Spinnaker Boetgger - Das Eckige muss unter’s Runde

Diskutiere Spinnaker Boetgger - Das Eckige muss unter’s Runde im Uhrenvorstellungen Forum im Bereich Uhren-Forum; Liebes Uhrforum, seit Sepp Herberger wissen wir: „Das Runde muss ins Eckige!“ Aber sowohl die Form als auch das Beziehungswort können sich...

Golden Gate

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Liebes Uhrforum,



seit Sepp Herberger wissen wir: „Das Runde muss ins Eckige!“

Aber sowohl die Form als auch das Beziehungswort können sich ändern. Aus „rund“ wird „eckig“ und aus „ins“ wird „unter“. Das schafft die neue „Boetgger“ von Spinnaker. Warum?

Nun, seit gefühlt Jahrmillionen drehen die Zeiger einer Uhr ihre Runden über den Indizes. Das ist gut so, das mögen wir. Zudem hat es den Vorteil, dass Uhrenliebhaber einen sicheren Umgang mit dem Plural des Wortes Index pflegen. Aber ist das „über“ in ganz Gallien so? Nein! Ein von unbeugsamen Britten bevölkertes Dorf hört nicht auf, diesem Standard Widerstand zu leisten. Spinnakerix macht da etwas anders. Mögen die einen sagen, der spinnt, der Spinnakerix, finden es die anderen doch gut. Dazu gleich die ganze Geschichte im neuen Spinnakerix-Band „Das Eckige muss unter‘s Runde.“

Vorab:

Teilnahme ab 18, Glückspiel kann süchtig machen. Weiterer Warnhinweis: Diese Uhren-Vorstellung kommt von keinem ausgewiesenen Uhrenfachmann. Noch nicht einmal von einem Fachmann. Sie kommt von einem Laien. Beim „Speed-Dating-Uhrenvorstellen“ würden die meisten jetzt vielleicht schon einen Platz weiterrücken. Aber halt! Wer wird denn gleich in die Luft gehen!

Die Erwartungshaltung könnte in diesem Fall einmal die sein, als Experte einfach nur lesend zuzusehen, wie ein interessierter Laie eine neue Uhr bewertet und was aus dessen Sicht berichtenswert erscheint. Der Experte mag schmunzeln, auch mal in Gedanken still tadelnd die Augenbrauen heben, dann und wann brummeln: „Muss noch viel lernen, der Junge“, aber insgesamt auch einfach mal (vielleicht) eine andere Sichtweise bekommen. Also, jetzt einfach zurücklehnen, kick off your shoes, nip your Gin Tonic and enjoy the trip.

Auf folgende Punkte werde ich während des Fluges und in diesem Spinnakerix-Band eingehen:

  • Besonderheit der Uhr
  • Parameter (kurz)
  • Vor dem Kauf
    (Anmutung der Uhr auf der HP des Herstellers, grundsätzliche Anmerkungen zur Darstellungsweise von Uhren auf den HP der Hersteller, Kontakt mit dem Hersteller, Besonderheit bei der Bestellung)
  • Nach dem Kauf
    (tatsächliche Anmutung der Uhr in natura)
  • Erstes Fazit


1. DIE Besonderheit der Boetgger besteht in den sogenannten „schwebenden Indizes“. Als ich zum ersten Mal davon las (es war übrigens hier im Uhrforum; ich weiß es noch wie heute; na ja, ist ja auch erst zwei Wochen her), war mir nicht klar, was mit „schwebenden Indizes“ gemeint sein könnte. Mein erster Gedanke war, die Uhr ist mit Wasser gefüllt und die Indizes schweben darin wie der Schnee in einer Weihnachtskugel. Aber das würde keinen Sinn machen, weil die Indizes nicht an ihrer Stelle blieben. Mein nächster Gedanke war, die Biester sind unter das Glas geklebt.

Nun, optisch verhält es sich zunächst einmal so: Sämtliche Zeiger bewegen sich unter den Indizes hindurch. Die Wirkung zeigt sich natürlich besonders beim Sekundenzeiger, der alle fünf Sekunden einen Index „unterwandert“ und dabei zum Teil verschwindet. Also eine Art schnell wiederkehrende partielle Mondfinsternis. Soweit ich weiß, hat diese Uhr damit annähernd ein Alleinstellungsmerkmal – zumindest in der technischen Umsetzung des Schwebens.
Denn wärrr hat‘s ärrrfunden? (U. a.?) der „Herr Sinn“ (Es wäre aber interessant zu erfahren, wer im Uhrforum noch andere Beispielsfälle kennt.) Es erscheint nicht restlos ausgeschlossen, dass Sinn die Herren und Damen Spinnaker für die Boettger ein kleines winziges bisschen „inspiriert“ hat (mit russischem Dialekt: ein winziges bisschen von Schal von Zitron“ - aus welchem Film?).

Dies gilt nicht nur für die Idee der schwebenden Indizes, sondern auch für das Design.

Hier die Sinn:

Sinn.JPG
Bild Sinn aus dem Internet

Und das die „inspirierte Nachempfindung“

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Bild: Spinnaker Boettger (selfmade)

Zunächst dachte ich also, die schwebenden Indizes seien technisch in der Weise gelöst, dass sie im Inneren unter das Uhrenglas geklebt oder wie auch immer angebracht sind. Tatsächlich ist es aber eine technische Lösung, die dauerhafter anmutet. Von exc-hulk kam übrigens der Hinweis auf die Sinn (URL). Danach hat Sinn die schwebenden Indizes offensichtlich tatsächlich von innen am Glas angebracht. Die Lösung von Spinnaker scheint mir zuverlässiger zu sein. Aber das muss der Lauf der Zeit erst buchstäblich beweisen. Was für ein Wortspiel in diesem Zusammenhang!


Haltesystem.JPG
Bild aus dem Internet
Befestigungsvorrichtung der Boettger für die schwebenden Indizes.


Die schwebenden Indizes waren für mich DAS ausschlaggebende Kaufargument, diese Uhr „haben zu wollen“.

Für mich liegt die Motivation, eine mechanische Uhr zu kaufen - und keine Quarz-Uhr -, in erster Linie darin, dem gleichmäßig wandernden Sekundenzeiger zuschauen zu können. Aus diesem Grund kaufe ich inzwischen auch keine Chronografen mehr. Ich bin zu wenig technikaffin, als dass mich der mechanische Antrieb alleine zu einer mechanischen Uhr bringen würde. [Obwohl ich aus Interesse schon versucht habe, zu lernen, wie eine mechanische Uhr funktioniert.]

Der gleichmäßig wandernde Sekundenzeiger – im Vergleich zum „Hüpfen“ des Quarzsekundenzeigers – wirkt auf mich entspannend. Muss ich z. B. irgendwo warten, geht mein Blick auf meine Uhr und ich betrachte mit Genuss den Lauf des Sekundenzeigers. Habe ich ihm eine Runde lang zugeschaut, bin ich tiefenentspannt, aber auch daran erinnert, dass nun wieder eine weitere Minute vom Rest meines Lebens vorbei ist. Das empfinde ich in dem Moment keineswegs als deprimierend, sondern eher als Mahnung, das Leben bewusst wahrzunehmen und zu genießen.

Das zur Erklärung, warum der wunderbare – und je nach Durchmesser der Uhr und Design des Sekundenzeigers mehr oder weniger elegante – Lauf des Sekundenzeigers für mich das Wesentliche der mechanischen Uhr ausmacht. Neben der reinen Optik der Uhr, die mich natürlich auch ansprechen soll.

Bei der Boettger wird nun das optische Erlebnis des „Sekundenlaufs“ für meinen Geschmack noch einmal um ein Vielfaches gesteigert. Die Uhr, genauer gesagt die Zeitanzeige, erfährt einen enormen Sprung in der Dreidimensionalität. Das Gehirn ist überrascht, weil etwas anderes passiert, als es die Wahrnehmung kennt und „vorausberechnet“. Die Prognose des Gehirns wird alle fünf Sekunden durch ein teilweises Fehlen des Sekundenzeigers als unzutreffend entlarvt. Daran gewöhnt man sich zwar, aber man sollte nicht unterschätzen, wie irritiert unser Verstand reagiert, wenn einmal nicht das passiert, was er schon viele Male zuvor in der herkömmlichen Manier erlebt hat.

Zu den sonstigen optischen Merkmalen der Uhr komme ich später. Das Design trifft nicht in allem hundertprozentig meinen Geschmack. Aber die Wirkung des Zeigerlaufs in Zusammenhang mit den schwebenden Indizes waren für mich ein so großes Plus, dass sie die anderen durchaus bestehenden Kritikpunkte bei weitem überwiegen. Ich will nicht sagen, Spinnaker hätte auch „Wer das liest, ist doof“ dick auf das Ziffernblatt schreiben können, aber sie hätten sich schon einiges leisten dürfen, und ich hätte dieses Stück Uhr trotzdem gekauft.

2. Parameter

  • Miyota 9015 Automatikwerk
  • „Schwebende“ Indizes und Zeiger mit Super-Luminova
  • Saphirglas mit Antireflex-Beschichtung
  • Verschraubter Stahlboden mit Gravur
  • Durchmesser 42 mm, Höhe 13 mm
  • Bandanstoß 26 mm!
  • Gewicht am Stahlband: 220 g
  • Wasserdichtigkeit 300 m
  • Limitiert auf 300 Stück
  • Listenpreis: Hier halte ich es wie (angeblich) Rolls-Royce beim Eintrag in den Fahrzeugpapieren zur PS oder kw-Angabe: „sufficient“.
3. Vor dem Kauf

Rabatt: Aufmerksam geworden bin ich auf die Boettger durch den Faden „Uhren News“. Auf der Homepage von Spinnaker sollte es einen „Frühbucherrabatt“ von 15 % geben. Als ich mich einklickte, poppte hierzu nichts mehr auf. Eine kurze Rückmeldung hier im Forum in „Uhren News“ brachte „abulavia“ (Themenstarter) dazu, mir den Code zu nennen, den er zuvor noch auf der Homepage sehen konnte. Ich tippte den Code ein, hatte eigentlich nicht viel Hoffnung, aber dann… aus 500 £ (hopla, jetzt habe ich den Preis doch genannt) wurden 389! Cool. Wenn das im Leben nur immer so einfach ginge! Ganz herzlichen Dank noch mal an abulavia.

Kontakt mit Spinnaker: Ich hatte per E-Mail Kontakt mit dem Unternehmen. Die Antworten kamen umgehend und waren sehr freundlich. Das habe ich bei anderen schon anders erlebt. Unter anderem hatte ich, bevor ich den Tipp von abulavia bekommen hatte, bei Spinnaker nachgefragt, ob ich den Rabatt auch noch bekommen könnte, nachdem die Aktion schon abgelaufen ist. Und den Code habe ich tatsächlich erhalten. Merkwürdigerweise tauchte bei späteren Besuchen der Homepage der Rabatt zum Teil wieder auf. Das mag der vielleicht nicht vollkommen perfekten Konfiguration der Homepage geschuldet sein.

Die Meinungen im Faden „Uhren News“ zur Optik der Uhr gingen weit auseinander. Ich war gespannt, Fotos auf der Spinnaker-Homepage zu sehen. Ich muss sagen, diese Fotos haben mich zunächst nicht unbedingt restlos darin bestärkt, dass diese Uhr jetzt ganz dringend und mal ziemlich flott gekauft werden muss. Und das bringt mich zu einer grundsätzlichen Anmerkung, wie Uhrenhersteller ihre Uhren im Internet oder im Katalog heutzutage nach meiner Wahrnehmung präsentieren.

Um es auf einen kurzen Nenner zu bringen: Oft zu technisch. Emotionen kommen da nicht immer auf. Der Fotograf versucht, ein technisch perfekt ausgeleuchtetes Foto zu erzeugen, das alle Produktdetails erkennen lässt. Aber das Gleiche gilt auch für Produktfotos von … was weiß ich,…von Melkpumpen. Entsprechend steril und kühl wirken solche Uhren-Fotos häufig auf mich, nicht „verführerisch“, ohne Kaufanreiz. Bei der Boettger kam dazu, dass die HP-Fotos unterkühlt, mit leichtem Blaustich gehalten sind (Einwandvorwegnahme - nein, Einspruch Euer Ehren, mein Monitor wird regelmäßig kalibriert. Einspruch stattgegeben. Zu Protokoll: Die Fotos SIND blaustichig!).

Die Uhr gibt es in drei Varianten.

Die 3 Bööttger.PNG
Bilder aus dem Internet (Homepage Spinnaker)

Deep black spricht mich überhaupt nicht an. Für mich wirkt diese Uhr leblos. Tut mir leid, liebe Uhr, aber ich muss dir das jetzt hier einfach mal als bittere Wahrheit sagen. Solltest du diese Zeilen je lesen, beschwere dich bitte beim Designer, aber nicht bei mir. Vielleicht lässt du dich mit deinem Ziffernblatt mal in einen Farbeimer fallen, wie wäre es mit Gelb, dann könnte aus uns Beiden durchaus noch was werden. Und für denjenigen, der die deep black schön findet und sie kaufen möchten: Dass aus dieser Uhr und mir nichts wird, liegt allein an meinem komischen Geschmack. Was eine Uhr ist, unter anderem ob sie schön ist, entscheidet allein unser Gehirn. Was da alles für die Beurteilung eine Rolle spielt… wer weiß es schon!

Vintage Black, die weitere Variante, dagegen hat etwas. Bestellt habe ich aber eine dritte Variante, die Blaue, obwohl ich zwischen Vintage Black und der Blauen hin und her schwankte. Ausschlaggebend war am Ende, dass ich nur eine Uhr mit blauem Zifferblatt besitze. So ist das Leben, da sieht man eigentlich richtig toll aus und wird doch nicht genommen, nur weil der Typ mal „blau“ haben will.

Stehe ich vor Uhren-Schaufenstern, bin ich häufig enttäuscht, weil das tatsächliche Blau eines Ziffernblattes in der Regel nicht dem entspricht, was auf der Homepage präsentiert und uns somit „versprochen“ wird. Der Produktfotograf hat natürlich den Auftrag, das Objekt der Begierde in bestmöglicher Anmutung abzulichten. Dazu wird bei der Retusche in der Regel das Ziffernblatt aufgehellt; gegebenenfalls auch die Sättigung erhöht. Ich war deshalb nicht sicher, wie die blaue Boettger („die“ war früher nur Filmdiven vorbehalten) in Natura tatsächlich aussehen würde. Darüber hinaus: Entscheidend sind für mich immer die Fotos am Handgelenk. Erst dann kann ich halbwegs sicher beurteilen, ob mir eine Uhr gefällt. Tut mir leid, ich kann da auch Nix dafür. Keine Ahnung warum, aber das ist halt mal nun so.

(Meine Anregung für den Verkauf von Uhren hier im Forum wäre deshalb, immer auch ein Bild mit der Uhr am Handgelenk einzufügen.)

Hallo Spinnaker, ich muss es leider sagen: Das entsprechende „Handgelenk-Foto“ von Euch zur blauen Version finde ich wenig gelungen und sehr künstlich. Allein schon dieser grauenhaft anmutende Versuch, nachträglich einen Weichzeichner-Verlauf zur Hemdmanschette hin schaffen zu wollen. Das mag jetzt überheblich klingen. Aber jeder Photoshop-Anfänger bekommt das nach fünfminütigem Tutorial besser hin. Und das hier ist der weltweite Auftritt eines Herstellers im Internet, für den mit Sicherheit ein Profifotograf mit Fotostudio bezahlt wurde. Häufig die einzige kurze „Klick-Chance“ einen Umsatz auszulösen. „Haben Wollen“ löste das bei mir jedenfalls nicht aus.

Ich hatte noch einige Videos zu der Uhr im Netz angesehen. Eines ist im Faden „Uhren News“ verlinkt. Darin sieht man unter anderem Mängel beim brushing, der Metallverarbeitung u. a. auch an den Zeigern, was entsprechende Reaktionen im Forum ausgelöst hat. Allerdings handelt es sich um ein wirklich hochauflösendes Video mit einem vermutlich sehr guten Makro Objektiv. Für mich stellte sich die Frage, ob nicht viele Uhren solche Mängel aufwiesen, würden sie denn unter gleichen Bedingungen gefilmt. Mängel, die man aber in Natura nicht wahrnehmen kann.

Das Video hat mich nicht erschüttert, ich war vielmehr in hohem Maße nachsichtig! Hatte sozusagen die Spendierhosen an, wenn es darum ging, über so etwas großzügig hinwegzusehen. Gelogen! In Wirklichkeit war es einfach so, ich wollte diese schwebenden Indizes haben und hoffte inständig, mein Exemplar würde nicht so verarbeitet sein. Auch hier war ich gespannt, wie die Uhr tatsächlich sein würde.

Zur Namensgebung: Der eine oder andere mag sich übrigens fragen, wie um alles in der Welt man dazu kommt, eine Uhr „Boettger“ zu nennen. Nun, Spinnaker ruft uns mit der Namensgebung eine spektakuläre Flucht aus der früheren DDR von Bernd Böttger in Erinnerung. Man mag etwas nörglerisch einwenden, dass sei letztlich auch nur ein Marketing-Gag von Spinnaker. Mag so sein. Aber sie ehrt den Mann und seine Tat. Wenn ich so nachdenke,…ich fürchte, ich habe im Leben noch nichts vollbracht, was es rechtfertigt, dass dereinst eine Uhr nach mir benannt wird. Obwohl. Meine Familie hat ein belegtes Brot nach mir benannt! Das mag an der, sagen wir mal etwas ungewöhnlichen Komposition der Zutaten liegen. Erleben Freunde unserer Kinder diese „Stulle“, fallen aus ihren offensichtlich irritierten Gesichtern regelmäßig Wörter wie „Krass!“ oder „Wer isst den sowas?!“. Aber zurück zum Thema. Wer Näheres zum Namensgeber nachlesen möchte, kann das z. B. hier tun Die Flucht

4. Nach dem Kauf (… ist vor dem Kauf; auch so ein – abgewandelter - Spruch, den wir Sepp Herberger verdanken. Der hat überhaupt enorm viele bekannte Sprüche geprägt. Wer mehr will.

Als die Uhr nun eintraf, war ich erleichtert, dass sie „in echt“ noch besser aussieht. Spinnaker tut sich mit seinen Produkt-Fotos keinen Gefallen. Ja ok, jetzt habe ich das Thema dann auch durch. Fotografie ist halt ein Steckenpferd von mir. Übrigens: „Steckenpferd“ ist genauso wie „Kotflügel“ absolut wörtlich zu nehmen (Der Kotflügel sollte den aufspritzenden Kot von der Straße zur Kutsche aufhalten). Mir gefallen solche Wörter. Aber ich schweife schon wieder ab.

Wirklich genial ist der Lauf der Zeiger unter den Indizes hindurch. Ich könnte da stundenlang zuschauen. Und sollte ich dabei den Arm nicht bewegen, müsste ich 42 Stunden lang zuschauen können. Das jedenfalls entspricht der von Spinnaker bzw. dem Kaliberhersteller versprochenen Gangreserve. Pro 24 Stunden dürfte es dabei bei meinem Exemplar auf ca. 20 Sekunden Vorlauf hinauslaufen. Gleiches hat abulavia auch festgestellt (Hier).

Das ist wirklich mal etwas komplett! anderes (Den „Herrn Sinn“, unter anderem ausgenommen.). Insoweit wird mein Wunsch bedient. Denn wenn ich durch den Marktplatz des Forums wandere, empfinde ich, dass viele Uhren sich mehr oder weniger ähneln. (Es ist mir klar, je mehr ich mich mit Uhrendesign beschäftige und all die Besonderheiten kennenlerne, desto mehr lässt sich eine solche Einschätzung als „falsch“ bezeichnen. Wie gesagt, hier spricht der interessierte Uhrenlaie.) Und wenn dann wirklich mal eine Uhr optisch ausbricht, liegt sie leider oft außerhalb meines Budgets. Die Boettger hat für mich dieses Unterscheidungsmerkmal. Aber das ist natürlich (!) subjektiv. Wem das Design der Zeiger, Indizes usw. wichtig(er) ist, wird vielleicht keinen wesentlichen Unterschied von der Boettger zu anderen Uhren feststellen oder die Uhr trifft nicht seinen, ihren Geschmack. Ich schreibe übrigens „Boettger“ immer mit „oe“. Warum eigentlich? Kann ich doch nichts dafür, dass die jenseits vom Ärmelkanal zu geizig für ein „ö“ auf der Tastatur sind. Ich schreibe das ab jetzt mit „ö“. Dann wird diese Uhrenvorstellung auch nicht so lang und der werte Leser muss nicht so viel lesen.

Ich war mir vor dem Kauf also unschlüssig, was ich vom Stundenzeiger halten soll. Er hatte mir nicht hundertprozentig gefallen, erinnerte ein bisschen an eine Kirchturmspitze, stilisiert auf eine Weise, die ich als nicht vollkommen gelungen bezeichnen würde. Es fiel hier mehrfach der Begriff „poppig“. Das trifft es. Wobei ich poppig und Kracherfarben durchaus auch an Uhren schätze. Ich mag ja auch Lichtenstein. Aber hier wirkte es auf den HP-Fotos nicht überzeugend.

„In Echt“ sehen die Zeiger und das Ziffernblatt für mich nun „cool“ aus, aber durchaus getragen von einer Grund-Eleganz. Zeige ich jemandem die Uhr, stutzt er/sie wegen des plötzlich teilweise verschwindenden Sekundenzeigers. Das fällt auf, ein Gespräch ist dann sicher. Wer also darüber nachdenkt, sich einen kleinen süßen Hund zu kaufen, um auf diese Weise draußen im Freien schneller Bekanntschaften zu schließen, sollte es zuvor erst noch mal mit der Böttger probieren. Das ist preiswerter.

Hier nun ein paar Fotos:

Spinnaker 1 .jpg


Spinnaker Hand 1.jpg



spinnaker hand 3.jpg


Spinnaker hand 2.jpg



Das Ziffernblatt wirkt unglaublich dreidimensional. Auch aus einer Entfernung von bis zu einem Meter. Ok, ich brauche da inzwischen eine Brille. Dieser Tiefeneffekt kommt, glaube ich, auch daher, dass die Innenkanten des Ziffernblatts sehr hoch bauen und einen wunderbaren Kanten-Farb-Effekt erzeugen.

Ich versuche, das mal hier zu zeigen:

Spinnaker 8.jpg





Was die im obigen Video genannten Mängel in der Verarbeitung betrifft, habe ich mir mein Exemplar genau angeschaut. Zunächst einmal ohne alles (schon bekleidet). Nix.

Dann mit Brille. Nichts zu sehen.

Mit einem Makro-Objektiv und sehr großem Heranzoomen dann schon.
Hier ein Beispiel. Siehe links über der Krone.

Spinnaker 9.jpg


Aber so genau schaut sich kein Mensch im normalen Leben eine Uhr an, wenn er mal schauen will, wie spät es ist. Man kann trotzdem sagen, muss nicht sein. Ich habe mich jedoch noch nie um so was gekümmert. Man müsste mal andere Uhren (wenn sie noch neu sind) so genau anschauen. Letztlich ist es für mich kein Problem.

Anhand dieses Fotos kann man noch mal die Aufhängung der Indizes erkennen:

Spinnaker 7.jpg

Hier noch ein paar weitere Uhren-Eindrücke.. (ist wie bei der Dia-Show: ...und hier stehen wir am Strand!)

Spinnaker 2.jpg

Oben: Man sieht, die Verarbeitung der Zeiger "zeigt" nicht die Mängel, die im angesprochenen Internet-Video zu sehen waren.



Spinnaker 1 .jpg

Spinnaker hand 4.jpg



Sehr geehrte Gäste, wir verlassen nun langsam unsere Reisehöhe und beginnen mit dem Landeanflug. Bitte bringen Sie Ihre Lehne in eine aufrechte Sitzposition und klappen ihr Tablett hoch. Wir hoffen, Sie hatten einen angenehmen Flug. Vor der Landung aber…

noch ein Wort zum Band. Es handelt sich um ein integriertes Stahlband. Einfach mal so ein anderes zu kaufen und gegen das Stahlstandardband (auch so ein Wort, um – schnell gesprochen - die Fahrtüchtigkeit zu testen) auszutauschen, ist also nicht möglich. Allerdings gibt es ja Anbieter, die da „personalisiert“ abhelfen können.

Der Bandanstoß beträgt 26 mm! Ich hab‘ mir spaßeshalber mal die Mühe gemacht, das umzurechnen: das sind 2,6 Zentimeter! Man könnte so weit gehen, zu sagen, das sind 0,026 Meter! H A L L O ! Meter!? Ja geht’s noch? Für mich ist das eine Hausnummer. Auf den HP-Fotos war ich mir nicht sicher, ob mir 26 mm an einer 42 mm Uhr zu breit sind. Es wirkte ein bisschen, als wäre die Hüfte breiter als die Schultern. Da es sich um keine Damen-Uhr handelt, wäre das nicht von Vorteil. Das ist aber vermutlich der Verzeichnung der Fotos (des Objektivs, genauer der Brennweite) geschuldet.

Auch hier: Wir können uns alle entspannen. In Natura sieht es klasse aus! Für mich stimmen die Proportionen. Der durchaus große Bandanstoß macht die Uhr insgesamt sehr präsent und maskulin. (Das könnte jetzt auch Werbe-Sprech sein.) Hier im Rheinland würde man sagen: „Sät hät jet!“ Das Band selber ist - gefühlt - von sehr guter Qualität. Das Band hat offensichtlich Stifte. Grundsätzlich kann ich schlicht nur sagen, ob sich ein Band wertig anfühlt oder aber dünn, klapprig, billig. Dieses Stahlband überzeugt mich. Es fühlt sich „schwer“ und massiv an, liegt aber gut um das Handgelenk. Machen wir es hier mal wie bei der Stiftung Warentest und äußern uns etwas näher zu den Beurteilungskriterien. Die sind subjektiv! Damit man aber meinen subjektiven Geschmack ein bisschen einschätzen kann: Ich mag tendenziell eher schwere Stahlbänder. An einer Oris Aquis konnte ich beim Händler mal das schwerere Band des Vorgängermodells mit dem leichteren des Nachfolgers vergleichen. Man würde sagen, eigentlich die gleiche Uhr. Für mich lagen vom Gefühl, neudeutsch von der Anmutung her aber wegen des unterschiedlichen Stahlbandes Welten zwischen den beiden Uhren.

Einzig die Schließe der Böttger hinkt dem Gesamteindruck des Bandes etwas nach, wirkt einen Ticken klapprig.

Für mich ist ein Uhren-Band, was die Schuhe für den Anzug sind. Einen wertigen Anzug bekomme ich mit billig anmutenden Schuhen in der Wahrnehmung kaputt. Umgekehrt kann ein wertiges Paar Schuhe einen „günstigen“ Anzug in der Wahrnehmung in eine andere Liga hochheben. So ist es für mich mit Uhren: Offensichtlich teures Gehäuse, aber billig anmutendes Band macht für mich alles zunichte (das spricht aber nicht gegen ein Nato an einer Rolex etc., hier geht es mir eher um billig anmutende Stahl- und Lederbänder). Umgekehrt macht für mich ein edles oder jedenfalls wertig anmutendes Band aus der 140 Euro Uhr deutlich mehr. Die Böttger – als Gesamtuhr betrachtet – würde ich, jetzt nur vom Band her gesehen, qualitativ höher einstufen, als sie es wohl ist. Achtung: Das ist keine technische Wertung, sondern lediglich eine der optischen Wahrnehmung (Haptik etc.). Ich bin froh, dass die Kaufleute bei Spinnakers insoweit nicht dem Sparwahn verfallen waren.

Hier Ansichtsmaterial zum Band etc.

Spinnaker 3.jpg


Spinnaker 6.jpg


spinnaker 5.jpg


Fazit: Über Geschmack lässt sich streiten. Wer beweist das besser als das Uhrforum! Vom Design her finde ich diese Uhr sehr gelungen – maskulin-elegant. Der alles überragende Clou dieser Uhr liegt in den schwebenden Indizes und damit verbunden in der visuellen Wahrnehmung, wie die Zeiger ihre Runden drehen. Was das Preis-Leistungs-Verhältnis angeht, kenne ich mich zu wenig aus. Ich vertraue aber auf verschieden abgegebenen Urteile. Zumindest liegt das Verhältnis danach nicht völlig außer Rand und Band. Der Vorlauf von 20 Sekunden könnte aber sicher weiniger sein.

Mehr technische Aspekte finden sich bezogen auf das Uhrforum hier ganz vorsichtig drauftippen



So, wir sind gelandet. Ich hoffe, alle hatten einen guten Flug! Wer Anschlussflüge (neue Uhren) gebucht hat, dem wünsche ich viel Spaß dabei.

Armin
 
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Nikolaus Be.

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Unterhaltsame, tolle Vorstellung & tolle Bilder. :super:

Ich habe mir von spinnaker damals zwei Hulls "fürs Grobe" geholt und bin immer noch sehr zufrieden.

Gruß Nikolaus
 

Brambilla

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Aber Hallo! Den „Laien“ in Bezug auf horologische Erzeugnisse nehme ich Dir vielleicht noch ab. Aber darüber schreiben tust Du wie ein Profi, süffisant, gescheit und informativ. :super:
Ich habe mich eben sehr gut unterhalten bei Deiner Vorstellung der Spinnaker Böttger. Eine Uhr, die ich bis dato nicht kannte (Neuuhren sind eben nicht so meins). Aber die Spinnaker gefällt mir sehr gut. Sie kommt massiv und dennoch sportlich-elegant rüber und die schwebenden Indizes sind ein eye-catcher (das mir bekannteste Vorbild für einen erhöhten „Index-Ring“ ist die Tissot PR 516 GL).

Meinen Dank für die famose Vorstellung dieser nicht alltäglichen Uhr verbinde ich mit dem Wunsch, künftig noch das eine oder andere von Dir hier im Uhrforum lesen zu können.
 

Kaliber 66

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Klasse, ausfuehrliche und unterhaltsame Vorstellung :super:
Dafuer vergeb ich gerne den Spinnaker Tower :prost: Passt auch farblich !
 

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abulavia

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Großes Lob von mir aus dem Urlaub. So gut und unterhaltsam hätte ich das bestimmt nicht hinbekommen. Incl. der sehr guten Fotos, obwohl ich da eigentlich auch einen gewissen Anspruch habe.

Eine kleine Korrektur habe ich aber doch zu machen, wo Du mich schon so oft erwähnst; meine Uhr hatte leider 20 Sekunden am Tag Nachlauf. Ein Hinweis mehr, dass Spinnaker sich mit dem Regulieren ein wenig mehr Mühe geben könnte.

Ansonsten wünsche ich Dir aber weiterhin viel Freude mit den schwebenden Indizes. Ich trage meine jetzt auch schon die ganze Zeit im Urlaub.
 

Zerospieler

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Herrliche Vorstellung, danke für die gute Unterhaltung!
 

Golden Gate

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Klasse Bericht, tolle Photos, Danke ! Axel Foley hätte seine Freude dran ;)
Vielen Dank für die positiven Rückmeldungen. Das freut mich natürlich.

Und meine Damen und Herren,
nun steht auch der Hauptgewinner fest. In der Vorstellung war ja auch die Frage enthalten, aus welchem Film "Fitzelchen von Schal von Zitron" ist.

El Dudlerino gebührt die Ehre.
Seine Anspielung ist vollkommen richtig.
Als Gentleman hat er es so formuliert, das weitere Teilnehmer an diesem weltweiten Gewinnspiel nach wie vor noch den richtigen Film nennen können.
Bei uns ist das der running Gag, wenn es darum geht auszudrücken, dass man nur ein ganz klein bisschen möchte,
Eben ein Fitzelchen von Schal von Zitron.
Die korrekte Aussprache erfolgt in einem extrem starken russischen Dialekt.
Gruß Armin
 

Hasimausi

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Herrlich erfrischender Schreibstil. Danke für die schöne Vorstellung.
Wenn Spinnaker nur endlich mal 'bessere' Uhrwerke einbauen würde.
 

Mr. Venz

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@Golden Gate : Chapeau! Vielen Dank, dass du Zeit, Charme und Esprit in diese tolle Vorstellung investiert hast.

Mit der Uhr kann ich gar nichts anfangen, nichtsdestotrotz -und das spricht umso mehr für diese Vorstellung- konnte ich nicht aufhören zu lesen.

Ganz große Klasse!

Ich würde mir dennoch eine Bildergänzung wünschen- vom Sandwich 🥪 :D

Viele Grüße

Magnus
 

Sein&Zeit

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... hallo Armin,

was für eine tolle Vorstellung! :klatsch:

Da hast Du Dir ja wahnsinnig viel Arbeit gemacht, aber ohne Freude daran, wäre Dir das nicht so gut gelungen!

Aus dem Hause Spinnaker habe ich ja bisher nur die DUMAS ..., wie Du ja weißt.

Vom PL-Verhältnis absolut eine Überlegung wert. Aber dann nur in der blauen Version.
Von meinen 9000er Miyotas bin ich jedoch nicht mehr als 2-8 Sekunden/d an Abweichung gewöhnt. Ich finde, da sollte Spinnaker schon noch ewas besser werden, was die Feinregulierung anbelangt.


Viel Freude mit der interessanten Uhr! ✨

Marc

PS: Wo ist das sagenumwobene Stullenrezept?
 

Golden Gate

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Also gut, auf vielfachen Wunsch zweier einzelner Herren und auf eigene Gefahr - hier das Rezept; ich will aber keine Beschwerden hören!

Wichtig ist die Klammer um dat Janze, also das Brot.
Zwar nach eigenem Gusto, aber bitte kein 0 8 15 Weißbrot.

Wenn ich in meiner alten Heimat bin (ich komme vom Bodensee), versuche ich sog. "Seelen" zu bekommen (Ich erkläre, was eine Seele ist)
Ansonsten eine deftiges Bauernbrot. Jedenfalls muss die Klammer was halten können und darf nicht gleich durchbrechen.
Deshalb auch keine Scheiben schneiden, zu denen Frauen vielleicht "Och, nu kuck mal, wie süß!" sagen würden. Es darf dick sein! Wer geschmacksintensive Baguettbrötchen hat, nimmt die.

Jetzt geht es los.
Konzentration bitte!
  1. Die erste Brotscheibe wird leicht mit Remoulade "einmassiert".

  2. Darauf legen wir 1- 2 Scheiben Schwarzwälder Schinken. Bitte vom Metzger! Denn es muss intensiver Geschmack her, nicht bloß lebensmitteltechnische Konsistenzmasse.

  3. Den Schwarzwälder Schinken bedenken wir mit Tomatenmark. Hier gilt es, sich ranzutasten. Ist wie beim Uhrenregulieren. Vorsichtig beginnen, sonst ist der Vorlauf beim Weglaufen zu groß und das Ganze hat ein Nachspiel.

  4. Das Tomatenmark bietet uns nun die perfekte Klebemasse für.... Kümmel. Kein Pulver! Leute! Dass ich das sagen muss??
    Wer jetzt schon Reflexe nahe der Speiseröhre bekommt, lässt den Kümmel halt weg. (Anfänger! :D) Oder rantasten, was die Menge angeht.

  5. Hierauf legen wir zärtlich ebenfalls nicht zu dünn geschnittenen Schweizer Käse. Ja, ich weiß, der ist teuer. Aber ganz im Ernst, hier keine Erstausrüsterqualität zu nehmen, führt zu einem schlechten Ergebnis. Allenfalls noch Allgäuer Emmentaler akzeptiere ich als Ersatzmaterial. Und, - auch ernst nehmen! - nichts vom Supermarkt! Namen sind Schall und Rauch. Kauft die heiße Ware an einer echten Käsetheke. Es ist einfach was anderes!

  6. Den Schweizer Käse mit in runden Scheiben geschnittenen Sauren Gurken belegen.
    An dieser Stelle des Herstellungsprozesses macht der Neuling gerne entscheidende Fehler, die dann zu einer erheblichen Beeinträchtigung beim Verzehr führen. Welche Fehler? Er liest nicht genau!

    Denn ich sagte ja, in runde Scheiben geschnitten! Warum ist das wichtig? Wer die Sauren Gurken der Länge nach in Scheiben schneidet, hat beim Essen ein Problem. Seine Schneidezähne schnappen sich so ein längliches Teil und ziehen den ganzen Rest mit raus. Zum einen haben die übrigen Regionen dann keine Saure Gurke mehr, zum anderen nervt es, wenn da so lange Lappen aus dem Mund hängen.
    Lange Lappen? Ja genau. Das führt uns zur Ergänzung der Regel. Wirklich Saure Gurken, also die großen, nicht die kleinen Partylöwen-Dinger. Warum? Weil die kleinen nach zu wenig bis gar nichts schmecken.
    Also GROßE Saure Gurken in KLEINE runde Scheiben geschnitten und mit viel Liebe auf den Schweizer! Käse gelegt.

  7. Wir haben es jetzt gleich geschafft. Die verbleibende zweite Rahmen(brot-)hälfte versehen wir mit Butter auf die (oder in Süddeutschland auf den) wir dann Tessiner Senfsauce Birne auftragen. Natürlich nur vom Original !
    Was das ist? Ja muss man denn hier alles erklären. Leute, so kannich nich arbeiden.
    Ich hänge unten ein Bild an. Dann wissen wir Männer, wonach wir auf Jagd zu gehen haben. Gibt es in jedem Supermarkt, der nicht mit z. B. "A" oder "L" anfängt. Also z. B. eher mit E und ka am Ende.
So, das wär's. Ich bevorzuge dazu ein gut gekühltes Bier.

Der Erstverzehrer zieht "beim ersten Mal" eventuell nicht reinigbare Textilien aus oder eine Schürze an :shock:

Jetzt stellt sich nur noch die Frage, was für eine Uhr trägt man zu so einem kulinarischen Höhepunkt?
Meinungen nehme ich gerne entgegen.

Stets immer wieder gerne.

Eins noch. Das Rezept bleibt natürlich unter uns!

Armin

Unbenannt.JPG
Bild aus dem Internet.
 
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Sein&Zeit

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:schock: ... es sind wohl alle geschockt, ob der Üppigkeit Deines 'Menue-Vorschlages', lieber Armin... ☄

Tomatenmark, Kümmel, Gurke (da gibt es für mich selbstverständlich nur Gurken aus Lübbenau oder Umgebung!), das klingt mir absolut nicht fremd, nur wegen des Schinkes müßte ich mir einen Ersatz überlegen, da ich schon lange kein rotes Fleisch mehr esse...

Klingt sehr lecker!
Danke fürs Teilen!

Marc!
 

Golden Gate

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Hallo, ein kurzer NACHtrag zum VORlauf der Böttger:
Aus den zunächst 20 Sekunden Vorlauf sind nun 9 Sekunden geworden.
Keine Ahnung wie das geht. Mangels Kenntnissen, habe ich an der Uhr nichts einreguliert. Ich habe sie jetzt lediglich die ganze Zeit getragen.
Gruß Armin
 

El Dudlerino

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...Liegt an der Anzahl Zutaten für die köstliche Spezial-Stulle. Das hat sich die Uhr zu Herzen genommen ;)
 

Jolan

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Hallo Armin,
Glückwunsch zur Uhr . Tolles Design , richtige Größe. Viel Spaß damit.

Jetzt zur Quizfrage: Es war natürlich Serge ( "wie geht er uns heute" / göttlich ! ) in Beverly Hills Cop und meines Erachtens sagte er :
"mit Fitzelchen Zitron von Schale" :-D . Klugscheißmodus aus.

BG
Joachim
 
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