahren des Uhrenfreakseins weiß man, dass die Liebe auf den ersten Internet-Blick meist einer Livebetrachtung nicht lange standhält. Dieser Erkenntnis folgten ein paar Besuche bei Konzessionären und Uhrforum-Stammtischen. Am Handgelenk hatte ich diverse Patek Philippe, Audemars Piguet, Vacheron Constantin (dank Günters Vorstellung), viele Rolex, Blancpain, Grand Seiko, Omega, Nomos. Es ging dabei nicht darum, mir eine Uhr in jenen Preis-Sphären zu suchen, sondern darum, dass ein Freund insbesondere die ersten drei genannten Marken näher ins Auge fasste. Für mich war es eine Bereicherung, die Qualitätsunterschiede im Vergleich zu Uhren im bezahlbaren Bereich - die Unschärfe dieser Formulierung mal außer Acht gelassen - zu begutachten. Ich beobachtete also die Webseite von Steinhart ob der Verfügbarkeit des überarbeiteten Modells. Im Allgemeinen reizte mich an der Uhr die gebürstete Stahllünette, das schwarze, aufgeräumte Zifferblatt, die gut ablesbaren Zeiger und im Besonderen die im November 2017 durchgeführte Anpassung der Lume von grünlich-weiß auf gelb, so wie es das Gnomon-Sondermodell bereits vorweggenommen hatte. Kaum war die Uhr verfügbar - nachdem sie direkt nach dem Erscheinen für einige Tage ausverkauft war - hatte ich sie bestellt. Was haben nun Patek Philippe, Audemars Piguet & Co. mit der Geschichte der Steinhart zu tun? Während des Wartens auf die Steinhart traf ich mich mit Freunden an einem Mittwoch in einer kleinen, gemütlichen Bar/Kneipe im Zentrum von Hannover. Über Uhren spreche ich mit den Jungs nicht all zu viel, aber meines Hobbys sind sie sich bewusst. Ich saß neben einem Arbeitskollegen eines Freundes, der irgendwie das Uhrenthema aufschnappte und wir sprachen über Uhren. Auch wenn er in der Welt nicht zu Hause war, sprachen wir darüber und kamen von mechanischen Uhren über diverse Uhrenmarken zu schweizer Nobelmarken wie Patek Philippe und Audemars Piguet. Da hatte mein Gesprächspartner Erfahrungen auf schweizer Messen, zum Beispiel auf der "Art Basel", gesammelt. Wir sprachen über Luxus und über das Ranking von Messen, das dadurch gemessen wird, wie viele Besucher mit Privatflugzeug anreisen. Hat das noch was mit Luxus zu tun? Können solche superreichen Menschen überhaupt noch den Luxus genießen, den sie sich leisten? Er berichtete mir von Interessenten, die sich blind - oder vielmehr ungehört - das beste und teuerste Gerät auf dem Markt kaufen, weil es eben das beste und teuerste Gerät ist. In einem Fall wollte der Interessent gleich vier Geräte kaufen. Hoch lebe der Kapitalismus!

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Diejenigen unter euch, die die kleine Stadt Wedemark einordnen können und meiner Vorstellung bis hierher gefolgt sind, wussten sicherlich trefflich, dass ich von Sennheiser spreche. Das beste und teuerste Gerät ist in diesem Fall ein Kopfhörer. Ich fragte meinen Gesprächspartner, ob man denn diesen Kopfhörer mal probehören könnte. Ich bin bei solchen Möglichkeiten recht forsch, denn fragen kostet nichts. Außerdem zeigt die Zu- oder Absage zu so einer Möglichkeit auch, wie ein Unternehmen zu seinen Kunden steht. Okay, Kunde werde ich bezogen auf diesen Kopfhörer sicherlich nie werden. Seine Antwort war kurz und knapp: "Das ist absolut kein Problem." Ich könne einfach spontan auf einen Kaffee vorbeikommen und natürlich auch jemanden mitbringen.

Am darauffolgenden Tag trudelte von Steinhart auch schon die Versandbestätigung ein und ich klickte neugierig auf die Webseite von Sennheiser, was es mit dem Kopfhörer denn auf sich habe. Ich hatte noch in schwacher Erinnerung, dass da im vergangenen Jahr was rausgebracht wurde und hatte auch einen kurzen Testbericht gelesen, aber Details waren nicht mehr präsent. Nun kam die Idee auf, man könne die Steinhart einfach mitnehmen, dort hoffentlich halbwegs sinnvoll positionieren und mit der mitgebrachten Kamera ein paar tolle Fotos machen. Ein lichtstarkes Objektiv wäre sinnvoll. Denn wer Musik mit guter Technik hören soll, wird sicherlich nicht in lichtüberflutete Räume gebeten. Da hat sich in Gedanken schon der Fotograf in den Vordergrund gedrängt. Nach den tollen Uhrvorstellungen aus diesem Jahr (drei Orient, eine Breitling, eine Seiko von Splitfire73, Casio MR-G von Horologist, Vacheron Constantin von Pro One), die ja nun wirklich nicht mehr zu toppen sind, wollte ich mich zumindest mit dieser schrägen Idee auch zu Schrift und Wort melden. Eine Uhr, die bis auf minimale Uhrwerksgeräusche keinen Laut von sich gibt, trifft auf einen Kopfhörer, bei dem der Hörer sich Zeit nehmen sollte. Ja, ich geb es zu, ist ein wenig konstruiert, aber ich glaubte, dass das auf den Fotos bestimmt gut ausschauen müsste.

Nun war fast der Tag gekommen. Morgen geht's in die Wedemark. Wie bereitet man sich am besten darauf vor? Nun, die Steinhart war seit anderthalb Wochen durchgehend an meinem Handgelenk, d.h. das Stahlarmband hatte die richtige Länge, der Vorlauf von rund +8 bis +9 Sekunden pro Tag war ausgelotet und wurde zwischenzeitlich korrigiert. Anfangs war ich überrascht, dass das Zifferblatt dunkelgrau und nicht schwarz ist, wie es die Fotos auf der Steinhart-Homepage vermuten lassen. Mir gefiel die Uhr jeden Tag besser. Die gleichmäßig gebürstete Stahllünette passt perfekt zum allseits bekannten Stahlarmband. Die Ablesbarkeit der Zeiger ist super, wobei man sich ein wenig an die Indizes gewöhnen muss, die innen in den üblichen 5-Minuten-Schritten abzulesen sind, außen allerdings die Striche auf der Lünette fortführen, die die ungeraden Stunden darstellen. Steht nun der Minutenzeiger einem "GMT-Index" gegenüber, könnte man daran Minuten à la 7,5 oder 12,5 ablesen. Ist natürlich sinnfrei, darf man sich folglich nicht angewöhnen. Vorbild der Steinhart ist übrigens die Rolex Oyster Perpetual Date Explorer II Ref. 1655, die von 1971 bis 1984 produziert wurde. Das Modell damals trug ein Plexiglas und eine Datumslupe. Beides hat die Steinhart nicht. Ab 1985 folgte dann die Ref. 16550, die das bis heute bekannte Zifferblattdesign der Explorer II trug.

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Technische Daten "Steinhart Ocean Vintage GMT"

Uhrwerk: ETA 2893-2 Elaboré mit zweiter Zeitzone, 21 Rubinlagersteine, Sekundenstopp
Frequenz: 28.800 A/h
Gangreserve: ca. 42 Stunden
Gehäuse: Edelstahl 316L
Größe: Durchmesser 42 mm, Gesamthöhe 14,0 mm
Gewicht: 200 g
Bandanstoßbreite: 22 mm
Glas: Saphirglas gewölbt, Innenseite zweifach entspiegelt
Lünette: Edelstahl
Gehäuseboden: Edelstahl 316L verschraubt
Wasserdicht bis 30 ATM, verschraubte Krone
Zifferblatt und Zeiger: Leuchtmasse "Super Luminova old radium"
Armband: Edelstahl 22 mm auf 18 mm verjüngend, Bandglieder verschraubt

Die Steinhart musste also für morgen nur am Handgelenk sein. Aber wie bereitet man sich auf den besten Kopfhörer der Welt vor? Um einen Kopfhörer am besten beurteilen zu können, braucht man Musik, die man gut kennt und in einer Qualität, die sich vom üblichen MP3-Format abhebt. Also das iPhone vom Bruder mit verlustfreier und eben bekannter Musik befüllt und jene Musik vorher noch mal an dem besten, im Haushalt verfügbaren Kopfhörer - ein Beyerdynamic DT 770 Pro 250 Ohm - probegehört. Dabei festgestellt, dass die abgelegten MP3-Dateien trotz hoher Bitrate vereinzelt scheußlich anzuhören sind. Tja, was ich an einem nicht gänzlich billigen Stereosystem doch so alles überhört hatte bisher. Ich gebe zu, ich bin kein häufiger Hifi-Genießer am Kopfhörer. Aber das sprach dafür die favorisierte Musik, wie eingangs erwähnt, im verlustfreien Format abzulegen. Wichtig erschien es uns auch, dass wir vor Ort nicht mit technischen Inkompatibilitäten konfrontiert werden würden. Also Adapter für Lightning auf USB eingepackt. Dazu einen Laptop bereitgelegt, mit der Möglichkeit von 3,5 mm Klinke auf 3,5 mm Klinke zu gehen. Für den Notfall einen USB-Stick mit der Musik in MP3-Format bei maximaler Bitrate eingepackt - und auch ein paar Audio-CDs, falls wirklich gar nichts funktioniert. Das waren grob drei bis vier Stunden Vorbereitungszeit. Für die Steinhart und den HE 1 dann noch weitere fünf Vorbereitungsminuten investiert, indem ich Akku- und Speicherstand meiner Systemkamera geprüft und das Festbrennweitenobjektiv (30 mm x Cropfaktor 1,5) auf Blendenvorwahl 2.0 eingestellt habe. Dateiformat ist unverändertes Jpeg bei ISO 800 (keine Lust auf Bildnachbearbeitung, das hatte ich dieses Jahr zur Genüge).

Bei Sennheiser angekommen, wurden wir zuerst herumgeführt. In einer Vitrine gab es einige alte Mikrofone zu sehen. Prominentestes Mikrofon ist das abgebildete, das von Prince verwendet und später Sennheiser zur Verfügung gestellt wurde.

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Es gab für Sennheiser sogar einen Oscar.

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Den Vorgänger "Orpheus" von 1991 - damals zu einem Preis von 20.000 DM zu kaufen gewesen - gibt es auch zu sehen. Es wurden aber nur 300 Stück gebaut.

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Johnny Depp hat Sennheiser seine E-Gitarre überlassen.

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Dann ging es in die heilige Halle. Also in den heiligen Raum. Ein kleiner Raum mit etwa vier Quadratmetern.

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Sennheiser schreibt zum HE 1:
"Sennheiser HE 1’ atemberaubendes Design lässt Form mit Funktion verschmelzen. Sein Verstärker thront auf einem Gehäuse aus Glas und einem Block aus massivem Carrara-Marmor. Dieser luxuriöse Naturstein - berühmt durch Michelangelos Skulpturen aus der Renaissance - besticht nicht nur durch seine Schönheit, er ist auch ein wirksamer Schutz gegen Körperschall. Zu Sennheiser HE 1’ beeindruckender Optik tragen zudem die Bedienungselemente bei. Sie sind besonders sorgfältig und in höchster Qualität gefertigt. Jeder Regler wird aus massivem Messing gedreht und anschließend verchromt. Hier ist Musik zu Design geworden."

Der Marmorblock - wahlweise auch in schwarz oder wer liebt fragt und mit den notwendigen Scheinen wedelt, bekommt diesen in jeder Wunschfarbe - steht zusätzlich auf Schwingungsdämpfern. In den Ohrmuscheln aus massivem Aluminium befinden sich Hochspannungsverstärker, womit der kapazitative Widerstand des Kabels eliminiert wird. Der Wirkungsgrad ist dadurch drei Mal so hoch im Vergleich zu anderen Highend-Kopfhörern. Die Membrane sind platinbedampft und nur 0,0024 Millimeter (2,4 µm) dünn. Die Vakuumröhren des Verstärkers versorgen den Kopfhörer mit 800 Volt und die LEDs an der Unterseite der Vakuumröhren erzeugen den Eindruck, als würden die Spannungswandler glimmen. Von den acht Röhren werden übrigens nur sechs benötigt, zwei dürften ausfallen. Das gibt dem Sennheiser-Austauschservice ein paar Tage Puffer. Das ganze System besteht aus mehr als 6.000 Einzelteilen. Zwei technische Daten möchte ich euch nicht vorenthalten: der Klirrfaktor liegt bei 0,01 Prozent bei einem Schalldruckpegel von 100 Dezibel. Der Frequenzbereich startet bei 8 Hertz und endet bei 100 Kilohertz. Damit werden die 28.800 Hertz der Steinhart Ocean Vintage GMT deutlich übertroffen. Der Klirr-Faktor bei einem Falldruckpegel von 100 cm liegt vermutlich aber auch nur bei wenigen Prozent. Welchen Widerstand in Ohm hat eigentlich der HE 1? Das hätte ich noch gerne mit dem Wasserwiderstand von 30 ATM der Steinhart verglichen.

Der HE 1 lässt sich durch Druck auf den großen runden Regler einschalten. Was dann folgt, ist Spielerei. Und zwar ganz tolle Spielerei. Die Regler fahren sich langsam aus, die acht Vakuumröhren fahren langsam hoch und zum Schluss öffnet sich die Glasscheibe, hinter der sich der Kopfhörer verbirgt.

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Neben dem HE 1 steht ein CD-Player von T+A.

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Darin befindet sich eine von Sennheiser zusammengestellte Test-CD. Wir lauschen ersten Klängen von "Hotel California" und Songs von Pink Floyd. Klingen gut. Die anderen Songs zum Beispiel von Tina Dico ebenso.
Zwischendurch bekommt die Steinhart ihre Bühne und präsentiert sich von allen Seiten.

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Sir Unreal

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Nun wollen wir unsere Musik hören. Es passt natürlich nichts zueinander. War ja klar. Das iPhone gibt keine Musik über USB aus. Einen Eingang für 3,5 mm Klinke finden wir weder am T+A noch am HE 1. Der USB-Stick will am T+A auch partout an beiden Eingängen nicht erkannt werden. Bluetooth? Neumodisches Zeugs. Ja, schade Schokolade. Also die Audio-CDs rausgeholt. Alben von Maria Mena. Ich mag die junge Dame aus Oslo. Für die Liveauftritte ihrer Band als auch die Datenträger gilt ausnahmslos, dass der Klang in meinen Ohren einwandfrei ist. Sehr klar, fehlerfrei und ganz dicht am Mikrofon. Anders kann man das nicht erklären. Ich muss aber auch zugeben, dass eine spätere Kostprobe der offenen Highend-Kopfhörer HD 650, HD 700 und HD 800 mit eigenem Vorverstärker sich fantastisch und klar anhören. Wie auch immer - "Growing Pains" von Maria Mena auf dem HE 1 auf dreiviertel Lautstärke aufgedreht, den auch bei hohem Pegel akustisch weltmeisterlichen Klang für ein paar Minuten genossen und dabei den Dialog meiner Gesprächspartner um eine Störkomponente bereichert.

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Zum Schluss durfte die Steinhart noch an das Handgelenk meines Bruders und in die Kopfhörer-Box für weitere Fotoaufnahmen.

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Nun soll unser Date mit dem HE 1 sich dem Ende neigen. Es war ein toller Event mit dem besten Kopfhörer der Welt. Uns wurde noch berichtet von einem Dirigenten, der den HE 1 nach einer Stunde wütend vom Kopf nahm und wieder nach Hause fuhr, weil er seine mitgebrachte Klassikkomposition neu mastern musste. Der HE 1 soll jedes akustische Detail schonungslos offenlegen. Ich fand die visuelle und akustische Darstellung beeindruckend, muss aber zugeben, dass ich sicherlich Schwierigkeiten hätte, diesen von anderen Highend-Kopfhörern zu unterscheiden. Außerdem gibt es nicht den perfekten Kopfhörer, sondern nur den perfekten Kopfhörer für das jeweilige Einsatzgebiet. Ach ja, es muss natürlich noch ein Preisvergleich erwähnt werden, wo - welch Überraschung - der HE 1 knapp den Kürzeren zieht: Steinhart Ocean Vintage GMT: 490 € inkl. MWSt / Sennheiser HE 1: 55.000 € zzgl. MWSt.

Wir werden dann nett verabschiedet, schauen und hören uns im Verkaufsraum noch ein paar Kopfhörer an, die Steinhart wird wieder auf die korrekte Uhrzeit eingestellt (traue keinem Foto, das du nicht selbst gestellt hast) und wir begeben uns auf den Heimweg. Danke Sennheiser. Und Danke natürlich auch an meine Steinhart, aber die kommt ja mit und muss nicht hier bleiben.
 

majetco

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Wirklich cool, die Qualität vom Gehäuse der Steinhart beeindruckt mich (inkl. Lünette), das ZB nicht ganz so.
 

ticka

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Tolle Vorstellung und tolle Uhr! Ich hatte mal die "alte" Version und frage Dich, wie sich das neue 22-18 Band trägt? Kannst Du es mit dem "alten" 22-22 vergleichen?
 

RHEINPFEIL

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Schöner Beitrag, fragt sich wo der Unterschied zwischen alt und neu ist, da muss ich gleich mal bei meiner schauen, welche ich habe.
Jedenfalls ging bei meiner nach ca. einem halben Jahr schon die Farbe der Indizes von der Lünette teilweise flöten, ich habe die Uhr dann eingeschickt und bekam sie nach 6 Wochen zurück.
Bisher hält die Farbe, allerdings ziehe ich meine Uhren mittlerweile zum Duschen immer aus.

Hinsichtlich der Ablesbarkeit ist sie auf jeden Fall ganz vorne mit dabei, da kommt nicht viel mit.
Im Dunkeln in der Liga Tudor Pelagos (die ich auch besitze) und Seiko Marinemaster.

Ganggenauigkeit ist ETA mäßig gut, zwar kein Chronometer, könnte man aber nach dem Einlaufen sicher gut einstellen.

Ich habe mal meine MarcelloC Nettuno3 zum Service gegeben, die kam mit +-1 sek zurück, da war sie schon 7 Jahre alt.

Viel Spass damit
 
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TonyM

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Tolle Vorstellung - mit großem Interesse gelesen weil ich....

a) seit Samstag auch Besitzer meiner ersten Steini bin die dann direkt auch noch eine OVGMT ist und
b) weil ich auf der CanJam (als sie noch in Essen gastierte) sowohl den HE-1 als auch den Orpheus schon hören durfte....beide wirklich großartig und gerade der HE-1 wohl eher eine Machbarkeitsdemonstration, aber warum nicht 8-)

Grüße
 

Sir Unreal

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Boah !!! Coole Vorstellung !!!
Danke dir. Cool sollte sie werden. ;)

Wirklich cool, die Qualität vom Gehäuse der Steinhart beeindruckt mich (inkl. Lünette), das ZB nicht ganz so.
Ja, wirklich sehr toll verarbeitet. Das Zifferblatt find ich aber auch klasse - speziell jetzt mit dem Vintage-Lume, ist natürlich Geschmackssache.

Sehr schöne Vorstellung...und mich als audiophilen Fanboy packt das gleich doppelt.
Danke dir. So war es gedacht.

Tolle Vorstellung und tolle Uhr! Ich hatte mal die "alte" Version und frage Dich, wie sich das neue 22-18 Band trägt? Kannst Du es mit dem "alten" 22-22 vergleichen?
Danke dir. Kann leider nicht vergleichen. Selbst meine Ocean Vintage Red, die etwa anderthalb Jahre alt ist, hat auch schon das 22/18er Band, musste ich die Tage feststellen, als ich das jungfräuliche Band im Keller angeschaut hab. Nichtsdestotrotz trägt sich das neue Band gut, eine Feinschnellverstellung wäre perfekt gewesen.

Schöner Beitrag, fragt sich wo der Unterschied zwischen alt und neu ist, da muss ich gleich mal bei meiner schauen, welche ich habe.
Jedenfalls ging bei meiner nach ca. einem halben Jahr schon die Farbe der Indizes von der Lünette teilweise flöten, ich habe die Uhr dann eingeschickt und bekam sie nach 6 Wochen zurück.
Bisher hält die Farbe, allerdings ziehe ich meine Uhren mittlerweile zum Duschen immer aus.

Hinsichtlich der Ablesbarkeit ist sie auf jeden Fall ganz vorne mit dabei, da kommt nicht viel mit.
Im Dunkeln in der Liga Tudor Pelagos (die ich auch besitze) und Seiko Marinemaster.

Ganggenauigkeit ist ETA mäßig gut, zwar kein Chronometer, könnte man aber nach dem Einlaufen sicher gut einstellen.

Ich habe mal meine MarcelloC Nettuno3 zum Service gegeben, die kam mit +-1 sek zurück, da war sie schon 7 Jahre alt.

Viel Spass damit
Danke auch dir. Ich werde verstärkt auf die Bedruckung der Lünette achten. Wobei sie kein Wasser abbekommt.

Ablesbarkeit wird mit der neuen Leuchtmasse deutlich schwächer sein. Wer wert darauf legt, muss aus dem Marktplatz noch schnell den Vorgänger ergattern.

Meine bisherigen Steinis liefen bei fantastischen +2s/d. Nach einem Monat schauen wir mal weiter. ;-)

Tolle Vorstellung - mit großem Interesse gelesen weil ich....

a) seit Samstag auch Besitzer meiner ersten Steini bin die dann direkt auch noch eine OVGMT ist und
b) weil ich auf der CanJam (als sie noch in Essen gastierte) sowohl den HE-1 als auch den Orpheus schon hören durfte....beide wirklich großartig und gerade der HE-1 wohl eher eine Machbarkeitsdemonstration, aber warum nicht 8-)

Grüße
Danke dir. Lustiger Zufall, dass du beides auch schon live erlebt hast. Ja, der HE 1 ist ein Prestigeobjekt, aber das passt gut zu Sennheiser, die ja schon immer innovativ waren. Dazu der Mut, sowas auch wirklich zu bauen. Die Entwicklungskosten muss man erstmal reinholen. Schade, dass heutzutage lieber Kopfhörer von Beats gekauft werden, die kein Stück gut sind (bis auf der neue Studio 3 oder der Pro), dafür aber einfach sexy rüberkommen.

- - -

Schade, dass bei den durchaus nicht wenigen Klicks nach knapp 24 Stunden es nur 1% zu einem Kommentar geschafft haben? Lesen die anderen nur Steinhart, aber nicht den Rest der Überschrift? Gibt es weniger audiophile Uhrforumbesucher, als ich dachte? Zu viel Text, zu wenig Fotos?
 

Exodur

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Schade, dass bei den durchaus nicht wenigen Klicks nach knapp 24 Stunden es nur 1% zu einem Kommentar geschafft haben? Lesen die anderen nur Steinhart, aber nicht den Rest der Überschrift? Gibt es weniger audiophile Uhrforumbesucher, als ich dachte? Zu viel Text, zu wenig Fotos?

Nein, alles perfekt!
Sehr tolle Vorstellung, ich hatte viel Spaß beim Lesen. Beides, Uhr und Kopfhörer, wecken Begehrlichkeiten bei mir. Das liegt vor allem an den sehr gelungenen Fotos. Dass du so verhältnismäßig wenige Antworten bekommst finde ich wirklich schade und unfair gegenüber der Mühe die du in das ganze gesteckt hast.
 
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Sir Unreal

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Danke dir, Exodur. Fühle mich geschmeichelt, dass dein erster Kommentar hier dann meiner Vorstellung gilt. ;)
Gibt natürlich viele Besucher, die - so wie du - prinzipiell wenig schreiben oder - so wie ich - neugierig kurz reinklicken, die Uhr anhand des ersten Bildes checken und dann entweder lesen oder sofort zurückklicken.
 

Chromaperl

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Vielen Dank für die wirklich tolle und kurzweilige Uhrenvorstellung.
Toll bebildert, interessanter Plott.Für Highend habe ich auch schon ordentlich Geld gelassen.
Inzwischen sind meine Ohren nicht mehr gar so fein und nun reicht einfache,gute Qualität völlig aus.
Tja...Steinhart!
Der grosse Kopist....ich weiss nicht, muss denn das sein?
Ich bin dafür einfach zu konservativ.
Wer das Geld für das Original( ab.15K) nicht hat...was keine Schande ist! - der kann sich das Stück eben nicht zulegen....Ende der Story.
Das wird einem immer mal so im Leben gehen.
Am Ende muss das jeder für sich entscheiden, ich bin sicher die Steini wird gut laufen, die Grand Seiko GMT tut dies auch.
Jeder wie er mag - bei mir kommen Hommagen,Klone, Fakes oder Kopien
(auch mit besten Absichten) nicht an's Handgelenk.
mit Grüssen
Christian

P.S.mir ist die 1655( obwohl sie eine der schönsten Vintage Rolex ist)
einfach zu teuer.
Das ist imho keine Toolwatch - sondern ein Museumsstück.
Ich habe keinerlei Bedürfnis ständig Angst vor Beschädigungen zu haben.
Daher bin ich an so alten Uhren überhaupt nicht interessiert.
 
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RHEINPFEIL

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Kopie hört sich so abwertend an, sagen wir mal so Steinhart hat die Uhr so gebaut wie man es sich von der Rolex gewünscht hätte.
Denn seinerzeit wurde das Glas bemängelt, das Original hat ja ein flaches Glas mit Lupe, im Gegensatz zu dem gewölbten Saphirglas bei Steinhart und die Steinhart ist natürlich größer das Original ist ja nur eine 39er. Ich habe zufällig in Köln eine beim 2nd Hand Laden für 17500€ im Fenster gesehen. Mir hat sie nicht gefallen, zumal die Uhren von damals nicht das Finish heutiger Rolexuhren haben.

Die Steinhart ist schon der Preis/Leistungskracher mit ETA Werk, das Band ist auch gut gemacht mit verschraubten Gliedern, nicht gestiftet. Zumindest war es bei dem 22/20er Band so. Nur die Schließe verkratzt mit der Zeit, kann man aber leicht wieder mit einem Radiergummi schön machen.
 
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Plaggy

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Vielen Dank für die wirklich tolle und kurzweilige Uhrenvorstellung.
Toll bebildert, interessanter Plott.Für Highend habe ich auch schon ordentlich Geld gelassen.
Inzwischen sind meine Ohren nicht mehr gar so fein und nun reicht einfache,gute Qualität völlig aus.
Tja...Steinhart!
Der grosse Kopist....ich weiss nicht, muss denn das sein?
Ich bin dafür einfach zu konservativ.
Wer das Geld für das Original( ab.15K) nicht hat...was keine Schande ist! - der kann sich das Stück eben nicht zulegen....Ende der Story.
Das wird einem immer mal so im Leben gehen.
Am Ende muss das jeder für sich entscheiden, ich bin sicher die Steini wird gut laufen, die Grand Seiko GMT tut dies auch.
Jeder wie er mag - bei mir kommen Hommagen,Klone, Fakes oder Kopien
(auch mit besten Absichten) nicht an's Handgelenk.
mit Grüssen
Christian

P.S.mir ist die 1655( obwohl sie eine der schönsten Vintage Rolex ist)
einfach zu teuer.
Das ist imho keine Toolwatch - sondern ein Museumsstück.
Ich habe keinerlei Bedürfnis ständig Angst vor Beschädigungen zu haben.
Daher bin ich an so alten Uhren überhaupt nicht interessiert.

Wenn ich also auf Angelina Jolie stehe, dann sollte ich besser Single bleiben, weil diese Frau für mich unerreichbar ist? :hmm:
Eine reichlich verquere Ansicht.

Ich finde gerade Hommage/Inspirierte Uhren von inzwischen unbezahlbaren Vintagemodellen sind was feines um am Design teilzuhaben.

Dazu kommt, dass auch vielbesungenen und bepreisten Neo-Vintage-Modelle von Rolex den aktuellen Uhren andere Hersteller teils in Qualität deutlich hinterherstehen - vom Gehäusefinish schweigen wir mal lieber.

Nicht zu vergessen, dass man solche Uhren am Besten garnicht trägt... ist einfach zu teuer.


Tolle Vorstellung und schöne Geschichte drumherum :super:
Steht auch immer mal wieder auf meiner Haben-Wollen-Liste, aber eigentlich will ich keine so große Uhr mehr... schwanke eher in Richtung Sinn 556
 

Sir Unreal

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Vielen Dank Chromaperl, RHEINPFEIL, f1Nal und Plaggy für euer Lob. Hab mich sehr gefreut.

Zur Hommage-Diskussion stehe ich dazu, wie sollte es anders sein, dass ich der gleichen Meinung bin wie Plaggy. Ohne jetzt die ewig aufkommende Steinhart-dürfen-die-das-Diskussion anheizen zu wollen, finde ich die Steinhart auf jeden Fall schöner und stimmiger als die 1655, unabhängig vom Preis. Sie ist einfach eine moderne Interpretation und passt daher genau zu mir. Plexiglas muss ich nicht haben, Datumslupe finde ich schrecklich und eine Entspiegelung - ggfs auch nur innen - ist einfach ein Muss heutzutage. Ich kenne zwar die 1655 live nicht, aber die 16550 und das aktuelle Modell und kann mich einfach nicht damit anfreunden. Eine historische Rolex zu kaufen, um sie nicht zu tragen, das wäre nicht mein Ding. Die Steinhart GMT ist schöner, wertiger (da neu) und günstiger, sowas trage ich viel lieber.

Nur die Schließe verkratzt mit der Zeit, kann man aber leicht wieder mit einem Radiergummi schön machen.
Oder einfach bei der nächsten Steinhart-Bestellung für 30 € eine neue Schließe in den Warenkorb packen. Mit dem Radiergummi traue ich mich nur an Titan ran.
 

zwenny178

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Hey Jan,

super Vorstellung, klasse Bilder, alles mit ein bisschen Story drumherum. Hervorragend!

Die Steini gefällt mir, eigentlich war die wegen der Größe für mich raus...also bloß nicht mit zum Stammtisch bringen... ist schonmal schief gegangen ;-)

Danke für Mühe und Engagement bei der Vorstellung, sowas braucht das UF :-) Super
 

Sir Unreal

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Danke Sven.

[gelogen an]
Nein, bringe ich bestimmt nicht mit. ;)
[/gelogen aus]
 

Cosmic

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Toller Kopfhörer samt Verstärker... Super klasse Fotos und wunderbar vorgestellt... :-)

...
Schade, dass bei den durchaus nicht wenigen Klicks nach knapp 24 Stunden es nur 1% zu einem Kommentar geschafft haben? Lesen die anderen nur Steinhart, aber nicht den Rest der Überschrift? Gibt es weniger audiophile Uhrforumbesucher, als ich dachte? Zu viel Text, zu wenig Fotos?

Vielleicht liegt es an der Uhr, die für den einen oder anderen - mich eingeschlossen - nicht so recht zum wirklich hochwertigsten HiFi-Material passen will... ;-)
 

Sir Unreal

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Danke dir, Cosmic.

Möchtest du etwa damit sagen, dass mein Vergleich konstruiert ist? ;)
 
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[Verkauf] Steinhart OCEAN 44 GMT BLUE-RED: zum Verkauf steht meine "OCEAN 44 GMT BLUE-RED", Ref. 103-0656 Dies ist ein Privatverkauf unter Ausschluss der Gewährleistung bzw...
[Erledigt] Steinhart Ocean Vintage GMT Boutique Edition C3: Vielen Dank für die Möglichkeit, hier die limitierte Steinhart Ocean 39 Vintage GMT Boutique Edition aus meinem privaten Besitz einzustellen. Ich...
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