Standuhr mit Westminstermelodie Problem

Diskutiere Standuhr mit Westminstermelodie Problem im Sonstige Uhren Forum im Bereich Uhren-Forum; Hallo liebe Gemeinde, ich habe mir voriges Jahr eine solche Uhr gekauft, gebraucht, vielleicht Baujahr 1980. Auf jeden Fall noch West-Germany...
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OLKL

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Hallo liebe Gemeinde,

ich habe mir voriges Jahr eine solche Uhr gekauft, gebraucht, vielleicht Baujahr 1980. Auf jeden Fall noch West-Germany ;o) Sie ist über 2 m hoch und oben rund, außen Eiche Furnier. Sie besitzt ein Mondphasenwerk und hat 3 Gewichte a 3 kg. Neupreis angeblich 6000 DM, ich habe 200 Euro bezahlt.

Nun gut, musste die Uhr leider 600km mit dem Anhänger transportieren. Habe erst später, als die Uhr bei mir stand, herausgefunden, dass ich durch einige Kniffe das Uhrwerk vorn herausbauen kann. Das wusste ich natürlich als frisch bebackener Uhrenkäufer noch nicht. Die Westminstermelodie und den Stundengong habe ich wieder eingestellt, also nur die Klöppel, dass sie ordentlich klingen und nicht nachschlagen. Seitlich kann man die Blenden entfernen und man hat Zugriff. Unten sind übrigens 3 Glasscheiben, vorn mit Tür. Das Pendel ist riesengroß. Ich habe auch das Pendel bereits gut eingestellt, sodass die Uhr über 2 Monate noch keine Minute falsch geht. Das war schon etwas Aufwand zu beobachten, vorgehen - Pendel verkürzen (Schraube) etc.

Leider hat die Uhr scheinbar ein Problem - oder auch durch meinen Transport erst bekommen (lag auf einer harten Matratze in einem großen Anhänger). Wenn es kalt ist und das Westminstergewicht ganz oben, dann geht der Klang zäh, also in Zeitlupe. Manchmal bleibt er auch hängen und irgendwann steht dann die Uhr, weil scheinbar die mechanik dann irgendwann blockiert. Der Zeiter will dann nicht mehr. Dann zieht man am Gewicht und dann geht es wieder. Die Westminstermelodie kann man auch mit Hand auslösen (Wippe heben) oder auch komplett sperren (Hebel in Ziffernblatt). Wenige Male blieb auch der Rechen für den Stundengong schon mal kurz hängen, sodass es einige Male mehr Stundenschläge gab als es eigentlich war. Und wenige Male auch das Problem, dass zur vollen Stunde die Uhr die Westminster Melodie spielt, 16 Töne, und dann noch 4 von der viertel Stunde dazu. Die Rolle dreht also zu weit. Alles nur, wenn es kühler im Raum ist, also z. B. 18 Grad Celsius.

Ich habe nichts an der Uhr verändert, auch nicht geölt. Bin kein Fachmann. Hatte eben nur die Gongklöppel eingestellt und den ganzen Klangkörper hinten an der Rückwand neu angebracht, der war von Werk aus schräg montiert, sodass beim Stundengong die Klangstäbe ans Holz zeitweise anschlugen.

Bitte vergebt mir eventuell falsch geschriebene Begriffe, versuche es nur zu erklären.

Was könnte das sein? Muss man irgendwas ölen, wenn ja, wie? Wartung? Nach nun vielleicht 25 Jahren? Kann auch auf Wunsch ein Foto erstellen.

Danke für eure Hilfe.

VG

Olaf
 
uri3047

uri3047

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Hallo,Olaf ! Zu dem Problem,langsames anlaufen,des Schlagens:Uhrwerk kann schmutzig sein oder tausch doch mal die Gewichte aus,es kann sein das das Gewicht für den Westminsterschlag schwerer ist,bzw.der Stundenschlag,das leichteste Gewicht treib das Gehwerk an.Beim falsch schlagen der Melodie,löse doch mal die Zeigermutter und setze den Minutenzeiger einfach (zum Beispiel 4 Schläge auf Viertel usw.) um,vieleicht klappt es ! oder es muß alles neu eingestellt werden ! Fachmann sollte dies tun !

gruß 3047
 
Algol

Algol

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Hallo..
Wie Uri schon sagte,das mit den Gewichten kann schon die Urasche sein.Beim Transport ausgehangen und dann verkehrt wieder eingehängt.
Hatte das selbe schon mal bei einer Standuhr einer bekannten. Nach dem Tausch ging das alles wieder seinen Gang.(Vorrausetzung das das Werk auch wirklich sauber ist)
Ich weiß ja nicht,ob deine Uhr massive Gewichte aus einem Guss hat.Es gibt auch welche die in der Größe indentische Hülsen,aber mit gewichtsmäßig unterschiedlicher Bleigranulat oder andere Füllung haben.Die kann man aufschrauben.Da kann auch schon mal ein Missgeschick geschehen sein,das mal ein von Neugier geplagter etwas verschüttet hat.
Wen dem so ist, wäre wohl eine kontrolle des werkes mit anschließender Gewichtsbestimmung durch einen Uhrmacher ratsam.

mfg
 
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OLKL

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Hallo,

erst einmal vielen Dank für eure Antworten.

Die Probleme treten nur auf wenn es kälter ist. Der Rechen klemmt manchmal und es gongt zu viel, Westminster macht 20 statt 16 Töne oder eben zu langsam bis hin zum Stillstand. Zeiger ändern brauche ich ja nicht, wäre auch nicht sehr schön weil man dann ja auch den kleinen Zeiter mit einstellen müsste, sonst steht dieser auf um 12 und der große erst auf dreiviertel. Wenn der Westminster sich verhaspelt, hebe ich einfach die Wippe zur vollen viertel Stunde und dann schlägt Westminster noch mal, eben einen Schritt weiter - von halb auf dreiviertel etc. Dann passt der Rhytmus wieder. Aber es ist eben nicht sehr schön.

Gibt es vielleicht in Chemnitz oder Umgebung erfahrene Uhrmacher die sich mit solchen Uhren auskennen? Oder kann man selbst was dran machen? Schön ist das Teil.

Danke euch

PS: die Gewichte wiegen alle 3 gleich, und zwar 3 kg. In der Hülse steckt ein Bleigewicht aus einem Guss. Schon beeindruckend! Leider bog sich vor einiger Zeit mal so ein Haken der Kette auf und das Gewicht rauschte durch den Uhrenboden. Konnte das zum Glück wieder richten. Habe nun die Gewichte direkt in das Hakenoberteil eingehängt, kann also nicht mehr passieren. Hat früher mal jemand zu stark dran gezogen. Ich hebe ohnehin die Gewichte beim Aufziehen leicht an, dass die Uhr wenig leidet.
 
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Watchdoktor

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Hallo Olaf,
üblicherweise ist bei WM Werken 1 Gewicht schwerer, und zwar das für den Viertelschlag.Eigentlich lassen sich die gewichte nicht falsch einhängen,denn 2 haben haken und das schwere 1 öse, somit passen sie nur entsprechend an die richtige kette.
Nach 30 Jahren hat das werk eine Überholung nötig, selber auf den Dreck drauf ölen hilft nur kurzfristig und beseitigt nicht evtl.ausgelaufene Lager und/oder eingelaufene zapfen.
Ohne Kenntnisse über die werke solltest du nichts anfangen, du landest über kurz oder lang bei einem Fachmann.
Die Probleme treten auf, weil die Schmierfähigkeit mit zunehmender Kälte abnimmt, d.h.evtl. noch vorhandenes Öl wird zäher und verhindert dann das Anlaufen des Schlagwerks,bzw.die korrekte Funktion der Hebel die das schlagwerk steuern.
Eine ordentliche Reparatur wird sicherlich deinen kaufpreis übersteigen, die Uhr dürfte es aber auch wert sein.
Gruss
WD
Schau mal von hinten auf das Werk, da stehen Nummern,oder auch ein logo,und schreibs mal hierher.
 
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OLKL

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Hi, die Uhr ist von Interclock. Leider steht auf der Garantieurkunde kein Kaufdatum drauf, nur die Telefonnummer 02224/3751. Es ist sogar eine Zeichnung dazu, in der die drei Gewichte eingezeichnet sind - mit je 3 kg. Hier steht noch das Modell: (Modelle-Nr: ) 021-024-028-029
Zur Wartung steht nur, dass man die Messinggewwichsthülsen nicht mit der Hand anfassen soll um Fleckenbildung zu vermeiden.

von hinten komme ich leider nicht ran, nur seitlich. Es sei denn, ich ziehe wieder das Uhrwerk raus.

Helfen die Infos?

Hier noch Bilder:
uhr1.jpg
uhr2.jpg

Derzeit nicht die beste Qualität, vielleicht hilfts aber
 
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